CH359594A - Mehrschichtiges Papierrohr, Verfahren zu dessen Herstellung, und Verwendung des Papierrohres - Google Patents

Mehrschichtiges Papierrohr, Verfahren zu dessen Herstellung, und Verwendung des Papierrohres

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CH359594A
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    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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    • E04G13/00—Falsework, forms, or shutterings for particular parts of buildings, e.g. stairs, steps, cornices, balconies foundations, sills
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Description


      Mehrschichtiges        Papierrohr,        Verfahren        zu    dessen Herstellung,       und        Verwendung    des     Papierrohres       Die     Erfindung    bezieht sich auf ein mehrschich  tiges Papierrohr, bestehend aus einer Mehrzahl von  schraubenförmig gewickelten Papierstreifen, das bei  spielsweise als Giessform zum Giessen eines Körpers,  z. B. eines Pfeilers,     Pfahles,    Pfostens und derglei  chen, aus Beton verwendet werden kann.

   Sie bezieht  sich insbesondere auf ein Papierrohr, dessen innerste       Schicht    abgeschrägte überlappte Kanten aufweist, die  eine glatte Innenfläche bilden, die mit geeignetem  Material bekleidet ist, welches     einen    zusammenhän  genden Überzug bildet, der nicht am Beton haftet,  der flexibel und wasserdicht ist und der sich wenig  abnützt und relativ zäh ist.  



  Die amerikanische     Patentschrift    Nr. 2 677165 der  Patentinhaberin beschreibt ein schraubenförmig ge  wickeltes Papierrohr aus Bahnen mit stumpf     anein-          anderschliessenden    Rändern und mit einem inneren  Überzug aus Polyäthylen.

   Die Verwendung von  stumpf     aneinanderschliessenden    Nähten bei der in  nersten Schicht des Papierrohres führt zu Spalten  oder Öffnungen     zwischen    den     nebeneinanderliegen-          den    Kanten der Schicht, da die Ränder nicht immer  genau     aneinanderschliessen.    Wird Beton in das Pa  pierrohr eingefüllt, dann wird dieser die Spalten fül  len, und es wird zwischen die Ränder der innersten  Schicht Wasser eindringen, das vom Papierrohr auf  gesaugt wird. Das vom Papierrohr aufgesaugte Was  ser bewirkt ein Quellen des Rohres, wodurch oft eine  Deformation der     Oberfläche    des     fertigen    Betons ent  steht.

   Ausserdem hat der     fertige        Betonpfosten    meist  einen Absatz bzw. einen Vorsprung bei den Spalten  zwischen den Rändern der inneren Schicht, die zur  Erzielung einer glatten     Oberfläche        abgeschliffen    oder  auf andere Art nachbearbeitet werden muss.

      Das erfindungsgemässe Papierrohr unterscheidet  sich vom vorstehend erwähnten dadurch, dass ge  mäss der Erfindung der     innerste    Streifen sich gegen  seitig überlappende Ränder aufweist, wobei     die    eine  Seite     dieses    Streifens glatt ist und die entgegen  gesetzte Seite abgeschrägte Ränder     besitzt,    und die  glatte Seite des     einen    Randes des Streifens die ab  geschrägte Seite des entgegengesetzten Randes     be-          rührt    und dieser den erstgenannten Rand deformiert  hält, und dass die glatten Seiten der Ränder nach  innen und die abgeschrägten Seiten nach aussen ge  richtet sind, so dass die Innenfläche des Papierrohres  glatt ist.

   Zum Abschrägen der Ränder des Papier  streifens für die     innerste    Schicht von aussen her kann  z. B. ein Band mit rauher, die Ränder des Papierstrei  fens     berührender    Oberfläche verwendet werden. Das  Verfahren zur Herstellung dieses Papierrohres ist ge  mäss der     Erfindung    dadurch     gekennzeichnet,    dass die       innerste    Schicht aus Streifen, welche auf der einen  Seite glatte und auf der entgegengesetzten Seite ab  geschrägte Ränder aufweisen, mit der glatte Ränder       aufweisenden    Seite nach innen und der abgeschrägte  Ränder aufweisenden Seite nach aussen derart mit  sich überlappenden Rändern gewickelt wird,

   dass je  weils die abgeschrägte Seite des einen Randes auf die  glatte Seite des von diesem überlappten Randes zu  liegen kommt und dieser Rand vom erstgenannten       deformiert    wird, so dass sich eine glatte überlappte  Oberfläche bildet. Danach wird auf der Innenfläche  eine glatte, ununterbrochene, wasserdichte und relativ  zähe Auskleidung angebracht, die     nicht    an in den  Papierkörper eingegossenem Beton haftet.  



