Verfahren zur Herstellung von bisquaternisierten Aminen
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von bisquaternisierten Aminen, das dadurch gekennzeichnet ist, dass man ein tertiäres Monoamin der Formel
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in welcher m die Zahl 0 oder 1, R untereinander gleiche Alkylreste und den 2, 6, 6-Trimethyl- cyclohexyl (1)-rest oder den 2, 6, 6-Trimethyl-cyclo- hexen- (l)-yl- (l)-rest bedeuten, mit einem a, co-Di- halogen-alkan umsetzt.
Die in der Formel I mit R bezeichneten Alkylreste können geradkettig oder verzweigt sein. Bevorzugt sind niedere Alkylreste, wie z. B. Methyl, Äthyl, Propyl, Isopropyl, Butyl, Isbutyl, Amyl, Hexyl und auch Heptyl.
Die Ausgangsverbindungen der Formel I, die zum Teil neue Stoffe sind, können dadurch erhalten werden, dass man beispielsweise p-Jonon, Tetrahydrojonon, 4- [2', 6', 6'-Trimethyl-cyclohexen-(l')-yl- (1')]-2-methyl-buten-(2)-al-(1) (4-Cj 4-Aldehyd) oder dessen Tetrahydroderivat in Gegenwart von Wasserstoff mittels eines Katalysators, wie z. B. Raney Nickel, mit einem primären Alkylamin, wie z. B.
Monomethylamin, reduktiv kondensiert und das erhaltene sekundäre Amin alkyliert. Als Alkylierungs- mittel kann man z. B. Ameisensäure und Formaldehyd verwenden, wenn der einzuführende Alkylrest der Methylrest ist. In dem so erhaltenen tertiären Amin kann der allenfalls vorliegende Cyclohexenring reduziert werden, beispielsweise durch katalytische Hydrierung mittels eines Katalysators, wie z. B.
Platinoxyd, wenn man als Endprodukt ein entsprechendes gesättigtes bisquaternisiertes Amin erhalten will. Eine weitere Methode, die zur Herstellung der Ausgangsverbindungen der Formel I anwendbar ist, besteht darin, das entsprechende primäre Amin, wie z. B. 1-Methyl-3- (2', 6', 6'-trimethyl-cyclohexyl)-pro- pylamin, zu alkylieren. Diese Alkylierung kann beispielsweise mittels Ameisensäure und Formaldehyd erfolgen, wenn die entsprechende Dimethylamino verbindung gewünscht wird.
Als awco-Dihalogen-alkan kann man z. B. ein a,-Dichlor-oder a, co-Dibrom-alkan verwenden. Es werden vorzugsweise a, co-Dihalogenalkane mit 2 bis 12 Kohlenstoffatomen verwendet. Das a, co-Dihalo- gen-alkan wird zweckmässigerweise mit etwa 2 Äqui- valenten des tertiären Amins zur Reaktion gebracht.
Die Reaktion wird mit Vorteil durch Erhitzen der Reaktionskomponenten in einem inerten organischen Lösungsmittel, z. B. in einem niederen Alkanol, wie Methanol oder Äthanol, oder in Acetonitril durchgeführt. Es ist zweckmässig, das Reaktionsgemisch während einer Zeit von einigen Stunden bis zu einigen Tagen unter Rückfluss zu erhitzen.
Die nach der Erfindung erhaltenen bisquaterni- sierten Amine entsprechen der Formel
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in welcher m, wie gesagt, die Zahl 0 oder 1, R untereinander gleiche Alkylreste, vorzugsweise niedere Alkylreste, darstellen, und Ri den Z, 6, 6-Trimethyk cyclohexyl- (1)-rest oder den 2, 6, 6-Trimethyl-cyclo- hexen- (1)-yl- (1)-rest, wobei die beiden Reste Ri untereinander gleich sind, R2 einen Alkylenrest, vorzugsweise einen solchen mit 2 bis 12 Kohlenstoffatomen, und X ein Halogenion, z. B. das Chlor-, Brom-oder Jodion, bezeichnet.
