CH358884A - Verfahren zur Herstellung neuer Azofarbstoffe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer Azofarbstoffe

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CH358884A
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azo dyes
diazo
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Inventor
Raymond Dr Gunst
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Ciba Geigy
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    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C09—DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09B—ORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B62/00—Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves
    • C09B62/02—Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves with the reactive group directly attached to a heterocyclic ring
    • C09B62/04—Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves with the reactive group directly attached to a heterocyclic ring to a triazine ring
    • C09B62/08—Azo dyes
    • C09B62/085—Monoazo dyes

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description


  Zusatzpatent zum Hauptpatent Nr. 350737    Verfahren     zur        Herstellung    neuer     Azofarbstoffe       Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein  Verfahren zur     Herstellung    neuer,     wertvoller        Azo-          farbstoffe,    welches dadurch gekennzeichnet ist, dass  man     Diazokomponenten,    die eine     wasserlöslich-          machende    Gruppe und einen mittels einer  
EMI0001.0011     
    direkt oder über eine SO.-Gruppe gebundenen     2,4-          Dihalogen-1,3,5-triazinrest    enthalten,

   worin n eine  ganze positive Zahl, vorzugsweise 1, bedeutet, mit       Barbitursäure    vereinigt. Die so erhaltenen     Azofarb-          stoffe    entsprechen der Formel  
EMI0001.0017     
    worin X einen mittels einer  
EMI0001.0018     
    direkt oder über eine     SOS    Gruppe an den Rest D  einer     Diazokomponente    gebundenen     2,4-Dihalogen-          1,3,5-triazinrest    bedeutet, worin n eine ganze posi  tive Zahl, vorzugsweise 1, bedeutet.  



  Als saure,     wasserlöslichmachende    Gruppen kom  men hierbei     wasserlöslichmachende        Sulfon-    oder       Sulfonsäureamidgruppen    und mit Vorteil ionisie  rende,     wasserlöslichmachende    Gruppen, wie die       Carboxyl-    und     Sulfonsäuregruppen,    in Betracht.  



  Der     2,4-Dihalogen-1,3,5-triazinrest    ist vorzugs  weise der     Dichlortriazinrest    der Formel  
EMI0001.0032     
    der an den Rest der     Diazokomponente    über eine  Brücke der Formel  
EMI0001.0034     
    gebunden ist, worin n eine positive ganze Zahl     im     Werte von höchstens 5 ist.

   Einen solchen     Dihalogen-          triazinrest    enthaltende     Diazokomponenten    können  nach an sich bekannten Methoden aus 1     Mol;          Cyanurchlorid    und 1     Mol    einer aromatischen Ver  bindung     hergestellt    werden, die neben einem an ein  Stickstoffatom gebundenen, reaktionsfähigen Wasser  stoffatom noch eine     wasserlöslichmachende    Gruppe  und einen in eine     Aminogruppe        überführbaren          Substituenten,    z.

   B. eine Nitrogruppe, aufweisen, die  nach der Umsetzung mit     Cyanurchlorid    in eine     NH2     Gruppe umgewandelt wird. Der leichteren Zugäng  lichkeit wegen sind aber die aus 1     Mol        Cyanurchloridl     und 1     Mol    eines aromatischen     Dian-iins    erhältlichen       Diazokomponenten    dieser Art besonders wertvoll.  Als aromatische Diamine kommen sowohl     bicyclische     aromatische Verbindungen wie auch vorzugsweise       monocyclische    Diamine     in    Betracht. Es können auch       azogruppenhaltige    Diamine verwendet werden, wie  z.

   B. diejenigen, die man durch Kupplung und nach  folgendes Verseifen eines     monoacylierten        Diamins     mit einer dank der     Anwesenheit    einer     diazotierbaren              Aminogruppe    kuppelnden Verbindung, wie     Naph-          thylamin,        Naphthylaminsulfonsäuren,    o- oder     m-To-          luidin,        p-Xylidin,    5 -     Methyl    - 2 -     methoxy-l-amino-          benzol,        Aminohydrochinon-d'imethyl-    bzw.

       -diäthyl-          äther    usw., erhält. Die so erhaltenen, zwei     NH2     Gruppen enthaltende     Azoverbindungen    ergeben  durch Umsetzung mit 1     Mol        Cyanurchlorid        ebenfalls     wertvolle, zur Herstellung vorliegender Farbstoffe  brauchbare     Diazokomponenten.     



