Selbsttätiger Blendenregler für Stehbild- und Kinokameras Es sind selbsttätige Blendenregler für Stehbild- und Kinokameras mit einem Photoelement bzw. einem Photowiderstand, einem Drehspulinstrument, auf dessen Drehspule starr ein Antriebsglied befestigt ist und mindestens einer schwenkbar gelagerten Blen- denlamelle, die mit dem Antriebsglied mittels einer Lenkerstange verbunden ist, bekannt. Hierbei verhält sich die Menge des durch die Blende auf die licht empfindliche Schicht hindurchgelassenen Lichtes etwa umgekehrt proportional zur jeweiligen Beleuchtungs stärke.
Um dies zu erreichen, sind bei einer bekann ten Bauart Blenden mit sich verjüngenden kurven förmigen Schlitzen vorgesehen, was jedoch mit dem Nachteil eines verhältnismässig, grossen Platzbedarfes verbunden ist.
Es sind auch bereits selbsttäti@_e Blen- denregler mit kleineren Blendenfahnen bekanntgewor den, doch sind bei diesen Anordnungen keine Mittel vorgesehen, uni die Proportionalität zwischen rezi proker Blendenfläche * und Beleuchtungsstärke zu realisieren. Hinzu kommt, dass zusätzlich noch die Form der freien Blendenfläche berücksichtigt werden muss. Diese sollte in allen Stellungen der Blenden lamellen zur Form der grössten Blendenöffnung kon zentrische. ähnliche Begrenzungen aufweisen.
Erfindungsgcm:iss werden diese Nachteile dadurch vermieden. dass jede Lenkerstange derart zwischen dem als Scheibe oder zweiarmigem Hebel ausgebilde ten Antriebsglied und der Blendenlamelle angeordnet ist, dass "ich bei zunehmendem Drehwinkel des An triebsliedes eine Änderung der Schwenkbewegung der Blendenlamelle nach einer trigonometrischen Funktion er(libt. Hierdurch lässt sich eine grosse Steuer-enauigkeit auch über grössere Arbeitsbereiche bei verhältnismässig geringem Platzbedarf erreichen.
Vorteilhaft ist die Angriffsstelle jeder Lenker stange an einem an der Bewegung der Blendenlamelle beteiligten Glied, z. B. an einem die Lamelle tragen- den Hebel so angeordnet, dass bei gleichförmiger Be wegung des Antriebsgliedes diese Stelle eine zuneh mende oder abnehmende Verstellbewegung nach einer Sinus-Funktion erfährt.
Die Zeichnung zeigt Ausführungsbeispiele des Er findungsgegenstandes in schematischer Darstellung. Fig. 1 zeit ein Diagramm für ein .@usführun@@s- beispiel.
Fig.2 zeigt einen BlendenreLler mit n@ci Blen- denlamellen.
Fig. 3 zeit einen Bletidenregler mit drei Blenden lamellen.
Fig. 4 zeigt einen Blendenregler mit einer Blen- denlamelle.
Fig. 5 zeigt ein Antriebsglied.
Fig. 6 zeigt eine weitere Ausführum-,sform mit zwei Blendenreglern.
Das Diagramm gemäss Fig. 1 zeigt in dem oben rechts" befindlichen ersten Quadranten die Abh:in-(,i-- keit des in der Ordinate aufgetragenen Drehwinkels der Drehspule von dem in der Abszisse aufgetragenen Lichtwert LIV.
In dem oben links befindlichen zweiten Quadran ten ist in der Abszisse die Verstellbewegung einer Lenkerstangenangriffsstelle in Form des Sinus eins Winkels u aufgetragen. Die Kurve Ilu gibt die Bewe gung der Antriebsstelle auf der Galvanometerscheibe wieder, bezogen auf eine mit der Null-Grad-Stellung zusammenfallende Angriffsstelle. Die zu ihr parallel verschobene Kurve IIb entspricht der wirklichen Stel lung.
Im dritten Quadranten ist in der Ordinate der Drehwinkel aufgetragen. Die dargestellten Kurven geben die Bewegung der angetriebenen Stelle der Blendenlamelle wieder. Auch hier ist die mit lllct bezeichnete Grundkurve parallel verschoben, so dass sich für das tats;ichliche Ausführungsbeispiel die Kurve Illb eruibt.
Im vierten Quadranten ist der Drehwinkel der Blendenlamelle in Funktion des Licltt vcrtes Lia' dar- a>estellt.
