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Lamellierter magnetischer Kern Die Erfindung bezieht sich auf einen lamellier- ten magnetischen Kern mit mindestens drei rechteckige Fenster begrenzenden Schenkeln und Jochen, von welchen Schenkeln die äusseren Hilfsschenkel einen Querschnitt aufweisen, dessen Fläche kleiner ist als die des abgesehen von zwei fehlenden Segmenten kreisförmigen Querschnittes der inneren Hauptschenkel, und wobei die sich zwischen den Hauptschenkeln befindenden Hauptjoche und die sich zwischen einem Hauptschenkel und einem Hilfsschenkel befindenden Hilfsjoche derart ausgeführt sind,
dass ihre Querschnitte sich von einander unterscheiden und dass in jeder Blechschicht die Summe der Höhe eines Hauptjochbleches und der Höhe eines Hilfsjoch- bleches, um einen praktisch konstanten Faktor grö- sser ist als die Breite eines Hauptschenkelbleches.
Ein magnetischer Kern mit Hilfsschenkeln und Hilfsjochen wird bei grossen ein- und mehrphasigen Transformatoren verwendet, weil dabei die maximalen Abmessungen vom Transportprofil bestimmt sind und die Anwendung von Hilfsschenkeln und Hilfsjochen geringere Höhen der Joche gestattet, das heisst also höhere Fenster in dem Kern für das Unterbringen der Wicklungen zulässt.
Ein lamellierter magnetischer Kern dieser Art ist durch die amerikanische Patentschrift Nr. 2 779 926 bekannt.
Diese Patentschrift lehrt aber nichts über die Form der Querschnitte der Schenkel und Joche. Die Erfindung bezweckt, einen magnetischen Kern der anfangsbeschriebenen Ausführung zu schaffen, bei dem der innerhalb des Transportprofiles zur Verfügung stehende Raum möglichst günstig ausgenützt wird. Sie besteht darin, dass die Hauptjoche einen abgesehen von den Ecken rechteckigen Querschnitt und sowohl die Hilfsjoche als auch die Hilfsschenkel einen abgesehen von den Spitzen lanzettenförmigen Querschnitt besitzen. Bei diesem magnetischen Kern ist die Form der Querschnitte der Hilfsschenkel und der Hilfsjoche vom Querschnitt der Hauptschenkel und vom rechteckigen Querschnitt der Hauptjoche weitgehend bestimmt.
Die rechteckige Ausführung der Hauptjoche weist, abgesehen von der günstigen Raumfüllung, den Vorteil auf, dass die meisten Bleche der Hauptjoche einander gleich sein können und sie sich leicht zu einem Paket aufschichten lassen.
Vorteilhafterweise können die Bleche eines Hauptschenkels, der sowohl an ein Hauptjoch als auch an ein Hilfsjoch anschliesst, je aus zwei in der Querrichtung des Hauptschenkels nebeneinander liegenden, zusammengeschweissten Blechstreifen bestehen, von denen der eine im wesentlichen im magnetischen Hauptkreis und der andere im wesentlichen im magnetischen Hilfskreis des Kernes liegt. Da in diesem Falle die Fuge zwischen den Blechen dem magnetischen Fluss im betreffenden Hauptschenkel parallel ist, genügt es, wenn die Bleche nur an wenigen Stellen z. B. mittels Punktschweissung aneinander befestigt sind. Das Teilen der Schenkelbleche weist den Vorteil auf, dass sie leicht und ohne Abfälle aus grösseren Platten geschnitten werden können.
Anhand der Zeichnung wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung erläutert. Es zeigen darin: Fig. 1 eine Ansicht eines magnetischen Kernes für einen dreiphasigen Transformator, Fig. 2 in vergrössertem Massstab eine Draufsicht eines Teiles des magnetischen Kernes gemäss Fig. 1, Fig. 3 und 4 Querschnitte nach den Linien 111 bis 111 und IV-IV in Fig. 2, und Fig. 5 einen Teil einer Blechschicht des magnetischen Kernes gemäss 1-4 als Variante mit geteilten Blechen in einem Hauptschenkel.
