CH391376A - Brennkraftmaschine - Google Patents

Brennkraftmaschine

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CH391376A
CH391376A CH259062A CH259062A CH391376A CH 391376 A CH391376 A CH 391376A CH 259062 A CH259062 A CH 259062A CH 259062 A CH259062 A CH 259062A CH 391376 A CH391376 A CH 391376A
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CH
Switzerland
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compressor
air
internal combustion
combustion engine
valve
Prior art date
Application number
CH259062A
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English (en)
Inventor
Glamann Wilhelm
Original Assignee
Differential Diesel Engines Es
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Publication date
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Publication of CH391376A publication Critical patent/CH391376A/de

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    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02BINTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
    • F02B37/00Engines characterised by provision of pumps driven at least for part of the time by exhaust
    • F02B37/04Engines with exhaust drive and other drive of pumps, e.g. with exhaust-driven pump and mechanically-driven second pump
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
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Description


      Brennkraftmaschine       Diese     Erfindung    betrifft     Brennkraftmaschinen     mit     Aufladung.     



       Brennkraftmaschinen    mit einer aus einem ersten,  mechanisch angetriebenen und einem weiteren, durch  eine Abgasturbine     angetriebenen        Luftkompressor     bestehenden     Aufladeeinrichtung    sind bereits bekannt.  Solche Einrichtungen haben den Nachteil, dass bei  hohen Motordrehzahlen,     d.h.    dann     wenn    der zweite  Kompressor genügend     komprimierte        Frischluft    zuzu  führen vermag, der erste Kompressor immer weiter       mitdreht    und somit eine bestimmte     Leistung    auf  nimmt.

   Ein weiterer Nachteil liegt darin, dass der  erste Kompressor den ganzen oder     teilweisen    Aus  fall des zweiten nicht auszugleichen vermag. Auch  kann der erste Kompressor durch den zweiten nicht  unterstützt werden, wenn letzterer in der Leistung  abfällt.  



  Zweck der vorliegenden     Erfindung        ist    nun, diese  Nachteile wenigstens teilweise zu beheben.  



  Die     erfindungsgemässe        Brennkraftmaschine,    die  mit einem     Lufteintrittsrohr,    einem Abgasrohr und  einer Einrichtung zum Aufladen der Maschine mit  komprimierter Luft ausgerüstet ist, wobei diese Ein  richtung einen ersten Luftkompressor, ein von der       Brennkraftmaschine    angetriebenes Differentialge  triebe, das in     Antriebsverbindung    mit dem ersten  Kompressor und mit einer     Transmissionswelle    steht,  und einen zweiten Luftkompressor, der an     eine    Ab  gasturbine angeschlossen ist, umfasst, zeichnet sich  aus durch einen ersten     Luftdurchlass,

      der den     Luft-          auslass    des ersten Kompressors     mit    dem     Luftein-          trittsrohr    der Maschine verbindet, und durch einen  zweiten Luftdurchlass, welcher den     Luftauslass    des  zweiten Kompressors über ein     Rückschlagventil        mit     dem     Lufteintrittsrohr    der Maschine verbindet.  



  Vorzugsweise ist die     Brennkraftmaschine    derart  ausgebildet, dass der     Luftauslass    des zweiten Kom-         pressors    über einen dritten     Durchlass    mit dem     Luft-          einlass    des ersten Kompressors     in    Verbindung steht,  und dass     dieser    dritte     Durchlass    ein     Hilfs-Drossel-          ventil    aufweist, welches den     Luftdurchtritt    in Ab  hängigkeit der Stellung des     Rückschlagventils    steuert.  



  Zudem kann     im        Lufteintrittsrohr    des ersten Kom  pressors ein weiteres     Rückschlagventil    angeordnet       sein.     



  In der beiliegenden Zeichnung sind beispiels  weise Ausführungsformen     des        Erfindungsgegenstan-          des    dargestellt. Es zeigen       Fig.    1 eine     Seitenansicht    eines Ausführungs  beispiels der     erfindungsgemässen        Brennkraftmaschine     mit zugeordneter     Gebläs,eeinrichtung    ;       Fig.    2 eine der     Fig.    1 entsprechende Ansicht       eines    zweiten     Beispiels    ;

         Fig.    3 eine im grösseren     Masstab    dargestellte       Schnittansicht    eines Ventils, das im Beispiel gemäss       Fig.    1 verwendet ist, und       Fig.    4 und 5 im vergrösserten     Masstab    jeweils  einen Schnitt durch Ventile, wie sie     beim    Beispiel  gemäss     Fig.    2 benutzt     sind.     