Die Verbindungen der Formel II besitzen eine symmetrische Struktur, da die durch R bezeichneten Alkylreste untereinander gleich sind, beide Molekülhälften das gleiche Anion aufweisen und m in beiden Molekülhälften die gleiche Zahl ist.
Die symmetrischen bisquaternisierten Amine können allerdings in bezug auf die räumliche Konfiguration in verschiedenen Formen auftreten. Diese verschiedenen Formen sind in der Formel II inbegriffen.
Die gemäss der Erfindung hergestellten bisquaternisierten Amine sind als antimikrobielle Mittel, beispielsweise zur Bekämpfung von Infektionen, die durch Bakterien, wie z. B. Streptokokken und Staphylokokken, Protozoen, wie z. B. Trichomonas vaginalis, oder Pilze, wie z. B. Trichophyton mentagrophytes und Microsporum lanosum, verursacht werden, verwendbar. Die erhaltenen Verfahrensprodukte sind insbesondere auch gegen Staphylokokkenstämme, die gegen Antibiotika resistent sind, wirksam.
In den folgenden Ausführungsbeispielen sind alle Temperaturen in Celsiusgraden angegeben.
Beispiel 1
Einer Lösung von 250 g (1, 3 Mol) jss-Jonon und 200 g (5, 3 Mol) wasserfreiem Methylamin in 400 cm3 Athanol werden 5 Teelöffel Raney-Nickel zugesetzt. Das Gemisch wird bei 150 und 105kg/cm2 hydriert. Der Katalysator wird abfiltriert, das über- schüssige Methylamin und Methanol abdestilliert und das zurückbleibende Öl im Vakuum fraktioniert, wobei man (1-Methyl-3- [2', 6', 6'-trimethyl-cyclohexen-(1')-yl-(1')]-propyl)-methylamin vom Sdp. 117 bis 119 15 mm erhält.
Zu einer Lösung von 62 g (0, 3 Mol) (1-Methyl- 3- [2', 6', 6'-trimethyl-cyclohexen-(1')-yl-(1')]-propyl)methylamin in 38 cm3 (0, 75 Mol) piger Ameisensäure werden 28, 5 cm3 (0, 33 Mol) 35 /eiger Form- aldehyd gegeben. Die Lösung wird während 3 Stunden auf einem Dampfbad gerührt, worauf der über- schüssige Formaldehyd und die überschüssige Amei sensäure abdestilliert werden. Das zurückbleibende Öl wird durch Zugabe von 50 /o igem Kalium- hydroxyd stark alkalisch gestellt und mit Äther extrahiert. Der Atherextrakt wird mit Wasser gewaschen, über Kaliumcarbonat getrocknet, und anschliessend wird der Äther abdestilliert.
Das zurückblei- bende öl wird im Vakuum fraktioniert, wobei man (1-Methyl-3-[2', 6', 6'-trimethylFcyclohexen-(1')-yl-(1')]- propyl)-dimethylamin, Sdp. 97-99¯/2 mm, erhält.
Wenn eine Probe der obigen freien Base mit in Athanol gelöster Oxalsäure neutralisiert wird, so erhält man das kristalline (1-Methyl-3-[2', 6', 6'-trimethyl-cyclohexen- (lt3-yi- (1')]-propyl)-dimethylamin-monooxalat vom Smp. 189-190 . Wenn eine Probe der obigen freien Base mit alkoholischem Chlorwasserstoff neutralisiert wird, so erhält man das kristalline (1-Methyl-3- [2', 6', 6'-trimethyl-cyclo- hexen- (1')-yl- (1')]-propyl)-dimethylamin-hydrochlorid vom Smp. 69-71 (nach Kristallisieren aus einem Gemisch von Acetonitril und ¯ther).
13, 4 g (0, 06Mol) (l-Methyl-3-[2', 6', 6'-trimethyl- cyclohexen- (1')-yl- (1')]-propyl)-dimethylamin und 6, 1 g (0, 03 Mol) 1, 3-Dibrom-propan werden in 150 cm3 absolutem Athanol gelöst, und die Lösung wird während 72 Stunden unter Rückfluss erhitzt.