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Der magnetische Kern ist für einen dreiphasigen Transformator gedacht und besteht aus den Hauptschenkeln 1, den Hauptjochen 2, den Hilfsschenkeln 3 und den Hilfsjochen 4. Die Hauptschenkel haben einen abgesehen von zwei fehlenden Segmenten kreisförmigen Querschnitt. Die Hilfsschenkel 3 besitzen einen abgesehen von den Spitzen lanzetten- förmigen Querschnitt, der der Lanzettenform 1" entspricht, die man erhält, wenn der kreisförmige Durchschnitt eines Hauptschenkels von einem exzentrisch angeordneten Kreis mit gleichem Radius geschnitten wird. Dies zeigt die Fig. 2.
Es ist klar, dass in dem übrigbleibenden Teil 1' des Hauptschenkels die Bleche, insofern sie dem lanzettenförmigen Teil 1" anliegen, gleiche Breite haben. Dies ermöglicht es, den Hauptjochen 2 einen abgesehen von den Ecken rechteckigen Querschnitt zu geben, wie in der Fig. 3 angegeben ist. Ein Vorteil dieser rechteckigen Form ist, dass sie den für die Hauptjoche innerhalb des Transportprofiles zur Verfügung stehenden Raum so günstig wie möglich füllt, ferner, dass die meisten Hauptjochbleche einander gleich sind und dass diese Bleche sich leicht aufschichten lassen.
Die Hilfsjoche 4 haben einen abgesehen von den Spitzen lanzettenförmigen Querschnitt, wie aus der Fig. 4 hervorgeht.
Im allgemeinen wählt man die Induktion in den Jochen kleiner als in den Schenkeln. Zum Erzielen einer gleichmässigen Verteilung des magnetischen Flusses in den Schenkeln und in den Jochen wird jedes Jochblech eine.Höhe besitzen müssen, die um einen praktisch konstanten Faktor grösser ist als die Breite des mit diesem Jochblech zusammenarbeitenden Teiles des Bleches eines Hauptschenkels, so dass also in jeder Blechschicht die Summe der Höhe des Bleches eines Hauptjoches 2 und der Höhe des Ble- ches eines Hilfsjoches 4 um den genannten Faktor grösser ist als die Breite des Bleches eines Hauptschenkels 1.
Es ist daher möglich, den magnetischen Kern derart auszuführen, dass bei einer bestimmten günstigen Fensterhöhe der übrige Raum innerhalb des Transportprofils in möglichst vorteilhafter Weise durch die Joche aufgefüllt wird, ohne dass zu diesem Zwecke besondere schwer ausführbare Jochkon- struktionen erforderlich sind. Hat man den Querschnitt der Hauptjoche bestimmt, dann ergibt sich der Querschnitt der Hilfsschenkel und der Hilfsjoche aus dem erforderlichen Querschnitt der Hauptschenkel und dem gewählten Verhältnis zwischen den Querschnitten der Joche und den Querschnitten der diesen Jochen anliegenden Schenkel oder Teile der Schenkel.
Fig. 5 zeigt, wie eine Anzahl von Blechen der Hauptschenkel 1 aus zwei nebeneinander liegenden Teilen 1' und 1" zusammengesetzt ist. Wenn die Bleche 1' sich in diesem Falle ausschliesslich im magnetischen Hauptkreis des Kernes und die Bleche 1" sich im wesentlichen im magnetischen Hilfskreis dieses Kernes befinden, wird der magnetische Fluss die Fuge 5 zwischen den Blechen 1' und 1" nicht schneiden und genügt eine Punktschweissverbindung 6 an nur einigen Stellen der Fuge. Die zwei Bleche 1' und 1" können leichter und mit weniger Abfällen geschnitten werden, als wenn sie aus einem einzigen Stück bestehen würden, das durch eine diskontinuierliche Linie begrenzt ist.