CH380128A - Verfahren zur Herstellung neuer basischer Indol-Derivate - Google Patents
Verfahren zur Herstellung neuer basischer Indol-DerivateInfo
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- C07D209/00—Heterocyclic compounds containing five-membered rings, condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom
- C07D209/02—Heterocyclic compounds containing five-membered rings, condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom condensed with one carbocyclic ring
- C07D209/04—Indoles; Hydrogenated indoles
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- Indole Compounds (AREA)
Description
Verfahren zur Herstellung neuer basischer Indol-Denafe
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von neuen basischen Indol-Derivaten der allgemeinen Formel I,
EMI1.1
in welcher A für eine gerade oder verzweigte, aus 1 bis 5 KohIenstoffatomen bestehende, gesättigte Alkylenkette steht, R für eine Alkyl- oder Aralkylgruppe und R' für ein Wasserstoffatom oder eine niedere Alkyl- oder Alkenyl- oder eine Aralkylgruppe steht.
Erfindungsgemäss werden die Verbindungen der Formel I hergestellt, indem man eine Verbindung der allgemeinen Formel II,
EMI1.2
<tb> <SEP> OR
<tb> <SEP> Alkyl
<tb> 7 <SEP> C <SEP> H2-N
<tb> <SEP> 7N <SEP> 0Nj <SEP> Alkyl
<tb> <SEP> R'
<tb> in welcher R obige Bedeutung besitzt, als solche oder in Form eines quartären Salzes in Gegenwart eines Protonen-Acceptors mit einem Nitroalkan der allgemeinen Formel H-A-NO2, in welcher A obige Bedeutung besitzt, zu einer Nitroverbindung der allgemeinen Formel III
EMI1.3
umsetzt und diese zum entsprechenden Amino-Derivat reduziert.
Die in den nachfolgenden Beispielen beschriebenen neuen Verbindungen obiger Formel I zeichnen sich durch interessante, therapeutisch verwertbare pharmakodynamische Eigenschaften aus. Insbesondere weisen sie Reserpin-antagonistische Eigenschaften auf. Sie besitzen auch vorwiegend zentral sympathicomimetische Eigenschaften. Ferner zeigen mehrere Vertreter dieser Körperklasse eine ausgeprägte Mono aminooxydase-hemmende Wirkung. Die neuen Verbindungen eignen sich z. B. als Stimulantien bei verschiedenen Formen psychischer Depression. Einige Vertreter dieser Körperklasse besitzen auch psychotrope Wirksamkeit. Sie sollen in die Therapie eingeführt werden.
Die neuen, in den nachfolgenden Beispielen beschriebenen Indol-Derivate sind bei Raumtemperatur feste kristallisierte Verbindungen. Mit anorganischen und organischen Säuren bilden sie beständige, bei Zimmertemperatur kristallisierte, wasserlösliche Salze.
In organischen Lösungsmitteln sind sie mässig bis leicht, in Wasser dagegen schwer löslich.
Mit dem Keller-Reagens (Eisen-III-chlorid enthaltender Eisessig und konz. Schwefelsäure) geben sie eine positive Farbreaktion. Die van Urksche Farbreaktion (p - Dimethylamino - benzaldehyd und verd. Schwefelsäure) fällt positiv aus.
Das Verfahren wird beispielsweise folgendermassen ausgeführt:
Eine Mannich-Base der Formel II, z. B. 4 Benzyloxy-gramin, wird in Gegenwart eines Protonen Acceptors mit einem Nitroalkan behandelt. Als Protonen-Acceptor können Alkalihydroxyde, -alko- holate oder vorzugsweise ein Alkalimetall verwendet werden. Man erhitzt am Rückfluss, gegebenenfalls unter inerter Atmosphäre, bis zurAbspaltung des sekundären Amins, filtriert, verdampft zur Trockne und reinigt das gebildete Nitro-Derivat durch Kristallisation aus einem geeigneten Lösungsmittel oder durch Chromatographie an einer Säule von Aluminiumoxyd. Die Reduktion des Nitro-Derivates zum entsprechenden Amin erfolgt z. B. mit einem Kupfer-Zink-Schwamm, oder katalytisch, vorzugsweise durch Schütteln in Methanollösung mit Wasserstoff in Gegenwart von Raney-Nickel.
Man kann auch die Mannich-Base der Formel II quartärisieren und die quartäre Verbindung wie oben beschrieben weiter verarbeiten; diese Massnahme ist erforderlich, wenn die l-Stellung substituiert ist.
