CH357393A - Verfahren zur Herstellung von Adermin (Vitamin B6) - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Adermin (Vitamin B6)

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CH357393A
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adermin
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aluminum hydride
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Obias Huisman Henderikus
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Philips Nv
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      Verfahren        zur        Herstellung    von     Adermin        (Vitamin        B6)       Es ist bekannt,     Adermin    durch Reduktion von       2-Methyl-3-hydroxy-4,5-dicarbalkoxy-pyridin    oder  der entsprechenden     3-Benzyloxy-Abkömmlinge    mit  tels     Lithium-Aluminiumhydrid    und nötigenfalls durch  Abtrennung der     Benzylgruppe    mittels Wasserstoff in  Anwesenheit eines Katalysators oder durch Behand  lung mit einer     Halogen-Wasserstoffsäure    (ausgenom  men     Fluorwasserstoffsäure)

      herzustellen.  



  Es ist nun gefunden worden, dass die Reduktion  statt mittels     Lithium-Aluminiumhydrid    auch mittels       Dialkyl-Aluminiumhydriden    durchgeführt werden  kann. Dementsprechend bezieht sich die     Erfindung     auf ein Verfahren zur Herstellung von     Adermin,    wel  ches dadurch gekennzeichnet ist, dass man eine Ver  bindung der Formel  
EMI0001.0018     
    in der     R1    ein Wasserstoffatom, einen     Acylrest    oder  einen     Benzylrest    und     R.    und     R3    je einen     Alkylrest     bezeichnen, mit einem     Dialkylaluminiumhydrid    redu  ziert,

   vorzugsweise in Anwesenheit eines     inerten    Lö  sungsmittels, und sodann, falls     R1    einen     Benzylrest     bezeichnet, diesen abspaltet, z. B. mittels Halogen  wasserstoffsäure, ausgenommen     Fluorwasserstoffsäure     oder Wasserstoff in Gegenwart eines Katalysators.  



  Als     Acylreste    kommen z. B. Essigsäure-,     Propion-          säure-    oder     Benzoesäurereste    in Betracht. Die Grup  pen     R?    und     R3    sind vorzugsweise Reste mit 1 bis 6       Kohlenstoffatomen,    z. B. eine     Methyl-    oder     Äthyl-          gruppe.    Wenn die Reaktion in einem Lösungsmittel  stattfindet, so kommen dazu in Betracht:     n-Hexan,          Cyclohexan,    Benzol,     Toluol    oder     Petroläther.    Auch  Äther sind anwendbar, z.

   B.     aliphatische    Äther wie    z. B.     Dimethyl-    oder     Diäthyläther,    weiter auch     Di-          oxan    oder     Tetrahydrofuran.    Von den     Dialkylalumi-          niumhydriden    kommen z. B.     Diäthyl-    und     Diisobutyl-          aluminiumhydrid    in Betracht.

   Für die Reduktion der  Gruppen     COOR9    und     COOR3    in die entsprechende       Alkoholgruppe    sind insgesamt vier Äquivalente des       Dialkylaluminiums    erforderlich. Wenn     R1    ein Wasser  stoffatom bezeichnet, muss ein fünftes Äquivalent des  Hydrids vorhanden sein. Bezeichnet     R1    einen     Acyl-          rest,    so müssen     insgesamt    6     Aquivalente    eines Re  duktionsmittels verwendet werden. Es sei noch be  merkt, dass die Reduktion vorzugsweise bei einer  Temperatur zwischen -50 und     +50     C durchge  führt wird.  



  <I>Ausführungsbeispiel I</I>  Unter     Feuchtigkeitsabschluss    und einer Stickstoff  atmosphäre wird, während dauernd gerührt wird, eine  auf etwa     0     C abgekühlte Lösung von 2,35 g (0,01       Mol)        2-Methyl-3-hydroxy-4,5-dicarbäthoxy-pyridin    in  35     em3    wasserfreiem     Diäthyläther    einer auch auf etwa  0  C abgekühlten Lösung von 8,5 g (etwa 0,06     Mol)          Düsobutyl-aluminiumhydrid    in     n-Hexan    tropfenweise  zugesetzt. Nachdem alles zugesetzt worden ist, wird  das Rühren noch während einer Stunde bei höherer  Temperatur (etwa 30 bis 35 ) fortgesetzt.

   Darauf wird  das Reaktionsgemisch auf 0  C abgekühlt und vor  sichtig durch     Zutropfen    von feuchtem     Diäthyläther     und darauf Wasser zersetzt. Nach     Abfiltrierung        wird     der     Diäthyläther    und das     Hexan    im Vakuum     entfernt.     Die verbleibende, wässerige Lösung     wird    mit Kohlen  dioxyd gesättigt und der entstandene Niederschlag fil  triert und im Vakuum trockengedampft. Das     Resi-          duum    wird einige Male mit jeweils 75     cms    absolutem  Äthanol extrahiert.

