Bohrlochinipfgerät Die Erfindung bezieht sich auf ein Bohrlochimpf- ,gerät führ Holzschutztränkung mit einem das Imprä- 0, ,niermittel unter überatmosphärischem Druck -aufzu nehmen bestimmten Druckbehälter und einer an die sen angeschlossenen Einschraubdüse sowie einem zwischen Einschraubdüse und Druckbehälter in einem Zwischenstück angeordneten Absperrventil.
<B>C</B> Das Verfahren der Holzschutztränkung mit Hilfe, von Impfgeräten ist bekannt, und es sind hierfür bereits zahlreiche Geräte verschiedener Art in Vor schlag gebracht worden. Im allgemeinen bestehen die bekannten Geräte aus einem druckfesten Behälter, der die Impfflüssigkeit enthält, die unter Gasdruck zu einer angeschlossenen, in das Holz einzuschrauben den Impfdüse und weiterhin in das Holz eingepresst wird. Es sind auch Zusatzgeräte vorgeschlagen wor den, die es gestatten, mehrere Impfdüsen an den glei- eben Druckbehälter anzuschliessen.
Ferner ist es bekannt, einfachere, kleine, leicht handliche Druck behälter mit einer abschraubbaren Impfdüse zu ver sehen, wobei zusätzlich bereits vorgeschlagen wurde, zwischen Druckbehälter und Impfdüse ein Zwischen stück mit einem Spindelventil und einer Prüfschraube vorzusehen. Die bekannte zuletzt beschriebene An ordnung gestattet eine weitgehende Zerlegung des Apparates in seine Einzelteile zum Zwecke des Transports und der Aufbewahrung.
In der Praxis hat sich gezeigt, dass Impfgeräte, bei denen mehrere Impfdüsen an den gleichen Druck behälter angeschlossen sind, unvorteilhaft arbeiten insofern, als die Impfstellen<B>je</B> nach der Beschaffen heit des Holzes ganz verschiedene Mengen Impf flüssigkeit aufnehmen. Es kann daher leicht vorkom men, dass eine ImpfsteHe sehr viel Flüssigkeit auf nimmt, während bei einer anderen Impfstelle kaum eine nennenswerte Eindringtiefe zu verzeichnen ist. Es hat sich daher als zweckmässig erwiesen,<B>jede</B> Impfdüse von einem gesonderten Druckbehälter aus zu speisen, um überhaupt eine Kontrolfle über den Impfvorgang zu behalten.
Selbst auch solche Geräte mit nur einer an einen Druckbehälter angeschlossenen Impfdüse besitzen jedoch den erheblichen Nachteil, dass sie den Ver lauf der Holztränkung nicht korrekt zu kontrollieren gestatten. Da die Druckbehälter aus Metall bestehen, kann die Flüssigkeitsabnahme nicht visuell verfolgt werden. Auch die Druckmessanzeige gibt nur einen sehr oberflächlichen Anhalt für den Verlauf der Tränkung, da die Impfung meist unter verhältnis mässig hohem Druck bis zu 20 atü vorgenommen wird und die Druckabnahme von voller Füllung bis zur praktischen Entleerung des Behälters gering- fügig <B>,</B> ist.
Testversuche haben, gezeigt, dass die Eindring- geschwindigkeit der Imprägnierlösung in Abhängig keit von der Struktur des Holzes sowohl bei lebendem als auch bei totem Hollz ausserordentlich verschieden ist. Die Ausbildung der Tracheen, der Hoftüpfel und deren Torus (Schliessmechanismus) beeinflusst ebenso wie die bei trockenem Holz vorhandenen Harzgaillen die Eindringgeschwindigkeit der Imprägnierlösung wesentlich.
Ferner ist die allgemeine, Struktur des Holzes, ob eng- oder weitringig, von bedeutendem Einfluss. Es hat µich weiterhin gezeigt, dass auch die Möglichkeit des Lufteintritts die Kapillarwirkung und damit die Diffusion stark hemmend beeinflusst und daher ausgeschlossen werden sollte.
Schliesslich ist es auch bekannt, dass die Zeitdauer der Einwir kung und die Temperatur der Holzschutzlösung von wesentlicher Bedeutung für das Gelingen einer wirk samen Imprägnierung sein kann. Allte diese Umstände, weisen zwingend auf die Notwendigkeit einer genauen Kontrolle des Impfvorgangs hinsichtlich des zeit- lichen Ablaufes und der aufgenommenen Menge in der Zeiteinheit hin.
