CH364242A - Maschine zum Herstellen von Broschüren - Google Patents
Maschine zum Herstellen von BroschürenInfo
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Description
Maschine zum Herstellen von Broschüren Die Erfindung bezieht sich auf eine Maschine zum Herstellen von Broschüren, mit einer gegen eine Anpressplatte einschwenkbaren Blockzange und auf der Anpressplatte angeordneten Einpressschienen, um den Broschürenumschlag zu beiden Seiten des Rük- kens des Buchblockes in. diesen einzupressen,
wobei der Broschürenblock in der Ausschwenkstellung der Blockzange angelegt und gespannt und bei gespannt gehaltener Blockzange auf den Broschürenumschlag gegen die Anpressplatte gedrückt wird.
Bei einer bekannten Maschine dieser Art wird der Broschürenblock mit etwa senkrecht gestelltem Rük- ken in die hochgeschwenkte Blockzange eingespannt und diese dann zusammen mit dem gespannt gehal tenen Broschürenblock gegen die Anpressplatte ein geschwenkt und der Buchblockrücken gegen die mit Klebstoffauftrag versehene Innenseite des Rücken teiles des angelegten Broschürenumschlages bis zum vorläufigen Trocknen des Klebstoffes angepresst. Während
dieser Zeit wird die Spannung der Block zange und ebenso die der Einpressschienen durch selbsthemmend ausgebildete Kniehebelgestänge auf rechterhalten, deren Spannung nach dem Abkleben der Buchteile gelöst wird.
Die einfache Bedienbarkeit der Maschine, bei welcher der Broschürenblock von Hand angelegt und die fertig eingehangene Broschur von Hand abgenommen wird, leidet darunter, dass zum Abnehmen der eingehangenen Broschur zu nächst die Blockzange hochgeschwenkt werden muss und darauf erst deren Spannung gelöst werden kann, um den Buchblock mit geöffnetem Deckel heraus nehmen zu können.
Keinesfalls ist es bei der bekann-, ten Maschine möglich, die eingehangene Broschur samt Umschlag in der noch eingeschwenkten Stellung der Blockzange nach oben, herausnehmen zu können, da dies der offenliegende Umschlag verhindert. Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, diese Nachteile zu vermeiden und die Bedienbarkeit der Maschine derart zu vereinfachen,
dass die fertig eingehangene Broschur mit dem geschlossenen Um schlag zusammen erfasst und von Hand oder auch durch eine maschinelle Vorrichtung abgenommen werden kann.
Des weiteren hat sich die Erfindung zur Aufgabe gemacht, den neuen Broschürenblock bereits anlegen und auch spannen zu können, wenn sich noch die Broschur in der Einhängevorrichtung befindet.
Diese Aufgaben werden bei der Maschine gemäss der Erfindung dadurch gelöst, dass unterhalb der An legeebene für den Broschürenumschlag zu beiden Seiten des aufzusetzenden Broschürenblockes steuer bare und bis gegen den Broschürenblock hoch schwenkbare Schienen angeordnet sind, welche dazu dienen, den zwischen den Einpressschienen gespannt gehaltenen Broschürenblock mit Umschlag zu halten, während die Blockzange geöffnet aus dem Bereich des Broschürenblockes bis in ihre Ausgangsstellung zurückschwenkt,
und beim Öffnen der-Einpressschie- nen den mit Umschlag aufrechtgehaltenen Broschü renblock freizugeben.
Die von unten hochschwenkbaren Schienen, die zweckmässig an seitensymmetrischen Gestängen sit zen, deren gemeinsame Drehachse unter der Änpress- platte an dieser angeordnet ist, und beispielsweise durch Lenker mit einem unter Federwirkung stehen den und durch einen Nocken gesteuerten Hebel ver bunden sind,
wobei zweckmässig die Gestänge bogen förmig ausgebildet sind und die Drehachse etwa im Mittelpunkt der Gestängeteile angeordnet ist, gestat ten, beide Deckelseiten; des Broschürenumschlages, der sich mit dem Broschürenblock zwischen den Ein pressschienen befindet, bis zur vollen Anlage am Bro- schürenblock anzuheben, nachdem vorher die Block zange geöffnet und aus dem Bereich des Broschüren blockes herausgeschwenkt wurde.