       In    der Zeichnung sind     Ausführungsbeispiele    des  den Gegenstand der Erfindung bildenden Papierroh  res dargestellt:           Fig.    1 zeigt eine     rohrförmige    Betonform     im    Auf  riss.  



       Fig.    2 ist ein     Grundriss    der Aussenfläche der  innersten Schicht.  



       Fig.    3 ist ein Querschnitt der in     Fig.    2 dargestell  ten     innersten    Schicht,     und          Fig.    4 ist ein Teil eines Schnittes des in     Fig.    1  dargestellten Rohres.  



  In der Zeichnung und insbesondere in     Fig.    1 ist  ein mit 10 bezeichnetes Papierrohr dargestellt, das  zur Herstellung von Betonpfosten und ähnlichen Tei  len dient.  



       Fig.    2 zeigt einen die innere Schicht des Papier  rohres 10 bildenden Papierstreifen 12, dessen äussere  Fläche 14 an den Rändern bei 16, 18 abgeschrägt ist.  Die schrägen Ränder 16, 18 können auf verschiedene  Weise     geformt    werden, es hat sich jedoch als zweck  mässig     erwiesen,    ein sich bewegendes Band mit rauher  Aussenfläche zu     verwenden,    welches die Ränder des  Papierstreifens     berührt    und so die schrägen Ränder  formt.  



  Die abgeschrägten Ränder 16, 18 des Papierstrei  fens 12 weisen herausragende     Fasern    auf, die im In  nern -des Rohres unerwünscht sind, da sie eine rauhe  Fläche bilden und jedes Material, das ins Rohrinnere  gelangt, aufsaugen würden. Auch wenn sich die Ab  schrägungen überlappen, wird ein kleiner Teil der       Abschrägung        freiliegen,    wenn eine der     Abschrägun-          gen    nach innen gerichtet ist, da die     Abschrägungen     nicht perfekt geformt sind. Es ist daher vorteilhaft,  die abgeschrägten Seiten der Ränder nach aussen von  der     Innenseite    des Rohres weggerichtet     anzuordnen.     



  Um eine innere Schicht     im    Papierrohr 10 zu bil  den, bei welcher die abgeschrägten Seiten der Rän  der nach aussen gerichtet sind, sind die abgeschrägten  Ränder 16, 18 mit     unterschiedlichen    Winkeln     bezü5          lieh    der Aussenfläche 14 des     Papierstreifens    12 an  gebracht, wie     Fig.    3 zeigt. Danach wird der Papier  streifen 12 mit einem auf einen der Ränder     aufgetra-          P   <I>a</I>       nen,    geeigneten Klebemittel, wie z. B.     Polyvinyl-          acetat-Lösung    schraubenförmig gewickelt.

   Dabei     liegt     die nach aussen gerichtete abgeschrägte Seite des Ran  des 18 im Bereich des abgeschrägten Randes 16 auf  der Fläche der glatten Innenseite 20 des Papierstrei  fens 12. Damit sich eine glatte, dichte Naht bildet,  wird die     Abschrägung    16     verformt,    wie die punktier  ten Linien in     Fig.    3 zeigen, indem die Papierstreifen  auf einen Dorn gewickelt werden,     und    kein Teil der  abgeschrägten Seiten der Ränder 16, 18     liegt    nach  der Innenseite des Rohres 10 frei, wodurch eine glatte       Innenfläche    entsteht.  



  Es ist     klar,    dass die innerste Schicht des Papier  rohres 10 auch auf andere Art angeordnet werden  kann, damit die abgeschrägten Seiten der sich über  lappenden Ränder nach aussen gerichtet sind; die  oben beschriebene     Ausführung    ist nur eine mögliche  Anordnung.  