  Die Kondensation der erwähnten     aromatischen     Verbindungen mit     Cyanurchlorid    führt man zweck  mässig in Gegenwart säurebindender Mittel, wie Na  triumacetat oder     Natriumcarbonat,    aus. Bei der Kon  densation ist so vorzugehen, dass im entstandenen  Kondensationsprodukt zwei der drei austauschbaren  Chloratome übrigbleiben, z. B. indem man in  schwach saurem bis neutralem Medium     und'/oder    bei       möglichst    niedrig gehaltenen Temperaturen arbeitet.

      Als Beispiele von so erhältlichen Aminen, deren       Diazoverbindungen    beim vorliegenden Verfahren als  Ausgangsstoffe in Betracht kommen, seien die fol  genden erwähnt:  Die primären Kondensationsprodukte von 1     Mol          Cyanurchlorid    mit 1     Mol:

            4,4'-Diamino-diphenyl-3-sulfonsäure,          4-(4'-Amino-benzoylamino)-1-amino-benzol-          2-sulfonsäure,          4-(4'-Amino-benzoylamino)-2-amino-benzol-          1-sulfonsäure,          4-(3'-Amino-benzoylamino)-1-amino-benzol-          2-carbonsäure,          1,4-Diamino-benzol-2-carbonsäure,          1,3-Diamino-benzol-4-sulfonsäure    oder  1,4     Diamino-benzol-3-sulfonsäure,          2-Methoxy-1,

  4-d-iamino-benzol-5-sulfonsäure     und das primäre Kondensationsprodukt der Formel  
EMI0002.0040     
    Zur Herstellung der Farbstoffe der Formel (1)  werden erfindungsgemäss z. B. die erwähnten primä  ren Kondensationsprodukte     diazotiert    und mit     Bar-          bitursäure    vereinigt.  



  Die     Diazotierung    der beim vorliegenden Ver  fahren als     Ausgangsstoffe        dienenden    Amine kann  nach an sich bekannten Methoden, z. B. mit     Hilfe     von Mineralsäure, insbesondere     Salzsäure,    und Na  triumnitrit, erfolgen.

   Die Kupplung der so erhaltenen       Diazoverbindungen    mit     Barbitursäure    erfolgt zweck  mässig unter solchen Bedingungen,     d'ass    die in der  verwendeten     Diazoverbindung    vorhandenen aus  tauschbaren Halogenatome nicht reagieren, das heisst  zweckmässig in schwach saurem bis möglichst  schwach alkalischem Medium und bei möglichst  niedrig gehaltenen Temperaturen.  



  Die nach dem vorliegenden     Verfahren    hergestell  ten     Dichlortriazinfarbstoffe    können aus dem Her  stellungsmedium z. B. durch Aussahen und Filtrie  ren isoliert werden. Sie können getrocknet bzw. zu  trockenen Färbepräparaten verarbeitet werden;  wegen der Anwesenheit von labilen Halogenatomen  im Molekül empfiehlt es sich, dabei vorsichtig vor  zugehen, z. B. nicht zu hohe     Trocknungstemperatu-          ren    zu wählen, gegebenenfalls unter vermindertem  Druck zu operieren, und die     Farbstoffpasten    vor dem  Trocknen mit einem Gemisch gleicher Teile     Mono-          und        Dialkaliphosphat    zu versetzen.

      Diese neuen Farbstoffe eignen sich zum Färben       und    Bedrucken der verschiedensten Materialien,  insbesondere     cellulosehaltiger    Materialien, wie Zell  stoff, Leinen, regenerierte     Cellulose    und Baumwolle.  Sie eignen sich ganz besonders zum Färben nach  dem sog.     Kaltfärbeverfahren,    wonach die Färbung  bei Raumtemperatur oder bei mässig erhöhter  Temperatur in wässerigen, stark     salzhaltigen    Bädern  unter Zusatz von Alkali erzeugt wird.

   Sie eignen  sich ebenfalls zum Färben nach der Druck- oder  nach der     Foulardiermethode,    wonach die auf der zu  färbenden Ware durch Bedrucken oder durch     Foular-          dieren    aufgebrachten Farbstoffe einer Alkali- und  gegebenenfalls einer Wärmebehandlung unterworfen  und so auf das zu färbende Material fixiert werden.  