Dadurch können die hochgeschwenkten Schienen das Halten der ein zuhängenden Broschur während des Abklebens über nehmen und ermöglichen es, die Blockzange schon wieder in ihre Ausgangsstellung zu schwenken, in der sie den neuen Broschürenblock aufnehmen und be reits spannen kann.
Durch die zeitliche überschnei- dung dieser bisher getrennten Vorgänge wird die Maschine um mindestens 30 0/u wirtschaftlicher, und zwar auch bei Handbedienung, da es möglich ist, mit der einen Hand den neuen Broschürenblock anzule gen und mit der anderen Hand die in d'er Einhänge vorrichtung befindliche Broschur am geschlossenen Umschlag zu fassen und auf das Öffnen der Ein- pressschienen und der Halteschienen zu warten, um dann die fertige Broschur abzunehmen.
Da das Zu fassen der rechten und der linken Hand jetzt zeit lich nacheinander erfolgt und die Aufmerksamkeit der Bedienungsperson zunächst dem einen und dann dem anderen Vorgang zugewendet sein kann, arbeitet sich eine einzige Bedienungsperson sehr schnell auf den Zyklus der Maschine ein, ohne durch die wesent lich höhere Ausbringung derselben überfordert zu werden;
im. Gegenteil kann dieses rhythmische Von- Hand-Anlegen des Buchblockes und Von-Hand-Ab- nehmen der fertigen Broschur ohne nennenswerte Aufmerksamkeit erfolgen, so dass es möglich ist, un gelernte oder nur kurzzeitig angelernte Arbeiter an der Maschine zu beschäftigen.
Eine zweckmässige Ausführungsform, die ins besondere durch die halbkreisförmige Ausbildung der die Schienen tragenden Gestänge ermöglicht wird, besteht darin, dass diese Gestänge zwischen zu beiden Seiten der Anpresspliatte befindlichen Transportmitteln, insbesondere auf Abstand befindlichen. Transportbän dern, angeordnet sind, die sie beim Hochheben der Schienen durchgreifen.
Vorteilhaft schwenken die Gestänge unter Wir kung einer Feder hoch und sind durch den Steuer nocken in ihre Ausgangsstellung unterhalb der An legeebene zurückschwenkbar. Dadurch ist es mög lich, durch den Abfall der Steuerkurve das Hoch gehen der Halteschienen bis zur Anlage an die Bro schüre durch Federkraft zu bewirken, die in der tief sten Stellung des Steuernockens unabhängig von etwaigen Änderungen der Stärke des Broschürenblok- kes zur Wirkung gelangt,
wobei der Hub des die Ge- stängeteile steuernden Hebels zweckmässig durch eine Anschlagschraube begrenzt wird, die auf die Stärke der Broschur eingestellt wird. In der höchsten Stellung des Steuernockens, die immer die gleiche ist, stehen die Halteschienen in ihrer Ausgangsstellung unterhalb der Anlegeebene des Broschürenblockes, ohne dass sie die Transportbänder und die Zuleitung des neu anzulegenden Broschürenumschlages behin dern.
Wenn es erwünscht ist, kann die Maschine im Takte des Anlegens eines neuen Broschürenblockes und im Takte des Abnehmens der fertigen Broschur auch mit maschinellen Fördereinrichtungen zusam menarbeiten.