Die farblose Lösung wird bei Wasserdampftemperatur und im Vakuum einer Wasserstrahlpumpe zu einem Sirup eingeengt. Der Sirup wird mit Äther verrieben und aus einem Gemisch von Aceton und Äther kristallisiert, wobei man NN'-Bis-(l-methyl- 3- [2', 6', 6'-trimethylzcyclohexen-(l')-yl-(l')]-propyl)- N, N'-dimethyl-1, 3-propandiamin-bis (methobromid)dihydrat vom Smp. 195-196 erhält.
Beispiel 2
13, 4 g (0, 06 Mol) (1-Methyl-3- [2', 6', 6'-trimethylcyclohexen- (1')-yl- (1')]-propyl)-dimethylamin und 6, 5 g (0, 03 Mol) 1, 4-Dibrom-butan werden in der im Beispiel 1 beschriebenen Weise miteinander zur Umsetzung gebracht. Das so erhaltene Produkt wird aus einem Gemisch von Acetonitril und Aceton kri stallisiert. Das so erhaltene N, N'-Bis- (1-methyl- 3- [2', 6', 6'-trimethytwcyclohexens (l')-yl-(l')]-propyl)- N, N'-dimethyl-1, 4-butandiamin-bis (methobromid) hemihydrat schmilzt bei 231-233 unter Zersetzung.
Beispiel 3
13, 4 g (0, 06 Mol) (l-Methyl-3-[2', 6', 6'-trimethylcyclohexen- (1')-yl- (1')]-propyl)-dimethylamin und 6, 9 g (0, 03 Mol) 1, 5-Dibrom-pentan werden in der im Beispiel 1 beschriebenen Weise miteinander zur Umsetzung gebracht. Das Rohprodukt wird aus einem Gemisch von Acetonitril und Äther kristallisiert, wobei man N, N'-Bis-(l-methyl-3-[2', 6', 6'-tri- methyl-cyclohexen-(l')-yl-(l')]-propyl)-N, N'-dimethyl-
1, 5-pentandiamin-bis (methobromid)-sesquihydrat, das bei 233-235 unter Zersetzung schmilzt, erhält.
Beispiel 4
13, 4 g (0, 06 Mol) (1-Methyl-3- [2', 6', 6'-trimethyl cyclahexen- (1')-yl- (1')]-propyl)-dimethylamin und 7, 3 g (0, 03 Mol) 1, 6-Dibrom-hexan werden in 60 cm3 warmem Acetonitril gelöst, und die Lösung wird unter Rückfluss erhitzt. Nach 15 Minuten bilden sich Kristalle. Das Gemisch wird während 18 Stunden unter Rühren am Rückfluss erhitzt und dann gekühlt.
Die auf diese Weise erhaltenen Kristalle von N, N' Bis-(l-methyl-3-[2', 6', 6'-trimethyl-cyclohexen- (1')-yl- (1')]-propyl)-N, N'- dimethyl-1, 6-hexandiamin-bis- (methobromid)-monohydrat werden abfiltriert, mit einer minimalen Menge kaltem Acetonitril gewaschen und getrocknet ; Smp. 245-246 unter Zersetzung.
Beispiel S
13, 4 g (0, 06 Mol) (1-Methyl-3- [2', 6', 6'-trimethyl cyclohexen- (1')-yl- (1')]-propyl)-dimethylamin und 7, 0 g (0, 03 Mol) 1, 7-Dibrom-heptan werden in der im Beispiel 1 beschriebenen Weise miteinander zur Umsetzung gebracht. Das auf diese Weise erhaltene N, N'-Bis- (1-methyl-3-[2', 6', 6'-trimethyl-cyclohexen (l')-yl-(l')]-propyl)-N, N'-dimethyI-1, 7-heptandiaminbis (methobromid)-dihydrat wird aus einem Gemisch von Äthanol und Petroläther umkristallisiert ; Smp.
218-219 .