Ausgangsprodukte der Formel II, in welcher R' einen Alkyl-, Alkenyl- oder Aralkylsubstituenten bedeutet, können beispielsweise folgendermassen hergestellt werden: Man geht von einem 4-Alkoxy-oder 4-Aralkoxy-gramin aus und setzt es mit einem Alkyl-, Alkenyl- oder Aralkylhalogenid um; die Reaktion erfolgt vorzugsweise in flüssigem Ammoniak in Gegenwart eines Alkaliamides. Man kann aber auch ein 4-Alkoxy-oder 4-Aralkoxy-indol, das in 1Stellung den gewünschten Alkyl-, Alkenyl- oder Araikylsubstituenten bereits trägt, mit Formaldehyd und einem sekundären Amin zur entsprechenden Mannich-Verbindung umsetzen. Die Herstellung der in stellung unsubstituierten Ausgangsprodukte erfolgt in an sich bekannter Methode.
Im nachfolgenden Beispiel erfolgen alle Temperaturangaben in Celsiusgraden. Die Schmelzpunkte sind unkorrigiert.
Beispiel
4-Benzyloxy-3-(2'-aminopropyl)-indol
Man löst 0,45 g Natrium in 150 cm3 Nitroäthan, fügt 27,5 g 4-Benzyloxy-gramin hinzu und kocht im Stickstoffstrom 61/2 Stunden unter Rückfluss. Nun wird filtriert, das Filtrat mit gesättigter Natriumchloridlösung gewaschen, getrocknet und zur Trockne verdampft, worauf man den Rückstand aus Chloroform zur Kristallisation bringt. Das erhaltene 4-Benzyloxy-3-(2'-nitropropyl)-indol bildet gelbliche, schiffchenförrnige PIatten vom Smp. 108-109".
15,5 g 4-Benzyloxy-3-(2'-nitropropyl)-indol werden in 400 cm3 mit Ammoniak gesättigtem Methanol mit Raney-Nickel aus 10 g Legierung, 100 mg Platinchlorwasserstoffsäure und Wasserstoff bis zum Stillstand der Wasserstoffaufnahme geschüttelt. Dann wird die Lösung filtriert und das spontan kristallisierende Filtrat auf etwa 100 cm3 eingeengt, wobei 4-Benzyloxy-3-(2' -aminopropyl)-indol in kleinen Prismen vom Smp. 148-149ç3 kristallisiert.
Kellersche Farbreaktion: olivbraun. van Urksche Farbreaktion: blau.
Nach demselben Verfahren können noch z. B. folgende Verbindungen hergestellt werden: 3-(2'-Aminobutyl) 4benzyloxy-indol, Smp. 134 bis 137 aus ChloroformjBenzol.
Kellersche Farbreaktion: gelbgrün. van Urksche Farbreaktion: hellblau. l-n-Butyl-4-benzyloxy-tryptamin, dessen Bioxalat aus Äthanol in Drusen vom Smp. 180-182 kristallisiert.
Kellersche Farbreaktion: gelbbraun. van Urksche Farbreaktion: negativ.
1-Methyl -4- benzyloxy-3-(2'-aminopropyl)-indol, Nadeln vom Smp. 109-110 aus Essigester.
Kellersche Farbreaktion: olivgrün. van Urksche Farbreaktion: negativ.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von neuen basischen Indol-Derivaten der allgemeinen Formel I, EMI2.1 in welcher A für eine gerade oder verzweigte, aus 1 bis 5 Kohlenstoffatomen bestehende, gesättigte Alkylenkette steht, R für eine Alkyl- oder Aralkylgruppe und R'für ein Wasserstoffatom oder eine niedere Alkyl- oder Alkenyl- oder eine Aralkylgruppe steht, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der allgemeinen Formel II, EMI2.2 <tb> OR <tb> <SEP> I <SEP> ,Alkyl <tb> <SEP> CH2N/ <tb> <SEP> II <tb> als solche oder in Form eines quartären Salzes in Gegenwart eines Protonen-Acceptors mit einem Nitroalkan der allgemeinen Formel H-A-NO2 zu einer Nitroverbindung der allgemeinen Formel III EMI2.3 umsetzt und diese zum entsprechenden Amino-Derivat reduziert.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH724064A CH380128A (de) | 1959-08-21 | 1959-08-21 | Verfahren zur Herstellung neuer basischer Indol-Derivate |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH724064A CH380128A (de) | 1959-08-21 | 1959-08-21 | Verfahren zur Herstellung neuer basischer Indol-Derivate |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH380128A true CH380128A (de) | 1964-07-31 |
Family
ID=4322042
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH724064A CH380128A (de) | 1959-08-21 | 1959-08-21 | Verfahren zur Herstellung neuer basischer Indol-Derivate |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH380128A (de) |
-
1959
- 1959-08-21 CH CH724064A patent/CH380128A/de unknown
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