CH372967A - Verfahren zur Herstellung eines Abdichtungs- bzw. Haftmittels - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Abdichtungs- bzw. Haftmittels

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CH372967A
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Description


  Verfahren zur Herstellung eines     Abdichtungs-    bzw. Haftmittels    Es gibt eine Reihe von dichtenden     Zusatzmitteln     für Zement und     Zementmörtelmischungen,    deren  dichtende Wirkung jedoch häufig     mangelhaft    ist. Ins  besondere bestand der übelstand, dass gedichtete  Bauwerke wenigstens vorübergehend wieder wasser  durchlässig wurden, wenn sie ausgetrocknet waren.  



  Diesen Nachteil zu beheben, bezweckt die Er  findung.  



  Gegenstand des vorliegenden Patents ist nun ein  Verfahren zur Herstellung eines     Abdichtungs-    bzw.  Haftmittels, das als Zusatz für Zement oder Zement  enthaltende Mörtel oder zur Oberflächenbearbeitung  von Baustoffen bzw. Bauwerken geeignet ist, das da  durch gekennzeichnet ist, dass einer wässrigen Lö  sung aus     Alkalialuminat    und     Alkalifett-    und/oder       Alkaliharzseife    eine wässrige     Alkalihydroxyd    und       Kalziumchlorid    enthaltende Lösung oder zunächst  eine wässrige     Alkalihydroxydlösung    und dann eine  wässrige     Kalziumchloridlösung        zugerührt    wird.

   Beim  Vermischen der Lösung aus     Alkalialuminat    und Al  kaliseife mit einer     Alkalihydroxydlösung    unter Rüh  ren tritt meist eine milchige Trübung auf und nach  dem     Zurühren    der     Kalziumchloridlösung    wird je nach  der Konzentration der angewandten Lösungen die  Flüssigkeit mehr oder weniger dicklich.  



  Es lassen sich konzentrierte wässrige Lösungen  zusammenrühren.  



       Vorteilhafterweise    benutzt man     Natriumaluminat     und     Kalifettseife,    gegebenenfalls unter     Mitverwen-          dung    von Glyzerin. Die     Glyzerinmenge    kann 10 %  der Seifenmenge betragen. Beispielsweise geht man  von einer wässrigen     Aluminatlösung    aus, welche etwa  10 % Tonerde,  4 %     Alkalioxyd,     3,5 % Fettsäure,  0,5 % Glyzerin    enthält.

   Einer solchen konzentrischen Lösung kann  eine     konzentrierte        Kaliumhydroxydlösung    und nach  folgend eine     konzentrierte        Kalziumchloridlösung    zu  gemischt werden, wobei etwa gleiche Lösungsmengen  benutzt werden können.  



  Bezogen auf die Feststoffe     kann    ausserdem etwa  1 % Natrium- oder     -Kaliumsilikat    oder ein Gemisch  dieser Silikate in Form einer     Wasserglaslösung    zu  gesetzt werden.  



  Ein anderes Ausführungsbeispiel ist  3 Teile einer Fettseife und 2 Teile einer Harz  seife werden gegebenenfalls unter Zusatz von 7 Tei  len     Ätznatron    und 0,5 Teilen Glyzerin in Wasser ge  löst. Etwa 36 Teile Aluminiumchlorid und 42 Teile       Ätzkali    werden in Wasser gelöst zugemischt und  schliesslich eine aus 25 Teilen     Ätzkali,    30 Teilen       Ätzkali    und 9 Teilen     Kalziumchlorid    bereitete     wäss-          rige    Lösung     zugemischt.     



  Wasser wird z. B. in solchen Mengen angewandt,  dass beim Arbeiten bei     üblichen    Raumtemperaturen  das Endgemisch wenigstens     sämige    Beschaffenheit  aufweist.  



  Die durch die     Zumischung    der     kalziumchlorid-          haltigen    Lösung eintretende     Flockenbildung    ist gün  stig. Sie     vergleichmässigt    bei der Verwendung des  Dichtungsmittels die Umsetzungen, welche in der  Mörtelmasse stattfinden und die dichtenden Verbin  dungen liefern.

