CH380077A - Verfahren zur Herstellung einer wetterfesten Isolierung und Anwendung des Verfahrens - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer wetterfesten Isolierung und Anwendung des Verfahrens

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CH380077A
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CH
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tar oil
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weatherproof
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CH7855659A
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Waldmann Fritz
Breuing Wilhelm
Original Assignee
Roland Dachpappenfabrik F Wald
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E04BUILDING
    • E04DROOF COVERINGS; SKY-LIGHTS; GUTTERS; ROOF-WORKING TOOLS
    • E04D5/00Roof covering by making use of flexible material, e.g. supplied in roll form
    • E04D5/10Roof covering by making use of flexible material, e.g. supplied in roll form by making use of compounded or laminated materials, e.g. metal foils or plastic films coated with bitumen
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06NWALL, FLOOR, OR LIKE COVERING MATERIALS, e.g. LINOLEUM, OILCLOTH, ARTIFICIAL LEATHER, ROOFING FELT, CONSISTING OF A FIBROUS WEB COATED WITH A LAYER OF MACROMOLECULAR MATERIAL; FLEXIBLE SHEET MATERIAL NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06N5/00Roofing materials comprising a fibrous web coated with bitumen or another polymer, e.g. pitch

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Description


  Verfahren zur Herstellung einer wetterfesten     Isolierung    und     Anwendung    des Verfahrens    Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Her  stellung einer wetterfesten Isolierung auf     teeröl--          imprägnierten    Flächen und Anwendung des Verfah  rens zur Herstellung von wetterfesten     Belagstoffen.     



  Es ist bekannt, als     Dacheindeckungsmittel    und  auch zum Abdichten von Mauerwerk     Imprägnie-          rungsmittel,    vorzugsweise bestehend aus Teeröl, zu  verwenden, mit denen man die     Belagstoffe        tränkt.    Es  ist ferner bekannt, Teere oder Teeröle zu verwen  den in Kombination mit     Polymerisationskunststoffen,     wobei es darauf ankommt, die äussere Oberfläche  der Dachhaut zu tönen und gegen     Wettereinflüsse     widerstandsfähig zu machen, indem man eine dünne  Haut aus Kunststoff, vorzugsweise aus     Polyvinyl-          chlorid,    als äussere Schicht anwendet.  



  Es ist ferner bereits vorgeschlagen worden,       kunstlederartige    Bahnen mittels eines Tauch- oder       Einstreichmittels    herzustellen, das im wesentlichen  aus Teer besteht, dem bei relativ hoher Temperatur  Weichmacher und eine geringe Menge von     Polymeri-          saten    oder     Mischpolymerisaten,    wie z. B.     Polyvinyl-          chlorid,    zugesetzt werden.  



  Die einer solchen Behandlung, vor allem der  Oberflächenveredelung dienenden Schutzschichten,  haben die Eigenschaft, sehr biegsam und nachgiebig  zu sein, so dass eine     Rissebildung    bei starken Tem  peraturschwankungen nicht zu befürchten ist. Es ist  zum Beispiel wichtig, dass die im aufgerollten Zu  stand am Verwendungsort angelieferten Bahnen be  reits fabrikmässig mit dem Schutzüberzug versehen  sind, weil eine nachträgliche Aufbringung an     Ort     und Stelle nicht nur umständlich und zeitraubend  ist, sondern auch bei bestimmten Dachschrägen er  hebliche Schwierigkeiten macht. Ausserdem ist man  bei Herstellung des Schutzüberzuges am Verwen-         dungsort    in hohem Masse von der Wetterlage ab  hängig.  



  Es ist auch     bereits    vorgeschlagen worden, poren  freie Überzüge aus Kunstharz oder Mischungen von       Polyvinylverbindungen    und bituminösen Stoffen in  der Weise auf eine Bauwerksoberfläche aufzubringen,  dass man eine Isoliermasse in einem besonderen Be  hälter erwärmt und dann die     ausfliessende    zähflüs  sige Mischung mittels Druckgas auf die zu über  ziehende Oberfläche aufschleudert. Dieses Verfah  ren erfordert indessen einen erheblichen Arbeits  aufwand. Da die Masse zähflüssig ist, muss man  in einem besonderen Arbeitsgang den aufgebrachten  Überzug nachträglich unter Anwendung von Wärme  glätten. Dabei ist man von der Witterung     abhängig;     das ganze Verfahren ist umständlich und zeitrau  bend.

