CH380732A - Verfahren zur Herstellung von Benzothiadiazin-1,1-dioxyd-Verbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Benzothiadiazin-1,1-dioxyd-Verbindungen

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CH380732A
CH380732A CH7338459A CH7338459A CH380732A CH 380732 A CH380732 A CH 380732A CH 7338459 A CH7338459 A CH 7338459A CH 7338459 A CH7338459 A CH 7338459A CH 380732 A CH380732 A CH 380732A
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benzothiadiazine
nitro
dioxide
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CH7338459A
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Charles Novello Frederick
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Merck & Co Inc
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  • Nitrogen- Or Sulfur-Containing Heterocyclic Ring Compounds With Rings Of Six Or More Members (AREA)
  • Heterocyclic Carbon Compounds Containing A Hetero Ring Having Nitrogen And Oxygen As The Only Ring Hetero Atoms (AREA)

Description


  Verfahren     zur        Herstellung    von     Benzothiadiazin-1,1-dioxyd-Verbindungen       Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein  Verfahren zur Herstellung von neuen     Benzothiadiazin-          1,1-dioxyd-Verbindungen,    die im     benzolischen    Teil    des Kerns einen     Sulfamyl-Substituenten    aufweisen.

    Diese Verbindungen können dargestellt werden durch  die Formel  
EMI0001.0008     
    Darin bedeutet R     eine        Nitro-    oder     Aminogruppe,          R1    Wasserstoff oder ein niedriges     Alkylradikal,    vor  zugsweise mit 1-5     C-Atomen.     



  Bei jenen Verbindungen, welche an den Stick  stoffatomen im     Benzothiadiazin-1,1-dioxyd-Kern    nur  Wasserstoff als     Substituenten    aufweisen (das heisst, wo       R1    = H), ist die Doppelbindung     tautomer,    das heisst,    sie existiert entweder zwischen den Atomen in der     2-          und        3-Stellung    oder zwischen den Atomen in der S  und     4-Stellung.     



  Das Verfahren des vorliegenden Patentes     betrifft     die Herstellung von     Benzothiadiazin-1,1-dioxyd-Ver-          bindungen    der Formel  
EMI0001.0026     
    in welcher     Rl    Wasserstoff oder ein niedriges     Alkyl-          radikal    bedeutet, durch     Umsetzung    von Ameisensäure  oder eines zum     Thiadiazinringschluss    geeigneten     Amei-          sensäurederivates    mit einem entsprechenden     Nitro-          disulfamyl-anilin,

      in welchem sich eine Sulfamyl-         gruppe        in        o-Stellung    zur     Aminogruppe    befindet, das  dadurch gekennzeichnet ist, dass man nach der Kon  densation die Nitrogruppe zur     Aminogruppe    redu  ziert.

   Diese Reaktion wird durch folgendes Schema  erläutert:    
EMI0002.0001     
  
    R1
<tb>  NH-Ri <SEP> I
<tb>  N02 <SEP> - <SEP> N02-- <SEP> N
<tb>  <B>'NX <SEP> Z</B>
<tb>  /
<tb>  H2NS02 <SEP> S02NH2 <SEP> 1. <SEP> HCOOH <SEP> H2NS02 <SEP> S02
<tb>  I <SEP> <U>-</U> <SEP> I1
<tb>  2. <SEP> Zyklisierung
<tb>  bzw.
<tb>  NH2
<tb>  <B>N02-1- <SEP> <U>l#</U></B> <SEP> N02 <SEP> I- <SEP> i <SEP> NI-R'
<tb>  H2NS02 <SEP> S02NHR' <SEP> H2NS02 <SEP> S02       Die Nitrogruppe des Kondensationsproduktes wird  erfindungsgemäss anschliessend zur     Aminogruppe    re  duziert.  



  Die     Diamidverbindung    (1)     wird    zweckmässig mit  Ameisensäure oder     Äthylorthoformiat    auf 100 bis  150 C erhitzt, wonach man das Lösungsmittel, vor  zugsweise durch Destillation, entfernt, um die gebil  dete     Benzothiadiazin-1,1-dioxyd-Verbindung        (1I)    zu  isolieren.  



  Ohne dass dies als bindende Theorie über den  Verlauf des erfindungsgemässen Verfahrens gelten  soll, wird angenommen, dass die Ameisensäure oder  das     Ameisensäurederivat    mit der     Disulfamylanilinver-          bindung    unter Bildung eines Additionsproduktes rea  giert und dass dieses dann einen     Ringschluss    unter  Bildung der     Benzothiadiazin-1,1-dioxyd-Verbindung     bewirkt. Erfindungsgemäss können diese beiden  Schritte     gesondert    oder in einer einzigen Reaktion  kombiniert     durchgeführt    werden.  



  Die Reduktion der Nitrogruppe zur     Aminogruppe     kann in bekannter Weise erfolgen, am besten durch  katalytische Hydrierung mit Platin oder Palladium als  Katalysator. Platinoxyd wurde als für diese Reaktion  besonders geeignet befunden.  



