CH374654A - Verfahren zur Herstellung von Steroidalkyläthern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Steroidalkyläthern

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CH374654A
CH374654A CH6949559A CH6949559A CH374654A CH 374654 A CH374654 A CH 374654A CH 6949559 A CH6949559 A CH 6949559A CH 6949559 A CH6949559 A CH 6949559A CH 374654 A CH374654 A CH 374654A
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ethynyl
ether
tetrahydrofuran
alkyl ethers
androstene
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CH6949559A
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Otto Dr Engelfried
Martin Dr Schenck
Original Assignee
Schering Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J1/00Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen, not substituted in position 17 beta by a carbon atom, e.g. estrane, androstane
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J75/00Processes for the preparation of steroids in general

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Description


  Verfahren     zur    Herstellung von     Steroidalkyläthern            Alkyläther        tertiärer        Steroidalkohole,    die am glei  chen     Kohlenstoffatom,    welches Sitz der     tertiären        Hy-          droxylgruppe-ist,        darüber    hinaus eine     Äthinylgruppe     tragen, waren bisher nicht bekannt.  



  Wie gefunden wurde,     können    solche Äther ter  tiärer     Steroidalkohole    der     Androstan-,        Östran    und       Pregnanreihe,    die am gleichen     Kohlenstoffatom,     welches Sitz der     tertiären        Hydroxylgruppe    ist, eine       Athinylgruppe    tragen, erhalten werden, indem man  die genannten     Steroidalkohole,

          erforderlichenfalls     unter     intermediärem    Schutz weiterer im Molekül vor  handener reaktionsfähiger     Gruppen    durch Abwand  lung in reaktionsträgere     funktionelle    Derivate, mit       Alkylierungsmitteln    umsetzt.  



  Bevorzugte Verfahrensprodukte sind die niederen       Alkyläther.    Man kann die als Ausgangsstoffe die  nenden tertiären Steroidalkohole zunächst     in    flüssi  gem Ammoniak, zweckmässig in Gegenwart einer  Spur     Fernnitrat,    mit     Natriummetall    in das entspre  chende     Alkoholat        überführen    und letzteres dann     an-          schliessend    z.

   B.     mit        Methyljodid,    zweckmässig ge  löst in     einem        inerten    organischen     Lösungsmittel    wie       Tetrahydrofuran,    zur Umsetzung bringen und die  hierbei     entstehenden        Alkyläther    in üblicher Weise  aus dem     Reaktionsgemisch    abscheiden.

   Weitere     im     Molekül des Ausgangsstoffes vorliegende reaktions  fähige Gruppen wie sekundäre     Hydroxylgruppen,          Ketogruppen    und dergleichen kann man hierbei       erforderlichenfalls    in bekannter Weise durch inter  mediäre     Überführung    in reaktionsträgere     funktionelle     Derivate wie     Ester,

          Semicarbazone    oder dergleichen  gegen     unerwünschte    Einwirkung des     Alkylierungs-          mittels        schützen    oder erst nach der     Alkylierung     durch     anschliessende        Umwandlung    anderer,     bekann-          termassen    leicht     in        die        letztlich    gewünschte Gruppie-         rung        abwandelbarer    Gruppen in das Steroidmolekül       einführen.     



  Unter den     erfindungsgemäss        erhältlichen        Alkyl-          äthern    sind vor allem die niederen     17-Alkyläther    des       17-Äthinyltestosterons,    insbesondere sein     17-Methyl-          äther,        therapeutisch    wertvoll, da sich gezeigt hat,

    dass die bekannte     progesteronartige        Wirkung    des       Äthinyltestosterons    durch die     Verätherung        auf    rund  das 20fache gesteigert     wird.        Ähnliche        Wirksamkeits-          erhöhungen    ergeben sich auch bei der entsprechen  den     AlkyIierung    des     ohnehin    schon stärker wirk  samen 17     Äthinyl        19-nortestosterons.     