   Nach     Filtrierung    wird das     Resi-          duum    mit trockenem     Salzsäuregas    gesättigt und im  Vakuum auf etwa 10     cms    eingedampft, wobei das       Adermin-Hydrochlorid    sich in Form einer festen           Kristallnasse    ausscheidet. Man erhält 1,88 g (d. h.  etwa 920/0).     Schmelzpunkt    von 203 bis 205  C (unter  Zersetzung).  



  Nach     Umkristallisierung    aus Äthanol     schmilzt    das       Adermin-Hydrochlorid    bei 207 bis 208  C (unter  Zersetzung).  



       Ausführungsbeispiel   <I>11</I>  Unter     Feuchtigkeitsabschluss    und einer Stickstoff  atmosphäre wird, während     dauernd    gerührt wird, eine  auf etwa 0  C     abgekühlte    Lösung von 2,95 g (0,01       Mol)        2-Methyl-3-acetoxy-4,5-dicarbäthoxy-pyridin    in  40     cm3        wasserfreiem    Äther tropfenweise einer auch  auf etwa 0  C abgekühlten Lösung von 6,0 g (etwa  0,07     Mol)        Diäthyl-aluminiumhydrid    in     Cyclohexan     zugesetzt.

   Nachdem alles zugesetzt worden ist, wird  das Rühren noch während einer Stunde bei höherer  Temperatur (etwa 30 bis 35 ) fortgesetzt. Darauf  wird das Reaktionsgemisch wie in Beispiel I zersetzt       und        aufgearbeitet.        Man        erhält        1,74        g        (etwa        85%          Adermin-Hydrochlorid    mit einem     Schmelzpunkt    von  204 bis 205  (unter Zersetzung).

   Nach     Umkristallisie-          rung    aus Äthanol schmilzt das     Adermin-Hydrochlorid     bei 207 bis 208  C (unter Zersetzung).  



  <I>Ausführungsbeispiel 111</I>  Unter     Feuchtigkeitsabschluss    und     einer    Stickstoff  atmosphäre wird, während dauernd gerührt     wird,    eine  auf etwa 0  C abgekühlte Lösung von 3,43 g (0,01       Mol)        2-Methyl-3-benzyloxy-4,5-dicarbäthoxy-pyridin     in 35     cm3        wasserfreiem    Äther tropfenweise einer auch  auf 0  C abgekühlten Lösung von 7,1 g (0,05     Mol)          Diisobutyl-aluminiumhydrid    in     Petroläther    zugesetzt.  Nachdem alles zugesetzt worden ist, wird das Rühren  noch während einer Stunde bei höherer Temperatur  (30 bis 35 ) fortgesetzt.

   Darauf wird das Reaktions  gemisch auf 0  C abgekühlt und vorsichtig durch       Zutropfen    von feuchtem Äther und darauf von     2n-          Schwefelsäure    zersetzt. Die saure Wasserschicht wird  abgetrennt,     mit        Natriumhydroxyd    alkalisch gemacht  und mit Äther extrahiert.

   Nach Trocknen über Na  triumsulfat wird der ätherische Extrakt trockenge  dampft und das     Residuum    wird aus Benzol     umkri-          stallisiert,        wobei        2,25        g        (etwa        87%)    2-Methyl-3-ben-         zyloxy-4,5-dihydromethyl-pyridin    mit einem     Schmelz-          punkt    von 117 bis 120  C erhalten wird.  



  1 g dieser     Benzyloxyverbindung    wird aufgenom  men in 100 ml Äthanol, worin 0,05 g Platinoxyd  (nach Adams)     vorhydriert    worden     sind.    Dieses Ge  misch wird hydriert bei     Zimmertemperatur    und 1,1     at.     Nach     Abfiltrieren    des Katalysators wird     mittels    Salz  säure das     Aderminhydrochlorid    aus dem Filtrat     kri-          stallisiert    in einer Ausbeute von 0,75 g (90 0/0).

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Adermin, dadurch gekennzeichnet, dass eine Verbindung der Formel EMI0002.0067 in welcher R1 ein Wasserstoffatom, einen Acyl- oder einen Benzylrest und R2 und R3 je einen Alkylrest bezeichnen, mit einem Dialkyl-aluminiumhydrid re duziert wird, und sodann, falls R1 einen Benzylrest bezeichnet, dieser abgespalten wird.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Reduktion mit Diäthyl- oder Düsobutyl-aluminiumhydrid durchgeführt wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Reduktion in indifferenten Lö sungsmitteln stattfindet. 3. Verfahren nach Unteranspruch 2, dadurch ge kennzeichnet, dass die Reduktion in Äthern statt findet. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Reduktion in flüssigen Kohlen- wasserstoffen stattfindet. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Reduktion bei einer Tempe ratur zwischen -50 und +50 C durchgeführt wird.
CH357393D 1956-04-07 1957-04-05 Verfahren zur Herstellung von Adermin (Vitamin B6) CH357393A (de)

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