CH358530A - Verfahren zur Herstellung neuer Monoazofarbstoffe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer Monoazofarbstoffe

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CH358530A
CH358530A CH358530DA CH358530A CH 358530 A CH358530 A CH 358530A CH 358530D A CH358530D A CH 358530DA CH 358530 A CH358530 A CH 358530A
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Elliot Stephen William
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B62/00Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves
    • C09B62/02Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves with the reactive group directly attached to a heterocyclic ring
    • C09B62/04Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves with the reactive group directly attached to a heterocyclic ring to a triazine ring
    • C09B62/08Azo dyes
    • C09B62/085Monoazo dyes

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Description


      Verfahren    zur Herstellung neuer     Monoazofarbstoffe       Im Hauptpatent ist ein Verfahren beschrieben, gemäss welchem-neue     Monoazofarbstoffe    der Formel  
EMI0001.0004     
    erhalten werden, worin der     Benzolkern    A mit Aus  nahme von -OH- und     -NH.-Gruppen    weitere     Substi-          tuenten    tragen kann, R ein Wasserstoffatom oder  einen     Alkylrest    bedeutet und     X1    und X, so' gewählt  sind,

   dass die eine der Gruppen     X1    und     X2    ein  Wasserstoffatom und die andere eine     Sulfonsäure-          gruppe    darstellt.  



  Das vorliegende Patent betrifft ein Verfahren  zur Herstellung von Farbstoffen der folgenden For  mel:  
EMI0001.0015     
    worin A einen Rest der     Naphthalinreihe    bedeutet,  der drei     Sulfonsäuregruppen    enthält, wobei A mit  Ausnahme von     Hydroxyl-,        Amino-    und     Monoalkyl-          amino-Gruppen    andere     Substituenten    tragen kann,  B einen     1,4-Phenylen-    oder     Naphthylenrest    bedeutet,  der mit Ausnahme von     Hydroxyl-,

          Amino-    und       Monoalkylamino-Gruppen        Substituenten    tragen     kann,       R     ein    Wasserstoffatom oder einen niederen     Alkyl-          rest    und X ein Halogenatom bedeuten.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch ge  kennzeichnet, dass mindestens ein     Mol    eines     Cyanur-          halogenids    mit einem     Mol    einer     Aminoazoverbindung     der     Formel          A-N=N-B-NH-R     zur Umsetzung gebracht wird.  



  Das im obigen Verfahren verwendete     Cyanur-          halogenid        kann    beispielsweise     Cyanurchlorid    oder       Cyanurbromid    sein.  



  Die im erfindungsgemässen Verfahren verwen  deten     Aminoazoverbindungen    können mittels be  kannter Verfahren erhalten werden, indem man ein       Trisulfonaphthylamin,    das keine     Hydroxyl-    oder       Monoalkylaminogruppen    enthält,     diazotiert    und die  so erhaltene     Diazoniumverbindung    mit     einer    Kupp  lungskomponente der Formel       g-$        NH-R     kuppelt.  



  Als geeignete     Trisulfonaphthylamine    können bei  spielsweise     1-Amino-naphthalin-2,4,6-,    -2,4,7- und       -2,5,7-trisulfonsäuren    sowie     2-Naphthyl-amin-1,5,7-,     -3,6,8- und     -1,3,7-trisulfonsäuren    genannt werden.

             o-Toluidin,        m-Toluidin,        3-Amino-4-methoxy-          toluol,    2,5     Dirnethyl-anilin,        m-Anisidin,        2,5-Di-          methoxy-anilin,        N-Methyl-    und     N-Äthyl-o-toluidin,          N-Methyl-    und     N-Äthyl-m-toluidin    und     1-Naphthyl-          amin-6-    und     -7-sulfonsäure    können als geeignete  Kupplungskomponenten erwähnt werden.

   Man kann  auch die     N-(o)-Sulfomethyl)-Derivate    solcher Kupp  lungskomponenten verwenden, wobei die so erhal  tenen     Azoverbindungen    beispielsweise durch Er  hitzen mit verdünnten     wässrigen    Alkalien zwecks Ent  fernung der     N- ,)Sulfomethyl)-Gruppe    behandelt  werden.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren wird vorzugs  weise in einem     wässrigen    Medium durchgeführt. Vor  zugsweise wird es bei niedriger Temperatur, z. B.  zwischen 0 und 10  C, durchgeführt. Es kann  manchmal von Vorteil     sein,    mehr als 1     Mol        Cyanur-          halogenid    zu verwenden, um eine vollständige Um  setzung der     Aminoazoverbindung    zu gewährleisten.       Gewünschtenfalls    kann ein säurebindendes Mittel,  vorzugsweise     ein        Alkalimetallcarbonat    oder     -bicar-          bonat,    zugesetzt werden.  