  <I>Beispiel 1</I>  In etwa 150     cm3        flüssigem    Ammoniak werden  bei -80 bis -60 ,     zweckmässigerweise    nach Zugabe       einer    Spur     Ferrinitrat,    0,46g Natrium in     kleinen     Stücken     portionenweise    - eingetragen.

   Nach Ver  schwinden der blauen Farbe werden 6,3 g 17     Äthi-          nylandrosten-3,17-diol    in 100     cm3        Tetrahydrofuran          innerhalb    10 Minuten     zugetropft    und das Gemisch  1-2 Stunden     durchgerührt.    Anschliessend werden  1,25     cm3        Methyljodid    -     in    10     cm3        Tetrahydrofuran     gelöst - zugegeben und noch 3 Stunden durchgerührt.

         Hierauf    wird     auf        Eis    gegossen, mit Essigsäure ange  säuert, die ausgeschiedene feste Substanz     abfiltriert     und neutral     gewaschen.    Zur Entfernung von nicht  umgesetztem     Ausgangsmaterial        wird    das rohe Um  setzungsprodukt     zweckmässigerweise    nach vorher  gehender     Acetylierung    an     A1203        chromatographiert:

       Man erhält 3 -     Acetoxy    -17 -     methoxy    - 17 -     äthinyl-          androsten    vom F 166-168 .  



  Anstelle von     Tetrahydrofuran        können    auch an  dere     Lösungsmittel,    wie z. B.     Dimethylformamid,     Verwendung finden.      Das auf oben beschriebenem Wege erhaltene  3 -     Acetoxy    -17 -     methoxy        17-äthinyl-androsten    kann  nach     Verseifung    zur freien     -3-OH-Verbindung        (Fp          168,5-170,5)

      in bekannter Weise nach     Oppenauer          zum        17-Äthinyl-testosteron-17-methyläther        oxydiert     werden, nach     mehrmaligem        Umkristallisieren    lag der       Schmelzpunkt    bei 129-131;     [a]D    +<B>159</B>     (Dioxan).     



  Absorption im ultravioletten Licht: E241= 16 300.  Infrarot     Spektrum:    _  keine OH Bande erkennbar.       Äthinylbande    bei 3,10 und     4,77,u.          d4-3-Ketobande    bei 5,98 und 6;17     ,cc.          Atherbande    bei     9,12,u.     



  <I>Beispiel 2</I>       In    etwa 70 bis 80 cm s     flüssigem        -Ammoniak    wer  den bei     etwa    -709 nach Zugabe     einer    .Spur     Ferrisalz     0,23g Natrium -in kleinen     Stücken    nach und nach       eingetragen.    Nach     Verschwinden    der blauen Farbe  wird eine     Aufschlämmung    von 3,

  12g     Äthinyltesto-          steron    in 50     cm3        Tetrahydrofuran    zugegeben und  das     Reaktionsgemisch    1 Stunde     durchgerührt.    An  schliessend werden 0,63     cm3        Methyljodid    in 5     cm3          Tetrahydrofuran        zugetropft    und noch 3 Stunden       durchgeführt.    Hierauf wird auf Eis gegossen, mit  Essigsäure angesäuert und das ausgeschiedene Pro  dukt     abfiltriert    und neutral gewaschen.

   Man trennt  vom nicht umgesetzten Ausgangsmaterial durch       Extraktion        mit        Äther    und     fraktionierte        Kristallisa-          tion    der     in    Äther     leichtlöslichen    Anteile aus     Methy-          lenchlorid-Hexan.    Man erhält den     Athinyl-testo-          steron-methyläther    vom F 124-128 . Mit der nach  Beispiel 1 erhaltenen Substanz tritt keine     Schmelz-          punktsdepression    ein.  



