CH380094A - Verfahren zur Herstellung von 3,4-Dimethoxy-toluchinon - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 3,4-Dimethoxy-toluchinon

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CH380094A
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toluchinone
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trimethoxy
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CH7442359A
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Niwas Dr Goel Ram
Rudolf Dr Rueegg
Ulrich Dr Schwieter
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Hoffmann La Roche
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  Verfahren zur Herstellung von     3,4-Dimethoxy-toluchinon       Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren  zur Herstellung von     3,4-Dimethoxy-toluchinon,     welches dadurch gekennzeichnet ist, dass man     3,4,5-          Trimethoxy-toluol    mit einem     Diazoniumsalz    kuppelt,  die erhaltene     Azoverbindung    zum Amin reduziert  und letzteres oxydiert.  



  Das als Ausgangsmaterial benötigte     3,4,5-          Trimethoxytoluol    kann z. B. wie folgt hergestellt  werden:  400 g     Trimethylgallussäure-methylester    werden  in 1500 ml Methanol gelöst und anschliessend mit  100 g     Raney-Nickel    zwecks Entfernung von Ver  unreinigungen während 15 Minuten geschüttelt. Nach  dem Abtrennen des     Raney-Nickels    wird die Lösung  nach     Zusetzung    von 200 g     Kupferchromit    bei 250  bis 270  unter einem Wasserstoffdruck von 150  Atmosphären hydriert.

   Die erhaltene     methanolische     Lösung wird nun nach Zugabe von     Palladiumkohle     und einem Tropfen     Perchlorsäure    bis zum Stillstand  der Wasserstoffaufnahme weiter hydriert. Das Lö  sungsmittel wird unter vermindertem Druck entfernt  und der Rückstand durch Destillation (Siedepunkt  68 /0,03 mm) gereinigt. Man erhält     3,4,5-Trimethoxy-          toluol    als schwach gelblich gefärbtes Öl.  



  Vorzugsweise wird das     3,4,5-Trimethoxy-toluol     mit einem     Diazoniumsalz    von     p-Nitroanilin    in Ge  genwart eines Lösungsmittels, wie z. B.     wässrigem     Alkohol, gekuppelt.  



  Die erhaltene     Azoverbindung    wird vorzugsweise  in Gegenwart eines     inerten    Lösungsmittels, wie z. B.  eines niederen Alkohols, wie Methanol oder     Ätha-          nol,    oder von Essigester, unter Verwendung eines       Palladiumkatalysators    hydriert. Bei Verwendung  eines     Diazoniumsalzes    von     p-Nitroanilin    als Kupp  lungskomponente kann das gebildete     2-Methyl-4,5,          6-Trimethoxy-anilin    leicht von dem als Nebenpro-         dukt    erhaltenen     p-Phenylendiamin,    welches äther  unlöslich ist, abgetrennt werden.  



  In der letzten Reaktionsstufe wird, wie gesagt,  das erhaltene substituierte     Anilin,    zweckmässig bei  einer Temperatur von -20 bis     -i-40 ,    oxydiert. Vor  zugsweise wird das genannte     Anilin    in Form eines       Säureadditionssalzes    in Wasser gelöst und die     wäss-          rige    Lösung mit einem nicht mischbaren Lösungs  mittel     überschichtet,    in dem das Reaktionsprodukt  im Gegensatz zum Additionssalz löslich ist. Als  Lösungsmittel sind z. B. geeignet: Benzol,     Toluol,          Petroläther,        Methylenchlorid,    Chloroform und vor  zugsweise Äther.

   Das zur Oxydation benützte Mit  tel,     zweckmässig        Eisen-3-chlorid,        Eisen-3-sulfat    oder  vorzugsweise     Kaliumbichromat,    wird am besten  unter Rühren zu der zweiphasigen Mischung ge  geben. Mit fortlaufender Reaktion kann auf diese  Weise das gebildete     3,4-Dimethoxy-toluchinon    kon  tinuierlich durch die überstehende organische Schicht  abgefangen werden.  



  Das erfindungsgemäss erhaltene     3,4-Dimethoxy-          toluchinon    stellt ein wichtiges Zwischenprodukt für  die Synthese von interessanten Verbindungen dar.  Beispielsweise dient es als Ausgangsmaterial für die  Herstellung der     Ubichinone.     