   Es ist daher wichtig, gerollte     Bahnen,    insbe  sondere     Pappenbahnen,    fabrikmässig mit dem ge  wünschten Schutzüberzug zu versehen. Dieser     kann     sehr dünn sein, da ein zusätzliches Gewicht sowohl  für den Transport der relativ schweren Rollen zum  Verwendungsort als auch sonst als dauernde Ge  wichtsbelastung für den Dachstuhl nicht erwünscht  ist.  



  Es ist ferner bekannt, Mischungen von PVC mit  Asphaltmehl als Mittel zum     Heisskalandrieren    bei  der Herstellung von Belägen zu verwenden. In die  sem Falle dient die Beimischung hochviskoser Kunst  harze nur in geringem Umfange der Oberflächen  veredelung; in erster Linie ist die Beimischung not  wendig, um überhaupt eine spritzfähige Masse zu er  halten.     Darüber    hinaus dient die     Kunstharzmasse     als Farbträger.  



  Demgegenüber zeigt die Erfindung einen Weg,  wie man eine     Pappenbahn    in nur einem Arbeits-      gang imprägnieren und gleichzeitig auf einer Seite  mit einem hautartigen     Kunstharzüberzug    versehen  kann, wobei sich dann der bemerkenswerte Vorteil  ergibt, dass dieser Überzug infolge des     Polymerisa-          tionsprozesses    sehr schnell trocknet, so dass die       Pappenbahn    kurzfristig aufgerollt werden kann, ohne  dass die Gefahr besteht, dass die     Kunstharzschicht     mit der Rückseite der Pappe zusammenklebt.  



  Man hat     ferner    bereits versucht, Kunstharze, wie       Polvinylchlorid,    auf zu isolierende Bauwerksober  flächen in gelöstem Zustand unter Verwendung von  Spritzpistolen aufzubringen. Das zu verspritzende  Gut muss dann durch Erhitzen bis dicht unter den  Zersetzungspunkt erst spritzbar gemacht werden.  Die notwendige nachträgliche     Glättung    der gespritz  ten Oberfläche kann mit einer offenen Flamme aber  nicht vorgenommen werden, weil die Brandgefahr  für das ganze Bauwerk ein solches Verfahren aus  schliesst.

   Heisse Körper, wie zum Beispiel Plätteisen  oder heisse,     walzenförmige    Glättvorrichtungen, sind  aber auch als Mittel zum Glätten einer Bauwerks  oberfläche untauglich, weil sie stark zum Kleben nei  gen und umständlich zu handhaben sind. Schliesslich  muss     berücksichtigt    werden, dass auch frisch behan  delte Dachhaut immer etwas klebrig bleibt, denn sie  soll ja geschmeidig bleiben. Insofern ist auch das  Herumlaufen eines Bedienungsmannes auf der  Dachfläche zwecks Vornahme einer     Glättung    sehr  unerwünscht und auch in vielen Fällen gar nicht  möglich.  



  Bei der Anwendung des erfindungsgemässen Ver  fahrens wird die ohnedies vorhandene Fabrikations  wärme der in bekannter Weise aus dem warmen       Imprägnierungsbad    ablaufenden     Pappenbahn    ausge  nutzt. Unmittelbar anschliessend, also wenn die     Pap-          penbahn    aus dem     Imprägnierungsbad    kommt, wird  sie einseitig, z. B. mit PVC-Lösung, besprüht oder  mit PVC-Pulver oder einem ähnlich wirkenden     Poly-          merisat    bestäubt.  



  Die Erfindung bezweckt weiterhin, grosse Bau  werksflächen, die bereits mit Teeröl oder mit teeröl  haltigen Mitteln versehen sind, in einfacher Weise  auch nachträglich noch mit einem     Kunstharzüberzug     in nur einem Arbeitsgang zu vergüten, wobei man  kurzfristige Schönwetterlagen ausnutzen kann. Wäh  rend des Spritzvorganges wird die notwendige     Poly-          merisationswärme    durch     Beheizung    der     Spritzflüssig-          keit    mittels     beheizter    Spritzpistole zugeführt.  



  Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur  Herstellung einer wetterfesten Isolierung auf     teeröl-          imprägnierten    Flächen unter Verwendung eines mit  Teeröl     verträglichen    Kunstharzes, wobei das Kunst  harz mit Bestandteilen des Teeröls zur     Nachpoly-          merisation    gebracht wird, dadurch gekennzeichnet,  dass das Kunstharz in     Pulverform    oder in Teeröl  gelöst auf die Fläche aufgetragen wird.  