  <I>Beispiel 3</I>  17     Äthinyl-19        nor-androsten-3,17-diol    wird unter  den bei Beispiel 1 angegebenen Bedingungen umge  setzt und aufgearbeitet. Das erhaltene     ölige    Rohpro  dukt kann     in        bekannter    Weise nach     Oppenauer     oxydiert werden. Nach     Chromatographie    an<B>A1203</B>  erhält man:  17     Äthinyl-19-nor-testosteron-methyläther.          Schmelzpunkt:-    122,5-124,59.  



  Absorption im ultravioletten Licht: E24, = 16 650.       Infrarot    Spektrum:       Äthinylbande    bei 3,04,u.       d4-3-Ketobanden    bei 6,00 und 6,19     ,ct.     Ätherbande bei 9,17     ,u.     



  <I>Beispiel 4</I>  In     .etwa    200 bis 250     cm3        flüssigem        Ammoniak     werden bei -80 bis     -609    nach Zugabe einer Spur       Feninitrat    0,83 g in kleine Stücke geschnittenes Na  trium     portionenweise        eingetragen.    Nach Verschwin  den der blauen Farbe werden 9,45 g     17a-Äthinyl-          d5-androsten-3ss,17-diol    in 150     cma        Tetrahydrofuran       zugegeben.

   Nach einer Stunde werden 3     cm3    Äthyl  jodid     in    etwa 15     cm3        Tetrahydrofuran        zugesetzt    und  das     Reaktionsgemisch    nach 15 Stunden     durchgerührt.     Danach wird auf Eis gegossen, angesäuert und das  ausgeschiedene Produkt     abfiltriert    und neutral ge  waschen.

   Zur Abtrennung der Hauptmenge des nicht  umgesetzten     schwerlöslichen    Ausgangsmaterials wird  das rohe Umsetzungsprodukt mit Benzol in der  Wärme ausgezogen und die     Benzollösung    an     Alumi-          niumoxyd    (nach     Brockmann)        chromatographiert.     Man erhält als Hauptprodukt in     überwiegender     Menge 17a -     Äthinyl-17    -     äthoxy-45    -     androsten-3ss-ol     vom F 161-164,5 . Als Nebenprodukt wird in ge  ringer Menge der     3,17-Diäthyläther    vom F 113 bis  114,5  erhalten.  



  Die     Isolierung    des     Monoäthyläthers    kann auch  über das 3 -Acetat erfolgen, analog wie in Beispiel 1  beschrieben. Man erhält     3-Acetoxy-17a-äthinyl-17-          äthoxy-d5-androsten    vom F 124,5-125,5 . Anstelle  von     Äthyljodid    kann auch     Äthylbromid    verwendet  werden. Bei der in     bekannter    Weise durchgeführten       Oppenauer-Oxydation    der     3-Hydroxyverbindung    er  hält     -man    den     17-Äthinyl-testosteron-äthyläther    vom  F     105-108 .     



  Absorption im ultravioletten Licht:     F240    = 17 160.  Infrarot Spektrum:       Äthinylbanden    bei 3,1 und 4,78       3-Ketobande    bei     6,0,u.          d4-Bande    bei 6,2     ,u.     Ätherbande bei 9,25 ; c.  



  Bei subkutaner Verabfolgung des     17-Äthinyl-          testosteron-äthyläthers    ist die     Wirksamkeit        im        Clau-          bergtest    etwa     10mal    grösser als bei der entsprechen  den freien     17-OH-Verbindung.     



  <I>Beispiel 5</I>  In etwa 150     cms    flüssigem     Ammoniak    werden  bei -80     bis    -609     zur    Zugabe einer Spur     Ferrinitrat     0,441 g in kleine Stücke geschnittenes Natrium nach  und nach zugegeben.

   Nach     Verschwinden    der blauen  Farbe werden 4,96 g 17a     Athinyl-d1,4-androstadien-          17-ol-3-on    in 100     cm3        Tetrahydrofuran        zugetropft.     Nach 11/2 Stunden werden 1,5     cm3        Methyljodid    in  10     cm3        Tetrahydrofuran    zugegeben und das Reak  tionsgemisch noch 3     Stunden    durchgerührt. Danach  wird auf Eis gegossen, mit     Essigsäure    angesäuert  und das ausgeschiedene     Umsetzungsprodukt    in Äther  aufgenommen.

