CH372547A - Stofflöser für die Papierherstellung - Google Patents
Stofflöser für die PapierherstellungInfo
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Description
Stofflöser für die Papierherstellung Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Stofflöser, insbesondere zum Auflösen von Halbstoff, Altpapier und Ausschuss für die Papier-, Karton und PappenherstelIung, insbesondere auch zum Auflösen von kunstharzhaltigem Altpapier und hartgepresstem Zellstoff, unter Zusatz von Wasser und gegebenen falls auch Dampf.
Solche Stofflöser bestehen im wesentlichen aus einem Behälter geeigneter Form und Grösse, in dem ein oder mehrere mit Rippen, Schau- feln oder dergleichen versehene rotierende Auflöse- organe angeordnet sind. Die Auflösung des ein- gegebenen Materials, das heisst die Erzeugung einer pumpfähigen Suspension, kommt dabei auf zweierlei Weise zustande:
Einmal durch mechanisches Aus- einanderreissen des Materials bei direkter Berührung mit dem Auflöseorgan und zum anderen durch Scher kräfte, die an den zu zerfasernden Stoffteilen als Folge von Geschwindigkeitsunterschieden in der Strö mung der Suspension angreifen. Die Geschwindig keitsgradienten sind in unmittelbarer Nähe dies Auf löseorgans am grössten, so dass dort die grösste Aullösearbeit geleistet wird.
Neben der Auflösearbeit russ aber in einem Stofflöser zur Aufrechtierhaltung eines ausreichenden Umtriebes des Inhaltes ausserdem auch eine Um triebsarbeit geleistet werden, welche gewährleistet, dass jedes zu zerfasernde Teilchen in die Auflösezone des Auflöseorgans gelangt.
Diese Umtriebs,arbeit ist bezüglich der Zerfaserungswirkung vorwiegend eine Verlustarbeit, die jedoch zur Vermeidung von Ab lagerungen urizerfaserter Stoffteile aufgewendet wer den russ, obwohl sie den Auflösewirkungsgrad des Stofflösers, der gebildet wird aus dem Verhältnis der reinen Auflösearbeit zur Gesamtarbeit (Auflöse- und Umtriebsarbeit),
verringert.
Bei den meisten der bekannten Stofflöser wird die Umtriebsarbeit von dem Auflöseorgan mit über- normen. Der Wirkungsgrad dieser Einrichtung ist aber nicht besonders gut, und insbesondere ist eine vollständige Zerfaserung von schwer auflösbaren Stof fen mit dieser Art Stofflöser gar nicht oder nur be schränkt bei grossem Zeit und entsprechendem Energieaufwand möglich.
Zur Behebung dieser Nachteile ist daher bereits vorgeschlagen worden,, die rotierende Auflösescheibe ausser auf der Oberseite auch auf der Unterseite mit Rippen zu versehen, und diese Rippen mit feststehen den Reissrippen zusammenarbeiten zu lassen. Es ist ferner bekannt,
zur besseren und schnelleren Zer- faserung des eingegebenen Stoffes dieser rotierenden und mit den: Reissrippen zusammenarbeitenden Auf lösescheibe in einem gewissen Abstand auf der gleichen Welle eine weitere Auflösescheibe zuzu ordnen. Es ist auch bekannt, für Auflöse- und Umtriebsambent zwei verschiedene Organe anzu ordnen, so ist z.
B. schon vorgeschlagen worden, einen bei Bütten als Umwälzorgan bekannten Pro peller auf der verlängerten Welle des, als Scheibe ausgebildeten Auflöseorgans anzuordnen. Ausserdem sind Stofflöser bekannt, bei denen, ein oder mehrere Propeller als Auflöseorgane verwendet werden.
Alle diese bekannten Vorschläge haben aber keine wesentliche Verbesserung des AuflösewiIrkungs- grades gebracht und ermöglichen nicht eine schnelle Auflösung schwer zerfaserbarer Stoffe,
obwohl der Bauaufwand bei den meisten Einrichtungen gegen über einer einfachen Aulösescheibe nicht unerheblich ist.