  Im allgemeinen werden die neuen     Farbstoffe     vorzugsweise aus den Medien,     in    denen sie gebildet  wurden, bei     einem        pH    von 6-8 isoliert. Es wurde  gefunden, dass der     Halogenverlust    aus den     Triazin-          ringen    im     Farbstoff    bedeutend vermindert werden  kann, indem man     Puffer,    mit welchen das     pH    auf  6-8 und insbesondere auf etwa 6,5 eingestellt wer  den kann, zusetzt. Als     Puffer    kann man z. B.

   Ge  mische von wasserlöslichen     Säuresalzen    der Phos  phorsäure oder Gemische von     Dialkylaminoarylsul-          fonsäuren,    in denen die     Alkylgruppen    mindestens  2     Kohlenstoffatome    enthalten, mit ihren     Alkali-          metallsalzen    verwenden, wobei diese Puffer zu       irgendeinem    Zeitpunkt     während    der Herstellung der  neuen     Farbstoffe    zugesetzt werden können.

   Bei einer  zweckmässigen Ausführungsform wird dem Reak  tionsgemisch genügend säurebindendes Mittel zu  gesetzt, um das     pH    auf 6-8 einzustellen, worauf  der     Puffer    und anschliessend das Salz zugesetzt wer  den, um den     Farbstoff    niederzuschlagen; anschlie  ssend wird der Farbstoff durch Filtrieren isoliert,  worauf der     Farbstoffpaste    vor dem Trocknen noch  mals Puffer zugesetzt wird.  



  Die     Farbstoffpaste    wird vorzugsweise bei einer  Temperatur unterhalb von 65  C getrocknet.  



  Der getrocknete,     gepufferte        Farbstoff    weist in  vielen Fällen beim Lagern eine grössere Beständig  keit auf als die feuchte     Farbstoffpaste    oder die     nicht-          gepufferte    Verbindung.  



  In Form ihrer     Alkalimetallsalze    sind die neuen       Monoazofarbstoffe    wasserlöslich und werden vor  zugsweise zum Färben von Seide, Wolle, regenerier  ten Protein- und     Cellulosetextilmaterialien,    wie z. B.  Baumwolle, Leinen und     Viskoserayon,    verwendet,  indem man das     Textilmaterial    mit     einer        wässrigen     Lösung (die eine eingedickte     Druckpaste    sein kann)  des     Farbstoffes    und ebenfalls mit einem alkalischen  Mittel, wie z.

   B.     Natriumhydroxyd,        Kaliumphosphat,            Natriumbicarbonat    oder     Natriumcarbonat,    behandelt.  Die Behandlung mit dem alkalischen Mittel kann  vor der Behandlung mit dem Farbstoff, gleichzeitig  mit derselben oder nach der Behandlung mit dem  Farbstoff ausgeführt werden.  



  Die neuen     Farbstoffe    können auch auf Seide,  Wolle, regenerierte Protein-, Polyamid- und mo  difizierte     Polyacrylnitriltextilmaterialien    mittels für  diese Textilmaterialien herkömmlichen     Färbmetho-          den    appliziert werden, das heisst indem dieselben aus  schwach sauren oder neutralen     Farbstofflösungen,     beispielsweise Essigsäure, Ameisensäure, Natrium  sulfat oder     Ammoniumacetat    enthaltenden Farbstoff  lösungen, gefärbt werden.  



  Die Farbstoffe können auch auf Wolle, Seide  und regenerierte     Proteintextilmaterialien    mittels für  diese Materialien herkömmlichen Druckmethoden  appliziert werden.  



  Wenn die neuen Farbstoffe auf diese Weise       appliziert    werden, so erhält man orange bis gelbe  Farbtöne, die sehr gute Waschechtheit und Licht  echtheit     aufweisen.     



  Im folgenden Beispiel bedeuten die Teile Ge  wichtsteile.  



  <I>Beispiel</I>  Man kuppelt     diazotierte        2-Naphthyl-amin-3,6,8-          trisulfonsäure    mit     m-Toluidin.    56,7 Teile des     Tri-          natriumsalzes.    der so erhaltenen     Aminoazoverbin-          dung    werden in 900 Teilen Wasser aufgelöst.  