Beint Ausführungsbeispiel gemäss Fig.2 ist ein selbsttätiger Blertdenre2ler vorge=sehen, der in einem tubusförmigen Gehäuse 1 angeordnet ist. Dieses weist eine Öffnung 2 zum Durchtritt des Aufnahmestrahlen- ganges auf. Innerhalb des Gehäuses 1 ist eine in der Zeichnung nicht dargestelltes Drehspulinstrument vor gesehen, auf dessen Drehspule starr ein als Kreis scheibe ausgebildetes Antriebslied 3 sitzt.
Im Ge häuse 1 sind zwei Blendenlamellen 10, 11 um eine Achse 12 bzw. 13 schwenkbar gelagert. Das Antriebs glied 3 ist mit den Blendenlamellen 10, 11 durch je eine Lenkerstange 4, 5 gelenkig verbunden. Die Len kerstangen 4, 5 greifen in den Antriebsstellen 6 und 7 gelenkig am Antriebsglied, in den Stellen 8 und 9 dagegen gelenkig an den Blendenlamellen 10 und 11 an. In Fig. 2 ist die Lamellenstellung bei voller öff- nung der Blende wiedergegeben.
Beim Schliessen der Blende wandern die Stellen 6 und 7 nach 6a bzw. 7a, während die Angriffsstellen der Stangen 4, 5 an den Blendenlamellen von 8 nach 8a bzw. von 9 nach 9a wandern. Da der Hebelarm der Blendenlamelle 11 zwischen der Schwenkachse 13 und der Angriffsstelle 9 grösser ist als der entspre chende Hebelarm der Blendenlamelle 10, muss die Angriffsstelle 9 einen grösseren W'eg zurücklegen als die Angriffsstelle 8 und sich de=shalb in einem grösse ren Abstand von der Drehachse der Scheibe 3 be finden.
Zum Ge -ichtsausgleich sind die Blenden lamellen 10, 11 an der ihren Fahnen gegenübcrlie:- genden Stelle mit Gegengewichten 14, 15 versehen.
Beim Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 3 sind vor einer Öffnung 16 zum Durchtritt des Auf nahmestrah- lenganges drei Blendenlamellen 17, 18, 19 vorge sehen. Jede der Blendenlamellen ist um eine Achse 20, 21 bzw. 22 schwenkbar und mit einem Ge<U>g</U>en gewicht 23, 24 bzw. 25 versehen. Zum Antrieb der Blendenlamellen dient wieder ein scheibenförmiges Antriebsglied 26, das starr an der Drehspule des Be- lichtungsmess-erätes sitzt.
Zur Übertragung der Dreh bewegung des Gliedes 26 sind an einer gemeinsamen Antriebsstelle 27 der Scheibe 26 drei Lenkerstangen 28, 29, 30 angeschlossen, die je mit einer Blenden lamelle in gelenkiger Verbindung stehen. Dabei grei fen die Lenkerstangen 28, 29 an Armen 31 bzw. 32 der Blendenlamelle 17 bzw. des Ge-engewichtes 24 der Blendenlamelle 18 an, während die Stange 30 unmittelbar an der Blendenlamelle 19 angelenkt ist.
Im Betrieb verstellt sich die Antriebsstelle 27 der Stangen 28 bis 30 zwischen den mit 27a und 276 bezeichneten Grenzen. Die Angriffsstellen de=r Stan- ge:
rt 28 bis 30 an den Blendenlamellen 17 bis 19 sind dabei so gewählt, dass deren Fahnen die öff- nuna 16 in jeder Stellung gleichmässig abdecken. An Stelle eines scheibenförmigen Antriebsgliedes 26 kann, wie mit gestrichelten Linien angedeutet ist, auch
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ein <SEP> z eiarmi cr <SEP> Hebel <SEP> '_'6u <SEP> Verwendung <SEP> finden,
<SEP> der
<tb> zweckmässig <SEP> ein <SEP> dem <SEP> der <SEP> Antriebsstelle <SEP> 27 <SEP> 2- <SEP> Tcrtii<U>ti</U>er lieaenden <SEP> Ende <SEP> ein <SEP> Ausgleicltsue%3;icht <SEP> aufweist.
