CH388967A - Verfahren zur Herstellung von Sulfonamiden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Sulfonamiden

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CH388967A
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CH
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sulfanilamide
alkaline earth
alkyl
alkali
dependent
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Application number
CH264761A
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English (en)
Inventor
Edgar Taft William
Marie Krazinski Helen
Original Assignee
American Cyanamid Co
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    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C07—ORGANIC CHEMISTRY
    • C07D—HETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D239/00—Heterocyclic compounds containing 1,3-diazine or hydrogenated 1,3-diazine rings
    • C07D239/02—Heterocyclic compounds containing 1,3-diazine or hydrogenated 1,3-diazine rings not condensed with other rings
    • C07D239/24—Heterocyclic compounds containing 1,3-diazine or hydrogenated 1,3-diazine rings not condensed with other rings having three or more double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D239/28—Heterocyclic compounds containing 1,3-diazine or hydrogenated 1,3-diazine rings not condensed with other rings having three or more double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, directly attached to ring carbon atoms
    • C07D239/69—Benzenesulfonamido-pyrimidines

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)

Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung von Sulfonamiden
Die vorliegende Erfindung betrifft ein neues und verbessertes Verfahren zur Herstellung von 4-Sulfa  nilamido-2, 6-di-niederes-alkoxypyrimidinen.   



     4-Sulfanilamido-2,6-dimethoxypyrimidin    und verwandte Verbindungen werden in weitem Umfang verwendet auf Grund ihrer wertvollen chemothera  peutischen    Eigenschaften. Das Produkt, 4-Sulfanil  amido-2 ,6-dimethoxypyrimidin ,    ist ebenfalls unter dem Namen Sulfadimethoxin bekannt. Auf Grund der weit verbreiteten Verwendung dieser Produkte ist ein gutes Verfahren,   durch    welches sie technisch hergestellt werden können, höchst erwünscht.

   Ein Verfahren zur Herstellung von   Sulfadimethoxin    ist in der USA-Patentschrift Nr. 2 703   S00      beschrieben,    wobei Natriumsulfanilamid mit   2,4-Dimethoxy-6-      pyrimidinyltrimethyl-ammoniumclllorid    bei 80 bis 900 C in Gegenwart von Acetamid unter Rühren umgesetzt wird. Es wird angegeben, dass das erhal  teile    Produkt nach dem angegebenen Verfahren in entsprechenden Ausbeuten zu erhalten ist.



   Es wurde nun gefunden, dass diese Produkte im wesentlichen in quantitativen Ausbeuten erhalten werden können, wenn 4-Alkyl- oder 4-Arylsulfonyl  2,6-di-niederes-alkoxypynmidine    mit einem Alkalimetallsalz oder einem   Erdalkalimetallsalz    des Sulfanilamids oder eines Acylsulfanilamids umgesetzt werden. Wenn das Salz des   N4-Acyl-suli anilamids    verwendet wird, wird das Produkt der Kondensationsreaktion mit Säure oder Base behandelt, um die N4-Acylgruppe zu hydrolysieren. Die Reaktion kann   wie    folgt wiedergegeben werden:
EMI1.1     
 worin R und R', die gleich oder verschieden sein können, niedere Alkylreste, R" eine Alkyl oder Arylgruppe, R"' ein Wasserstoffatom oder eine Alkanoyloxygruppe und M ein Alkali- oder Erdalkalikation bedeuten.

   Wenn   R"' bei    dem Sulfanilamidsalz als Reaktionspartner III eine Alkynoylgruppe  darstellt, wird das erhaltene Produkt mit Säure oder Base zur Hydrolysierung der Alkanoyloxygruppe behandelt, um das Produkt I zu erhalten.



   Wie oben gezeigt, wird das verbesserte Verfahren der vorliegenden Erfindung durchgeführt, indem   2, 6-di-niederes-alkoxy-4-alkyl-oder    oder Arylsulfonylpyrimidin mit einem Alkali- oder einem Erdalkalisalz eines Sulfanilamids oder eines   N4-Acylsulfanit-    amids kondensiert wird. Bei dem Verfahren wird die   N4-Acylgrappe,    falls vorhanden, hydrolysiert nach der Kondensation durch Behandlung mit Säure oder Base.



   Die Hydrolyse der N4-Acylgruppe wird vorzugsweise durch Erhitzen am Rückfluss mit 2n Salzsäure oder durch Behandlung mit Natriumhydroxyd bewirkt. Die Kondensationsreaktion wird gebräuchlicherweise in einem inerten Lösungsmittel, wie z. B.