   Dadurch, dass das     Dichtungsmittel     teilweise     verflockt    ist, wird der Verlauf der Reaktion  in der Mörtelmasse verlangsamt, so dass der ange  setzte     Mörtel        gründlich    durchgemischt werden kann  und örtliche     Anhäufungen    einzelner Mischungs  bestandteile unterdrückt werden. Zur Erzielung der  Dichtungswirkungen bei dem Mörtel-, z. B. Beton  erzeugnis, genügen deshalb verhältnismässig geringe  Mengen Dichtungsmittel und sind Putzschichten ge-           ringer    Stärke ausreichend, um ein Mauerwerk wasser  dicht zu machen.  



  Deshalb ist es allgemein zweckmässig, auch be  kannte Dichtungsmittel, die wasserlöslich sind, zu  nächst in Wasser zu lösen, etwa die gleiche Menge       konzentrierte        Alkalihydroxydlösung,    insbesondere       Kaliumhydroxydlösung        zuzumischen,    und durch Zu  gabe eines     Fällungsmittels,    zum Beispiel Kalzium  chlorid, teilweise zu     verflocken,    bevor sie den     Beton-          bzw.        Mörtelmischungen    zugemischt werden.  



  Ein hoher Gehalt des Zusatzmittels an Alkali  hydroxyd ist im allgemeinen äusserst vorteilhaft.  Das nach dem beschriebenen Verfahren herge  stellte Mittel ist dadurch gekennzeichnet, dass es  neben Wasser Alkali-, Kalzium-,     Aluminat-,    Fett  säure- und./Oder Harzsäure-, Chlorid- und     Hydroxyl-          ionen    enthält.  



  Ein solches Gemisch kann ausserdem einen Ge  halt an Kieselsäure bzw. Silikaten aufweisen. Zu die  sem Zweck kann dem Gemisch beispielsweise Kiesel  säuregel, Wasserglas oder dergleichen zugesetzt wer  den. Ferner kann das Gemisch einen     Glyzeringehalt     aufweisen.  



  Das     erfindungsgemässe    Zusatzmittel bewirkt ein  Quellen der Zementteilchen und ein Erstarren dieser  Teilchen im gequollenen Zustand. Auf diese Weise  zeigen die mit dem Zusatzmittel der Erfindung ge  dichteten Zement- beziehungsweise Betonbauwerke  eine bleibende Wasserdichtigkeit. Ausserdem wird  durch das     erfindungsgemässe    Dichtungsmittel die Wi  derstandsfähigkeit des Betons gegen Säure wesent  lich erhöht. Des weiteren vermittelt das Zusatzmittel  sowohl an Frischbeton als auch an Altbeton ein aus  serordentlich starkes Haftvermögen. Als wässrige  Schlämme aufbereitet dringt das Zusatzmittel in alte  Betonbauwerke ein, verursacht auch bei diesen ein  Quellen der Zementteilchen und     nachfolgend    das Er  starren dieser Teilchen im ausgedehnten Zustand.  



  Infolgedessen kann beispielsweise schon durch  einen Anstrich mit einer     Zusatzmittelschlämme,    wel  cher gegebenenfalls Zement oder Zement und feiner  Sand zugemischt sein kann, ein Bauwerk wasserdicht  gemacht werden.  



  Mit derartigen Schlämmen können auch Kittun  gen zwischen altem beziehungsweise abgebundenem  Beton vorgenommen werden, gleichgültig, ob es sich  dabei um die Vereinigung     mit    gleichfalls abgebun  denem Beton oder aufgebrachtem Frischbeton han  delt. Demzufolge sind     derartige    Schlämmen vorzüg  lich geeignet als Mittel zur Oberflächenvorbereitung.  Solche Oberflächenbearbeitungen können zum Bei  spiel     stattfinden    an Mauerwerk aus Ziegelsteinen,  Klinkern, Naturstein wie Sandstein, Grauwerke und  so weiter,     möglicherweise    um solche Wände hernach       zu    verputzen. In solchem Fall empfiehlt sich eine Bei  gabe des Zusatzmittels zum Putzmörtel.  



  Eine andere Art der     Oberflächenbehandlung    be  steht beispielsweise     darin,    dass üblicher Betonboden  belag mit der     Zusatzmittelflüssigkeit,    welcher Zement    oder Zement und feiner Sand zugesetzt sein kann,  angestrichen wird. Wenn dabei Zement eingestreut  und die     Oberfläche    gebügelt wird, ist auch eine ge  wisse Säurebeständigkeit der Oberfläche erreichbar.  