       Bezugnehmend    auf     Fig.    1 besitzt eine     Brenn-          kraftmaschine    1 ein Abgasrohr 2, ein     Lufteinlassrohr     3 und     eine        Einrichtung    zum     Aufladen    der Maschine  1 mit     Pressluft.    Die     Aufladeeinrichtung    besteht im       allgemeinen    aus einem ersten     Luftkompressor    4 der       Verdrängerbauart,    einem     Differentialgetriebe    5,

    einem zweiten     als        Turbokompressor        ausgebildeten          Luftkompressor    6,     einem    Ventil 7 und aus Leitungen  8, 9 bzw. 10.  



  Das Differentialgetriebe 5 wird von der     Brenn-          kraftmaschine    1 über eine Welle 11 angetrieben und  besitzt einen ersten     Abtriebsteil,    welcher über eine  Wellenkupplung 12 in     Antriebsverbindung        mit    dem       Kompressor    4 steht, und     einen        zweiten,

      in     antrei-          bender        Verbindung        mit    einer     Transmissionswelle    13      stehenden     Abtriebsteil.    Der     Turbokompressor    6 be  sitzt eine Turbine 14, welche von den durch das  Rohr 2 aus der Maschine 1 kommenden Abgasen  getrieben wird, und einem Kompressor 15, der ein       Lufteintrittsrohr    16 mit einem     Luftfilter    17 aufweist.

    Das     abgasentladende    Rohr der Turbine 14 ist bei 18  angedeutet,     während    ein     Lufteintrittsrohr    und ein       Luftfilter    für den Kompressor 4     mit    19 bzw. 20  bezeichnet sind.  



  Das Ventil 7 weist     einen        Ventilkörper    21 auf,  und die     Leitungen    8, 9, 10 verbinden jeweils     den          Ventilkörper    21 mit der     Luftabgabeseite    des     Kom-          pressors    4, dem     Lufteinlassrohr    3 und der     Luftabga-          beseite    des Gebläses 15.

   Das     Ventil    7 besitzt einen  ersten     Durchlass    22, der die     Leitung    8     mit    der Leitung  9 verbindet, und einen zweiten     Durchlass    23, wel  cher an die Leitung 10     anschliesst    und innerhalb des       Ventilkörpers    eine mit dem Durchlass 22 gemein  same     Öffnung    24 aufweist.

   Die     Öffnung    24 wird von  einem Ventilteil 25 gesteuert oder geregelt, welcher  sich zwischen der geschlossenen Lage, in welcher er  in     Fig.    1 gezeigt ist, und einer     völlig    offenen Lage  bewegen kann, in welcher er durch     Anschläge    26       bewegungsbegrenzt    ist. Eine     Feder    27 drückt den  Ventilteil 25 in seine Schliesslage. Ein Luftkühler  oder ein     Wärmeaustauscher    28 ist in die Leitung  10 eingebaut, kann aber auch in der Leitung 8 oder  9 vorgesehen sein.  



  Die Wirkungsweise der     Aufladeeinrichtung    soll  nun beschrieben werden.  



  Wenn die     Brennkraftmaschine    1 angelassen wird  und in Leerlauf mit hoher Drehzahl läuft, saugt der  Kompressor 15     Luft        durch    den Filter 17 und das  Rohr 16 und entlädt Luft durch die Leitung 10. Das  Ventil 7 öffnet sich unter dem Druck der Luft in  der Leitung 10 und Luft     gelangt    dann zur Maschine  1 durch die Öffnung 24, den Durchlass 22, die Lei  tung 9 und     das        Einlassrohr    3. Der Kompressor 4  ist bei     niedriger    Maschinenleistung ausser Betrieb  und das Öl im     Differentialgetriebe    5 ist kalt und  keine oder nur geringe Belastung besteht an der  Welle 13.

   Wird bei mittleren Maschinengeschwindig  keiten eine     mittlere    Belastung an der Welle 13 ange  legt, dann beginnt der Kompressor 4 zu     arbeiten    und  liefert     Luft    zur     Brennkraftmaschine    1     durch    die Lei  tung 8, den     Durchlass    22 des     Ventils    7 und das     Ein-          lassrohr    3, so dass somit beide Kompressoren 4 und  15 Luft zur Maschine 1 fördern.