  Ist die     innerste    Schicht des Rohres 10     weniger     als 0,635 mm dick, so hat es sich als     vorteilhaft    er  wiesen, auch die nächste     anschliessende    Schicht mit    abgeschrägten, sich überlappenden Rändern zu     wik-          keln.    Dies ist von Vorteil, weil bei einer anschliessen  den Schicht mit stumpf     aneinanderschliessenden    Näh  ten der Druck des eingegossenen Betons die innerste  Schicht in die Hohlräume bzw. offenen Nähte zwi  schen den Rändern der nächsten Schicht pressen  würde, so dass die innerste Schicht deformiert würde.

    Sind zwei überlappt gewickelte innerste Schichten  vorhanden, die zusammen mehr als 0,635 mm .dick  sind, dann genügt diese Papierstärke, um dem     Druck     des Betons zu widerstehen.  



  In     Fig.4    ist ein Überzug dargestellt, der eine  innere Auskleidung 22 auf der     Innenfläche    der mit  abgeschrägten Rändern überlappt gewickelten inne  ren Schicht 12 bildet. Auch die     anschliessende    Schicht  26 hat sich überlappende, abgeschrägte Ränder, wäh  rend die Schichten 28, 30 mit stumpfen Nähten  schraubenförmig gewickelt sind. Das     Auskleidungs-          material    im Innern des Rohres 10 wird meist erst  nach dem     schraubenförmigen    Aufwickeln der Papier  streifen angebracht. Die Auskleidung kann auf ver  schiedene Arten angebracht werden.

   Besonders vor  teilhaft hat sich das Spritzen des     Auskleidungsmate-          rials        mit    Hilfe einer geeigneten Spritzpistole im       Innern    des Papierrohres 10 erwiesen. Jede ge  wünschte Dicke oder Menge des     Auskleidungsmate-          rials    kann durch Spritzen     mittels    einer Spritzpistole  aufgebracht werden, indem sie so oft wie nötig im Rohr  10 hin und her bewegt wird, bis die gewünschte Dicke  erreicht ist.  



  In gewissen Fällen kann es von Vorteil sein, einen  Überzug auf die Papierstreifen anzubringen, bevor sie  gewickelt werden; aber infolge der     überlappung    der  .abgeschrägten Ränder des innersten Papierstreifens  müsste dabei das     überzugsmaterial    abgeschrägt wer  den und ein auf den Rand des Papierstreifens an  gebrachtes Klebemittel würde nur schwer am über  zugsmaterial haften. Wenn der Überzug vor dem  Wickeln der Papierstreifen angebracht wird, lassen  sich daher nur schwer glatte Nähte erzielen.  



  Für die Auskleidung     kommen    verschiedene Ma  terialien in Frage, wie z. B.     plastizierte        Nitrozellulose     oder eine Kunststoffemulsion, die aber gewissen An  forderungen genügen müssen. Die wichtigste For  derung ist die, dass das     Auskleidungsmaterial    keine  Affinität zu dem in das Rohr gegossenen Beton ha  ben soll, da das Abziehen des Papierrohres vom fer  tigen Betonpfosten behindert würde, wenn der Beton  das Bestreben hat, am Papierrohr haften zu bleiben,  und dazu Teile des Inneren des Papierrohres am fer  tigen Betongebilde hängen bleiben würden, was häss  lich aussieht und behoben werden muss.  



  Eine weitere Anforderung ist die, dass die Aus  kleidung eine ununterbrochene Schicht bilden muss,  die das Innere der rohrförmigen Papierform vollstän  dig überzieht. Die ununterbrochene Schicht darf  keine     öffnungen    aufweisen und muss an allen Stellen  der Innenfläche des Papierrohres vollständig glatt  sein.      Ausserdem muss ein relativ flexibles     Ausklei-          dungsmaterial    für den inneren Überzug 22 verwendet  werden, da das Rohr beim Transport Stössen und  Schlägen ausgesetzt ist. Wird Beton in das Papier  rohr eingegossen, dann scheuert er an der Ausklei  dung 20, so dass diese ausbrechen oder Risse bilden  würde, wenn sie spröde wäre.  



  Da an den Nähten Wasser in das Papierrohr ein  dringen kann, wodurch das Papierrohr aufquellen  würde, muss das     Auskleidungsmaterial    wasserdicht  sein, damit kein Wasser durchdringt und in die Nähte  bei den überlappten Teilen des Papierstreifens ein  dringt.  