  Von den so hergestellten     Benzothiadiazin-1,1-di-          oxyd-Verbindungen    lassen sich die     Alkalisalze    her  stellen, indem man die betreffende Verbindung in  einer     wässrigen    oder alkoholischen Lösung des Alkali  hydroxyds auflöst und, wenn erwünscht, das Salz  durch Abdampfen des Lösungsmittels isoliert. Auf  diese Weise sowie auch nach     andern    dem Fachmann  bekannten Verfahren lassen sich das Natrium-, Ka  lium- oder     Lithiumsalz    usw. herstellen.  



  Die so hergestellten     Benzothiadiazin-1,1-dioxyd-          Verbindungen        (1I)    und ihre     Alkalisalze    sind neue  Verbindungen mit hoher     diuretischer        und!oder        natri-          uretischer    Wirkung.  



  Die Verbindungen können in therapeutischer Do  sierung in den üblichen Trägerstoffen verabreicht  werden, beispielsweise in Form von Tabletten, wobei  sie sowohl bei oraler Verabreichung als auch bei In-         jektion    wirksam sind. Da die genannten Verbindun  gen auch in verdünnten alkalischen Medien sowie in       Polyäthylenglykollösungen    leicht löslich sind, kann  man leicht     injizierbare    Lösungen herstellen durch  Auflösen der Verbindung in dem gewünschten Me  dium, wobei auch Zusätze von Schutzstoffen gemacht  werden können.  



  <I>Beispiel 1</I>  Eine Lösung von 5 g     2,4-Disulfamyl-5-nitroanilin     in 175     cm3        98-100 %iger    Ameisensäure wird während  3 Stunden unter     Rückfluss    erhitzt. Nach vollständiger       Abkühlung    werden die farblosen Nadeln auf einem  Filter gesammelt, mit Alkohol gewaschen und ge  trocknet. Man erhält     6-Nitro-7-sulfamyl-1,2,4-benzo-          thiadiazin-1,1-dioxyd,    Schmelzpunkt 338-339 C mit  Zersetzung.  



  2,7 g     6-Nitro-7-sulfamyl-1,2,4-benzothiadiazin-          1,1-dioxyd        werden        in        600        cm3        50%-igem        wässrigem     Alkohol aufgelöst und in einer Wasserstoffatmosphäre  mit 400 mg Platinoxyd als Katalysator so lange ge  schüttelt, bis die Wasserstoffaufnahme aufhört. Der  Katalysator wird     abfiltriert    und die Lösung im Va  kuum zur Trockne eingedampft.

   Kristallisation des  Rückstandes aus einer     50%igen        Alkohol-Wasser-          Mischung    ergibt farblose Nadeln von     6-Amino-7-          sulfamyl-        1,2,4-benzothiadiazin-1,1-dioxyd,    Schmelz  punkt 323-324  C mit Zersetzung.  



  <I>Beispiel 2</I>  Indem man das in Beispiel 1 verwendete     5-Nitro-          2,4-disulfamylanilin    durch eine äquivalente Menge       2,4-Disulfamyl-5-nitro-N-methylanilin    ersetzt und  sonst im wesentlichen in derselben Weise verfährt wie  in Beispiel 1, erhält man     4-Methyl-6-nitro-7-sulfamyl-          1,2,4-benzothiadiazin-1,1-dioxyd    und aus diesem     6-          Amino    - 4 -     methyl    -     7-sulfamyl-1,2,4-benzothiadiazin-          1,1-dioxyd.     



  <I>Beispiel 3</I>  Indem man das in Beispiel 1 verwendete     5-Nitro-          2,4-disulfamylanilin    durch eine äquivalente Menge       2,4-Disulfamyl-5-nitro-N-äthylanilin    ersetzt und sonst      im wesentlichen gleich vorgeht wie in Beispiel 1, er  hält man 4-Äthyl-6-nitro-7-sulfamyl-1,2,4-benzothia-         diazin-1,1-dioxyd    und aus diesem     4-Äthyl-6-amino-          7-sulfamyl-1,2,4-benzothiadiazin-l,1-dioxyd.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Benzothiadiazin-1,1-dioxyd-Verbindungen der Formel EMI0003.0005 in welcher R1 Wasserstoff oder ein niedriges Alkyl- radikal bedeutet, durch Umsetzung von Ameisensäure oder eines zum Thiadiazinringschluss geeigneten Ameisensäurederivats mit einem entsprechenden Nitro-disulfamylanilin, in welchem sich eine Sulfamyl- gruppe in o-Stellung zur Aminogruppe befindet, da durch gekennzeichnet,
    dass man nach der Kondensa tion die Nitrogruppe zur Aminogruppe reduziert. UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Nitro-disulfamylanilin der EMI0003.0019 Formel <SEP> N02 <SEP> NHRl <tb> H2N <SEP> S02 <SEP> S02NH2 <tb> verwendet.
CH7338459A 1956-05-02 1958-07-16 Verfahren zur Herstellung von Benzothiadiazin-1,1-dioxyd-Verbindungen CH380732A (de)

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