  Das Kunstharz wird vorzugsweise in Pulverform  auf die noch feuchte, heisse     Oberfläche    einer Pappen  bahn oder     einer        Bauwerkisolierschicht    aufgetragen.    Das Kunstharz kann auch in Teeröl gelöst und  mittels einer beheizten Spritzpistole aufgetragen wer  den. Als Kunstharz kommt vorzugsweise     Polyvinyl-          chlorid    in Betracht.  



  Gegenstand der     Erfindung    ist ferner eine Anwen  dung des Verfahrens zur Herstellung von wetterfesten       Belagstoffen.       <I>Beispiel</I>       Weichpolyvinylchlorid    wird in Pulverform auf  die noch heisse, feuchte Oberfläche einer Pappen  bahn aufgestäubt, wobei sich der Staub in dem Im  prägnierungsmittel löst und sich eine zusammenhän  gende Haut bildet; oder     Weichpolyvinylchlorid    wird  nach Lösung in Teeröl unter Anwendung von Druck  luft auf die Oberfläche unter Zuführung von Wärme  aufgespritzt.

   In ersterem Falle erweist es sich als       vorteilhaft,        Weichpolyvinylchlorid    in Pulverform in  einer Menge von 200 bis 500 Gramm pro Quadrat  meter auf die noch heisse, mit Teeröl imprägnierte  Pappe aufzustäuben; im andern Falle wird empfoh  len, eine Lösung aus leichtem Teeröl und     Weich-          PVC    im Verhältnis 1 : 1 herzustellen und dann 400  bis 800 cm?, dieser Lösung auf einem Quadratmeter       Pappenbahn    bzw. auf einen Quadratmeter der zu  isolierenden Bauwerksoberfläche unter Anwendung  von Druckluft und Zufuhr der erforderlichen     Poly-          merisationswärme    aufzusprühen.

      Es ist bekannt, die Oberfläche imprägnierter  Dachpappe oder ähnlicher     Belagstoffe    mit Dach  lack zu überziehen, wobei diese Farbe mit dem Trän  kungsmittel der Dachpappe chemisch verträglich sein  muss. Man kann hierbei nur wenige Farbtöne an  wenden, weil die Farbstoffe mit den     Imprägnie-          rungsstoffen    nicht immer verträglich sind, dass man  sie als lichtecht ansehen kann.

      Solche     Dachpappenüberzüge    müssen von Zeit zu  Zeit erneuert werden, weil sie auf lange Sicht nicht  wetterbeständig sind; man braucht hierzu nur an die  Wärmeeinwirkung und die chemische Wirkung direk  ter Sonneneinstrahlung sowie die verhältnismässig  starke Kälteeinwirkung auf Dächer, ferner auf in  der Aussenluft enthaltene chemische Substanzen, wie  zum Beispiel schweflige Gase, die einen zerstören  den Einfluss ausüben, zu denken.  



  Demgegenüber können     hochentwickelte,    in che  mischer und mechanischer Hinsicht ausserordentlich  widerstandsfähige Kunstharze, wie     Polyvinylchlorid     in Verbindung mit Teeröl, zur Anwendung kommen,  die sich lichtecht einfärben lassen, und nach dem  Auftrocknen bzw. nach dem Herstellen eines     11ber-          zuges    eine möglichst glatte porenlose Oberfläche er  geben und so viel Eigenelastizität behalten, dass sie  den durch Kälte- und Wärmeeinwirkung auftreten  den Längenänderungen der Dachhaut und auch son  stigen chemischen Einflüssen, insbesondere schwef  ligen Abgasen aus     Schornsteinen,    auf lange Sicht  Widerstand leisten können und auch elastisch nach  giebig sowie begehbar bleiben.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Verfahren zur Herstellung einer wetterfesten Iso lierung auf teerölimprägnierten Flächen unter Ver wendung eines mit Teeröl verträglichen Kunstharzes, wobei das Kunstharz mit Bestandteilen des Teeröls zur Nachpolymerisation gebracht wird, dadurch ge kennzeichnet, dass das Kunstharz in Pulverform oder in Teeröl gelöst auf die Fläche aufgetragen wird. UNTERANSPRUCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass das Kunstharz in Pulverform auf die noch feuchte, heisse Oberfläche einer Pappen bahn aufgebracht wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass das Kunstharz in Pulverform auf die noch feuchte, warme Oberfläche einer Bauwerks isolierschicht aufgebracht wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass das Kunstharz in Teeröl gelöst und mittels einer beheizten Spritzpistole aufgetragen wird. PATENTANSPRUCH 1I Anwendung des Verfahrens nach Patentanspruch I zur Herstellung von wetterfesten Belagstoffen.
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