   Wenn die Drehzahl  der     Maschine        niedrig        und    die Belastung hoch ist,  dann übersteigt der     Luftdruck    im     Durchlass    22 aus  dem Kompressor 4 den Druck im     Durchlass    23 aus  dem Kompressor 15 und bei einem     vorbestimmten     Drucküberschuss schliesst der Ventilteil 25 die     öff-          nung    24 und schaltet die Luftzufuhr aus dem Kom  pressor 15 zur     Brennkraftmaschine    1 ab, während  der Kompressor 4 weiterhin Luft zu dieser Maschine       liefert.     



  Die grundlegenden     Verhältnisse    sind somit fol  gende    a) Bei hoher Drehzahl und geringer Belastung ist  der Kompressor 4 ausser Betrieb und der Kom  pressor 15 führt den ganzen     Aufladevorgang     durch.  



  b) Bei mittlerer Geschwindigkeit und mittlerer Be  lastung arbeiten beide Kompressoren 4 und 15  in     Parallelschaltung.     



  c) Bei     niedriger    Geschwindigkeit und hoher Be  lastung,     ist    die Zufuhr aus dem Kompressor 15  zur Maschine abgeschaltet, und der Kompres  sor 4     vollführt    das ganze     Aufladen.     



  Die     Brennkraftmaschine    weist somit einen hohen       Aufladedruck    und ein hohes Drehmoment, bei nied  rigen     Maschinendrehzahlen    unter Belastung auf,  während das Drehmoment     mit    zunehmenden Betriebs  drehzahlen rasch abfällt.  



  Die reichliche Entladung von Abgasen zum Kom  pressor 15 führt früh zu einer anfänglichen wirksa  men Teilnahme des Kompressors 15, und wenn das  Ventil 7 offen ist und sich die beiden Kompressoren  4 und 15 in Betrieb befinden, dann wird der Ruf  ladedruck durch den Kompressor 4 geregelt und  hängt vom     Drehmomentswert    ab, der durch die den  Motor bedienende Person     eingestellt    wird. Die Lie  fermenge und die     Betriebsgeschwindigkeit    des Kom  pressors 15     stellen    sich selbst gemäss der Leistungs  kurve des     Kompressors    15 ein.  



  Je höher die Maschinengeschwindigkeit ist, desto  weiter öffnet sich das Ventil 7 und desto mehr erhöht  sich der     Anteil    der vom Kompressor 15     gelieferten          Aufladeluft.    Mit zunehmender Maschinengeschwin  digkeit, sinkt daher die Geschwindigkeit oder Dreh  zahl des     Kompressors    4     allmählich    immer mehr, bis  schliesslich der     Kompressor    4 zum Stillstand kommt  und die Ladeluft der     Brennkraftmaschine    1 nur noch  durch den Kompressor 15 zugeführt wird.

   Über  schüssige     Aufladeluft    kann dann durch die Leitung  8 zum Kompressor 4 gelangen, so dass letzterer um  gekehrt getrieben wird und als Antriebsmaschine für  den ersten     Abtriebsteil    des Differentialgetriebes 5 ar  beitet, welches     somit    als Zusatz- oder Hilfsschalt  getriebe für die Hauptwelle 11 der     Brennkraft-          maschine    arbeitet.  



  Sollte der Kompressor 15 versagen, dann tritt  der Kompressor 4 zur Lieferung der     Gesamtmenge     an erforderlicher Ladeluft automatisch in Betrieb,  und falls der Kompressor 4 versagt, dann liefert der  Kompressor 15 mindestens bei den höheren Maschi  nengeschwindigkeiten genügend     Aufladeluft.     



  Das in     Fig.    2 gezeigte Beispiel soll nun beschrie  ben werden, wobei     rnit    Bezug auf     Fig.    1 gleiche Teile  mit gleichen     Bezugsziffern    unter Hinzufügung des  Buchstaben A bezeichnet sind.  



       Bezugnehmend    auf     Fig.    2 besitzt eine Brenn  kraftmaschine     1A,    die grösser ist als die Maschine 1  der     Fig.    1, ein     Abgasrohr    2A, ein     Lufteinlassrohr    3A  und eine     Aufladeeinrichtung.    Die     Aufladeeinrichtung     besteht aus einem ersten, durch ein Differential  getriebe 5A getriebenen     Luftkompressor    4A, einem  zweiten Turbokompressor 6A, der von den Maschi-           nenabgasen    angetrieben wird und eine Turbine 14A,  sowie einen Kompressor 15A     aufweist,    einem Ventil  7A und aus Leitungen 8A, 9A und 10A.