  Dimethylsulfoxyd, Dimethylformamid, Tetrahydrofuran, Dioxan, Dimethylacetamid, Dimethylsulfon und ähnlichen, durchgeführt. Die Kondensationsreaktion wird vorzugsweise bei einer Temperatur im Bereich von etwa 20 bis 1000 C ausgeführt. Die für die Vervollständigung der Reaktion bei der obigen Temperatur erforderliche Zeit variiert zwischen ein paar Minuten und mehreren Stunden. Nach der Beendigung der Reaktion, welche im wesentlichen quantitative Ausbeuten an relativ reinem Produkt ergibt, kann das gewünschte Sulfaprodukt weiterhin durch einfache Umkristallisation gereinigt werden.



   Das Verfahren nach vorliegender Erfindung stellt eine Verbesserung gegenüber den bisherigen Herstellungsverfahren für   4-Sulfanilamido-2,6-di-niederes    alkoxypyrimidine dar. Es verläuft unter milderen Bedingungen, und es zeigt sich, dass es im wesentlichen frei von Nebenproduktbildung verläuft und höhere Ausbeuten des gewünschten Produktes ergibt.



  Die Ersetzung des   4-Alkyl- oder -Aryisulfonylsubsti-    tuenten des   Di-niederes-alkoxypyrimidinkerns    erfolgt mit grösserer Leichtigkeit als die frühere Ersetzung der Trimethylammoniumgruppe. Deshalb stellt das vorliegende Verfahren ein verbessertes technisches Verfahren zur Herstellung von   4-Sulfanilamido-2, 6-    di-niederes-alkoxypyrimidinen dar.



   Das folgende Beispiel erläutert im einzelnen das Verfahren nach vorliegender Erfindung zur Herstellung von beispielshalber   4-Sulfanil-amido-2,6-di-    niederen-alkoxypyrimidinen. Teile sind Gewichtsteile, falls nichts anderes angegeben.



   Beispiel
Eine Lösung von 21,8 Teilen   4-Methylsulfonyl-      2, 6-dimethoxypyrimidin    und 38,8 Teilen Natriumsulfanilamid in 221 Teilen Dimethylsulfoxyd wird bei 600 C während zwei Stunden gehalten. Ein aliquoter Teil (194 Teile) der Reaktionsmischung wird in 1500 Teilen Wasser gelöst. Die Lösung wird auf einen pH-Wert 8 gebracht (kein Niederschlag) und schliesslich auf einen pH-Wert 5 durch Zugabe von in Salzsäure unter Rühren. Der weisse Niederschlag schmilzt bei   198,0-198,50    C. Der Schmelzpunkt wird nicht gedrückt bei Zumischung zu einer reinen Probe von   4-Sulfanilamid-2,6-dimethoxypyri-    midin, die bei   199,5-200,03    C schmilzt.

   Bei der Papierchromatographie zeigt sich eine etwas   40 S ige    Umsetzung nach nur drei Minuten Reaktionszeit.



  Proben, die nach einer und zwei Stunden Reaktionszeit genommen wurden, scheinen identisch, und die Ausbeute ist im wesentlichen quantitativ. Auf einem Papierchromatogramm sind keine Nebenprodukte feststellbar.   

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von 4-Sulfanilamido2, 6-di-niederes-alkoxypyrimidinen der Formel I EMI2.1 worin R und R' gleiche oder verschiedene, niedere Alkylreste bedeuten, dadurch gekennzeichnet, dass man ein 4-Alkyl- oder -Arylsulfonyl-2,6-di-niederesalkoxypyrimidin der Formel II EMI2.2 worin R" eine Alkyl- oder Arylgruppe bedeutet, mit einem Alkali- oder Erdalkalisalz eines Sulfanilamids oder eines Acylsulfanilamids der Formel III EMI2.3 worin M ein Alkali- oder Erdalkalikation und R"' ein Wasserstoffatom oder eine Alkanoyloxygruppe bedeuten, umsetzt und, falls das Acylsulfanilamid, in welchem R"' eine Alkanoyloxygruppe bedeutet, verwendet wurde, das gebildete Produkt zur Überführung von R"' von einer Alkanoyloxygruppe zu einem Wasserstoffatom hydrolysiert.
    UNTERANSPRUCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man ein 4-Methylsulfonyl-2,6-di- niederes-alkoxypyrimidin mit einem Alkalisulfanilamid oder einem Erdalkalisulfanilamid umsetzt.
    2. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man 4-Sulfanilamido-2,6-dimethoxypyrimidin durch Umsetzung von 4-Methylsulfonyl-2, 6-dimethoxypyrimidin mit einem Alkalisulfanilamid herstellt.
    3. Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man das Natriumsalz von Sulfanilamid verwendet.
    4. Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass man die Materialien in einem organischen Lösungsmittel, das gegenüber den Reaktionspartnern inert ist, bei einer Temperatur im Bereich von 20 bis 1000 C umsetzt.
CH264761A 1960-09-12 1961-03-06 Verfahren zur Herstellung von Sulfonamiden CH388967A (de)

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