Gemäss der Erfindung wird zur Erzielung eines hohen Wirkungsgrades und einer schnellen, voll ständigen Zerfaserung schwer zerfaserbarer Stoffe mittels mindestens eines als Auflöseorgan ausgebil- deten Propellers mit flachen, dünnen Propellerflügeln, vorgeschlagen, dass die in Drehrichtung gesehen vor- der,
Begrenzungskante der Flügel des Propellers min destens annähernd nach einer logarithmischen Spirale gekrümmt ist.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes schematisch dargestellt. Fig. 1 zeigt die Anordnung des Auflöseorgans in einem Stofflöser.
Fig. 2 und 3 zeigen ein Ausführungsbeispiel des Propellers, und Fig. 4 zeigt eine Ausführung des Propellers als einteilige Stahlblechscheibe.
In dem Stofflöserbehälter 10 ist an einer Seiten wand in einem gewissen Abstand von derselben ein Propeller 11 drehbar angeordnet, der über die Welle 12 direkt von einem Elektromotor 13 angetrieben wird. Ein Antrieb über Getriebe, Riemenzug oder dergleichen ist natürlich auch möglich.
Bei dem Elektromotor 13 handelt es sich um einen hoch tourigen Motor, mit einer Drehzahl von etwa 3000 U/min. Die Welle 12 ist in einem konischen an der Behälterwand befestigten Lagerteil 14 dreh bar gelagert, das infolge, seiner Form der Suspension von allen Seiten einen Zutritt zum Auflöseorgan ermöglicht. Der Propeller kann in gleicher Weise auch an anderer Stelle des Behälters, z. B. am Boden, angeordnet sein.
Auch ist der Einbau in Behälter anderer Form als in der Zeichnung dargestellt ohne weiteres möglich.
Der in Fig. 2 und 3 dargestellte Propeller besteht im wesentlichen aus der Nabe 20, in der Propeller flügel 21 drehbar montiert sind. Die in Drehrichtung gesehen vordere Begrenzungskante 22 der Flügel 21 ist dabei nach einer logarithmischen Spirale entspre chend der Formel<I>r =</I> r" <I>-</I> e-Y oder einer ähnlichen Kurve ausgebildet.
Die in Drehrichtung vordere Be- grenzungskante ist mit einer Abschrägung 23 von etwa 20 versehen. Durch diese Abschrägung wird die Schneidwirkung der Flügel noch verbessert. Zur Drehung der Flügel 21 sind diese über Zapfen 24 in einem Verstellring 25 befestigt, der über eine nicht .dargestellte Einrichtung betätigt wird.
In Fig. 4 ist der Propeller als einteilige Stahlblech- scheibe 30 ausgebildet, wobei die Propellerflügel durch Ausschneiden der Flügelzwischenräume ge bildet und die Flügel 31 verschränkt werden. Die Arbeitskante 22 kann durch eine Ersatzkurve für logarithmische Spiralen gebildet werden, die aus Kreisbögen oder aus ähnlichen Kurven zusammen- gesetzt ist.
Eine Ausführung der Porpellerflügel in Federstahl hat sich als besonders vorteilhaft erwiesen.
Es ist besonders zweckmässig, wenn. dem schnell- laufenden Auflöseorgan eine gegebenenfalls im Stoff löser angeordnete, an sich bekannte, Entstippungs- einrichtung zugeordnet wird. Man hat dadurch die Möglichkeit, den Auflösevorgang zu beschleunigen.
Mittels des beschriebenen Stofflösers wird eine rasche Auflösung des eingetragenen Stoffes in kleinste Teile erreicht, da durch die besondere Form der Flügel ein Festsetzen von Stoffetzen an den Flügeln verhindert wird. Die Stoffetzen gleiten von den Flü geln sofort immer wieder ab, da an den Flügeln keine zum Ansetzen geeignete Stelle mehr vorhanden ist.
