CH380739A - Verfahren zur Herstellung von Reserpsäureestern sowie deren Salzen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Reserpsäureestern sowie deren Salzen

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CH380739A
CH380739A CH164164A CH164164A CH380739A CH 380739 A CH380739 A CH 380739A CH 164164 A CH164164 A CH 164164A CH 164164 A CH164164 A CH 164164A CH 380739 A CH380739 A CH 380739A
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reserp
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Schlittler Emil Dr Prof
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Ciba Geigy
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  Verfahren zur Herstellung von     Reserpsäureestern        sowie    deren     Salzen       Im Hauptpatent wird u. a. die Herstellung von       Reserpsäurealkylestern,    deren     Hydroxylgruppe    mit    organischen     Carbonsäuren    verestert ist, und deren       Salze    beschrieben.

      Gegenstand der Erfindung ist nun die Herstellung von     Reserpsäurealkylestern    der Formel  
EMI0001.0009     
    worin     R1    für eine     Alkylgruppe    mit 1-5 Kohlenstoff  atomen und     R.,    und     R3    für Wasserstoff oder     Alkyl-          gruppen    mit 1-5     Kohlenstoffa:tomen    und einer der  Reste     R4    und     R,    für Wasserstoff und der andere  für die     Hydroxylgruppe    steht.  



  Die neuen Ester besitzen eine dem     Reserpin     vergleichbare ausgeprägte     sedativ-hypnotische    Wirk  samkeit, jedoch sind sie weniger blutdrucksenkend  wirksam.  



  Die neuen Ester lassen sich nach an sich be  kannten Methoden erfindungsgemäss herstellen, in  dem man einen     Reserpsäurealkylester    mit einer freien       Hydroxylgruppe,    dessen     Alkylrest    1-5 Kohlenstoff  atome besitzt, besonders den     Reserpsäuremethylester,     mit einer     Benzoesäure    der Formel  
EMI0001.0027     
    worin einer der Reste     R'4    und     R',    für Wasserstoff  und der andere für die     Alkoxycarbonyloxygruppe     steht und X eine     Dialkylaminogruppe,

      deren     Alkyl-          reste    1-5     Kohlenstoffatome    besitzen, oder einen  durch Reduktion in die     NH2    Gruppe     überführbaren     Rest bedeutet, oder einem     ihrer    funktionellen Säure  derivate, wie dem     Anhydrid    oder dem     Halogenid,     z.

   B. dem Chlorid, verestert, wobei gleichzeitig die       Alkoxycarbonyloxygruppe        hydrolysiert    wird, und  falls man einen     Diester    mit einem in die     NH2    Gruppe       überführbaren    Rest erhält, diesen Rest zur     NH2     Gruppe reduziert.  



  Die     Veresterung    wird zweckmässig in Anwesen  heit von     Verdünnungs-    und bzw. oder     Veresterungs-          mitteln    durchgeführt, wie in Gegenwart säurebin  dender Mittel, z. B. Alkali- oder     Erdalkalicarbona-          ten    oder starken organischen Basen, z. B.     tert.     Aminen, wie     Pyridin    oder     Collidin.    Dabei kann man  die Ausgangsstoffe auch     in        Form    ihrer Salze ver  wenden.

        Die nachträgliche Umwandlung der in die     NH2          Gruppe        überführbaren    Reste muss natürlich unter  solchen Bedingungen durchgeführt werden, die weder  die     Carboalkoxygruppe    noch die     Benzoyloxygruppe     spalten oder eine     Umlagerung    besonders in     3-Stel-          lung    des     Reserpsäureskeletts    bewirken.

   Als durch  Reduktion in die     primäre        Aminogruppe    umwandel  bare Reste sollen in erster Linie die     Nitrogruppe,     ferner die     Alkoxycarbonyl-    oder die     Benzyloxycar-          bonylaminogruppen,    z. B. die     Methoxy-    oder     Äthoxy-          carbonylaminogruppe,    genannt werden. So kann  man die     Nitrogruppe    mit katalytisch aktiviertem  Wasserstoff in an sich bekannter Weise reduzieren.  