Beispiel 6
Einer Lösung von 200 g (1 Mol) 4- [2', 6', 6'-Trimethyl-cyclohexen- (1')-yl- (1')]-2-methyl-buten- (2)- al- (1) und 115 g wasserfreiem Methylamin in 300 cm3 Methanol werden 3 Teelöffel Raney-Nickel zugefügt. Das Gemisch wird bei 150 und 105 kglom2 hydriert. Der Katalysator wird abfiltriert und das überschüssige Methylamin und Methanol abdestilliert. Das zurückbleibende Ol wird in 114 cm3 90a/oiger Ameisensäure gelöst und die Lösung mit 85, 5 cm3 35% igem Formaldehyd versetzt.
Die Lösung wird während 3 Stunden auf einem Dampfbad gerührt, worauf der überschüssige Formaldehyd und die überschüssige Ameisensäure abdestilliert werden.
Das zurückbleibende öl wird durch Zugabe von 50 /0, igem Kaliumhydroxyd stark alkalisch gestellt und mit Äther extrahiert. Der Ätherextrakt wird mit Wasser gewaschen, über Kaliumcarbonat getrocknet, und der Äther wird abdestilliert. Das zurückblei- bende Íl wird im Vakuum fraktioniert, wobei man N (2-Methyl-4- [26', 6'-trimefhyl-cyclohexen- (r)-yl- (l')]-butyl)-dimethylamin, Sdp. 100 10, 4 mm, erhält.
23, 7 g (0, 1 Mol) N-(2-Methyl-4-[2',6',6'-trimethyl-cyclohexen- (l')-yl-(l')]-butyl)-dimethylamin und 12, 2 g (0, 05 Mol) 1, 6-Dibrom-hexan werden in 200 cm3 Acetonitril gelöst. Die Lösung wird in der im Beispiel 4 beschriebenen Weise behandelt. Das so erhaltene N, N'-Bis- (2-methyl-4- [2', 6', 6'-trimethylcyclohexen- (1')-yl- (1')]-butyl)-N, N'-dimethyl-1, 6hexandiamin-bis (methobromid)-dihydrat wird aus Isopropanol umkristallisiert ; Smp. 225-226 unter Zersetzung.
Beispiel 7
23, 7 g (0, 1 Mol) (l-Methyl-3-[2', 6', 6'-trimethyl- cyclohexen- (1')-yl- (1')]-propyl)-dimethylamin und 9, 4 g (0, 05 Mol) 1, 2-Dibrom-äthan werden in 200 cm3 Acetonitril gelöst. Die Lösung wird in der im Beispiel 4 beschriebenen Weise behandelt. Das so erhaltene N, N'-Bis - (1 -methyl-3-[2',6',6'-trimethylcyclohexen- (1')-yl- (1')]-propyl-N, N'-dimethyl-1, 2 äthylendiamin-bis (methobromid)-monohydrat wird aus einem Gemisch von Aceton und Äther kristallisiert ; Smp. 157-158 unter Zersetzung.
Beispiel 8
11, 8 g (0, 05 Mol) (1-Methyl-3- [2', 6', 6'-trimethylcyclohexen- (1')-yl- (1')]-propyl)-dimethylamin und 7, 5 g (0, 025 Mol) 1, 10-Dibrom-decan werden in der im Beispiel 4 beschriebenen Weise miteinander zur Umsetzung gebracht. Das so erhaltene N, N'-Bis- (1- methyl-3- [2', 6', 6t-t rimethyl-cyclohexen-(l')-yl- (1')]- propyl)-N, NI. dimethyl-1, 10-decandiamin-bis (methobromid)-sesquihydrat wird aus einem Gemisch von Äthanol, Aceton und Äther kristallisiert ; Smp. 190 bis 192 .
Beispiel 9
Zu einer Lösung von 250 g, ¯-Jonon und 200 g wasserfreiem Methylamin in 400 cm3 Methanol werden 5 Teelöffel Raney-Nickel zugefügt. Das Gemisch wird bei 150 und einem Druck von 105 kglcm2 hydriert. Der Katalysator wird abfiltriert, das über schüssige Methylamin und Methanol abdestilliert und das zurückbleibende öl im Vakuum fraktioniert, wobei man (l-Methyl-3-[2', 6', 6'-trimethyl cyclohexen- (1')-yl-(1')]-propyl)-methylamin, Sdp. 117-1195 mm, erhält.
