CH94177A - Verfahren, um Mörtel-, Zement- und Betonmassen vollkommene Wasserundurchlässigkeit, ein beträchtlich gesteigertes Haftvermögen und die Eigenschaft ausserordentlich raschen Abbindens zu erteilen. - Google Patents
Verfahren, um Mörtel-, Zement- und Betonmassen vollkommene Wasserundurchlässigkeit, ein beträchtlich gesteigertes Haftvermögen und die Eigenschaft ausserordentlich raschen Abbindens zu erteilen.Info
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- C04B—LIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
- C04B22/00—Use of inorganic materials as active ingredients for mortars, concrete or artificial stone, e.g. accelerators or shrinkage compensating agents
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- C04B28/00—Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements
- C04B28/02—Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements containing hydraulic cements other than calcium sulfates
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Description
Yerfahren, um Mörtel, Zement- und Betonmassen.vollkommene Wasser undurchlässigkeit, ein beträchtlich gesteigertes Haftvermögen und die Eigenschaft ausserordentlich raschen Abbindens zu erteilen. Bei der Ausführung von Wasserbauten, Trockenlegungen und ähnlichen Arbeiten -:eigt es sich gewöhnlich, dass ein völlig wasserdichtes, verlä.ssliches Baumaterial fehlt. Die bis jetzt zum Wa.sserdiclitmachen von Mörtel bekannten Zusätze sind fast aus nahmslos mit schädlichen Neben- oder Nach wirkungen behaftet, welche ihnen jeden prak tischen Wert benehmen.
Die üblen Begleit erscheinungen bestehen namentlich in der Beeinträchtigung der ursprünglichen Güte des Mörtels oder Zementes und im nachträg lichen Auftreten von Ausblühungen und Ris sen. So hat zum Beispiel der als Zusatz stets < iul's neue angepriesene Teer, auch wenn er in Gestalt einer Emulsion zur Anwendung kommt, stets eine bedeutende Verminderung der Festigkeit und des Haftvermögens zur Folge, abgesehen von andern, weniger bedenk lichen Nachteilen.
Die Ausführung schwieriger Arbeiten der genannten Art erheischt nun gerade ein Material, welches neben vollkommener T-Tn- durchlä.ssigkeit die genannten Eigenschaften mindestens in normaler Stärke aufweist. An den bisherigen Misserfolgen ist noch ein weiterer Umstand beteiligt. Man über sieht meist, dass vollkommene Wasserdichtig keit allein noch nicht genügt, um Mörtel und Zement zur dauerhaften, zuverlässigen Aus führung solcher Arbeiten geeignet zu machen. Schwierige Trockenlegungen, wie zum Bei spiel das Stopfen von Wassereinbrüchen in Tunneln und Schächten oder das Dichten un ter Wasserdruck, z. B.
Grundwasserdruck, stehender heller, und ähnliche Arbeiten, las sen sich nur mit einem Baustoffe ausführen, welcher neben den genannten Eigenschaften noch die weiteren besitzt, ausserordentlich rasch, sozusagen augenblicklich, abzubinden und in sehr kurzer Zeit annähernd volle Fe stigkeit zu erlangen. Mit Zement von gewöhn licher Bindezeit ausgeführte Stopfungen uncä Übermauerungen bersten gewöhnlich unter dem Andrang des aufgestauten Wassers, ehe der Zement abgebunden hat. Auch wird bei unzureichendem Haftvermögen jede Kelle aufgebrachten Dichtungsmaterials vorweg fortgespült. Die Wasserdichtigkeit des Bau stoffes büsst unter solchen Verhältnissen Jede Bedeutung ein.
Man darf sich demnach bei Versuchen zur Lösung derartiger, schwieriger Aufgaben nicht von der heute weit verbreite ten Meinung, dass langsames Abbinden ein Merkmal der Güte des Zementes bilde, leiten lassen.
Es wurde nun gefunden, dass Mörtel-, Ze ment- und Betonmassen vollkommene Was serdichtigkeit und alle zur Ausführung schwieriger Dichtungsarbeiten, Wasserbauten .und dergleichen unerlässlichen Eigenschaften, insbesondere ein gesteigertes Haftvermögen und die Eigenschaft ungewöhnlich raschen Abbindens erlangen, wenn als Anmachewas- ser eine Alkalihydroxycllösnng von<B>10'</B> bis 5 o B@ benützt wird.
haliumhydroxy d bewirkt neben v ollkom- inener Undurchdringlichkeit namentlich sehr grosse Härte und Festigkeit, ausserordentliche Steigerung des Haftvermögens und beschleu nigtes Abbinden.
Die Wirkung des Na.triumhydroxyds un terscheidet sich von jener des Kalium- hydroxyds hauptsächlich dadurch, dass Härte und Festigkeit in weniger hohem Masse zu nehmen, das Abbinden eher eine Verlang- amung erfährt, die Steigerung des Haft- vermögens dagegen noch beträchtlicher ist..
Wohl bei der Mehrzahl. der in der Dich- tiligspraxis vorkommenden Aufgaben wird inan mit Balilauge in jeder Hinsicht durch aus befriedigende Erfolge erzielen. In Fäl len, wo das damit erreichte Haftvermögen noch nicht genügen sollte, kann dem Mangel durch Zusetzen einer geringen Menge Natron, etwa 2 bis "r .0, bezogen auf das Gewicht der Balilauge, abgeholfen werden. Die Anwendung von Natronlauge allein ist nur da tunlich, wo langsames Abbinden und Ausblühungen keine Hinderungsgründe bilden.
