CH373473A - Schutzeinrichtung an einer Halbleiterdiode - Google Patents

Schutzeinrichtung an einer Halbleiterdiode

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CH373473A
CH373473A CH8049659A CH8049659A CH373473A CH 373473 A CH373473 A CH 373473A CH 8049659 A CH8049659 A CH 8049659A CH 8049659 A CH8049659 A CH 8049659A CH 373473 A CH373473 A CH 373473A
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Bbc Brown Boveri & Cie
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    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02MAPPARATUS FOR CONVERSION BETWEEN AC AND AC, BETWEEN AC AND DC, OR BETWEEN DC AND DC, AND FOR USE WITH MAINS OR SIMILAR POWER SUPPLY SYSTEMS; CONVERSION OF DC OR AC INPUT POWER INTO SURGE OUTPUT POWER; CONTROL OR REGULATION THEREOF
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    • H02M7/02Conversion of AC power input into DC power output without possibility of reversal
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    • HELECTRICITY
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    • H01TSPARK GAPS; OVERVOLTAGE ARRESTERS USING SPARK GAPS; SPARKING PLUGS; CORONA DEVICES; GENERATING IONS TO BE INTRODUCED INTO NON-ENCLOSED GASES
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    • HELECTRICITY
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Description


  
 



   Die vorliegende Erfindung betrifft ein trockenes thermisches Verfahren zum Färben und Bedrucken von mit kationischen Farbstoffen anfärbbarem organischem Textilmaterial, besonders von synthetischem Fasermaterial aus Polyacrylnitril und Modacryl, sowie das nach dem neuen Verfahren gefärbte und bedruckte organische Material.



   Es sind Transferdruckverfahren bekannt, die darin bestehen, dass man Kunstfasern, insbesondere Polyesterfasern, aber auch Polyacrylnitrilfasern, mit Dispersionsfarbstoffen, welche bei atmosphärischem Druck zwischen 150 und   220"C    in den Dampfzustand übergehen, bei Temperaturen von etwa 190 bis   220"C    während 10 bis 60 Sekunden färbt und bedruckt. Bei dieser trockenen thermischen Übertragung von Dispersionsfarbstoffen erhält man auf Polyacrylnitrilmaterialien in der Regel eine unerwünschte Vergilbung und Verhärtung der Faser; die erhaltenen Färbungen und Drucke weisen ferner die Brillanz nicht auf, die man üblicherweise auf solchen Materialien mittels basischer Farbstoffe erreicht.



  In Form ihrer Farbbasen sind aber die meisten kationischen Farbstoffe nicht hitzestabil. Lediglich eine sehr beschränkte Anzahl an kationischen Farbbasen sind daher für den Transferdruck geeignet. Die mit diesen hitzestabilen Farbbasen erhaltenen Drucke auf Polyacrylnitrilfasern weisen grösstenteils für die Praxis ungenügende Nassechtheiten und im Vergleich zu entsprechenden, nach üblichen wässrigen Methoden erhaltenen Färbungen, in vielen Fällen eine wesentlich schlechtere Lichtechtheit auf.



      Da ihre Dampfdrücke unterhalb 200"C C bei atmosphäri-    schem Druck sehr niedrig sind, ergeben die anorganischen Salze kationischer Farbstoffe nach dem trockenen Transferdruckverfahren bei Temperaturen von 150 bis   190"C    nur farbschwache oder gar keine Färbungen auf Polyacrylnitrilfasern.



   Es wurde nun überraschenderweise gefunden, dass Cyanide, Cyanate oder Thiocyanate kationischer Farbstoffe nach der Transferdruckmethode bei   150-200"    C auf mit kationischen Farbstoffen anfärbbarem organischem Textilmaterial echte Färbungen und Drucke ergeben.