Eine Lösung von 62 g (1-Methyl-3-[2', 6', 6'-tri methyl-cyclohexen-(l')-yl-(l')]-propyl)-methylamin in 38 cms 90 /ciger Ameisensäure wird mit 28, 5 cms 35''Atigem Formaldehyd versetzt. Die Lösung wird auf einem Dampfbad während 3 Stunden gerührt, und der überschüssige Formaldehyd und die über schüssige Ameisensäure werden abdestilliert. Das zu rückbleibende öl wird durch Zugabe von 50 /oigem Kaliumhydroxyd stark alkalisch gestellt und dann mit Äther extrahiert. Der Atherextrakt wird mit Wasser gewaschen und getrocknet, worauf der Äther abdestilliert wird.
Das zurückbleibende Öl wird im Va kuum fraktioniert, wobei man (1-Methyl-3-[2',6',6' trimethyl-cyclohexen- (1')-yl- ; (1')]-propyl)-dimethyl- amin vom Sdp. 97-99¯/2 mm erhält. Wenn man eine alkoholische Lösung dieser Verbindung mit Chlorwasserstoff behandelt, so erhält man das kristalline Hydrochlorid vom Smp. 69-71 (nach Kristallisieren aus einem Gemisch von Acetonitril und Äther).
62 g (0, 24 Mol) (l-Methyl-3-[2', 6o, 6'-trimethyl- cyclohexen- (1')-yl-((')]-propyl)-dimethylamin-hydro- chlorid werden zu 4, 0 g Platinoxyd in 100 cm3 Eisessig zugefügt, wobei durch Zugabe von Eisessig das Volumen auf 300 cm3 gebracht wird. Das Gemisch wird bei 100 und einem Druck von 70 kglom2 hydriert. Der Katalysator wird abfiltriert und das farblose Filtrat bei Wasserdampftemperatur und im Vakuum einer Wasserstrahlpumpe eingeengt, bis ein Sirup zurückbleibt. Der letztere wird mit Äther verrieben und aus einem Gemisch von Äthanol Äther kristallisiert.
Das (1-Methyl-3- [2', 6', 6'-trimethyl cyclohexyl]-propyl)-dimethylamin-hydrochlorid, das bei 125-127 schmilzt, ist hygroskopisch.
Das so erhaltene Hydrochlorid wird in Wasser gelöst, die Lösung mit wässrigem Natriumhydroxyd neutralisiert und das Gemisch mit Äther extrahiert.
Der Äther wird abdestilliert, wobei man die freie Base, (1-Methyl-3- [2', 6', 6'-trimethyl-cyclohexyl]- propyl)-dimethylamin, erhält.
Eine Lösung von 1, 79 g (8, 9 Millimol) 1, 3-Di brom-propan in 30 cm3 Acetonitril wird zu 4, 0 g (17, 8 Millimol) (1-Methyl-3-[2', 6', 6'-trimethyl-cyclo hexyl]-propyl)-dimethylamin gegeben und das Gemisch unter Rückfluss erhitzt. Bei der Rückfluss- temperatur wird das Gemisch homogen. Nach 18 Stunden wird die Lösung gekühlt und die erhaltene strohgelbe Lösung bei Wasserdampftemperatur und im Vakuum einer Wasserstrahlpumpe eingeengt, bis ein Sirup zurückbleibt. Der letztere wird aus einem Gemisch von Acetonitril und Äther kristallisiert, wobei man N, N'-Bis- (1-methyl-3-[2', 6', 6'-trimethyl cyclohexyl]-propyl)-N, N'-dimethyl-l, 3-propandiamin- bis (methobromid) erhält.
Nach Umkristallisieren aus einem Gemisch von Acetonitril und Äther schmilzt die Verbindung bei 214-216 unter Zersetzung.