   Das Ge  triebe 5A wird von der     Brennkraftmaschine    über eine  Welle 11A getrieben und hat einen ersten Abtriebs  teil, der den Kompressor 4A durch eine Kupplung  12A antreibt, und einen zweiten     Abtriebsteil,    der eine       Transmissionswelle    13A treibt. Die Turbine 14A  weist ein Abgasauspuffrohr 18A auf, und der Kom  pressor 4A besitzt ein     Lufteintrittsrohr    19A mit  einem Luftfilter 20A.

   Das Ventil 7A besitzt einen  Körper 21A, welcher durch die Leitungen 8A, 9A,  10A jeweils mit dem Kompressor 4A, dem     Luftein-          trittsrohr    3A und dem Kompressor 15A verbunden  ist, und Durchlässe 22A, 23A, sowie eine Öffnung  24 aufweist, wobei innerhalb des Körpers 21A ein  Ventilteil 25A die Öffnung 24A regelt.  



  Wie bereits beschrieben, entspricht die in     Fig.    2  gezeigte Ladeeinrichtung im allgemeinen der Ein  richtung gemäss     Fig.    1 mit der Ausnahme, dass sich  der Turbokompressor 6 am hinteren Ende der       Brennkraftmaschine    1 befindet und kein separates       Lufteintrittsrohr    besitzt, während der Luftkühler  oder     Wärmeaustauscher    28A im     Lufteintrittsrohr     angeordnet     ist.     



  Das in     Fig.    2 dargestellte Ausführungsbeispiel  unterscheidet sich vom Beispiel gemäss     Fig.    1     fol-          gendermassen    : Das     Lufteintrittsrohr    19A dient  sowohl für den Kompressor 4A, als auch für den  Kompressor 15A und ist benachbart seinem Einlass  ende oder oberen Ende zum Kompressor 15A zu  durch ein Rohr 29 verzweigt. Zwischen seinem  Zweigrohr 29 und seiner Verbindungsstelle zum Kom  pressor 4A besitzt das Rohr 19A noch     -ein    zweites  Zweigrohr 30, das zu .einer Öffnung 31 im Ventil  körper 21A des Ventils 7A führt.

   Die Öffnung 31  wird durch einen     Hilfsventilteil    32 geregelt, der durch  eine Stange 33 mit dem     Ventilteil    25A so verbunden  ist, dass der     Ventilteil    32 bei Verschlusslage des Ven  tilteils 25A sich, wie dargestellt, in seiner offenen  Lage befindet, und umgekehrt. Ferner ist ein Ventil  34 im Rohr 19A zwischen den Rohrzweigen 29 und  30 vorgesehen.

   Gemäss     Fig.    5 besteht das Ventil 34  aus einem Hohlkörper 35, der durch eine Platte 36  mit Schlitzen 37     geteilt    ist, welche durch an der  Unterseite der     Platte    vorgesehene Blattfedern 38  verschlossen werden, die sich zur Öffnungslage dann  bewegen, wenn der Luftdruck an der oberen Seite  der Federn 38, das heisst an der     Lufteintrittsseite,          grösser    als an der Unterseite oder Austrittsseite ist.       Fig.    5 zeigt eine der Federn 38 in offener Lage.  



  Befindet sich das     Ventilteil    25A in seiner     Ver-          schlusslage,    dann ist das Ventil 34 auch geschlossen  und Luft aus dem Kompressor 15A wird durch die  Öffnung 31, das Rohr 30 und das Rohr 19A zur       Eingangsseite    des Kompressors 4A unter Umgehung  des     Lufteinlassrohres    3A geleitet, um noch weiter  komprimiert und     dann.    .in die Leitung 9A und das  Einlassrohr 3A geleitet zu werden, sodass eine zwei  stufige     Aufladung    erzielt wird,

   wobei der Kompres-         sor    15A die erste     Aufladestufe        erzeugt.    Das ge  schlossene Ventil 34 verhindert ein Entweichen von  Luft ins Freie durch den     Luftfilter    20A.  



  Wenn die Lieferung von     Luft    aus dem Kompres  sor 15A zum Ventil 7A ein vorbestimmtes Mass       übersteigt,    erhöht     sich        ihr    Ladedruck im Durchlass  23A infolge einer Drosselwirkung durch den Ventil  teil 32. Dadurch wird der     Ventilteil    25A geöffnet und  der Ventilteil 32 geschlossen, so     :dass    beide Kompres  soren 4A und 15A dann in Parallelschaltung arbeiten  zum Unterschied von einem Zweistufen- oder Serien  betrieb.