   Bei den erfindungsgemäss verwendbaren kationischen Farbstoffen handelt es sich ganz allgemein um chromophore Systeme, deren kationischer Charakter von einer Carbonium-, Ammonium-, Oxonium- oder Sulfoniumgruppierung herrührt. Beispiele für solche chromophore Systeme sind: Methin-, Azomethin-, Hydrazon-, Azin-, Oxazin-, Thiazin-, Diazin-, Xanthen-, Acridin-, Polyarylmethan-, wie Diphenylmethan- oder Triphenylmethan-, und Cumarinfarbstoffe, ferner Arylazo-, Phthalocyanin- und Anthrachinonfarbstoffe mit externer Ammoniumgruppe, beispielsweise eine Cyclammonium- oder Alkylammoniumgruppe. Unter kationischen Farbstoffen seien auch kationische optische Aufheller verstanden. In diesem Falle handelt es sich vor allem um optische Aufheller der Methin-, Azomethin-, Benzimidazol-, Cumarin-, Naphthalimid- oder Pyrazolin-Reihe.



   Die genannten kationischen Farbstoffe werden definitionsgemäss in Form ihrer Cyanide, Cyanate oder Thiocyanate erfindungsgemäss verwendet. Als Cyansäuren kommen sowohl die Cyan- wie die Thiocyan- und die Cyanwasserstoffsäure in Betracht.



   Die erfindungsgemäss verwendbaren Salze kationischer Farbstoffe können nach an sich bekannten Verfahren hergestellt werden, beispielsweise können die gewünschten Salze durch Neutralisation der kationischen Farbstoffe in Form ihrer freien Base oder durch Umsetzung der Carbonate oder Bicarbonate kationischer Farbstoffe mit den entsprechenden Säuren in Wasser und/oder Lösungsmitteln hergestellt werden. Vorteilhaft stellt man die erfindungsgemäss verwendbaren Salze direkt aus gebräuchlichen Handelsformen her, indem man die kationischen Farbstoffe in Form ihrer anorganischen Salze oder   Metallhalogen iddoppelsalze,    beispielsweise Chloride, Bromide oder Zinkchloriddoppelsalze, mit Alkalimetallcyanaten, -thiocyanaten oder -cyaniden, z. B.



  Natrium- oder Kaliumcyanat oder -thiocyanat, Natriumcyanid u. dgl. in wässriger, wässrig-organischer oder organischer Lösung oder Suspension, bei Temperaturen von 20 bis   60     C mischt. Auf diese Weise kann man direkt zu gebrauchsfertigen Färbepräparaten bzw. Drucktinten gelangen.



  Sofern diese noch unlösliche Bestandteile enthalten, ist es zweckmässig, sie vor ihrer Verwendung von den unlöslichen Beimischungen zu klären, z. B. durch Filtration.



   Als mit kationischen Farbstoffen anfärbbares organisches Material, das gemäss vorliegender Erfindung gefärbt und/ oder optisch aufgehellt werden kann, kommt beispielsweise in Betracht: tannierte Baumwolle, Wolle, Polyamide, wie Polyhexamethylendiaminadipat,   Poly+-caprolactam    oder   Poly < ü -aminoundecansäure,    Polyester, wie Polyäthylenglykolterephthalat oder Polycyclohexandimethylenterephthalat, vor allem aber sauer modifizierte synthetische Fasern, namentlich sauer modifizierte Polyamide, wie Polykondensationsprodukte aus 4,4'-Diamino-2,2'-diphenyldisulfonsäure bzw.   4,4'-Diamino-2,2' -diphenylalkandisulfonsäuren    mit polyamidbildenden Ausgangsstoffen, Polykondensationsprodukte aus Monoaminocarbonsäuren bzw.

   ihren amidbildenden Derivaten oder zweibasischen Carbonsäuren und Diaminen mit aromatischen Dicarboxysulfonsäuren, z. B.