  19     Teile        Cyanurchlorid    werden in 100 Teilen  Aceton aufgelöst, und die Lösung wird     einem    ge  rührten     Gemisch    von 210 Teilen Wasser und 300  Teilen Eis zugesetzt. Der so erhaltenen     Cyanur-          chloridsuspension    wird innerhalb von 40 Min. die  Lösung der     Aminoazoverbindung    zugegeben, und  das Gemisch wird bei einer Temperatur unterhalb  von 6  C gerührt. Nach 25 Min. und anschliessend in  häufigen Intervallen innerhalb der nächsten 60 Min.  setzt man     Natriumcarbonatlösung    zu, um das Ge  misch gegenüber Lackmus zu neutralisieren.

   An  schliessend setzt man dem Reaktionsgemisch Na  triumchlorid im Verhältnis von 6,80 kg pro 45,46  Liter Reaktionsgemisch zu. Das Gemisch wird wäh  rend 30 Min.     gerührt,    dann filtriert und der Filter  rückstand mit 12 Teilen eines Gemisches (1,8: 1)  von wasserfreiem     Kalium-dihydrogen-phosphat    und  wasserfreiem     Dinatrium    -     hydrogen    -     phosphat    ver  mischt und bei 30  C getrocknet.  



  Das so erhaltene Produkt besteht in der Haupt  sache aus dem     N-(2,4-Dichlor-s-triazinyl)-Derivat     der als Ausgangsmaterial verwendeten     Aminoazo-          verbindung.    Beim     Applizieren    auf     Cellulosetextilien     gemäss den oben beschriebenen Methoden erhält man       rötlichgelbe    Farbtöne, die     eine    ausgezeichnete     Licht-          und    Waschechtheit aufweisen..  



  In der     folgenden    Tabelle sind weitere Beispiele  neuer     Azofarbstoffe,    die nach der im obigen Beispiel  beschriebenen Methode erhalten werden können, zu  sammengestellt. Diese Farbstoffe wurden erhalten,  indem man     äquimolekulare    Anteile     Cyanurchlorid         und     Aminoazofarbstoff,    der durch Kuppeln der in  der ersten     Kolonne    angeführten     Diazokomponente     mit der in der zweiten Kolonne angeführten Kupp  lungskomponente erhalten wurde, miteinander zur  Umsetzung bringt.

    
EMI0003.0004     
  
    Diazokomponente <SEP> Kupplungskomponente <SEP> Farbton
<tb>  2-Naphthyl-amin- <SEP> 1-Naphthyl-amin  3,6,8-trisulfonsäure <SEP> 6-sulfonsäure <SEP> gelb
<tb>  1-Naphthyl-amin- <SEP> 1-Naphthyl-amin  2,4,7-trisulfonsäure <SEP> 6-sulfonsäure <SEP> gelb
<tb>  1-Naphthyl-amin  2,4,7-trisulfonsäure <SEP> m-Toluidin <SEP> gelb

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung neuer Monoazofarb- stoffe der Formel EMI0003.0007 worin A einen Rest der Naphthalinreihe bedeutet, der drei Sulfonsäuregruppen enthält, wobei A mit Ausnahme von Hydroxyl-, Amino- und Monoalkyl- amino-Gruppen andere Substituenten tragen kann, B einen 1,4-Phenylen- oder Naphthylenrest bedeutet, der mit Ausnahme von Hydroxyl-,
    Amino- und Monoalkylamino-Gruppen Substituenten tragen kann, R ein Wasserstoffatom oder einen niederen Alkylrest und X ein Halogenatom bedeuten, dadurch gekenn- zeichnet, dass mindestens 1 Mol eines Cyanur- halogenid's mit einem Mol einer Aminoazoverbin- dung der Formel A-N=N-B-NH-R zur Umsetzung gebracht wird. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Umsetzung bei einer Tempe ratur zwischen 0 und 10 C durchgeführt wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Um setzung in Gegenwart eines säurebindenden Mittels durchgeführt wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch und den Un teransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Monoazofarbstoff bei einem pH von 6-8 iso liert wird. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch und den Un teransprüchen 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass der Monoazofarbstoff in Gegenwart eines Puffers, der befähigt ist, das pH auf etwa 6,5 zu halten, iso liert wird.
CH358530D 1957-06-05 1958-06-05 Verfahren zur Herstellung neuer Monoazofarbstoffe CH358530A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2816937A1 (de) * 1978-04-19 1979-10-25 Basf Ag Reaktivfarbstoffe

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2816937A1 (de) * 1978-04-19 1979-10-25 Basf Ag Reaktivfarbstoffe

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