  Die mit den neuen Farbstoffen auf     cellulose-          haltigen    Materialien, insbesondere auf     cellulose-          haltigen    Textilmaterialien erhältlichen Färbungen  zeichnen sich in der Regel durch die Reinheit ihrer  Farbtöne, durch eine gute Lichtechtheit und vor  allem durch hervorragende Waschechtheit aus.  



  In dem nachfolgenden Beispiel bedeuten die       Teile,    sofern nichts anderes angegeben wird, Ge  wichtsteile, die Prozente Gewichtsprozente, und die  Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben.  



  <I>Beispiel</I>  33,6 Teile des     primären    Kondensationsproduktes  aus 1     Mol        Cyanurchlorid    und 1     Mol    1,3-Diamino-           benzol-4-sulfonsäure        werden    in 300 Teilen Wasser,

         300        Teilen        Eis        und        20        Teilen        30%iger        Salzsäure          angerührt    und bei 0 bis 2  mit 25     Volumteilen    4n       Natriumnitritlösung        diazotiert.    Die erhaltene kongo  saure     Diazosuspension    wird bei Zimmertemperatur  zu einer mit 30 Teilen     Natriumcarbonat    versetzten  Lösung des     Natriumsalzes    von 12,

  8 Teilen     Barbitur-          säure    in 200 Teilen Wasser versetzt. Nach beendeter  Kupplung wird der Farbstoff mit     Natriumchlorid     abgeschieden, filtriert, mit etwa 5 Teilen     eines    Ge  misches gleicher Teile Mono- und     Dinatriumphos-          phat    versetzt und bei Raumtemperatur getrocknet.  Der erhaltene Farbstoff löst sich in kaltem Wasser  mit gelber Farbe und färbt     Cellulosefasern    aus alka  lischem Bade in Gegenwart von     Natriumchlorid    bei  25 bis 35  in sehr echten,     grünstichig    gelben Tönen.

      Einen     rotstichigeren    gelben Farbstoff erhält man  bei Verwendung von     Diazoverbindungen    des Amins  der Formel  
EMI0003.0029     
    das man durch Kondensation von     4,4'-Diamino-di-          phenyl-3'-sulfonsäure    mit     Cyanurchlorid    gewinnt.  



  Weitere     ähnliche        Farbstoffe    sind durch     Diazo-          tierung    folgender Amine und Kupplung mit     Barbi-          tursäure        erhältlich:     
EMI0003.0040     
    <I>Färbevorschrift</I>  2 Teile des gemäss Beispiel, 1. Absatz, erhaltenen  Farbstoffes werden in 2000 Teilen Wasser kalt ge  löst.

   In das so erhaltene Färbebad geht man bei 20  bis 30  mit 100 Teilen gut genetztem Baumwollgarn  ein, fügt im Verlaufe von 30 Minuten 500 Teile       einer        20        %        igen        Natriumchloridlösung        portionenweise     zu, und nach weiteren 10 Minuten gibt man 70     Teile          einer        8%igen        Natriumcarbonatlösung        zu.        Man        färbt     weitere 60 Minuten bei 25 bis 35 .

   Die erhaltene  gelbe Färbung wird dann mit kaltem Wasser gespült,  bei 80 bis 100  geseift,     gründlich    mit heissem Wasser  gespült und getrocknet. Man erhält so sehr wasch  echte und lichtechte     grünstichig    gelbe Töne.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen, dadurch gekennzeichnet, dass man Diazokomponen- ten, die eine wasserlöslichmachende Gruppe und einen mittels einer EMI0003.0060 direkt oder über eine SO..,-Gruppe gebundenen 2,4- Dihalogen-1,3,5-triazinrest enthalten, worin n eine ganze positive Zahl bedeutet, mit Barbitursäure ver einigt. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Barbitursäure mit diazo- tierten Aminen der Formel EMI0003.0069 vereinigt, worin R einen Rest der Benzolreihe bedeutet. 2. Verfahren gemäss Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man Di- azoverbindungen aus Aminen der Formel EMI0003.0074 verwendet. 3. Verfahren gemäss Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man die erhaltenen Farbstoffe isoliert und trocknet.
CH358884D 1957-06-03 1957-06-03 Verfahren zur Herstellung neuer Azofarbstoffe CH358884A (de)

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