  Polykondensationsprodukte aus   E-Caprolactam    oder Hexamethylendiammoniumadipat mit   Kalium-3,5 -dicarboxy-    benzolsulfonat, oder sauer modifizierte Polyesterfasern, wie Polykondensationsprodukte von aromatischen Polycarbon  sauren,    z. B. Terephthalsäure oder Isophthalsäure, mehrwertigen Alkoholen, z. B. Äthylenglykol, und 1,2- bzw. 1,3  Dihydroxy-3 -(3 natriumsulfopropoxy)-propan,    2,3-Di  methylol-l-(3 -natriumsulfopropoxy)-butan,    2,2-Bis-(3natriumsulfopropoxyphenyl)-propan oder 3,5-Dicarboxybenzolsulfonsäure bzw. sulfonierter Terephthalsäure, sulfonierter 4-Methoxy-benzolcarbonsäure oder sulfonierter Di  phenyl-4.4'-dicarbonsäure    in Frage.



   Bevorzugt handelt es sich aber um Polyacrylnitril- (mit einem Gehalt von mindestens 85   04    Acrylnitril) bzw. Modacrylfasern. Bei der Polymerisation von Acrylnitril und Comonomere werden Persulfat-Reste, herrührend aus den üblichen Katalysatorsystemen, bestehend aus Kaliumpersulfat, Kaliummetasulfit und Ferrammoniumsulfat als Regler in die Kettenenden eingebaut. Als Comonomere verwendet man neben dem Acrylnitril normalerweise andere Vinylverbindungen, z. B. Vinylidenchlorid, Vinylidencyanid, Vinylchlorid, Methacrylsäureamid, Vinylpyridin, Methylvinylpyridin, N-Vinylpyrrolidon, Vinylacetat, Vinylalkohol, Methylmethacrylat, Styrolsulfonsäure oder Vinylsulfonsäure.



   Das Fasermaterial kann, sofern die hierfür geeigneten Vorrichtungen vorhanden sind, in jeder beliebigen Form, beispielsweise in Form von Flocken, Kammzug, Garn, texturierten Fäden, Gewebe, Gewirke, Faservliese (nonwovens) aus Fasern, Faserbändern, Gurten, textilen Bodenbelägen, wie gewobenen Nadelfilzteppichen oder   Garnscharen,    die als Bahnen oder geschnitten oder konfektioniert vorliegen können. erfindungsgemäss gefärbt bzw. aufgehellt werden. Es kann auch in Form von Mischfasern oder Mischgeweben vorliegen.



   Das erfindungsgemässe Verfahren kann beispielsweise folgendermassen ausgeführt werden: Man bringt auf einen inerten Träger Drucktinten, die mindestens ein Cyanid, Cyanat oder Thiocyanat eines kationischen Farbstoffes, gegebenenfalls ein unterhalb   210"C    stabiles Bindemittel, Wasser und/oder ein organisches Lösungsmittel enthalten, auf und trocknet, dann wird die behandelte Seite des Trägers mit der Oberfläche des zu färbenden organischen Materials in Kon  takt gebracht, hierauf Träger und das zu färbende Material, gegebenenfalls unter mechanischem Druck, einer Wärmeeinwirkung von 120 bis   210" C,    vorteilhaft 170 bis 190"C, während 5 bis 60 Sekunden, vorteilhaft 10 bis 40 Sekunden, unterworfen und dann das gefärbte Material vom Träger abgetrennt.



   Der zur trockenen thermischen Übertragung erforderliche inerte Zwischen- oder Hilfsträger, d. h. ein Träger, der keine Affinität zu den erfindungsgemäss verwendbaren Cyaniden, Cyanaten oder Thiocyanaten aufweist, ist zweckmässig ein flexibles, vorzugsweise räumlich stabiles Flächengebilde, wie ein Band, Streifen oder eine Folie mit vorteilhaft glatter Oberfläche, welches hitzestabil ist und aus verschiedensten Arten von vor allem nichttextilen Materialien bestehen kann, z. B. Metall, wie eine Aluminium- oder Stahlfolie, Kunststoff oer Papier, das gegebenenfalls mit einem Film aus Vinylharz, Äthylcellulose, Polyurethanharz oder Teflon beschichtet sein kann. Zweckmässig verwendet man flexible Folien aus Aluminium oder rostfreiem Stahl oder, wegen des niedrigen Gestehungspreises, vor allem Papier.