   Die     neutral    gewaschene, über Na  triumsulfat getrocknete     Atherlösung    wird einge  dampft, der Rückstand in     Benzol        aufgenommen    und  an     Aluminiumoxyd    (nach     Brockmann)        chromatogra-          phiert.    Man erhält 17a     Athinyl-d1.4-androstadien-17-          ol-3-on-methyläther,    der nach     Umkristallisieren    aus       Hexan    bei 134,5-135,59     schmilzt.     



       Absorption    im ultravioletten Licht:     E203    = 4 160.       E243    =<B>1,6</B> 020.       Infrarot    Spektrum:  Alle     bekannten    Merkmale  vorhanden.       Die     Wirksamkeit    der     Substanz    am     Claubergtest     ist bei subkutaner Verabfolgung 3mal grösser     im          Vergleich    zur     unverätherten    Substanz.  



  <I>Beispiel 6</I>  17a     Äthinyl-d4.6    -     androstadien-17-ol-3-on        wird          unter        analogen        Bedingungen    wie in Beispiel 5 be  schrieben umgesetzt und aufgearbeitet. Das ölig  ausgeschiedene Rohprodukt wird in Äther aufge  nommen,     die    Ätherlösung mit Wasser gewaschen und  über     Natriumsulfat    getrocknet. Beim     Einengen    der  Ätherlösung scheidet sich das nicht umgesetzte       schwerlösliche    Ausgangsmaterial ab.

   Die in Äther  leichtlöslichen Anteile des Umsetzungsproduktes  werden vom Lösungsmittel befreit, in Benzol     aufge-          nommen    und     an        Aluminiumoxyd    (nach     Brockmann)          chromatographiert.     



       Man    erhält     17c#-Äthinyl-17-methoxy-d4,s-andro-          stadien-3-on    vom F 96,5-98,5 .  



  Absorption im ultravioletten Licht:     ±284    = 26 420.  Infrarot Spektrum:       Äthinylbanden    bei 3,09 und 4,75     ,u.     3     Ketobande    bei 6,00     ,u.     



       d4-Bande    bei     6,17,u.     d6 Bande bei 6,29     ,u.     Ätherbande bei     9,12,u.     



  Die gleiche Verbindung kann in besserer Aus  beute auch aus 17a     Äthinyl-17-methoxy-d5-andro-          sten-3lS-ol    (hergestellt nach Beispiel 1) durch De  hydrierung     mittels        Chinon    in siedendem     Toluol        in     Gegenwart von     Aluminium-isopropylat    erhalten  werden.  



  Aus     17a        Äthinyl    -17 -     äthoxy-d5-androsten-3ss-ol     (hergestellt nach Beispiel 4) erhält man analog     17a-          Äthinyl    -17 -     äthoxy    -d4.6 -     androstadien-    3     -on    vom  F 125-127.  



  <I>Beispiel 7</I>  17a     Äthinyl    - 6a -     methyl-d4-androsten-17-0l-3-on     wird analog wie unter Beispiel 5 beschrieben     ver-          äthert    und aufgearbeitet. Das Rohprodukt wird zur  Entfernung von nicht umgesetztem     Ausgangsmaterial          mit    Äther ausgezogen, worin letzteres     schwerlöslich     ist.

   Die Ätherlösung wird eingedampft und der  in Benzol gelöste Rückstand an     Aluminiumoxyd     (nach     Brockmann)        chromatographiert.    Man erhält  17 -     Äthinyl    - 6a -     methyl-testosteron-methyläther    vom  F 133-135 .  



  Absorption im ultravioletten Licht:     E241=15    370.       Infrarot        Spektrum:          Äthinylbanden    bei 3,06 und     4,75,u.          3-Ketobande    bei 5,98     ,u.     



       d4-Bande    bei     6,201,c.     Ätherbande bei 9,14<I>l</I>t.  