Die Erfindung geht von dem erwähnten Stand der Technik aus, und ihr liegt die Aufgabe zugrunde, ein Bohrlochimpfgerät für die Holzschutztränkung zu schaffen, das eine genaue Kontrolle des Impfvorgangs während des zeitlichen Ablaufes ermöglicht.
Das Bohrlochimpfgerät besteht aus einem das Imprägnier mittel unter überatmosphärischem Druck aufzuneh men bestimmten Druckbehälter und einer an diesen angeschlossenen Einschraubdüse sowie einem zwi schen Einschraubdüse und Druckbehälter in einem Zwischenstück angeordneten Absperrvenfil, bei dem erfindungsgemäss der Druckbehälter aus einem rohr- förinigen Körper aus durchsichtigem Material besteht, dessen Stirnseiten mit Kappen aus festem Material, wie Metall oder Kunststoff, abgeschlossen sind, die den rohrförmigen Körper von aussen mit zylindrischen Teilen umgreifen.
Die eine der beiden Kappen be sitzt Einrichtungen zum Aufsetzen des Zwischen stücks.
Durch die Gestaltung des Druckbehälters aus durchsichtigem Material wird es ermöglicht, den Impfvorgang an Hand der Flüssigkeitsabnahme genau zu verfolgen. Hierfür kann auf der Behälterwandung eine Masseinteilung zur Messung des Flüssigkeitsstan des, oder es kann stattdessen auch ein besonderes Flüssigkeitstandrohr vorgesehen sein.
Das erfindungsgemässe Bohrlochimpfgerät kann für die, Betätigung von Hand mit einem in dem rohrförmigen Körper axial verschiebbaren Kolben zur Druckerzeugung ausgestattet sein, dessen Kolben stange durch die der Impfdüse entgegengesetzte Kappe hindurchgeführt und aussenseitig mit einem geeig neten Handgriff versehen ist. In vielen Fällen Wird, es, z. B. zum Zwecke der Ersparnis von Handarbeit, vorteilhafter sein, mit Gasdruck zu arbeiten. Die Anwendung von Gasdruck gewährt ausserdem den Vorteil, dass der rohrförmige Behälterteil nicht frei von Einbauteilen sein muss.
Eine bevorzugte Ausführungsform für ein mit Gasdruck zu verwendendes Bohrlochimpfgerät steht zur Stabilisierung des rohrförmigen Körpers vor, an den beiden Abschlusskappen zentral angeordnete, nach innen überstehende, Hülsenteile vorzusehen, in die ein beide Abschlusskappen verbindendes Rohr als Stabilisierungskörper eingesetzt ist.
Zur Verfolgung der Druckverhältnisse ist zweckmässig an einer der beiden Abschlusskappen ein Druckanzeiger vor gesehen. Ineiner weiteren vorteilhaften Ausführungs form besteht der Druckanzeiger aus einer zylindri schen Bohrung in der oberen Abschlusskappe, die nach aussen mittels, einer Schulter verjüngt ist und einem in der Bohrung beweglichen Kolben, der innen- seitig von dem im Behälter herrschenden Druck, aussenseitig von einer die Kolbenstange umfassenden, gegen die Schulter sich abstützenden Schraubenfeder belastet ist, und dessen nach aussen weisende Kol benstange mit einer den im Behälter herrschenden Druck anzeigenden Teilung versehen ist.
Falls das Bohrlochimpfgerät unter höherem Druck beispielsweise bis 20 atü, verwendet werden soll, kann es zum Schultze des durchsichtigen Behälterkörpers zweckmässig sein, diesen mit einem grobmaschigen Stahldrahtgewebe oder einem Schutznetz zu um manteln. Um einer dadurch hervorgerufenen Be- der Sichtverhältnisse zu begegnen, ist es möglich, ins Innere des Behälters einen Schwimm körper, z. B. einen Ball, zur Anzeige des Flüssig keitsstandes und des Druckes einzubringen. Der Schwimmkörper kann beliebig eingefärbt sein, so dass seine Sicht stets gewährleistet ist.
Ein mit Luft oder Gas unter verhältnismässig geringem Innendruck gefüllter Schwimmkörper aus elastisch nachgiebigem Material ermöglicht gleichzeitig eine Kontrolle der Druckabnahm#e auf Grund seiner bei der Druckänderung in dem Bohrlochimpfgerät auf tretenden Deformation.