   Die verwendbaren Drucktinten enthalten neben dem Cyanid, Cyanat oder Thiocyanat eines kationischen Farb  stoffes, falls erforderlich, auch mindestens ein unterhalb 210 C    stabiles Bindemittel, das als Verdickungsmittel des Druckansatzes und als mindestens vorübergehendes Bindemittel des Farbstoffes auf dem zu bedruckenden Träger wirkt. Als solche Bindemittel eignen sich synthetische, halbsynthetische und natürliche Harze, und zwar sowohl Polymerisations- als auch Polykondensations- und Polyadditionsprodukte. Prinzipiell können alle in der Lack- und Druckfarbenindustrie gebräuchlichen Harze und Bindemittel verwendet werden.



  Die Bindemittel sollen bei der Obertragungstemperatur nicht an der Luft oder mit sich selbst chemisch reagieren (z. B.



  vernetzen), aber lediglich die kationischen Farbsalze an der bedruckten Stelle des inerten Trägers festhalten, ohne sie zu verändern. Bevorzugt sind solche Bindemittel, die in organischen Lösungsmitteln löslich sind und die beispielsweise in einem warmen Luftstrom rasch trocknen und einen feinen Film auf dem Träger bilden.

   Als geeignete, in Wasser   los-    liche Bindemittel seien genannt: Alginat, Traganth, Carubin (aus Johannisbrotkernmehl), Dextrin, mehr oder weniger verätherte oder veresterte Pflanzenschleime, Hydroxyäthyloder Carboxymethylcellulose, Polyvinylalkohol oder wasserlösliche Polyacrylamide, und als in organischen   Lösungsmit-    teln lösliche Bindemittel Celluloseester, wie Celluloseacetobutyrat oder Celluloseacetat, und insbesondere Celluloseäther, wie Äthyl-, Propyl-, Isopropyl-, Benzyl-, Hydroxypropyl- oder Cyanäthylcellulose, wie auch deren Gemische.



   Bei Verwendung von Dispersionen müssen die in der Drucktinte dispergierten   cyansauren    Farbsalze zur Hauptsache eine Teilchengrösse kleiner   10Ä.    vorzugsweise   2!,    aufweisen. Neben Wasser kommen praktisch alle mit Wasser mischbaren und mit Wasser nichtmischbaren organischen Lösungsmittel oder Lösungsmittelgemische, die bei atmo  sphärischem Druck bei Temperaturen unterhalb 120" C sie-    den, und die für die zu verwendenden Farbsalze und Bindemittel eine genügende Löslichkeit oder Emulgierbarkeit (Dispergierbarkeit) aufweisen, in Frage.

   Als Beispiele von brauchbaren organischen Lösungsmitteln seien die folgenden erwähnt: aliphatische und aromatische Kohlenwasserstoffe, beispielsweise n-Heptan, Cyclohexan, Petroläther, Benzol, Xylol oder Toluol, halogenierte Kohlenwasserstoffe, wie Methylenchlorid, Trichloräthylen, Perchloräthylen oder Chlorbenzol, nitrierte aliphatische Kohlenwasserstoffe, wie Nitropropane, aliphatische Amide, wie Dimethylformamid oder deren Gemische, ferner Glykole, wie Äthylenglykol oder Äthylenglykolmonoalkyläther, wie Äthylenglykolmono äthyläther, Diäthylcarbonat, Dimethylcarbonat oder Ester aliphatischer Monocarbonsäuren, wie Äthylacetat, Propylacetat, Butylacetat, ss -Äthoxyäthylacetat, aliphatische oder cycloaliphatische Ketone, beispielsweise Methyläthylketon, Methylisobutylketon, Cyclohexanon, Isophoron, Mesityloxyd oder Diacetonalkohol und Alkohole, wie Methanol,