  Die gleiche Verbindung kann auch aus     17a-Äthi-          nyl    -17 -     methoxy    - 5,6 -     oxido-androstan-3ss        o1    bzw.  dessen Acetat     [erhältlich    aus     17a-Äthinyl-17-meth-          oxy-d5-androsten-3ss        o1        bzw.        -acetat    (s.

   Beispiel 1)]         in    an sich bekannter Reaktionsfolge erhalten wer       den.-          Beispiel   <I>8</I>  3     Äthinyl-androstan-3,17ss        diol        wird    analog Bei  spiel 1     veräthert.    Das rohe     Umsetzungsprodukt    wird       acetyliert    und an Aluminiumoxyd (nach     Brockmann)          chromatographiert.    Man erhält     3-Athinyl-3-methoxy-          androstan-17ss,-ol-acetat    vom F 160-162 .

   Daraus  lässt sich durch     alkalische        Verseifung    die entspre  chende     17-0H    Verbindung     (F    158-159 ) herstellen,  die     in    bekannter Weise durch     Oppenauer-Oxydation     in 3     Athinyl-3-methoxy-androstan-17-on        (F    125,5  bis 127 ) übergeführt wird.  



  Infrarot     Spektrum:          Äthinylbanden    bei 3,00 und     4.,74,,,c.          17-Ketobande    bei     5,74a        ,a.          Ätherbande    bei 9,17     ,u.     



  <I>Beispiel 9</I>  In etwa 150     cms    flüssigem Ammoniak werden  bei -80 bis     -70     nach     Zusatz    einer     Spur        Ferrisalz     1,01 g     in    kleine Stücke geschnittenes     Natrium    unter       Rühren    eingetragen.

   Nach Verschwinden der blauen  Farbe wird eine Lösung von 6,2 g     17a-Äthinyl-          östradiol-3-methyläther        in    150     cm3        Tetrahydrofuran          zugetropft    und noch 1     'Stunde    weitergerührt. Hier  nach werden 2,75 cm-     Methyljodid    in 10     cni3        Tetra-          hydrofuran    zugegeben und noch 3 Stunden durch  gerührt.

   Nach Ablauf dieser     Zeit    wird auf Eis     ge-          @gossen,    mit Essigsäure     angesäuert,    das ausgeschie  dene     Reaktionsprodukt        abfiltriert    und neutral ge  waschen. Das Rohprodukt wird zur Reinigung in  Benzol gelöst und an der 60fachen Menge Alumi  niumoxyd     chromatographiert.    Die     kristallinen    Benzol       eluate    werden     zusammengefasst    und aus Essigester       umkristallisiert.    Man erhält 17a     Äthinyl-östradiol          3,17-dimethyläther    vom F 143-144 .

    



  <I>Beispiel 10</I>  In 250     cm3    flüssiges Ammoniak werden nach  Zugabe einer Spur     Ferrisalz    bei -80 bis     -70     1,01 g  Natrium unter Rühren eingetragen. Nach Verschwin  den der blauen Farbe werden 7,61 g 17a     Äthinyl-          östradiol    - 3 -     tetrahydropyranyläther    in 150     cm3          Tetrahydrofuran    innerhalb von 1-2 Stunden zu  getropft, nach einer weiteren Stunde 2,

  75     cm3          Methyljodid    in 10     cm3        Tetrahydrofuran    zu  gegeben und noch mehrere Stunden     (maximal     15 Stunden) weitergerührt. Das Reaktionsgemisch  wird auf Eis gegossen und mit konzentrierter Essig  säure     angesäuert.    Man     äthert    aus und wäscht die  Ätherlösung mit Wasser neutral. Die über Natrium  sulfat getrocknete Lösung wird eingedampft.

