CH383976A - Verfahren zur Herstellung von a-Nitro-lactamen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von a-Nitro-lactamen

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CH383976A
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nitro
lactams
carbochloride
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CH7824459A
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Inventor
Hubertus Ottenheym Johannes
Henri Von Den Hoff Joha Pierre
Original Assignee
Stamicarbon
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  Verfahren     zur        Herstellung    von     a-Nitro-laetamen       Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstel  lung von     a-Nitro        lactamen.     



  Die a     Nitro-lactame    sind substituierte     Lactame,     in denen im Molekül eines der an das     a-Kohlenstoff-          atom    gebundenen Wasserstoffatome durch     eine    Ni  trogruppe ersetzt ist. Die a     Nitro-lactame    wurden  bisher nicht in der Literatur beschrieben. Es ist nicht  möglich, diese neuen Stoffe zu gewinnen, wenn man       Lactame    in einer bis jetzt bekannten Weise behan  delt.  



  Es wurde     gefunden,    dass     a-Nitro-lactame        in.     nahezu theoretisch möglichen Mengen gewonnen wer  den, wenn man     3-Nitro-azacyclo-alkanon-2-N-carbo-          chloride    bei einer Temperatur von mindestens 50  C       hydrolysiert.     



  Das     Verfahren    gemäss der Erfindung kann in ein  facher Weise durchgeführt werden, indem man das  als Ausgangsstoff in Frage kommende     Carbochlorid     bei der genannten Temperatur in Wasser suspendiert,  wobei unter Entwicklung von     Kohlensäuregas    die  Hydrolyse stattfindet, während zugleich Chlorwasser  stoff gebildet wird. Durch Steigerung der Temperatur  wird die Hydrolyse beschleunigt. Vorzugsweise findet  die Hydrolyse bei einer     Temperatur    zwischen 50 und       100     C statt, wobei in kurzer     Zeit,    meistens nicht  länger als einer halben Stunde, die Hydrolyse voll  endet ist.  



  Die     a-Nitro-lactame    sind nur wenig     löslich    in  Wasser, so dass sie bei der Hydrolyse als eine Sus  pension in Wasser anfallen. Aus dieser Suspension  kann der Feststoff leicht, z. B. durch     Filtrierung,    aus  geschieden und mit Wasser gewaschen werden. Aus  der wässerigen Flüssigkeit lässt sich durch Extraktion  mit einem Lösungsmittel, wie z. B.     Methyl-Äthyl-          keton,    das gelöste     a-Nitro-lactam    gewinnen. Die Tren  nung des a     Nitro-lactams    von der wässerigen Flüssig-         keit    kann noch gefördert werden, indem man Salze,  z.

   B.     Ammoniumsulfat,        in    der wässerigen Phase auf  löst.  



  Nach einer bevorzugten Ausführungsform des  erfindungsgemässen Verfahrens wird 3 -     Nitro    -     aza-          cyclo-alkanon-2-N-carbochlorid    angewandt, das durch  Behandlung mit     Nitriersäure    aus     Azacyclo-2,3-          alkylen-2-chloro-        N-carbochlorid    gewonnen wurde und  noch Säure enthält. In dieser Weise kann eine Reini  gung des     Ausgangsproduktes    unterbleiben, weil die  sauren Reste während der Hydrolyse aufgelöst werden.  



  In den     3-Nitro-azacyclo-alkanon-2-N-carbochlori-          den,    die nach der Erfindung angewandt werden,  kann die Anzahl     Kohlenstoffatome    der     Alkanon-          gruppe    variieren und z. B. 5, 6 oder 7 betragen. Ge  eignete     Ausgangsverbindungen    sind z. B.     3-Nitro-aza-          cyclo-hexanon-2-N-carbochlorid    und     3-Nitro-aza-          cyclv-heptanon-2-N-carbochlorid.    Auch     kann    die       Alkanongruppe    mehr     Kohlenstoffatome,    z.

   B. 10, 11  oder 12     Kohlenstoffatome,    enthalten. Die Entstehung  der     a-Nitro-laetame    nach dem     erfindungsgemässen,     Verfahren wurde durch Analyse und optische Unter  suchung bestätigt.    Diese neuen Stoffe     sind    von     Bedeutung    zur Her  stellung von     Arzneimitteln,    und zwar auf Grund ihrer       pharmazeutischen    Wirkung.    <I>Beispiel 1</I>    110 g     3-Nitro-azacyclo-heptanon-2-N-carbochlorid     werden in einem     Becherglas    von 2 1     Inhalt        in    300 ml  Wasser suspendiert.

   Die Suspension wird bis zu einer  Temperatur von 95  C     erhitzt    und von     Zeit    zu Zeit  durchgerührt. Nach 20 Minuten hat die Entwicklung  von     Kohlensäuregas    aufgehört und ist die Hydrolyse       vollendet.         Anschliessend wird die Suspension filtriert und  der Feststoff mit Wasser gewaschen und     getrocknet.     In dieser Weise werden 74,5g     a-Nitro-caprolactam     gewonnen. Die wässerige Flüssigkeit wird viermal mit  50 ml     Methyl-Äthylketon    extrahiert, und aus den so  erhaltenen Lösungen wird nach Entfernung der  Flüssigkeit noch 3,9 g     a-Nitro-caprolaetam    gewonnen.  



  Die Gesamtausbeute beläuft sich auf 78,4 g,     ent-          sprechend        einem        Wirkungsgrad        von        99,5        %.     



  <I>Beispiel 2</I>  194 g     Azacyclo-2,3-heptylen-2-chloro-N-carbo-          chlorid    werden unter Rühren langsam, während 15  Minuten, 540g     Nitriersäure        zugesetzt,    während man  die Temperatur unter 30  C hält. Die angewandte     Ni-          triersäure    ist ein     Gemisch    aus 130 g 99 gewichts  prozentiger Salpetersäure und 410 g 96 gewichts  prozentiger Schwefelsäure. Nach Zusatz des     Carbo-          chlorids    wird noch während 1.0 Minuten gerührt.

    Darauf wird das Reaktionsgemisch langsam in 1,5 1  Wasser     verteilt,    wobei eine Suspension anfällt, die  bei einer Temperatur von 70-80  C während einer  halben Stunde gerührt wird. Anschliessend wird die    Suspension bis     zu    20-25  C gekühlt und werden  1100 g     Ammoniumsulfat    in der wässerigen Phase  gelöst, wonach der Feststoff durch     Filtrierung    und  Waschen aus der wässerigen Phase ausgeschieden  und getrocknet wird.  



  In dieser Weise bilden sich 148 g     a-Nitro-capro-          lactam.    Aus der wässerigen Phase werden durch  Extraktion mit     Methyl-Äthylketon    noch 4 g     a-Nitro-          caprolactam    gewonnen.  



  Die Ausbeute beläuft sich auf 152 g,     entspre-          chend        einem        Wirkungsgrad        von        96,2%,        berechnet     nach dem     Carbochlorid,    von dem ausgegangen wurde.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von a-Nitro-lactamen, dadurch gekennzeichnet, dass 3-Nitro-azacyclo- alkanon-2-N-carbochloride bei einer Temperatur von mindestens 50 C hydrolysiert wird. UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass man rohes, noch Säure enthaltendes 3-Nitro-azacyclo-alkanon-2-N-carbochlorid verwendet.
CH7824459A 1958-09-30 1959-09-15 Verfahren zur Herstellung von a-Nitro-lactamen CH383976A (de)

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