   Äthanol und vorzugsweise   n -Propanol,      iso-Propanol,    n-Butanol, tert. Butanol, sek.-Butanol oder Benzylalkohol; in Frage kommen weiterhin Gemische der genannten Lösungsmittel, wie z. B.



  ein Gemisch aus Methyläthylketon und Äthanol im Verhältnis von 1:1.



   Besonders bevorzugte   Lösungsmittel    sind unterhalb   120          C siedende Ester, Ketone oder Alkohole, wie Butylacetat, Aceton, Methyläthylketon, Äthanol, iso-Propanol oder Butanol. Mit Vorteil verwendet man praktisch wasserfreie Drucktinten.



   Die gewünschte Viskosität der Drucktinten kann durch Zugabe der genannten Bindemittel bzw. durch Verdünnen mit Wasser oder einem geeigneten Lösungsmittel eingestellt werden.



   Die flüssigen, teigförmigen odcr trockenen Färbepräparate enthalten im allgemeinen 1 bis   80    Gewichtsprozent mindestens eines oder mehrerer der genannten Cyanide, Cyanate oder Thiocyanatc kationischer Farbstoffe bzw. 0,01 bis 10 Gewichtsprozent mindestens eines der genannten Cyanide, Cyanate oder Thiocyanate kationischer optischer Aufheller, und gegebenenfalls 0,5 bis 50 Gewichtsprozent eines Bindemittels, bezogen auf das Gesamtgewicht des Präparates, und können direkt oder nach Verdünnung als verwendbare Drucktinten eingesetzt werden.



   Zur Verbesserung der   Gebrauchsfähigkeit    der Drucktinten können fakultative Komponenten, wie Weichmacher, Quellmittel, hochsiedende Lösungsmittel. wie z. B. Tetralin oder Dekalin,   innogene    oder   nichtionogene    oberflächenaktive Verbindungen, wie beispielsweise das Kondensationsprodukt von 1 Mol Octylphenol mit 8 bis   1()    Mol Äthylenoxyd zugesetzt werden.



   Die verwendbaren   Fiirbepliiparate    bzw. Drucktinten   (Liisungen,    Dispcrsionen, Emulsionen) werden nach an sich   bekannten    Methoden hergestellt, indem man die Cyanide, Cyanate oder Thiocyanate kationischer Farbstoffe in Wasser   und/oder    Lösungsmitteln bzw. Lösungsmittelgemisch löst bzw. dispergiert oder in situ herstellt, vorteilhaft in Gegenwart eines unterhalb   210 C    stabilen Bindemittels.



   Die gegebenenfalls filtrierten Drucktinten werden auf den inerten Träger aufgebracht, beispielsweise durch stellenweises oder ganzflächiges Besprühen, Beschichten oder zweckmässigerweise durch Bedrucken. Man kann auch auf den inerten Träger ein mehrfarbiges Muster aufbringen oder hintereinander in einem Grundton und anschliessend mit gleichen oder verschiedenen Mustern bedrucken.



   Nach dem Aufbringen der Drucktinten auf den inerten Träger werden diese getrocknet, z. B. mit Hilfe eines warmen Luftstromes oder durch Infrarotbestrahlung, gegehenenfalls unter Zurückgewinnung der verwendeten Lösungsmittel.



   Die Zwischenträger können auch beidseitig bedruckt werden, wobei für die beiden Seiten ungleiche Farben und/oder Muster gewählt werden können. Um die Verwendung einer Druckmaschine zu vermeiden, können die Drucktinten z. B.



  mittels Spritzpistole auf den Hilfsträger aufgesprüht werden.