Entsprechend den gemachten Erfahrungen, wo nach es zweckmässig sein kann, die Imprägnierung nicht bei Normaltemperatur, sondern bei erhöhten Temperaturen, unter Umständen auch bei wechseln den Temperaturen vorzunehmen, können Behälter oder Impfdüse oder auch beide Teile mit einer elek trischen Beheizungseinrichtung ausgestattet sein. Im einfachsten Fall kann dazu beispielsweise auch das Stabilisierungsrohr als Tauchsieder ausgebildet sein.
Das erfindungsgemässe Bohrlochimpfgerät besitzt neben den bereitserwähnten Vorzügen noch den wei teren Vorteil, dass es auch das Eindringen der Flüs sigkeit in den Druckbehälter sichtbar zu machen ge stattet. Die gleichzeitige Anordnung eines in d#em Zwischenstück zwischen Impfdüse und Behälter an geordneten, z.
B. als Spindelventil ausgebildeten, Absperrventils gestattet im Zusammenhang mit dem in eine der beiden Abschlusskappen eingesetzten Druckanzeiger und der sichtbaren Anzeige des Flüssigkeitsstandes ein genaues Steuern der Eindring- geschwindig,keit. Insbesondere können auch durch die Holzstruktur hervorgerufene Druckschwankungen während der Imprägnierung an einer lmpfstelle leicht ausgeglichen werden, da die Flüssigkeitsaufnahme stets sichtbar bleibt.
In der nachstehenden Beschreibung der beigege benen Zeichnung wird der Gegenstand der Erfindung an Hand einer darin dargestellten Ausführungsform für die Verwendung von Gas als Arbeitsmedium er läutert. In der Zeichnung zeigen: Fig. <B>1</B> ein erfindungsgemässes Bohrlochimpfgerät mit aufgeschraubter Impfdüs#e im Schnitt, Fig. 2 in grösserem Massstab den oberen Teil des Behälters des Impfgerätes, mit aufgesehraubtem Zwi schenstück, Spindelventil und Impfdüse.
Der Druckbehälter des Bohrlochimpfgerätes be steht aus dem rohrförmigen Körper<B>1</B> aus durchsich tigem Material, und den an beiden Stirnseiten auf gesetzten Abschlusskappen 2,<B>3,</B> die den rohrför migen Körper mit zylindrischen Teilen 4,<B>5</B> von aussen übergreifen. Das als Stabilisierungskörper die nende, zentral innerhalb des Behälters angeordnete Stahlrohr<B>6</B> ist in nach innen überstehende, mit den Abschlusskappen 2,<B>3</B> aus einem Stück bestehende Hülsenteile<B>7, 8</B> eingesetzt und mit diesen fest und flüssigk,eitsdicht verbunden.
Ebenso sind auch die Kappen 2,<B>3</B> mit dem rohrförmigen Körper<B>1</B> druck dicht, beispielsweise durch Aufkitten, verbunden.
In die Ansatzstelle der Hülsenteile<B>7, 8</B> an beiden Kappen sind jeweils mehrere schräg von innen nach aussen zum Behälterraum verlaufende Kanäle<B>9 ' 10</B> eingebohrt, die den Behälterraum mit dem Innen raum des Stabilisierungsrohres<B>6</B> verbinden. Durch diese Massnahme wird erreicht, dass das Stabilisie rungsrohr<B>6</B> als Steigrohr dienen kann, so dass das Impfgerät sowohl mit nach unten<B>-</B> wie meist üblich<B>-</B> als auch mit nach oben gerichteter Impfdüse ver wendet werden kann, wobei im ersteren Fall die Impf flüssigkeit ihren Weg durch die Bohrungen<B>9,</B> im zweiten Fall durch die Boh#rungen <B>10</B> ihren Weg nimmt.
Bei Wegfall der Bohlrungen <B>10</B> ist das untere, im Hülsenteil<B>8</B> der Abschlusskappe <B>3</B> befestigte Ende des Stäbilisierungsrohres <B>6</B> gegen den Behälterraum abgeschlossen, so dass in diesem Fall das Impfgerät nur mit nach unten geneigter Impfdüsebenutzt wer den kann.
Bei Wegfall der Behrung <B>9</B> ist das obere, im Hülsenteil<B>7</B> der Abschlusskappe 2 befestigte Ende des Stabilisierungsrohres<B>6</B> gegen den Behälterraum abgeschlossen, so dass in diesem Fall das Impfgerät nur mit nach oben gerichteter Impfdüse, benutzt werden kann, wobei das Stabil#isierungsrohr <B>6</B> als Steigroh!r für die Imprägnierlösung dient.
