CH360165A - Verfahren zur Konservierung von tierischen Organpräparaten - Google Patents

Verfahren zur Konservierung von tierischen Organpräparaten

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CH360165A
CH360165A CH360165DA CH360165A CH 360165 A CH360165 A CH 360165A CH 360165D A CH360165D A CH 360165DA CH 360165 A CH360165 A CH 360165A
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CH
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freeze
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English (en)
Inventor
Neumann Karlheinz Dr Med
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Rhein Chemie Rheinau Gmbh
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    • A—HUMAN NECESSITIES
    • A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61K—PREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K35/00—Medicinal preparations containing materials or reaction products thereof with undetermined constitution
    • A61K35/12—Materials from mammals; Compositions comprising non-specified tissues or cells; Compositions comprising non-embryonic stem cells; Genetically modified cells
    • A—HUMAN NECESSITIES
    • A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01N—PRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N1/00—Preservation of bodies of humans or animals, or parts thereof
    • A01N1/10—Preservation of living parts
    • A01N1/16—Physical preservation processes
    • A01N1/162—Temperature processes, e.g. following predefined temperature changes over time

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Description


  Verfahren zur     Konservierung    von tierischen Organpräparaten    In neuer Zeit werden. Organpräparate als solche  oder zur Herstellung von Wirkstoffen therapeutisch  verwendet, die unter grösstmöglicher Schonung des       Zel.lgefüges    mit     Hilfe    der Gefriertrocknung konser  viert worden sind. Zur Arbeitsweise der Gefrier  trocknung gehört es bekanntlich, die     lebendfrisch    ent  nommenen Organteile sofort möglichst rasch tiefzu  kühlen und dann bei Temperaturen, die     zumindest     unterhalb des Gefrierpunktes liegen, das Wasser     abzu-          sublimieren.     



  Vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren     zur     Konservierung von tierischen Organpräparaten durch  Gefriertrocknung. Dieses Verfahren ist dadurch ge  kennzeichnet, dass man die frischen Organe oder  Organteile vor der Abkühlung zur     Gefriertrocknung     kurze Zeit auf Temperaturen zwischen 25 und 85   erhitzt.  



  Alls den so konservierten Organpräparaten lassen  sich, z. B. durch Extraktion, therapeutische Wirk  stoffpräparate, wie Hormonpräparate usw., herstellen.  



  Durch das erfindungsgemässe Verfahren lässt sich  die Ausbeute, das heisst die therapeutische Wirksam  keit der konservierten     Zellpräparate    ganz bedeutend  steigern. Man kann daher bei jeder Applikation die  Dosierung entsprechend niedriger wählen. Diese       Ausbeutesteigerung    erlaubt es, aus einer gegebenen  Anzahl von Spendentieren einen vermehrten Betrag  an therapeutischen Wirkstoffen zu produzieren. Das  ist für die Herstellung von therapeutisch verwend  baren Organpräparaten wichtig, denn der wesentliche  Teil der Arbeit erstreckt sich auf die Auswahl und       ärtzliche    Untersuchung der Spendentiere sowie auf die  operative Gewinnung der einzelnen Organe.  



  Die erfindungsgemäss konservierten     Präparate     können für     Injektionszwecke    in Ringerlösung aufge  schwemmt werden. Man kann sie aber auch in Salben  oder Pillen einarbeiten.    Durch die     nachfolgend    angeführten Versuche  wird diese     Ausbeutesteigerung    bei Verwendung von  nach dem erfindungsgemässen Verfahren konser  vierten Organpräparaten     veranschaulicht.       <I>I.

   Testung der Wirkungserhöhung</I>  Testobjekt für diese Untersuchungen waren  Mäuse, denen operativ beide Eierstöcke entfernt  wurden, und die sich somit     in    einem Hormon  (Oestrogen)Mangeizustand     befanden..    Dieser     Oestro-          genmangel    ist an den     Zellformen    des     Vaginalepithels     im     mikroskopischen        Ausstrichpräparat    abzulesen. Das  Auftreten sog.     Schollen    ist dabei ein Mass für den  Grad der     Wiederherstellung    des     normalen    Zustandes.

    Zur Testung der Wirksamkeit vorbehandelter Präpa  rate wurde eine Gruppe     ovariectomierter    Mäuse mit  unbehandelten     Zellen,,    eine andere Gruppe mit vor  behandelten Zellen gespritzt und die durchschnitt  liche     Schollenzahl    beider     Gruppen    über einen Monat  hinweg verglichen. Die Wirkungssteigerung oder der       Wirkungsabfall    ist nachfolgend in     1/o    der mittleren  Schollenzahl der     Kontrollgruppe        ausgedrückt.     



