CH379508A - Verfahren zur Herstellung von 1,4-Bis-(pyrazinoyl-aminomethyl)-piperazin - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von 1,4-Bis-(pyrazinoyl-aminomethyl)-piperazinInfo
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- C07D241/02—Heterocyclic compounds containing 1,4-diazine or hydrogenated 1,4-diazine rings not condensed with other rings
- C07D241/10—Heterocyclic compounds containing 1,4-diazine or hydrogenated 1,4-diazine rings not condensed with other rings having three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
- C07D241/14—Heterocyclic compounds containing 1,4-diazine or hydrogenated 1,4-diazine rings not condensed with other rings having three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals, directly attached to ring carbon atoms
- C07D241/24—Carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals
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Description
Verfahren zur Herstellung von 1, ,4-Bis-(pyrazinoyl-amlnomethyl)-piperazin
Im Hauptpatent ist ein Verfahren zur Herstellung neuer chemotherapeutisch wirksamer Derivate der Pyrazincarbonsäure der Formel
EMI1.1
in welcher Rt und R2 entweder niedere Alkylgruppen oder zusammen den Rest
EMI1.2
darstellen, worin R3 und R4 Alkylenreste mit 1 oder 2 Kohlenstoffatomen und Z eine Methylengruppe, ein Sauerstoff- oder Schwefelatom oder eine niedere Alkyl- oder Hydroxyalkyliminogmppe bedeuten, beschrieben worden.
Es wurde nun gefunden, dass das neue 1 ,4Bis- (pyrazinoyl-aminomethyl)-piperazin der Formel
EMI1.3
sowie seine Säureadditionssalze mit anorganischen und starken organischen Säuren ebenfalls wertvolle Arzneimittel darstellen, welche besonders durch ihre starke und spezifische chemotherapeutische Wirkung gekennzeichnet sind.
Diese neue Verbindung wird erfindungsgemäss hergestellt durch Umsatz von Pyrazincarbonsäureamid mit Formaldehyd oder einem seiner Polymeren und mit Piperazin, wobei dieser Umsatz direkt oder stufenweise erfolgt.
Es wurde gefunden, dass 1 ,4-Bis-(pyrazinoylaminomethyl)-piperazin gegenüber zahlreichen Stämmen von Mikroorganismen in vitro und in vivo eine sehr ausgeprägte antibakterielle Wirkung ausübt. Diese Verbindung eignet sich deshalb gut zur Behandlung von Infektionskrankheiten.
Beispiel 1
Stufenweise Herstellung von
1 ,4-Bis-(pyrazinoylaminomethyl)-piperazin a) 400 Gewichtsteile reinen Wassers werden mit 135 Gewichtsteilen 40t/Gigem Formaldehyd vermischt und unter Rühren durch Zusatz von wenig konzentrierter wässriger Natriumhydroxydlösung auf pH 8-9 eingestellt. Die Lösung wird unter Rühren auf 40-459C erwärmt und mit 182 Gewichtsteilen Pyrazincarbonsäureamid versetzt. Nötigenfalls wird durch Zusatz von wenig Natriumhydroxydlösung der pH-Bereich von 8-9 aufrechterhalten. Ohne weiteres Erwärmen wird die Reaktionslösung weitergerührt.
Nach kurzer Zeit ist völlige Lösung eingetreten.
Wenig später beginnt bereits N-Methylol-pyrazincarbonsäureamid auszukristallisieren. Die Temperatur der Reaktionslösung ist von selbst auf 500 C ge stiegen. Nach Abflauen dieser exothermen Reaktion lässt man die Mischung unter stetem Rühren allmählich abkühlen. Durch Zusatz von wenig konzentrierter Essigsäure wird neutralisiert. Schliesslich kühlt man auf 00 C ab und filtriert nach 2stündigem Stehen bei dieser Temperatur das ausgeschiedene kristalline Produkt durch Zentrifugieren ab. Man wäscht es auf der Zentrifuge mit äthanol.
Ausbeute: 188 Gewichtsteile Pyrazincarbonsäure N-(hydroxymethyl)-amid.