  Man erhält besonders interessante Effekte, wenn man gleichzeitig mehr als eine Nuance auf den Hilfsträger druckt oder aufsprüht. Dabei können bestimmte Muster z. B. durch Verwendung von Schablonen erhalten werden, oder künstlerische Muster mit dem Pinsel. Bedruckt man die Hilfsträger, kann man die verschiedensten Druckverfahren anwenden, wie Hochdruckverfahren (z. B. Buchdruck, Flexodruck), Tief  druckverfahren (z. B. Rouleauxdruck), Siebdruckverfahren (z. B. Rotationsdruck, Filmdruck) oder elektrostatische Druckverfahren.



   Der Transfer geschieht erfindungsgemäss durch Wärmeeinwirkung. Die Wärmeeinwirkung kann auf verschiedene bekannte Arten geschehen, z. B. durch Passieren einer heissen Heiztrommel, einer tunnelförmigen Heizzone oder mittels einer beheizten Walze, vorteilhaft in Gegenwart einer druckausübenden, unbeheizten oder beheizten Gegenwalze oder eines heissen Kalanders, oder auch mittels einer geheizten Platte (Bügeleisen oder warme Presse), gegebenenfalls unter Vakuum, die durch Dampf,   Öl,    Infrarotbestrahlung oder Mikrowellen auf die erforderliche Temperatur vorgewärmt sind oder sich in einer vorgewärmten Heizkammer befinden.



   Nach beendeter Wärmebehandlung wird die bedruckte Ware vom Träger getrennt.



   Die bedruckte Ware bedarf keine Nachbehandlung, weder eine Dampfbehandlung, um den Farbstoff zu fixieren, noch ein Waschen, um die Echtheiten zu verbessern.



   Das erfindungsgemässe Verfahren weist gegenüber bekannten Verfahren bemerkenswerte Vorteile auf. Das vorliegende Verfahren hat insbesondere den Hauptvorteil des nun weitgehend gelösten Problems der Erzielung farbstarker, brillanter, nass- und lichtechter Färbungen und Drucke bzw.



  intensiver optischer Aufhellungen auf Polyacrylnitrilfasern nach dem trockenen thermischen Verfahren unter Erhaltung der optimalen mechanischen Fasereigenschaften. Die nach dem neuen Verfahren erhältlichen Drucke zeichnen sich gegenüber denen, die in an sich bekannter Weise mit kationischen Farbstoffen hergestellt werden, durch scharfstehende, strichfeine Konturen aus. Sie sind brillanter und echter insbesondere sublimierechter als diejenigen, die mit Dispersionsfarbstoffen erhältlich sind.



   In den folgenden Beispielen beziehen sich die Teile und Prozente auf das Gewicht und die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben.



   Beispiel 1
1 g des Farbstoffes der Formel (in handelsüblicher Form)
EMI3.1     
 und 4 g Natriumcyanat werden in 12 ml Methylalkohol eingetragen, durch Rühren bei 20 bis 25       C während 30 Minuten gut vermischt und die Lösung dann filtriert.



   Die erhaltene tiefblaue Drucktinte wird auf einen Papierstreifen durch Sprühen, Bedrucken oder Beschichten ganzflächig aufgetragen und anschliessend getrocknet.



   Auf den derart vorbehandelten Zwischenträger legt man ein Gewebe aus Polyacrylnitril (ORLON), worauf man mittels einer erhitzten Heizplatte Träger und Gewebe während 60 Sekunden bei   190"C    in Kontakt bringt. Eine zweite nicht erwärmte Platte gewährleistet den gleichmässigen Kontakt.



  Hierauf wird das gefärbte Gewebe vom Träger getrennt.



   Man erhält auf diese Weise ein farbstark blaugefärbtes Polyacrylnitrilgewebe, das ausgezeichnete Nass- und gute Lichtechtheiten aufweist.



