CH361812A - Verfahren zur Herstellung neuer Phthalazine - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer Phthalazine

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CH361812A
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acid
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Jean Dr Druey
Adrian Dr Marxer
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Ciba Geigy
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  Verfahren zur Herstellung neuer     Phthalazine       Gegenstand der     Erfindung    ist ein Verfahren zur  Herstellung von     1-Hydrazino-4-(pyridyl-methyl)-          phthalazinen,    die im     Benzolkern    eine     Aminogruppe     tragen und gegebenenfalls noch weitere     Substituenten     aufweisen, ihrer Salze und     quaternären    Ammonium  verbindungen, vorzugsweise von     Bz-Amino-1-          hyd'razino-4-[pyridyl-(2')-    oder     -pyridyl-(4')-methyl']-          phthalazinen.     



  Als weitere     Substituenten,    insbesondere am.     Ben-          zolkern,    kommen z. B.     Nitro-,        Alkyl-,    wie     Methyl-,     oder     Alkoxy-,    wie     Methoxygruppen    oder Halogen  atome, z. B. Chlor oder Brom in Frage.  



  Die neuen     Phthalazine    besitzen     wertvolle    phar  makologische Eigenschaften. Sie zeigen eine ausge  prägte     hypotens.ive    Wirkung und können dement  sprechend als blutdrucksenkende Mittel therapeuti  sche Verwendung finden. Besonders hervorzuheben  ist in dieser Hinsicht das     1-Hydrazino-4-[pyridyl-(4')-          methyl]-7-amino-phthalazin    der Formel  
EMI0001.0026     
    und seine     Salze.     



  Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch ge  kennzeichnet, dass man ein     1-X-4-(Pyridyl-methyl)-          Bz-acylamino-phthalazin,    das gegebenenfalls noch  weitere     Substituenten    aufweist und worin X einen aus  tauschfähigen Rest bedeutet und     Acyl    eine     Acyl-          gruppe,    vor allem die     Acetylgruppe    bedeutet,

   oder  eine     quaternäre        Ammoniumverbindung    davon mit         Hydrazin    umsetzt und die     Acylaminogruppe        hydroly-        _          siert.    X kann z. B. eine freie oder     verätherte        Mer-          captogruppe,    z. B. eine     Alkylmercaptogruppe,    eine  reaktionsfähig     veresterte    oder     verätherte        Oxygruppe,     z.

   B. ein Halogenatom, vorzugsweise Chlor, oder  eine     Phenoxygruppe,    oder eine     Aminogruppe,    z. B.       eine        unsubstituierte    oder mono- oder     disu'bstituierte          Aminogruppe,    wie eine     Alkyl-    oder     Alkylenamino-          gruppe    sein. Die Hydrolyse wird in üblicher Weise,       vorteilhaft    mittels Säuren     durchgeführt.     



  Bei dem erfindungsgemässen Verfahren     können     die Ausgangsstoffe auch unter den     Reaktionsbedin-          gungen    entstehen. So kann man     1-Amino-3-(pyridyl-          methyl)-6-acylamino-isoindolenine    mit     Hydrazin    um  setzen, wobei intermediär     1-Amino-4-(pyridyl-me-          thyl)-6-acylamino-phthalazine    entstehen.  



  Die genannten Reaktionen können in     An-    oder  Abwesenheit von Verdünnungsmitteln, allenfalls auch  in     Gegenwart    von     Kondensationsmitteln        durchge-          führt    werden, wobei man ausserdem     in.    Gegenwart  von Katalysatoren, wie Kupferpulver arbeiten kann.  Das als     Ausgangsstoff    verwendete     Pyridyl-methyl-          phthal'azin    kann auch in     Form    seiner     quaternären          Ammoniumverbindungen,    insbesondere der Nieder  alkylammoniumverbindungen vorliegen.  



  Je nach der Arbeitsweise erhält man die neuen       Hydrazinverbindungen    in Form der freien Basen oder  ihrer Salze. Aus diesen können in üblicher Weise die  freien Basen gewonnen werden. Von letzteren lassen  sich durch Umsetzung mit Säuren, die zur Bildung  therapeutisch     verwendbarer    Salze geeignet sind,     Salze     gewinnen, wie z.

   B. der     Halogenwasserstoffsäuren,     Schwefelsäure, Salpetersäure, Phosphorsäure,     Rho-          danwasserstoffsäure,    Essigsäure,     Propionsäure,        Oxal-          säure,        Malonsäure,        Bernsteinsäure,    Zitronensäure,  Weinsäure,     Äpfelsäure,        Methansulfonsäure,        Äthan-          sulfonsäure,        Oxyäthansulfonsäure,    Benzol- oder To-           luolsulfonsäure,

          Aminosäuren    oder von     therapeutisch     wirksamen Säuren. Tertiäre Basen lassen sich in  üblicher Weise, vorzugsweise durch Behandlung mit  reaktionsfähigen Estern niederer     Alkanole,        quaterni-          sieren.     