  Je nach der Arbeitsweise erhält man die neuen       Diester    in freier Form oder als     Salze.        Letztere    lassen  sich aus den freien Estern durch Umsetzung mit  anorganischen oder organischen Säuren, wie Halo  genwasserstoffsäuren, Schwefelsäure, Phosphorsäure,  Salpetersäure, Essigsäure,     Propionsäure,    Zitronen  säure, Milchsäure,     Oxalsäure,    Bernsteinsäure, Äpfel  säure, Weinsäure, Ascorbinsäure,     Methansulfon-          säure,        Äthansulfonsäure,        Oxyäthansulfonsäure,        Ben-          zoesäure,

          Salicylsäure,        p-Aminobenzoesäure    oder       Toluolsulfonsäure,    gewinnen. Aus den Salzen kön  nen die neuen Ester in freier Form, z. B. durch  Behandeln ihrer Lösung mit     Silbercarbonat,    wieder  erhalten werden. Dabei können je nach den Bedin  gungen der Salzbildung Mono- oder     Bissalze    erhal-         ten    werden. Die neuen Salze können auch als  Hydrate, z. B.     Hemihydrate,    Monohydrate,     Sesqui-          hydrate    oder Polyhydrate, kristallisieren.  



  Im nachfolgenden Beispiel besteht zwischen  Gewichtsteil und     Volumteil    die gleiche Beziehung  wie zwischen Gramm und Kubikzentimeter. Die Tem  peraturen sind in Celsiusgraden angegeben.    <I>Beispiel</I>  Eine Lösung von 1,74 Gewichtsteilen     18-0-          (2'-Hydroxy-5'-nitrobenzoyl)    -     reserpsäuremethylester,     vom F.

   235 , (unter Zersetzung) erhalten durch Um  setzung von     Reserpsäuremethylester    mit     2-Äthoxy-          carbonyloxy-5-nitrobenzoesäurechlorid,    in 30     Vo-          lumteilen    Äthanol wird in Gegenwart von 0,35       Gewichtsteilen        eines        l0        %        igen        Palladium        auf        Tier-          kohle    enthaltenden     Katalysators    hydriert.

   Dann gibt  man<B>100</B>     Volumteile    Äthanol zu, wärmt die Mi  schung, bis die organischen Anteile in Lösung ge  gangen sind, und filtriert vom Katalysator ab. Beim  Kühlen     kristallisiert    der     18-0-(2'-Hydroxy-5'-amino-          benzoyl)-reserpsäuremethylester    aus, der nach dem       Urnkristallisieren    aus Äthanol bei 230-233  unter  Zersetzung     schmilzt.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Reserpsäurealkyl- estern der Formel EMI0002.0067 worin R1 für eine Alkylgruppe mit 1-5 Kohlen stoffatomen und R, und R3 für Wasserstoff oder Alkylgruppen mit 1-5 Kohlenstoffatomen und einer der Reste R4 und R, für Wasserstoff und der an dere für die Hydroxylgruppe stehen, dadurch ge kennzeichnet,
    dass man einen Reserpsäurealkylester mit einer freien Hydroxylgruppe, dessen Alkylrest 1-5 Kohlenstoffatome besitzt, mit einer Benzoesäure der Formel EMI0002.0085 worin einer der Reste R'4 und R';
    für Wasserstoff und der andere für die Alkoxycarbonyloxygruppe steht und X eine Dialkylaminogruppe, deren Alkyl- reste 1-5 Kohlenstoffatome besitzen, oder einen durch Reduktion in die NH. Gruppe überführbaren Rest bedeutet, oder einem ihrer funktionellen Säure derivate verestert, wobei gleichzeitig die Alkoxy- carbonyloxygruppe hydrolysiert wird, und,
    falls man einen Diester mit einem in die NH; Gruppe über führbaren Rest erhält, diesen Rest zur NH.- Gruppe reduziert. UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man den Reserpsäuremethylester als Ausgangsstoff verwendet.
CH164164A 1953-05-08 1958-11-03 Verfahren zur Herstellung von Reserpsäureestern sowie deren Salzen CH380739A (de)

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