  Besonders     wertvoll    ist die Verwendung der er  wähnten Schlämmen für das Ausbessern von Beton  strassendecken. Durch Behandlung der     Anschluss-          flächen    des Altbetons mit der wässrigen     Zusatzmit-          telflüssigkeit    oder den erwähnten zementhaltigen  Schlämmen wird eine feste und dauerhafte Verbin  dung mit den frischen Betonfüllungen erreicht, wel  che in üblicher Weise     aufbereitet    sein können oder  unter Beigabe des erfindungsgemässen Zusatzmittels.

         Derartige    Oberflächenbehandlungen sind ferner wich  tig für Platten, insbesondere zementgebundene Plat  ten, wie zum Beispiel     Eternitplatten,    die mittels Mör  tel zur Bekleidung an Stein- oder Betonmauerwerk  angebracht werden sollen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Herstellung eines Abdichtungs- bzw. Haftmittels. das als Zusatz für Zement oder Zement enthaltende Mörtel oder zur Oberflächen bearbeitung von Baustoffen beziehungsweise Bauwer ken geeignet ist, dadurch gekennzeichnet,
    dass einer wässrigen Lösung aus Alkalialuminat und Alkalifett- und/oder Alkaliharzseife eine wässrige Alkalihydro- xyd und Kalziumehlorid enthaltende Lösung oder zu nächst eine wässrige Alkalihydroxydlösung und dann eine wässrige Kalziumehloridlösung zugerührt wird. II. Nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I hergestelltes Mittel.
    III. Verwendung des gemäss Patentanspruch I hergestellten Mittels in Form einer wässrigen Schlämme als Haftmittel bei alten Bauwerken. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass konzentrierte wässrige Lösungen zusammengerührt werden. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Aluminat-Seife-Lösung unter Verwendung von Natriumaluminat bereitet wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Aluminat-Seife-Lösung unter Verwendung von Kaliseife bereitet wird. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Aluminat-Seife-Lösung aus- serdem Glyzerin enthält. 5. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass eine wässrige Kaliumhydroxyd- lösung benutzt wird. 6. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass ausserdem eine wässrige Alkali silikatlösung vor der Kalziumchloridlösung zugerührt wird. 7. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass das Gemisch mit solchen Men- gen Wasser versetzt gehalten wird, dass es wenig stens sämige Beschaffenheit aufweist. B.
    Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass einer wässrigen Lösung von Alkalifett- und Alkaliharzseife mit einem Zusatz von Ätznatron und Glyzerin eine wässrige Lösung von Aluminiumchlorid und Ätzkali und hernach eine wässrige Lösung von Ätzkali, Ätzkalk und Kalzium chlorid zugemischt wird. 9.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Unter anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass einer wäss- rigen Lösung von etwa 3 Teilen einer Alkalifettseife, 2 Teilen einer Alkaliharzseife, 7 Teilen Ätznatron und 0,5 Teilen Glyzerin eine wässrige Lösung von etwa 36 Teilen Aluminiumchlorid und 42 Teilen Ätz- kali und hernach eine wässrige Lösung aus etwa 24 Teilen Ätzkali, 30 Teilen Ätzkalk und 9 Teilen Kalziumchlorid zugemischt wird. 10.
    Zusatzmittel nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass es ausserdem einen Gehalt an Kieselsäure beziehungsweise Silikaten aufweist. 11. Zusatzmittel nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass es ausserdem einen Gehalt an Glyzerin aufweist. 12. Verfahren gemäss Patentanspruch III, da durch gekennzeichnet, dass das Mittel mit einem Zusatz von Zement verwendet wird. 13. Verfahren gemäss Patentanspruch III, da durch gekennzeichnet, dass das Mittel mit einem Zu satz von Zement und Sand verwendet wird.
    14. Verfahren gemäss Patentanspruch III, da durch gekennzeichnet, dass das Mittel bei Ausbesse rungsarbeiten an Betonstrassendecken benutzt wird. 15. Verfahren gemäss Patentanspruch III und Unteranspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel bei Ausbesserungsarbeiten an Betonstrassen decken benutzt wird. 16. Verfahren gemäss Patentanspruch III und Unteranspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel bei Ausbesserungsarbeiten an Betonstrassen decken benutzt wird.
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