   Das als  schaumiger Rückstand     anfallende        _    Rohprodukt wird  ohne     Reinigung    zur     Tetrahydropyranylätherspaltung     eingesetzt: man löst in 240     cm3        Methylenchlorid,    ver  setzt     mit    80     cm3    Methanol und gibt etwa 25-30  Tropfen     konz.        Salzsäure    zu.

   Nach einstündigem  Stehen bei Raumtemperatur wird die Reaktions-           lösung        mit    Wasser- gewaschen und über     Natrium-          sulfat        getrocknet.    Nach Verdampfen des     Lösungs-          mittels    erhält man     17a-Äthinyl-östtadiol-17-mono-          methyläther,

      der bei 162  zu sintern     beginnt    und       dann    bei     167-171 --schmilzt.    Nach     Umkristallisie-          ren    aus Methanol     schmilzt    die reine Substanz bei  170,5-172 .  



  Absorption im     ultravioletten    Licht:     E2$5    =<B>1960.</B>       E280            <B>2 170.</B>       E205            <B>18 170.</B>  <I>Beispiel</I>     1l          In    150     cm3        flüssiges    Ammoniak werden nach  Zusatz einiger-     Ferrisalzkristalle    bei -80 bis -60   0,46g Natrium unter Rühren eingetragen.

   Nach Ver  schwinden der Blaufärbung wird eine Lösung von  6,85 g     20a-Äthinyl-d5        pregnen-3ss-20-diol,    F 240,5  bis 243  (aus     d5        Pregnen-3p-        ol-20-on-acetat    durch       Athinylierung    nach     üblichen    Methoden erhalten) in  200     cms        Tetrahydrofuran        zugetropft    und noch 1       Stunde        weitergerührt.    Anschliessend wird das     Reak-          tionsgemisch        mit    einer Lösung von 1,

  25     cm3        Methyl-          jodid        in    10     cm3        Tetrahydrofuran    versetzt und noch  3 Stunden bei der oben angegebenen Temperatur  durchgerührt. Hierauf wird auf Eis gegossen und mit       konz.    Essigsäure angesäuert. Das ausgeschiedene       Reaktionsprodukt        wird        abfiltriert    und neutral ge  waschen.

   Zur Entfernung von nicht umgesetztem  Ausgangsmaterial     wird    das Rohprodukt als Aus  schlämmung in Benzol auf eine     Aluminiumoxyd-          Säule    gebracht und     chromatographiert.    Man erhält  20a     Äthinyl        20-methoxy-d5-pregnen-3a-ol,    das nach         Umkristallisieren    aus Essigester bei 182-184        schmilzt.    Durch     Oppenauer-Oxydation    (Bedingun  gen analog Beispiel 1) wird daraus     20a-Äthinyl    20  methoxy-d4-pregnen-3-on erhalten,

   welches nach       Umkristallisieren    aus Essigester bei 213-215        schmilzt.     



       Absorption    im ultravioletten Licht:     E241=16    430.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Alkyläthern ter tiärer Steroidalkohole der Androstan , Östran- und Pregnan-Reihe, die am gleichen Kohlenstoffatom, welches Sitz der tertiären Hydroxylgruppe ist, eine Äthinylgruppe tragen, dadurch gekennzeichnet, dass man die genannten Steroidalkohole,
    erforderlichen falls unter intermediärem Schutz weiterer im Mole kül vorhandener reaktionsfähiger Gruppen durch Abwandlung in reaktionsträgere funktionelle Deri vate, mit Alkyherungsmitteln umsetzt.
    UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet; dass man 17a#-Athinyl-5-androsten-3,17-diol bzw. 17a-Äthinyl-19-nor-5-androsten-3,17-diol zu nächst in flüssigem Ammoniak, in Gegenwart einer Spur Ferrinitrat, mit Natriummetall in das entspre chende Alkoholat überführt, letzteres dann anschlie ssend mit einem niederen Alkylhalogenid, vorzugs weise Methyljodid, gelöst in einem inerten organi schen Lösungsmittel,
    vorzugsweise Tetrahydrofuran, umsetzt.
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