CH380137A - Verfahren zur Herstellung von 2-Chlor-azacyclo-2,3-alkylen-1-carbochloriden aus w-Lactamen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von 2-Chlor-azacyclo-2,3-alkylen-1-carbochloriden aus w-LactamenInfo
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Description
Verfahren zur Herstellung von 2-Chlor-azacyclo-2,3-alkylen-l-carbochloriden aus )-Lactamen Gegenstand des Hauptpatentes ist ein Ver fahren zur Herstellung von 2-Chlor-azacyclo-2,3- alkylen-l-carbochlorid durch Reaktion von (")-Lacta- men mit Phosgen in der Flüssigkeitsphase, unter Anwendung von wenigstens 2,5 Mol Phosgen je Mol (-i-Lactam.
In Weiterbildung dieses Verfahrens wurde nun gefunden, dass man diese Reaktion auch durchführen kann, indem man anstelle von wenigstens 2,5 2-2,5 Mol Phosgen je Mol o)-Lactam verwendet, und dass man hierbei ebenfalls hohe Ausbeuten er hält.
Als Ausgangsmaterial können dabei die freien Lactame oder ihre Anlagerungsprodukte mit Säuren, wie z. B. Chlorwasserstoff, verwendet werden.
Die Reaktion kann mit flüssigem Lactam und flüssigem Phosgen durchgeführt werden. Vorzugs weise erfolgt die Durchführung des Verfahrens aber in einem inerten Lösungsmittel. Hierzu geeignete Lösungsmittel sind die üblichen Lösungsmittel für (,i-Lactame, z.
B. Kohlenwasserstoffe, wie Benzol, Toluol und Cyclohexan und halogenierte Kohlen wasserstoffe, wie Chloroform, Tetrachlorkohlenstoff, Chlorbenzol und Dichlorbenzol. Die Anwesenheit eines Lösungsmittels hat weiter den Vorteil, dass sie die Entferung von unumgesetztem Phosgen aus dem Reaktionsprodukt erleichtert, indem durch Abdestil- lieren des Lösungsmittels auch die letzten Reste des Phosgens vertrieben werden.
Eine verhältnismässig geringe Menge des Lösungsmittels genügt dazu. Vor zugsweise verwendet man eine solche Menge dessel ben, dass eine 20- bis 60 /o ige Lösung des Lactams erhalten wird.
Die Reaktion kann unter atmosphärischem Druck durchgeführt werden. Vorzugsweise verwendet man aber höhere Drücke, z. B. von 5-50 at., weil das Phosgen dadurch leicht im flüssigen Zustand ge halten werden kann.
Die Reaktion wird im allgemeinen bei Tempera turen von -50 C bis zu -I- 170 C durchgeführt. Vor teilhafterweise werden Temperaturen von 115-150 C angewandt, weil dabei schon nach kurzer Zeit eine hohe Ausbeute erhalten wird. Diese lässt sich noch weiter steigern, wenn man die Reaktion in zwei oder mehreren Stufen durchführt, wobei in der ersten und gegebenenfalls einer oder mehreren der darauffolgen den Stufen eine Temperatur von 25-90 C und in der letzten und gegebenenfalls einer oder mehreren der vorangehenden Stufen eine Temperatur von 115 bis 1500 C beibehalten wird.
Bei diskontinuierlicher Durchführung des Ver fahrens wird vorzugsweise das Lactam dem Phosgen zugesetzt. Dabei empfiehlt es sich, kräftig zu rühren. Auf diese Weise werden unerwünschte Nebenreak tionen möglichst vermieden.
Das Verfahren kann auch leicht kontinuierlich durchgeführt werden. Zweckmässigerweise werden das Lactam und das Phosgen sodann im geeigneten Ver hältnis zugleich in das Reaktionsgefäss geleitet.
Das nach Ablauf der Reaktion anfallende rohe Reaktionsprodukt kann auf einfache Weise durch Destillation gereinigt werden.