  Ist der in das Papierrohr eingegossene Beton er  härtet, dann kann das Papierrohr 10 durch     Abwik-          keln    der einzelnen Schichten oder durch Aufschlit  zen in Längsrichtung entfernt werden. Der so gebil  dete fertige Betonpfahl hat keine Absätze oder     Vpr-          sprünge,        sondern    eine aussergewöhnlich glatte     Ober-          fläche.     



  In der obigen Beschreibung sind lediglich Bei  spiele des Erfindungsgegenstandes beschrieben, welche  den Schutzbereich der     Erfindung    nicht einengen sol  len.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Mehrschichtiges Papierrohr, bestehend aus einer Mehrzahl von schraubenförmig gewickelten Papier streifen, dadurch gekennzeichnet, dass der innerste Streifen sich gegenseitig überlappende Ränder auf weist, wobei die eine Seite dieses Streifens glatt ist und die entgegengesetzte Seite abgeschrägte Ränder besitzt, und die glatte Seite des einen Randes des Streifens die abgeschrägte Seite des entgegengesetzten Randes berührt und dieser den erstgenannten Rand deformiert hält, und dass die glatten Seiten der Rän der nach innen und die abgeschrägten Seiten nach aussen gerichtet sind, so dass die Innenfläche des Pa pierrohres glatt ist. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Papierrohr nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der innerste Streifen dünner als 0,653 mm ist, und dass der nächstinnerste Streifen überlappende, abgeschrägte Ränder aufweist, so dass er eine glatte Oberfläche bildet, die mit dem innersten Streifen in Berührung steht. 2. Papierrohr nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die innerste Schicht des Papier- rohres eine daran haftende, ununterbrochene, wasser dichte und flexible Auskleidung aufweist, die nicht an Beton haftet. 3.
    Papierrohr nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Auskleidung aus einer im Innern des Rohres aufgespritzten Schicht besteht, die sich über die ganze Länge des Papierrohres erstreckt. 4. Papierrohr nach Unteranspruch 3, dadurch ge kennzeichnet, dass das Auskleidungsmaterial plastifi- zierte Nitrozellulose ist. 5. Papierrohr nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Auskleidungsmaterial eine Kunststoffemulsion ist. 6. Papierrohr nach Patentanspruch und Unter anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die innerste Schicht eine glatte Innenfläche aufweist, die keine ins Innere des Papierrohres hervorragende Fasern be sitzt.
    PATENTANSPRUCH 1I Verfahren zur Herstellung eines mehrschichtigen Papierrohres nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die innerste Schicht aus Streifen, welche auf der einen Seite glatte und auf der ent gegengesetzten Seite abgeschrägte Ränder aufweisen, jnit der glatte Ränder aufweisenden Seite nach innen und der abgeschrägte Ränder aufweisenden Seite nach aussen derart mit sich überlappenden Rän dern gewickelt wird, dass jeweils die abgeschrägte Seite des einen Randes auf die glatte Seite des von diesem überlappten Randes zu liegen kommt und die ser Rand vom erstgenannten deformiert wird,
    so dass sich eine glatte überlappte Oberfläche bildet, und dass auf die Innenfläche des Papierkörpers eine glatte, ununterbrochene, wasserdichte und relativ zähe Aus kleidung angebracht wird, die nicht an in den Pa pierkörper eingegossenem Beton haftet. UNTERANSPRUCH 7. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch ge kennzeichnet, dass die Auskleidung im Innern des Rohres durch Spritzen angebracht wird. PATENTANSPRUCH III Verwendung des Papierrohres nach Patent anspruch I als Giessform zum Giessen eines Körpers aus Beton.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2567069A1 (fr) * 1984-07-03 1986-01-10 Lhomme Sa Procede et dispositif de fabrication d'un tube de carton calibre a tres faible rugosite de surface et haute stabilite dimensionnelle
DE102007030933A1 (de) * 2007-07-03 2009-01-15 Max Frank Gmbh & Co. Kg Verfahren zum Herstellen eines Schalungsrohres aus Flachmaterial durch Spiralwickeln auf einer Spiralwickelmaschine sowie Schalungsrohr

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