In der beiliegenden Zeichnung ist ein Ausfüh rungsbeispiel von Teilen der Maschine gemäss der Er findung dargestellt, und zwar zeigt Fig. 1 und 2 Teile der Maschine in ihrer ersten Arbeitsphase, in welcher der Broschürenblock, durch die Blockzange gehalten, auf den in die Einhänge vorrichtung eingelaufenen Broschürenumschlag ge schwenkt wird,
Fig. 3 und 4 eine Einhängevorrichtung mit ge schlossenen Einpressschienen im Augenblick des An hebens der beiden Deckelseiten des Umschlages bei geöffneter und sich aus dem Bereich des Broschüren blockes herausbewegender Blockzange, Fig. 5 Halteschienen in ihrer hochgeschwenkten Endstellung, in der sie den Broschürenblock mit ge schlossenem Broschürenumschlag während des Ab klebevorganges halten, wobei die Blockzange voll ständig aus dem Bereich des Broschürenblockes her ausgeschwenkt und für das Anlegen eines neuen Bro schürenblockes bereit ist,
und Fig. 6 die Einhängevorrichtung mit geöffneten Einpressschienen und in ihre Ausgangsstellung nach Fig. 1 zurückgehenden Halteschienen.
Der Broschürenblock 1 ist in die schwenkbar an geordnete Blockzange 2 nach dem Anlegen durch Gegeneinanderbewegung der beiden Spannbacken der Blockzange eingespannt. Die Blockzange schwenkt um die Achse 3 von der senkrechten Stellung in die waagrechte Stellung, in welcher der Rücken des ein gespannt gehaltenen Broschürenblockes auf den an gelegten Broschürenumschlag 4, dessen Rückenpartie 5 mit einem Klebstoffauftrag versehen ist, auf die Anpressplatte 6 aufsetzt.
Auf der Anpressplatte glei ten die beiden Einpressschienen 7, die nach dem Auf setzen des Broschürenblockes sich gegeneinander be wegen und, wie dies in Fig. 3 dargestellt ist, den in der Rückenpartie gerillten Broschürenumschlag fest an den Broschürenblock dicht über dessen Rücken anpressen und welche zum Zwecke der Erhöhung des Einpressdruckes abgeschrägte Stirnfläche 8 aufwei sen.
Für das Spannen und Lösen der Blockzange 2 und der Einpressschienen 7 dienen nicht dargestellte doppelseitige Steuergestänge bekannter Art mit selbst hemmenden Kniehebeln, welche maschinell von der Hauptsteuerwelle 9 der Maschine aus betätigt wer den.
Für den Transport des mit Klebstoffauftrag ver sehenen Broschürenumschlages dienen über Rollen 10, 11 laufende endlose Transportbänder 12.
Halbkreisbogenförmig ausgebildete Gestänge 13, 14 tragen an ihren Enden gelenkig angeordnete Schie nen 15 und 16 und stehen an ihren anderen Enden mit Lenkern 17 und 18 in Verbindung, die auf der gemeinsamen Achse 19 des Hebels 20 angelenkt sind. Die halbkreisbogenförmigen Gestänge 13 und 14 besitzen radialgerichtete Ansätze 13' und 14' mit der beiden gemeinsamen Achse 21 die in Augen 22 der Anpressplatte 6 angeordnet ist, und die sich un terhalb der Anpressplatte befindet.
Die Bewegung der beiden Gestänge 13 und 14 wird durch die Bewegung des Hebels 20 seitensym metrisch gesteuert, der um die ortsfeste Achse 23 schwenkbar ist und mit der an ihm drehbar befestig ten Rolle 24 unter Wirkung der Zugfeder 25 von dem Steuernocken 26, der auf der drehangetriebenen Welle 9 sitzt, gesteuert wird. Die tiefste Stellung des Hebels ist mittels der Anschlagschraube 27 auf die jeweilige Broschürenstärke einstellbar.
Die Wirkungsweise ist in den aufeinanderfolgen den Stellungen der Fig. 1, 3, 5 und 6 dargestellt.
Fig. 1 zeigt den. unter den Broschürenblock trans portierten Broschürenumschlag und das Einschwen ken der Blockzange mit dem in der Zange gehalte nen Broschürenblock in der angegebenen Pfeilrich tung.