Die Abschlüsskappe 2 ist in der Mitte mit einer Gewindebohrung <B>11</B> zum Aufschrauben eines die Impfdüse 12 tragenden Zwischenstücks,<B>13</B> versehen. In die Gewindebohrung 14 des Zwischenstücks<B>13</B> zum Aufschrauben der Impfdüse 12 kann auch ein Verteilerstück für mehrere Impfdüsen eingeschraubt werden.
Das Zwischenstück<B>13</B> besitzt eine in zweigegen- einander versetzten Teilen<I>14a,<B>15</B></I> geführte Längs bohrung, in der die öffnung <B>16</B> des Teiles 14a durch den in einer seitlichen Bohrung des Zwischenstückes geführten Ventilkörper<B>17</B> mehr oder weniger ge öffnet bzw. abgeschlossen werden kann. Die Be tätigung des Ventils wird mittels der seitlich ein gesetzten Stellschraube<B>18</B> vorgenommen. Die gegen über der Stellschraube,<B>18</B> angeordnete weitere Schraube<B>19</B> verschliesst leine als PrüfÖffnung die nende zweite seitliche Bohrung des Zwischenstücks.
In die Kappe 2 ist ferner seitlich der Gewinde bohrung<B>11</B> eine weitere Bohrung 20 für einen Druck anzeiger eingeführt, der im vorliegenden Falle aus einem federbelasteten Kolben besteht. Die Bohrung ist nach innen unter Bildung einer Schulter 21 er weitert, gegen die sich die Schraubenfeder 22 abstützt. Diese belastet den Kolben<B>23,</B> dessen Kolbenstange 24 durch die Schraubenfeder 22 hindurch, nach aussen geführt ist und mittels einer auf ihr angebrachten Teilung unmittelbar den Druck anzeigt. Der Kolben <B>23</B> ist durch den mittels Aussengewinde in<B>die</B> Boh- rung 20 eingeschraubten Ring<B>25</B> gegen das Heraus fallen aus der Bohrung 20 nach innen gesichert.
Zum Gebrauch wird das dargestellte Bohrloch- impfgerät bei abgeschraubter Impfdüse 12 und ge öffnetem Ventil<B>17</B> bis<B>zu</B> etwa 3/4 seine-s Volumens mit der Imprägnierlösung gefüllt. Danach wird ein Gas, beispielsweise Luft, auf dem gleichen Weg mit bis zu 20 atü in den rohrförmigen Behälter einge- presst und der Behälter mit dem Ventil irn Zwischen stück<B>13</B> verschlossen. Mit aufgeschraubter Impfdüse 12 ist das Impfgerät dann gebrauchsfertig.
Zur bes seren Beobachtung des Flüssigkeitsstandes und Druk- kes kann in dem Behälter ein nur schwach auf gepumpter kleiner Ball eingebracht werden, der bei frisch geladenem Gerät zusammengepresst wird, und beim Entspannen des Gerätes wieder grösser wird. Der Druckanzeiger (22,<B>23,</B> 24) ist bei dieser Lösung nicht erforderlich.
Wenn die Imprägnierlösung warm oder heiss inji ziert werden muss, kann sowohl der Behälter als auch d.ie Impfdüse durch eine innen oder aussen angebrachte elektrische Reizspiralle beheizt werden. Am einfachsten ist es jedoch, das Stabilisierungsrehr <B>6</B> als Tauchsieder auszubilden. Das Sta-bilisierungs- rohr <B>6</B> muss dazu aus einem elektrischen Widerstand bestehen, der an seinen Enden gegen die Hülsen teile,<B>7, 8</B> der Abschlusskappen 2,<B>3</B> isoliert wird.
Die, erforderlichen elektrischen Leitungen können durch die Abschlusskappen 2,<B>3,</B> geführt werden.
Wenn nur ein geringer Impfdruck erforderlich ist, kann das Bohrlochimpfgerät bei einer weiteren Aus führungsform auch ohne das Stabillisierungsrohr <B>6</B> hergestellt und mit einem Kolben ausgestattet sein, dessen Kolbenstange ähnlich wie bei einer normalen Injektionsspritze, durch die der Impfdüse 12 gegen überliegende Abschlusskappe <B>3</B> geführt und zur Be tätigung von Hand mit einem Handgriff versehen ist. Die Imprägnierlösung wird mit dem Kolben ange saugt und kann nur unter dem Druck des Kolbens durch die Impfdüse 12 wieder austreten.