  Die neuen     Hydrazinophthalazine,        ihre    Salze und       quaternären        Ammoniumverbindungen    können     in     Form pharmazeutischer Präparate Verwendung fin  den, welche sie in Mischung mit einem für die       enterale    oder     parenterale    Applikation geeigneten       pharmazeutischen    organischen oder anorganischen  Trägermaterial enthalten.  



  Die Erfindung wird im folgenden Beispiel näher  beschrieben. Die Temperaturen sind in Celsiusgraden  angegeben.  



  <I>Beispiel</I>  16,5 g     1-Oxo-4-[pyridyl-(4')-methyl]-7-acet-          amino-1,2-dihydro-phthalazin-hyd'rochiorid    werden  mit 100     cm3        Phosphoroxychlorid    3     Stunden    auf dem  Wasserbad erhitzt. Es tritt keine sichtbare Reaktion  ein.

   Die Suspension wird auf 600 g Eis ausgetragen,  die entstandene klare Lösung in dünnem Strahl in  Wasser, das durch Zugabe von 310     cm3        konz.    Am  moniak     dauernd        alkalisch    gehalten wird, einlaufen  gelassen, der entstehende Niederschlag des     1-Chlor-4-          [pyridyl    - (4')     -methyl]-7-acetamino-phthalazins    abge  saugt, gründlich gewaschen und sofort in einer Lö  sung von 81 cm 3     Hydrazinhydrat    in 90 cm?, Me  thanol 2 Stunden unter     Rückfluss    gekocht. Die leicht  flüchtigen Anteile werden unter vermindertem     Druck     verdampft.

   Dann wird zur Entfernung von     Hydrazin-          hydrat    noch zweimal mit 200 cm-'     Äthanol    verdampft.  Der     kristalline    Rückstand wird in wenig Methanol  gelöst, von einem darin unlöslichen, hochschmelzen  den Produkt getrennt und eingeengt. Man erhält gelb  liche Kristalle des     1-Hydrazino-4-[pyridyl-(4')-me-          thyl]-7-acetamino-phthalazins    der Formel  
EMI0002.0036     
    Es schmilzt bei 143-145  unter Aufschäumen,  wird bei etwa 180  wieder fest und     schmilzt    nicht  mehr bis 315 .  



  Das in Äthanol mit 2,5-n. alkoholischer Salzsäure  hergestellte     Dihydrochlorid        schmilzt    bei 264-267 .  Es ist hygroskopisch; das kristallwasserhaltige Pro  dukt     schmilzt    tiefer.    2 g des so gewonnenen     1-Hydrazino-4-[pyridvl-          (4')-methyl]-7-acetamino-phthalazin-dihydrochlorides     werden in 50     cm3        konz.    Salzsäure 11/2 Stunden unter       Rückfluss    gekocht und gekühlt.

   Das abgeschiedene  Produkt ist das     Trihydrochlorid    des     1-Hydrazino-          4-[pyridyl-(4')-methyl]-7-amino-phthalazins    der For  mel  
EMI0002.0049     
    das beim Trocknen oder     Umkristalfisieren    leicht  1     Mol        Salzsäure    verliert; F. 285 .  



  1-     Oxo    - 4 -     [pyridyl-        (4')-methyl]-7-acetamino-1,2-          dihydro-phthalazin    kann wie folgt gewonnen wer  den:  Das durch Erhitzen von     4-Nitro-phthalsäure-          anhydrid    mit     y-Picolin    in     o-Dichlorbenzol    bei 180   nach den bekannten Verfahren gewonnene     5-Nitro-          y-pyrophthalon    wird mit der 4fachen Menge     Hy-          drazinhydrat    3 Stunden unter     Rückfluss    gekocht.

   Die  Nitrogruppe wird dabei reduziert, und man erhält  gelbbraune Kristalle des     1-Oxo-4-[pyridyl-(4')-me-          thyl]-7-amino-1,2-dihydro-phthalazins    vom F. 298   (Hydrochlorid nach     Umkristallisieren    aus Äthanol  F. über 300 ).  



  Das gewonnene     Phthalazon        wird    in fein zerrie  benem Zustand mit der 6fachen Menge     Acetanhydrid     3 Stunden gekocht, das nach dem Erkalten abge  trennte Produkt mit Eisessig gelöst und mit 2,4-n.  alkoholischer Salzsäure versetzt. Das sich sofort ab  scheidende Hydrochlorid des     1-Oxo-4-[pyridyl-(4')-          methyl]-7-acetamino-1,2-dihydro-phthalazins    ist ana  lysenrein und kann direkt verwendet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung neuer Bz-Amino-l- hydrazino-4-(pyridyl-methyl)-phthalazine, die gege benenfalls noch weitere Substituenten aufweisen, da durch gekennzeichnet, dass man ein entsprechendes 1-X-4-(Pyridyl-methyl)-Bz-acylamino-phthalazin oder eine quaternäre Ammoniumverbindung davon, worin X einen austauschfähigen Rest bedeutet,
    mit Hy- drazin umsetzt und die Acylaminogruppe hydroly- siert. UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass man von einem 1-Halogen-4-(pyridyl- methyl)-Bz-acetylamino-phthalazin ausgeht.
CH361812D 1957-05-07 1958-03-07 Verfahren zur Herstellung neuer Phthalazine CH361812A (de)

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