Die gesamte Schne:idwirkung der Flügel kann da durch ungehindert zur Auflösung des eingetragenen Gutes ausgenützt werden. Der prozentuale Anteil der reinen Auflösearbeit an der Gesamtarbeit steigt wesentlich an, so dass der mit dem erfindungsgemässen Stofflöser erreichbare Wirkungsgrad sehr hoch ist.
Durch die besonders gute Schneid'wirkung der Propellerflügel können auch schwer auflösbare Stoffe, wie kunstharzhahiges Altpapier und hartgepresster Zellstoff, in kürzester Zeit aufgelöst werden, was mit den bekannten Stofflösern überhaupt nicht oder nur unter längerem Aufwand hoher Energie möglich war.
Ein besonders guter Wirkungsgrad des Stofflösers wird erreicht, wenn der Propeller mit einer Um- fangsgeschwindigkeit von mindestens 60 m/sec rotiert. Durch diese hohe Umfangsgeschwindigkeit des Pro- pellers entstehen rings um das Auflöseorgan aus- gedehnte Zonen hoher Energiedichte mit grossem Geschwindigkeitsgefälle, wodurch die erforderliche Umtriebsarbeit wesentlich reduziert wird.
Dadurch entsteht ein besonders gutes Verhältnis der Auflöse- arbeit zur Gesamtarbeit, so dass der Stofflöser einen so hohen Wirkungsgrad aufweist, dass etwa nur 5011/o und weniger des bei den bekannten Stofflösern erforderlichen Arbeitsaufwandes zur Erzielung eines gleichen Zerfaserungsgrades bei gleichem Material erforderlich sind.
Durch die grossen Geschwindigkeits gefälle in der näheren und weiteren Umgebung des Auflöseorgans wird ferner gerade die Zerfaserung schwer auflösbarer Stoffe besonders günstig beein- flusst.
Ausserdem werden durch die hohe Umfangs- geschwindigkeit eine konstruktiv einfache Anordnung des Auflöseorgans bei kleinem Durchmesser des- selben, eine einfache Lagerung des Auflöseorgans, eine direkte Kupplung des Antriebsmotors mit der Welle des Auflöseorgans und geringe bauliche Ab messungen des Antriebsmotors ermöglicht.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Stofflöser, insbesondere zum Auflösen von schwer zerfaserbarem Halbstoff, Altpapier und Ausschuss, mit mindestens einem im Stofflöserbehälter ange ordneten, als Propeller mit flachen, dünnen Propeller flügeln ausgebildeten Auflöseorgan, dadurch gekenn zeichnet, dass die in Drehrichtung gesehen vordere Begrenzungskante (22) der Flügel (21) des Pro- pellers mindestens annähernd nach einer logarith mischen Spirale gekrümmt ist.UNTERANSPRÜCHE 1. Stofflöser nach Patentanspruch, dadurch ge- kennzeichnet, dass der Antrieb des Auflöseorgans so ausgebildet ist, dass er diesem eine Umfangsgeschwin digkeit von mindestens 60 m/sec. erteilen kann.2. Stafflöser nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass die Arbeitskanten (22) der Pro- pellerflügel (21) eine Abschrägung (23) aufweisen, derart, dass der Winkel zwischen der Schrägfläche und der dem Antrieb zugekehrten Oberfläche der Flügel annähernd 20 beträgt.3. Stofflöser nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Propellerflügel (21) zwecks Änderung des Einstellwinkels drehbar ausgebildet sind. 4. Stofflöser nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der Propeller eine einteilige Scheibe (30), insbesondere Stahlblechscheibe, mit verschränk- ten Flügeln (31) ist.5. Stofflöser .nach Patentanspruch, dadurch ge- kennzeichnet, dass die Propellerflügel (21) aus Feder stahl bestehen. 6. Stofflöser nach Patentanspruch, dadurch ge- kennzeichnet, dass dem Propeller eine Entstippungs- einrichhng zugeordnet ist.
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