Die Z\'irkung der Alkalihydroxydlösung lässt siele durch Zusatz wenigstens eines der nachbenannten Stoffe unterstützen: Teerkoks, Zucker, Kalisalze (Abraumsalze), Braunstein. Diese Stoffe werden zweckmässigerweise in Gestalt eines staubfeinen Pulvers in der Al- halilivdroxy dlösung verrührt, beziehungs- weise darin gelöst.
Sie können indessen auch der trockenen Ausgangsmasse Kalk, Kalk Sandgemisch, Zement oder Betongemisch bei gemengt werden.
Teerkoks begünstigt die Haftung. Es ist beachtenswert, dass er, im Gegensatz zu Teer, keinerlei schädliche Nebenwirkungen hervor ruft. Die anzuwendende Menge beträgt, im Maximum, etwa 5 '/o, bezogen auf das Gewicht der Alkalihydroxydlösung.
Zucker und Kalisalze, z. B. Stassfurter Salze, im Verhältnis von je etwa anderhalb bis drei Gewichtsprozenten angewendet, er höhen ebenfalls das Haftvermögen und üben ausserdem eine Härtende Wirkung aus.
Braunstein verstärkt alle schätzbaren Eigenschaften des Mörtels und Zemente:. Die höchste zulässige Menge beträgt unge fähr 15 % vom Gewicht der All#.alihydroxycl- lösung.
Diese Sonderzusätze können einzeln oder in Gruppen zur Anwendung gelangen.
Die _NVahl des Alkalis und die Stärke der Lösung, sowie die Anwendung eines oder mehrerer der genannten Zusätze hängt einer seits von den jeweils zu erfüllenden Bedin gungen, anderseits von der Zementsorte und der Art des zur Verftzgung stehenden Was sers ab.
Das vorliegende Verfahren ist frei von den eingangs erwähnten Übelständen. Es er möglicht. die Herstellung von Mörtel-, Ze ment- und Betonmassen, welche sich zur dauerhaften Ausführung von Wasserbauten, schwierigen Trockenlegungen und ähnlichen Arbeiten eignen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCl? Verfahren, um Mörtel-, Zement- und Betonmassen vollkommene Wasserdichtigkeit-, ein beträchtlich gesteigertes Haftvermögen und die Eigenschaft ausserordentlich raschen Abbindens zu erteilen, dadurch gekeni7eich- net, dass inan als Anmaehewasser eine Alkali hydroxydlösung von 10 o bis -15 o BA ver wendet. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Kalilauge an wendet. 2.Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Gemisch von Kali- und Natronlauge verwendet, in wel chem das Natron ungefähr 2 bis 7 Ge wichtsprozent ausmacht. 3. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch 'gekennzeichnet; dass den Mörtel-, Zement- und Betonmassen ausser Alkalihydroxyd noch mindestens ein weiterer Stoff einver leibt wird. 4. Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der zuzusetzende Stoff, staubfein ge- pulvert, in der Alkalihydroxydlösung ver rührt wird. . Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet.dass man den zuzusetzenden Stoff, staub- fein gepulvert, der trockenen Ausgangs masse beimengt. G. Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass ausser Alkalihydroxyd dem Baustoffe Teerkoks einverleibt wird. 7. Verfahren gemäss Patentanspruch Lund Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass ausser Alkalihydroxyd dem Baustoffe Zucker einverleibt wird. B. Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass ausser Alkalihydroxyd dem Baustoffe Kalisalze, sogenannte Abraumsalze, ein verleibt werden. 9.Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass ausser Alkalihydroxyd dem Baustoffe Braunstein einverleibt wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH94177T | 1920-10-15 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH94177A true CH94177A (de) | 1922-04-17 |
Family
ID=4351771
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH94177D CH94177A (de) | 1920-10-15 | 1920-10-15 | Verfahren, um Mörtel-, Zement- und Betonmassen vollkommene Wasserundurchlässigkeit, ein beträchtlich gesteigertes Haftvermögen und die Eigenschaft ausserordentlich raschen Abbindens zu erteilen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH94177A (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1008638B (de) * | 1954-08-17 | 1957-05-16 | Buechtemann & Co Inh Buechtema | Verfahren zum Beschleunigen des Abbindens von Zementmoerteln |
| DE3306448A1 (de) * | 1983-02-24 | 1984-08-30 | Dynamit Nobel Ag, 5210 Troisdorf | Fluessiger erstarrungsbeschleuniger fuer betonabmischungen |
| EP0191901A1 (de) * | 1984-10-27 | 1986-08-27 | Hüls Aktiengesellschaft | Spritzbeton |
-
1920
- 1920-10-15 CH CH94177D patent/CH94177A/de unknown
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1008638B (de) * | 1954-08-17 | 1957-05-16 | Buechtemann & Co Inh Buechtema | Verfahren zum Beschleunigen des Abbindens von Zementmoerteln |
| DE3306448A1 (de) * | 1983-02-24 | 1984-08-30 | Dynamit Nobel Ag, 5210 Troisdorf | Fluessiger erstarrungsbeschleuniger fuer betonabmischungen |
| EP0191901A1 (de) * | 1984-10-27 | 1986-08-27 | Hüls Aktiengesellschaft | Spritzbeton |
| US4772327A (en) * | 1984-10-27 | 1988-09-20 | Dynamit Nobel Ag | Easy-working spray concrete |
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