Schmelzpunkt: 144-148" C. b) 153 Gewichtsteile Pyrazincarbonsäure-N-(hydroxymethyl)-amid werden mit 97 Gewichtsteilen Piperazinhexahydrat innig vermischt. Die Mischung wird unter Rühren im Ölbad auf etwa 100" C erhitzt. Das Reaktionsgut wird 30 Minuten bei dieser Temperatur gehalten. Beim Aufwärmen hat man bei etwa 60 C eine Erweichung und Verflüssigung der Mischung festgestellt. Beim weiteren Erwärmen ist unter Umsetzung zum gewünschten Endprodukt wieder Verfestigung eingetreten. Das entstehende Reaktionswasser wird durch Evakuieren entfernt. Nach dem Abkühlen wird das Produkt in 300 Volumteilen kaltem Acetylacetat aufgenommen.
Die Suspension wird genutscht und der Nutschrückstand bei 600 C im Vakuum getrocknet.
Auf diese Weise erhält man 168 Gewichtsteile (entsprechend 94,50/0 der Theorie) 1,4-Bis-(pyr- azinoylaminomethyl)-piperazin als Pulver, welches bei 222-2240 C unter Zersetzung schmilzt. Diese neue Verbindung ist in Wasser und in den meisten üblichen organischen Lösungsmitteln unlöslich, dagegen leicht löslich in verdünnten Mineralsäuren und stärkeren wässrigen organischen Säuren, wie z. B. in wässriger Milchsäure.
Beispiel 2
Direkte Herstellung von
1 ,4-Bis-(pyrazinoylaminomethyl)-piperazin
Eine Mischung von 320 Gewichtsteilen reinem Wasser und 62,5 Gewichtsteilen wässrigem Formaldehyd (Gehalt: 40 Gewichtsteile in 100 Volumteilen) werden durch Zusatz von sehr wenig 300/oigem wässrigem Natriumhydroxyd auf pH 9 eingestellt. Nun fügt man 79,8 Gewichtsteile Pyrazincarbonsäureamid und 63 Gewichtsteile Piperazin zu.
Die erhaltene Mischung wird auf 400 C erhitzt und unter Rühren während 12 Stunden bei dieser Temperatur gehalten. Dabei scheidet sich das Produkt allmählich aus. Man konzentriert die erhaltene Suspension im Vakuum bei einer Temperatur von höchstens 40-45 C. Hierauf kühlt man die eingedampfte Suspension auf etwa 5o C ab, zentrifugiert das ausgeschiedene Produkt, wäscht es mit Eiswasser und trocknet es im Vakuum bei 60"C.
Auf diese Weise erhält man 101,5 Gewichtsteile (entsprechend etwa 88 ovo der Theorie) 1 ,4-Bis-(pyr- azinoylaminomethyl)-piperazin.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von 1 ,4-Bis-(pyrazinoylaminomethyl)-piperazin der Formel EMI2.1 dadurch gekennzeichnet, dass man Pyrazincarbonsäureamid mit Formaldehyd oder einem seiner Polymeren und mit Piperazin umsetzt, wobei dieser Umsatz direkt oder stufenweise erfolgt.UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Reaktionskomponenten gleichzeitig miteinander reagieren lässt.2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Reaktion stufenweise durchführt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH338162A CH379508A (de) | 1959-07-31 | 1962-03-21 | Verfahren zur Herstellung von 1,4-Bis-(pyrazinoyl-aminomethyl)-piperazin |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH7664159A CH375727A (de) | 1959-07-31 | 1959-07-31 | Verfahren zur Herstellung von Pyrazincarbonsäure-amino-methylamiden |
| CH338162A CH379508A (de) | 1959-07-31 | 1962-03-21 | Verfahren zur Herstellung von 1,4-Bis-(pyrazinoyl-aminomethyl)-piperazin |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH379508A true CH379508A (de) | 1964-07-15 |
Family
ID=25692868
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH338162A CH379508A (de) | 1959-07-31 | 1962-03-21 | Verfahren zur Herstellung von 1,4-Bis-(pyrazinoyl-aminomethyl)-piperazin |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH379508A (de) |
-
1962
- 1962-03-21 CH CH338162A patent/CH379508A/de unknown
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