Das erfindungsgemässe Verfahren kann ganz allgemein auf a)-Lactame Anwendung finden. Sowohl aus d-Valero-, a-Capro- und @-Önantholactam als auch aus Lactamen mit mehreren, z. B. 11 oder 12, CH.-Gruppen im Ringsystem werden auf diese Weise die entsprechenden 2-Chlor-azacyclo-2,3-alkylen-l- carbochloride erhalten.
<I>Beispiel 1</I> Eine 45gewichtsprozentige Lösung von a-Capro- lactam in Toluol wurde kontinuierlich mit einer Durchsatzleistung von 1 kglh in einem Autoklaven mit einem Fassungsvermögen von 1 Liter gepumpt. Zugleich wurde auch Phosgen in einer Menge von 2,3 Mol je Mol Caprolactam beigegeben. Die Tempe ratur des Autoklaven wurde auf 115 C und der Druck auf 15 at. gehalten.
Anschliessend wurde der Inhalt des Autoklaven tüchtig gerührt. Nach einer mittleren Verweilzeit von einer Stunde wurde das Reaktionsgemisch kontinuierlich abgelassen. Diesem Gemisch wurde darauf eine Probe entnommen, aus der Toluol, Phosgen und der während der Reaktion gebildete Chlorwasserstoff abdestilliert wurden. Das zurückgebliebene Reaktionsprodukt bestand zu 85 Gewichtsprozent aus reinem 2-Chlor-azacyclo-2,3- heptylen-l-carbochlorid.
<I>Beispiel 2</I> Geschmolzenes a-Caprolactam wurde mit einer Durchsatzleistung von 1 kg(h kontinuierlich in einen mit einem schnell rotierenden Rührer ausgestatteten Autoklaven geleitet, während man zugleich Phosgen in einer Menge von 2,45 Mol Phosgen je Mol Capro- laetam zusetzte. Die Temperatur des Autoklaven wurde auf 135 C und der Druck auf 15 at. gehal ten.
Nach einer mittleren Verweilzeit von 1 Stunde wurde das Reaktionsgemisch kontinuierlich abgelas sen. Aus einer diesem Gemisch entnommenen Probe wurde das Phosgen und der Chlorwasserstoff aus destilliert. Das anfallende Rohprodukt bestand zu 86 Gewichtsprozent aus reinem 2-Chlor-azacyclo- 2,3-heptylen-l-carbochlorid.
<I>Beispiel 3</I> Eine 30gewichtsprozentige Lösung von E-Capro- lactam in Toluol wurde kontinuierlich mit einer Durchsatzleistung von 3 kg!h durch vier aufeinander folgende Autoklaven gepumpt. Zugleich wurden dem ersten Autoklaven Phosgen in einer Menge von 2,0 Mol je Mol Caprolactam zugesetzt.
Die Tempera turen der aufeinanderfolgenden Autoklaven beliefen sich auf bez. 40, 60, 115 und 115 C und die Drucke auf 15 at. Die Gesamtverweilzeit im System betrug weniger als eine Stunde. Das anfallende Roh produkt bestand nach Ausscheidung des Lösungs mittels zu 80 Gewichtsprozent aus reinem 2-Chlor- azacyclo-2,3-heptylen-l-carbochlorid.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von 2-Chlor-azacyclo- 2,3-alkylen-l-carbochloriden durch Reaktion von co-Lactam mit Phosgen in der Flüssigkeitsphase, da durch gekennzeichnet, dass man 2-2,5 Mol Phosgen je Mol c -Lactam verwendet. UNTERANSPRÜCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man die Reaktion in zwei oder mehreren Stufen vornimmt, und zwar unter Aufrecht erhaltung einer Temperatur von 25-90 C in der ersten und gegebenenfalls einer oder mehreren der daran anschliessenden Stufen und unter Aufrecht erhaltung einer Temperatur von 115-150 C in der letzten und gegebenenfalls einer oder mehreren der vorangehenden Stufen. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Reaktion in Anwesenheit eines Lösungsmittels durchgeführt wird. 3. Verfahren nach Unteranspruch 2, dadurch ge kennzeichnet, dass eine 20- bis 60prozentige Lactam- l:dsung verwendet wird. 4.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man die Reaktion unter einem Druck von 5-50 at. vornimmt.
Applications Claiming Priority (2)
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