   Beispiel 2
1 g des Farbstoffes der Formel (in handelsüblicher Form)
EMI3.2     
 6 ml Methanol, 2 ml Wasser und 2 g Natriumcyanat werden unter Rühren gut vermischt.



   Verfährt man im übrigen, wie im Beispiel 1 angegeben, so erhält man eine leuchtend orange Färbung auf Polyacrylnitrilgewebe mit ausgezeichneten Nass- und guten Lichtechtheiten.



   Beispiel 3
0,3 g des Farbstoffes der Formel  
EMI4.1     
 werden in 10 ml eines Gemisches, bestehend aus 10 Teilen Äthylcellulose (Ethocel E 7, Dow. Chem), 15 Teilen Äthanol und 45 Teilen Methyläthylketon, unter Rühren gelöst und filtriert.



   Mit der erhaltenen gelben Drucktinte wird nach dem Rouleauxdruckverfahren mittels einer Farbwalze auf einer Aluminiumfolie ein Muster erstellt und getrocknet. Ein aus Polyacrylnitril bestehendes Gewirke wird auf die so bedruckte Folie gelegt und Träger und Ware mittels eines Kalanders während 30 Sekunden bei   180     in Kontakt gebracht.



   Verfährt man im übrigen, wie in Beispiel 1 beschrieben, so erhält man eine getreue Wiedergabe des gelben Musters auf dem Gewirke aus Polyacrylnitril, wobei die Linien scharf und klar bleiben. Die gelbe Färbung ist ausgezeichnet nassund gut lichtecht. 

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH 1
    Trockenes thermisches Verfahren zum Färben und Bedrucken von mit kationischen Farbstoffen anfärbbarem organischem Textilmaterial, dadurch gekennzeichnet, dass man zum Färben und Bedrucken Cyanide, Cyanate oder Thiocyanate von kationischen Farbstoffen verwendet.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man auf einen inerten Träger Drucktinten, die mindestens ein Cyanid, Cyanat oder Thiocyanat eines kationischen Farbstoffes, Wasser und/oder ein organisches Lösungsmittel enthalten, aufbringt und trocknet, dann die behandelte Seite des Trägers mit der Oberfläche des zu färbenden organischen Materials in Kontakt bringt, hierauf Träger und das zu färbende Material, gegebenenfalls unter mechanischem Druck, einer Wärmeeinwirkung von 120 bis 2102 C während 5 bis 60 Sekunden unterwirft und dann das gefärbte Material vom Träger trennt.
    2. Verfahren gemäss Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man Träger und das zu färbende organische Material einer Warmeeinwirkung von 170 bis 190 C während 10 bis 40 Sekunden unterwirft.
    3. Verfahren gemäss Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man auf den inerten Träger Drucktinten aufbringt, die mindestens ein Cyanid, Cyanat oder Thiocyanat eines kationischen Farbstoffes und ein unterhalb 210"C stabiles Bindemittel in Wasser und/oder Lösungsmittel bzw.
    Lösungsmitteln gelöst oder dispergiert enthalten.
    4. Verfahren gemäss Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Drucktinten auf einem inerten Träger, der aus Papier besteht, aufbringt.
    5. Verfahren gemäss Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet. dass man die Drucktinten auf einem inertem Träger, der aus einer Aluminiumfolie oder Stahl besteht, aufbringt.
    6. Verfahren gemäss Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man auf den inerten Träger Drucktinten aufbringt, die mindestens ein Cyanid, Cyanat oder Thiocyanat eines kationischen Farbstoffes zusammen mit einem Cellulose äther oder -ester enthalten.
    7. Verfahren gemäss Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass man Bindemittel verwendet, die rasch trocknen und einen feinen Film auf dem Träger bilden.
    PATENTANSPRUCH 11 Anwendung des Verfahrens gemäss Patentanspruch I auf Polyacrylnitril- oder Modacrylfasern.
    PATENTANSPRUCH 111 Nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch 1 gefärbtes oder bedrucktes organisches Textilmaterial.
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