Beispiel 10
246 g 1-Methyl-3-(2', 6', 6'-trimethyl-cyclohexyl)- propylamin werden langsam unter Rühren mit 331 cm3 90 /aiger Ameisensäure versetzt, wobei eine Wärmeentwicklung, jedoch keine Verfärbung eintritt. Die Lösung wird auf Raumtemperatur gekühlt, und es werden 238 cm3 37a/eiger Formaldehyd zugesetzt. Die Lösung wird während 3 Stunden auf einem Dampfbad gerührt und erhitzt und während 8 Stunden unter Rückfluss erhitzt. Die flüchtigen Bestandteile werden abdestilliert (Dampfbad und Wasserstrahlvakuum). Das zurückbleibende öl wird durch Zugabe von wässrigem Kaliumhydroxyd stark alkalisch gestellt und mit Äther extrahiert. Die ttherextrakte werden mit Wasser gewaschen und über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet.
Der Äther wird abdestilliert, wobei ein orange gefärbtes öl zurückbleibt. Durch fraktionierte Destillation des letzteren erhält man ein farbloses Í1, (1-Methyl-3-1 [2', 6', 6'-trimethyl-cyclohexyl]-pro- pyl)-dimethylamin, Sdp. 92-98 /0, 05 mm. Durch Behandlung mit äthanolischem HC1 wird das farblose Destillat in das kristalline Hydrochlorid vom Smp.
129-131 übergeführt.
Das auf diese Weise hergestellte (l-Methyl-3 t2', 6', 6'-trimethyl-cyclohex-yl]-propyl)-dimethylamin wird in der im Beispiel 9 beschriebenen Weise mit
1, 3-Dibrom-propan umgesetzt, wobei das N, N'-Bis- (l-methyl-3-f2', 6', 6'-tumethyl-cyclohexyl]-propyp- N, N'-dimethyl-1, 3-propandiamin-bis (methobromid) erhalten wird.
Beispiel 11
4, 5 g (0, 02 Mol) (l-Methyl-3-[2', 6', 6'-trimethyl cyclohexyl]-propyl)-dimethylamin und 2, 3 g (0, 01 Mol) 1, 5-Dibrom-pentan werden in der im letzten Absatz von Beispiel 9 beschriebenen Weise miteinander zur Umsetzung gebracht, wobei man N,N'-Bis-(1-methyl3- [2', 6', 6'-trimethyl-cyclohexyl]-propyl)-N, N'-di methyl-1, 5-pentandiamin-bis (methobromid) vom Smp. 253-255 unter-Zersetzung-erhält (kristallisiert aus einem Gemisch von Methanol und Acetonitril).
Beispiel 12
22, 5 g (0, 1 Mol) (l-Methyl-3-[2', 6', 6'-trimethyl- cyclohexyl]-propyl)-dimethylamin und 12, 2 g (0, 05 Mol) 1, 6-Dibrom-hexan in 100 cm3 Acetonitril werden in der im letzten Absatz von Beispiel 9 beschriebenen Weise miteinander zur Umsetzung gebracht, wobei man N, N'-Bis-(1-methyl-3-[2',6',6'-trimethyl cyclohexyl]-propyl)-N, N'-dimethyl-1, 6-hexandiamin- bis (methobromid) vom Smp. 265-266¯ erhÏlt (kristallisiert aus einem Gemisch von Methanol, Acetonitril und Äther).
Beispiel 13
4, 0 g (17, 8 Millimol) (1-Methyl-3- [2', 6', 6'-tri methyl-cyclohexyl]-propyl)-dimethylamin und 2, 4 g (8, 9 Millimol) 1, 8-Dibrom-octan werden in der im letzten Absatz von Beispiel 9 beschriebenen Weise miteinander zur Umsetzung gebracht, wobei man N, NI-Bis- (1-methyl-3- [2', 6', 6'-trimethyl-cyclohexyl]- propyl)-N, N'-dimethyl-1, 8-octandiamin-bis (methobromid), Smp. 216-217 unter Zersetzung, erhält (nach dem Kristallisieren aus einem Gemisch von Acetonitril und Äther).