       II.   <I>Durchführung der</I>     Vorbehandlung   <I>der Zellen</I>  Die     Organzellen    wurden unter sterilen     Kautelen     aus dem frisch getöteten     Versuchstier        entnommen,     mit Scheren fein     zerkleinert    und     dann    (für Versuchs  zwecke) in abgewogene Portionen aufgeteilt.     Jeweils     eine Portion wurde ohne eine besondere     Vorbehand-          lung    gefriergetrocknet und     Kontrolltieren    injiziert.

    Die anderen Portionen wurden     in    sterile und dicht  verschliessbare     Kölbchen    oder Gläschen     gefüllt    und  in diesen 15 Minuten auf + 37  bzw. + 60  bzw.  + 80  erhitzt, indem das     Kölbchen    in ein Wasserbad  dieser Temperatur eingetaucht wurde.     Anschliessend     wurden die     Kölbchen    in einem Bad     fliessenden    Lei-           tungswassers    auf etwa + 10  C abgekühlt,     wozu    2 Mi  nuten benötigt wurden.

   Unmittelbar danach     erfolgte     das     Einfrieren    des Präparates durch Eintauchen in  ein     Kohlensäure-Aceton-Bad.    Die     Trocknung    wurde    bei -25  C     durchgeführt.    Suspendierung der Zellen  wie üblich in Ringerlösung. Injektion intramuskulär.  



  Die Ergebnisse sind in nachfolgender Tabelle     zu-          sammengestellt:     
EMI0002.0010     
  
    Zahl <SEP> der <SEP> durchschnittl. <SEP> Verminderung <SEP> Erhöhung
<tb>  Versuchsanordnung <SEP> Versuchs- <SEP> Zahl <SEP> der <SEP> gegenüber <SEP> den <SEP> jeweiligen
<tb>  tiere <SEP> Schollen <SEP> Kontrollgruppen
<tb>  Kontrolltiere <SEP> 2 <SEP> 10,4 <SEP> - <SEP>   (Injektion <SEP> regelrecht <SEP> gefriergetrockneten <SEP> Ovars) <SEP> 4 <SEP> 7,7 <SEP> - <SEP>   Trocknung <SEP> oberhalb <SEP> des <SEP> Gefrierpunktes <SEP> 3 <SEP> 3,8 <SEP> 60%
<tb>  Vor <SEP> dem <SEP> Einfrieren
<tb>  5 <SEP> Stunden <SEP> bei <SEP> Zimmertemperatur <SEP> stehenlassen <SEP> 3 <SEP> 8,5 <SEP> 12%
<tb>  Vor <SEP> dem <SEP> Einfrieren
<tb>  15 <SEP> Minuten <SEP> in <SEP> Glycerin-Ringer-Lösung <SEP> stehen  lassen,

   <SEP> ungetrocknet <SEP> 2 <SEP> 13,0 <SEP> 35%
<tb>  Vor <SEP> dem <SEP> Einfrieren
<tb>  15 <SEP> Minuten <SEP> in <SEP> Glycerin-Ringer-Lösung <SEP> stehen  lassen <SEP> (Gefriertrocknung) <SEP> 2 <SEP> 15,5 <SEP> 49%
<tb>  Vor <SEP> dem <SEP> Einfrieren
<tb>  30 <SEP> Minuten <SEP> auf <SEP> 37  <SEP> C <SEP> erwärmt <SEP> (Gefriertrocknung) <SEP> 3 <SEP> 23,5 <SEP> etwa <SEP> 206 <SEP> %
<tb>  Vor <SEP> dem <SEP> Einfrieren
<tb>  15 <SEP> Minuten <SEP> auf <SEP> 60  <SEP> C <SEP> erwärmt <SEP> (Gefriertrocknung) <SEP> 3 <SEP> 27,6 <SEP> etwa <SEP> 260%
<tb>  Vor <SEP> dem <SEP> Einfrieren
<tb>  10 <SEP> Minuten <SEP> auf <SEP> 80 C <SEP> erwärmt <SEP> (Gefriertrocknung) <SEP> 8 <SEP> 25,1 <SEP> etwa <SEP> 2.00/0

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Konservierung von tierischen Organpräparaten durch Gefriertrocknung, dadurch gekennzeichnet, dass man die frischen Organe oder Organteile vor der Abkühlung zur Gefriertrocknung kurze Zeit auf Temperaturen zwischen 25 und 85 erhitzt. UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die Erhitzungsdauer 10 bis 30 Minuten beträgt.
CH360165D 1956-04-11 1956-04-11 Verfahren zur Konservierung von tierischen Organpräparaten CH360165A (de)

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