  <I>Beispiel</I>  28 g     p-Nitroanilin    werden in 300     ml    Wasser  suspendiert und 60 ml konzentrierte     Salzsäure    bei  gefügt. Die Mischung wird nun bis zur Bildung  einer klaren Lösung     erhitzt    und anschliessend fil  triert. Nach dem Abkühlen des Filtrates im Eisbad  auf 0  wird langsam unter ständigem Schütteln eine  Lösung von 15g     Natriumnitrit    in 100 ml Wasser  beigefügt, wobei dafür gesorgt wird, dass die Tem-           peratur    0' nie übersteigt.     Die    erhaltene     Diazonium-          chloridlösung    wird nun durch Filtration gereinigt.  



  Eine Lösung von 36 g     3,4,5-Trimethoxy-toluol     in 200 ml Alkohol wird in einem     Einliter-Dreihals-          kolben,    der mit einem     Rührer    versehen ist, auf 0   abgekühlt. Die gemäss dem vorstehenden Absatz  erhaltene     Diazoniumsalzlösung    wird innerhalb eines  Zeitraumes von 10-l5 Minuten unter Rühren zu  gegeben, wobei die Temperatur zwischen 0-5  ge  halten wird. Es wird während weiterer 5-6 Stun  den bei dieser Temperatur weitergerührt, worauf die  Reaktionsmischung langsam auf Zimmertemperatur  gebracht wird. Der ausgeschiedene rote Niederschlag  wird     abfiltriert    und aus verdünntem Alkohol um  kristallisiert.

   Man erhält auf diese Weise     2-Methyl-          4,5,6-trimethoxy-4'-nitro-azobenzol    vom Schmelz  punkt 90 .  



  2 g     2-Methyl-4,5,6-trimethoxy-4'-nitro-azobenzol     werden in 50 ml Methanol gelöst und 1 g Palladium  kohle beigefügt. Diese Mischung wird bis zum  Stillstand der Wasserstoffaufnahme hydriert. Es wer  den insgesamt 5     Mol    Wasserstoff aufgenommen. Das  durch Filtration erhaltene klare, gelbe Filtrat wird  sofort unter     vermindertem    Druck zur Trockne ein  geengt. Der Rückstand wird mit absolutem Äther  behandelt, wobei     2-Methyl-4,5,6-trimethoxy-anilin     in Lösung geht, während das     p-Phenylen-diamin     zum grössten Teil als Rückstand zurückbleibt.

   Nach  dem Eindampfen der Ätherlösung erhält man       2-Methyl-4,5,6-trimethoxy-anilin    als braunes Öl, das  gegen Luftsauerstoff und andere Oxydationsmittel  sehr unbeständig ist.  



  1,2 g     2-Methyl-4,5,6-trimethoxy-anilin    werden  in 30 ml 3 n Schwefelsäure gelöst und die erhaltene  Lösung in einen mit     Rührer    versehenen Dreihals-         kolben    gegeben. Diese Lösung wird nun mit 100m1  Äther     überschichtet.    Unter Rühren wird anschlie  ssend bei Raumtemperatur innerhalb 10 Minuten  eine Lösung von 1 g     Kaliumbichromat    in 25 ml  Wasser zugegeben. Es wird während 50 Minuten  weitergerührt, die Reaktionsmischung dann mit  Äther extrahiert und die Ätherlösung über Natrium  sulfat getrocknet.

   Das nach dem     Abdestillieren    des  Lösungsmittels erhaltene     3,4-Dimethoxy-toluchinon     schmilzt nach dem     Umkristallisieren    bei     57-59";     Absorptionsmaximum Ei = 800 bei 260     m,p    (in       Petroläther).  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von 3,4-Dimethoxy- toluch,inon, dadurch gekennzeichnet, dass man 3,4, 5-Trimethoxytoluol mit einem Diazoniumsalz kup pelt, die erhaltene Azoverbindung zum Amin redu ziert und letzteres oxydiert. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man als Kupplungskomponente das Diazoniumchlorid von p-Nitroanilin verwendet. 2.
    Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Reduktion in Gegenwart eines Lösungsmittels, wie Methanol, Äthanol oder Essigester, unter Verwendung eines Palladiumkataly- sators erfolgt und das Reduktionsprodukt durch Behandlung mit Äther von Nebenprodukten gerei nigt wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Oxydation bei einer Tem peratur von -20 bis --40' in einer Zweiphasen mischung mittels Kaliumbichromat erfolgt.
CH7442359A 1959-06-15 1959-06-15 Verfahren zur Herstellung von 3,4-Dimethoxy-toluchinon CH380094A (de)

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