<tb> In <SEP> Fig. <SEP> 4 <SEP> ist <SEP> ein <SEP> Ausfiihrungsbcisniel <SEP> mit <SEP> nur <SEP> einer
<tb> Blendenlamelle <SEP> 32, <SEP> die <SEP> eine <SEP> @Öffnung <SEP> 33 <SEP> für <SEP> den
<tb> Aufnahmestrahlensang <SEP> abdecken <SEP> kann, <SEP> @.@ied:rec@e b-Iit. <SEP> Die <SEP> Lamelle <SEP> 32 <SEP> sitzt <SEP> hierbei <SEP> an <SEP> einer <SEP> i:IS <SEP> Z i schenalied <SEP> für <SEP> die <SEP> Kraftübertragung <SEP> dienenden <SEP> Scheibe
<tb> 34. <SEP> An <SEP> der <SEP> Scheibe <SEP> 34 <SEP> ist <SEP> bei <SEP> 35- <SEP> eine <SEP> L:
bcrtrae,ungs stange <SEP> 36 <SEP> angelenkt, <SEP> deren <SEP> anderes <SEP> Ende <SEP> bei <SEP> 37 <SEP> an
<tb> einem <SEP> scheibenförmigen <SEP> Antriebsglied <SEP> 38 <SEP> an;cleitkt
<tb> ist, <SEP> das <SEP> auf <SEP> der <SEP> Achse <SEP> der <SEP> Drehspule <SEP> befestigt <SEP> ist.
<tb> Bei <SEP> Betätigung <SEP> der <SEP> Vorrichtung <SEP> dreht <SEP> sich <SEP> die
<tb> Scheibe <SEP> 38 <SEP> in <SEP> Richtung <SEP> des <SEP> Pfeiles <SEP> .r, <SEP> so <SEP> dass <SEP> die <SEP> An triebsstelle <SEP> 37 <SEP> nach <SEP> 37u <SEP> wandert.
<SEP> Hierdurch <SEP> wird <SEP> die
<tb> Blendenlamelle <SEP> 32 <SEP> mittels <SEP> der <SEP> Scheibe <SEP> 34 <SEP> so <SEP> verstellt,
<tb> dass <SEP> sie <SEP> die <SEP> Tendenz <SEP> hat, <SEP> die <SEP> Öffnung <SEP> 33 <SEP> freizti@,ebeit.
<tb> Dabei <SEP> bewegt-die <SEP> Scheibe <SEP> 3S <SEP> die <SEP> Scheibe <SEP> 34 <SEP> derart,
<tb> dass <SEP> eine <SEP> gleichförmige <SEP> Bewegung <SEP> der <SEP> Drehspule <SEP> in
<tb> eine <SEP> ungleichförmige <SEP> Bewegung <SEP> der <SEP> Scheibe <SEP> 34 <SEP> um gewandelt <SEP> wird.
<SEP> Hierdurch <SEP> ist <SEP> eine <SEP> weitgehende <SEP> An passung <SEP> der <SEP> Blendenbewegung <SEP> an <SEP> die <SEP> Drehcharakte ristik <SEP> des <SEP> Drehspulinstrumentes <SEP> möglich.
<tb> An <SEP> Stelle <SEP> der <SEP> starren <SEP> Befestigung <SEP> der <SEP> Blenden lamelle <SEP> 32 <SEP> an <SEP> der <SEP> Scheibe <SEP> 34 <SEP> kann <SEP> letztere <SEP> auch <SEP> aN
<tb> Umlenkscheibe <SEP> zur <SEP> Betätigung <SEP> der <SEP> getrennt <SEP> davon
<tb> angeordneten <SEP> Blendenfahne <SEP> Verwendung <SEP> finden. <SEP> Die
<tb> Verbindung <SEP> der <SEP> Umlenkscheibe <SEP> mit <SEP> der <SEP> Blenden lamelle <SEP> erfolgt <SEP> dann <SEP> vorteilhaft <SEP> wieder <SEP> mittels <SEP> einer
<tb> Lenkerstange.
<SEP> Auch <SEP> besteht <SEP> die <SEP> 1,lü@lichkeit, <SEP> von
<tb> einer <SEP> Umlenkscheibe <SEP> aus <SEP> mehrere <SEP> Blend <SEP> enlame:ilcn
<tb> zu <SEP> steuern.