In der Stellung nach Fi.g. 3 hat der Broschüren blockrücken auf die Innenseite des Umschlagrückens aufgesetzt, und beide sind zwischen den Einpressschie- nen gespannt, während die Blockzange geöffnet hat und in Pfeilrichtung wieder aus dem Bereich des Bro schürenblockes bis in die etwa senkrechte Stellung zurückschwenkt. Gleichzeitig schwenken die halb- kreisbogenförmig ausgebildeten, die Halteschienen tragenden Gestänge hoch und nehmen die beiden Deckel des Broschürenumschlages mit,
deren Hoch klappen durch das Ausschwenken der Blockzange nicht behindert wird. Bis die Umschlagdeckel, wie es Fig. 5 zeigt, bis gegen den Broschürenblock zur An lage kommen und ih dieser Stellung bis zum Ab klemmen der eingegangenen Broschüre gehalten wer den. Die Zeit des Abklebens kann durch elektrische Beheizung der Anpressplatte wesentlich verkürzt wer den.
Die Fig. 6 zeigt dann, wie nach dem Abkleben der fertig eingehangenen Broschüre die Einpressschienen und die Halteschienen öffnen und die Broschüre von Hand abgenommen wird. Die Halteschienen gehen bis in die Stellung der Fig. 1 zurück, in der sie wie der unterhalb der Anlegeebene des Broschürenum schlages stehen. Der neue Broschürenumschlag wird während der kurzen Stillstandszeit der Halteschienen selbsttätig durch die Förderbänder, von der Rücken anleimstation kommend, zugeführt. Sobald er an gelegt ist, wiederholt sich der beschriebene Vorgang.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Maschine zum Herstellen von Broschüren, mit einer gegen eine Anpressplatte einschwenkbaren Blockzange und auf der Anpressplatte angeordneten Einpressschienen, um den Broschürenumschlag zu beiden Seiten des Rückens des Buchblockes in diesen einzupressen, wobei der Broschürenblock in der Aus schwenkstellung der Blockzange angelegt und ge spannt und bei gespannt gehaltener Blockzange auf den Broschürenumschlag gegen die Anpressplatte ge drückt wird, dadurch gekennzeichnet, dass unterhalb der Anlegeebene für den Broschürenumschlag (4)zu beiden Seiten des aufzusetzenden Broschürenblockes (1) steuerbare und bis gegen den. Broschürenblock hochschwenkbare Schienen (15, 16) angeordnet sind, welche dazu dienen, den zwischen den Einpressschie- nen (7) gespannt gehaltenen Broschürenblock mit Umschlag zu halten, während die Blockzange (2) ge öffnet aus dem Bereich des Broschürenblockes bis in ihre Ausgangsstellung zurückschwenkt, und beim öff nen der Einpressschienen (7)den mit Umschlag auf rechtgehaltenen Broschürenblock freizugeben. UNTERANSPRÜCHE 1. Maschine nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet dass die Schienen (15, 16) an seiten symmetrischen Gestängen (13, 14) sitzen, deren ge meinsame Drehachse (21) unter der Anpressplatte (6) angeordnet ist, und die durch Lenker (17, 18) mit einem unter Federwirkung stehenden und durch einen Nocken (26) gesteuerten Hebel (20) verbunden sind. 2.Maschine nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass die die Schienen (15, 16) tragen den Gestänge (13, 14) bogenförmig ausgebildet sind und die Drehachse (21) mindestens angenähert im Mittelpunkt der Gestängeteile (13, 13', 14, 14') an geordnet ist. 3. Maschine nach Unteranspruch 2, dadurch ge kennzeichnet, dass die die Schienen (15, 16) tragen den Gestänge (13, 14) zwischen zu beiden Seiten der Anpressplatte (6) befindlichen Transportmitteln (10, 11, 12), beispielsweise Transportbändern (12), an geordnet sind, die sie beim Hochheben der Schienen (15, 16) durchgreifen. 4.Maschine nach Unteranspruch .3, dadurch ge kennzeichnet, dass zum Hochschwenken der Ge stänge (13, 14) eine Feder (25) vorgesehen ist und zum Zurückschwenken derselben in ihre Ausgangs stellung unterhalb der Anlegeebene ein Steuernocken (26). 5. Maschine nach Unteranspruch 4, dadurch ge kennzeichnet, dass für die Betätigung der Blockzange (2) der Einpressschienen (7) und der hochschwenk baren Gestänge (13, 14) eine gemeinsame Steuerwelle (9) vorgesehen ist.
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