Beispiel 14
4, 0 g (17, 8 Millimol) (1-Methyl-3- [2', 6', 6'-tri methyl-cyclohexyl]-propyl)-dimethylamin und 2, 7 g (8, 9 Millimol) 1, 10-Dibrom-decan werden in der im letzten Absatz von Beispiel 9 beschriebenen Weise miteinander zur Umsetzung gebracht, wobei man N, N'-Bis- methyl-3-[2', 6', 6'-trimethyl-cyclohexyl]- propyl)-N, N'-dimethyl-1, 10-decandiamin-bis (methobromid) vom Smp. 197-199 erhält (nach Kristallisieren aus einem Gemisch von Äthanol, Aceton und Äther).
Beispiel 15
Einer Lösung von 200 g 4- [2', 6', 6'-Trimethyl- cyclohexen-(1')-yl-(1')]-2-methyl-buten-(2)-al-(1) und 115 g wasserfreiem Methylamin in 300 cm3 Methanol werden 3 Teelöffel Raney-Nickel zugefügt. Das Gemisch wird bei 150 und einem Druck von 105 kgtcm2 hydriert. Der Katalysator wird abfiltriert und das überschüssige Methylamin und Methanol abdestilliert.
Das zurückbleibende öl wird in 114 cm3 90 /Oiger Ameisensäure gelöst, worauf 85, 5 cm3 35"/piger Formaldehyd zugesetzt werden. Die Lösung wird während 3 Stunden auf einem Dampfbad erhitzt, und der überschüssige Formaldehyd und die überschüssige Ameisensäure werden abdestilliert. Das zurück- bleibende Cil wird durch Zugabe von 30 /igem Na triumhydroxyd stark alkalisch gestellt und das Gemisch mit Äther extrahiert. Der Ätherextrakt wird mit Wasser gewaschen, über Kaliumcarbonat getrocknet ; danach wird der Äther abdestilliert.
Das zurückbleibende Ol wird im Vakuum fraktioniert, wobei man N- (2-Methyl-4- [2', 6', 6'-trimethyl-cyclo- hexen- (1')-yl- (1')]-butyl)-dimethylamin vom Sdp.
100 10, 4 mm erhält. Wenn diese Verbindung mit alkoholischem Chlorwasserstoff behandelt wird, so erhält man das kristalline Hydrochlorid vom Smp.
150-151 (nach Kristallisieren aus einem Gemisch von Acetonitril und Äther).
50 g N- (2-Methyl-4- [2', 6', 6'-trimethyl-cyclo- hexen- (l')-yl- (l')]-butyl)-dimethylamin-hydrochlorid und 3, 5 g Platinoxyd in 100 cm3 Eisessig werden in der im 3. Absatz von Beispiel 9 beschriebenen Weise hydriert, wobei man N-(2-Methyl-4-[2', 6', 6' trimethyl-cyclohexyll-butyl)-dimethylamin-hydro- chlorid vom Smp. 159-160 erhält. Wenn diese Verbindung mit wässrigem Natriumhydroxyd neutralisiert wird, so erhält man die freie Base, nämlich N- (2-Me thyl-4- [2', 6', 6'-trimethyl-cyclohexyl]-butyl)-dimethyl- amin.
8, 1 g (0, 034 Mol) N-(2-Methyl-4-[2', 6', 6'-tri- methyl-cyclohexyl]-butyl)-dimethylamin und 4, 1 g (0, 018 Mol) 1, 6-Dibrom-hexan werden in der im letzten Absatz von Beispiel 9 beschriebenen Weise miteinander zur Umsetzung gebracht, wobei man N, N'-Bis- (2-methyl-4- [2', 6', 6'-trimethyl-cyclohexyl]- butyl)-N, N'- dimethyl-1, 6-hexandiamin-bis (methobromid), Smp. 235-2370 unter Zersetzung, erhält (nach Kristallisieren aus einem Gemisch von Äthanol und Äther).