<tb> Die <SEP> Fig.5 <SEP> zeigt <SEP> ein <SEP> scheibenförmiges <SEP> Antriebs glied <SEP> 39, <SEP> bei <SEP> dem <SEP> die <SEP> Antriebsstellen <SEP> .10 <SEP> und <SEP> 41 <SEP> für
<tb> zwei <SEP> nicht <SEP> dargestellte <SEP> Lenkerstangen <SEP> auf <SEP> verschie= denen <SEP> Radien <SEP> angeordnet <SEP> sind. <SEP> Auch <SEP> durch <SEP> diese
<tb> Massnahme <SEP> kann <SEP> eine <SEP> Anpassung <SEP> der <SEP> Drehcharak teristik <SEP> des <SEP> Messinstrumentes <SEP> an <SEP> di,:
<SEP> zu <SEP> fordernde
<tb> Schwenkcharakteristik <SEP> der <SEP> Blendenlamellen <SEP> erreicht
<tb> werden.
<tb> Beim <SEP> Ausführungsbeispiel <SEP> gemäss <SEP> Fig. <SEP> 6 <SEP> sind <SEP> wie der <SEP> zwei <SEP> Blendenlamellen <SEP> 42, <SEP> 43 <SEP> vorgesehen. <SEP> DiL
<tb> Lamellen <SEP> 42, <SEP> 43 <SEP> sind <SEP> um <SEP> spiegelbildlich <SEP> zu <SEP> einen:
<tb> Durchmesser <SEP> der <SEP> Öffnung <SEP> 44 <SEP> angeordnete <SEP> Aclts:n <SEP> -:_ <SEP> .
<tb> 46 <SEP> schwenkbar. <SEP> Zum <SEP> Antrieb <SEP> der <SEP> Lamellen <SEP> -12, <SEP> 4
<tb> dienen <SEP> wieder <SEP> zwei <SEP> Lenkerstaneit <SEP> 47, <SEP> -1S. <SEP> Die <SEP> L;in Ren <SEP> der <SEP> Stangen <SEP> 47, <SEP> 48 <SEP> zwischen <SEP> den <SEP> Antriebsstcllc;:
<tb> 49, <SEP> 50 <SEP> an <SEP> den <SEP> Lamellen <SEP> 42, <SEP> 43 <SEP> und <SEP> den <SEP> Ait2riffsstel len <SEP> 51, <SEP> 52 <SEP> an <SEP> einem <SEP> scheibentörmi,-#en <SEP> AittriebsY;lice@
<tb> 53 <SEP> sind <SEP> unterschiedlich <SEP> bemessen. <SEP> Das <SEP> Antriebsglice:
<tb> 53 <SEP> ist <SEP> wieder <SEP> mit <SEP> einer <SEP> in <SEP> striclipuitkticrten <SEP> (-1111v11
<tb> angedeuteten <SEP> Drehspule <SEP> 54 <SEP> starr <SEP> verhundcn.
<tb> Zur <SEP> Linearisierung <SEP> der <SEP> @rehbene@#un@, <SEP> des <SEP> Drcü spulinstrumentes <SEP> ist <SEP> vorteilhaft <SEP> in <SEP> den <SEP> an <SEP> das <SEP> Photo element <SEP> angelegten <SEP> Messstromkreis <SEP> ein <SEP> @@UC@@ltiltl@@.
<tb> Widerstandseingeschaltet. <SEP> Ferner <SEP> sind <SEP> die <SEP> I'ol,chui;:
<tb> des <SEP> Drehspulinstrumentes <SEP> z\\-ecknt;
issi@@ <SEP> so <SEP> au>@,cbil@l@t.
<tb> dass <SEP> sich <SEP> ein <SEP> stark <SEP> inhontogenes <SEP> 1.1azncticld <SEP> crf,ih:.
<tb> Zusätzlich <SEP> können <SEP> zur <SEP> Erzeugung <SEP> eines <SEP> ma@,nctisc:hL@i
<tb> Ge@-enfeldes, <SEP> in <SEP> das <SEP> die <SEP> Spule <SEP> bei <SEP> gröl#eren#:\ussrül;i- Qen liinein\@elangt, Gegenpole vorgesehen sein. Ausser- clem finden zveckulässi## Spiralfedern mit einem stark inkelabh;ingi@@cn Drehmoment Verwendung, das bei n-aeh,cnclcm Ausschlag zunimmt.
Die Drehspule einschliesslich des Antriebsgliedes sowie die Blenclenlamellcn sind zur Verringerung der 1-:igerreibting zweckmässig in Spitzenlagern gelagert. An Stelle von Lenkcrsrtnz;-n können auch andere Elemente, beispielsweise Drähte, Verwendung finden.