   Das bedeutet, der Kompressor 15A entlädt  sich durch die Öffnung 24A zum Einlassrohr 3A,  während sich der Kompressor 4A durch den     Durch-          lass    22A entlädt und durch das Ventil 34 Luft  ansaugt.  



  Beim     Ausführungsbeispiel    gemäss     Fig.    2 ergeben  sich     somit    die folgenden,     grundlegenden    Betriebs  verhältnisse  a) Bei hoher Geschwindigkeit und leichter Belastung  ist der Kompressor 4A ausser Betrieb, während  der Kompressor 15A den ganzen     Aufladevorgang     durchführt.  



  b) Bei mittlerer     Geschwindigkeit    und mittlerer Last  arbeiten beide Kompressoren 4A und 15A paral  lel.  



  c) Bei niedriger Geschwindigkeit und hoher Be  lastung arbeiten beide Kompressoren 4A und 15A  in Reihenschaltung und liefern eine     zweistufige     Kompression, wobei der Kompressor 15A zum  Kompressor 4A liefert.  



  Der Übergang vom Reihenbetrieb zum Parallel  betrieb der Kompressoren 4A und 15A kann auch  durch eine kurze Unterbrechung der Brennstoff  strömung bewirkt werden, das heisst durch Rück  drosseln da in jenem     Augenblick    der Ladedruck im  Lieferrohr des Kompressors 15A zusammenbricht,  während     Lieferdruck    im Lieferrohr 10A in jenem  Augenblick nicht erfolgt.  



  Die durch Unterbrechung der Brennstoffströmung       verursachte        Drehmomentänderung    erfolgt schlag  artig, was natürlich auch zu einem sofortigen Abfall  des durch den Kompressor 4A erzeugten     Druckes     führt. Der Abfall des vom Kompressor 15A erzeugten  Druckes geht langsamer vor sich, da er von der  Maschinendrehzahl abhängt. Während dieser Zeit ist  somit der vom Kompressor 15A erzeugte Druck  höher als jener des Kompressors 4A, und das Ventil  25A öffnet.  



  Beim Beispiel gemäss     Fig.    1     kann    das darge  stellte Organ 25 durch     irgendeine    andere, passende       Ventilart    ersetzt werden, so     zum    Beispiel durch die  den Organen 36, 38 des Ventils 34     in        Fig.    2 ent  sprechende oder gleichwertige Art.  



       Wenn    bei dem in     Fig.    2     gezeigten        Beispiel    das  Ventil 34 weggelassen wird und sich der Ventilteil  25A in seiner offenen Lage befindet, dann gelangt  zum     Ventil    7A durch den Kompressor 15A gelie  ferte, überschüssige     Luft    durch die     Leitung    8A     zum     Kompressor 4A in einer     ähnlichen    Weise wie es mit      Bezug auf     Fig.    1 beschrieben wurde, so dass das Dif  ferentialgetriebe 5A als ein Zusatzschaltgetriebe  arbeitet.  



       Beim        Parallelbetrieb    der beiden     Kompressoren     ermöglicht die Ausbildung zum     automatischen    Dros  seln des ersten oder     getriebegetriebenen        Kompres-          sors,    für den die erforderliche Leistung einen Lei  stungsverlust im     gesamten    Leistungsausgleich be  deutet, diesen Leistungsverlust zu     verringern,    so dass  der Gesamtwirkungsgrad erhöht werden kann.

   Die  Ausgangsleistung der Einrichtung ist unabhängig vom  Wirkungsgrad des zweiten oder     Gas-Turbokompres-          sors,    welcher gemäss den Betriebsbedingungen be  sonders je nach den Betriebstemperaturen     fluktuieren     kann. Ferner kann die Anordnung des Turbokom  pressors vorgenommen werden, ohne die etwas kom  plizierte Ausgleichseinstellung der differentialen Auf  ladeeinrichtung zu stören.  



  Da im Falle von differentialer     Aufladung    der  mechanisch angetriebene Kompressor gänzlich unab  hängig von der Drehzahl der     Brennkraftmaschine    ist,  bietet die Erfindung noch die folgenden Vorteile  Wenn die Fördermenge des Turbokompressors  während des     Anlassens    noch ungenügend ist, wird  der Hauptanteil der     Aufladeluft    :durch den mit hoher       Geschwindigkeit    laufenden, mechanisch angetriebenen  Kompressor geliefert, da er in seinen Umdrehungen  pro Minute unbeschränkt ist.

   Bei fortschreitend  zunehmender Fördermenge des Turbokompressors  nimmt dessen Prozentsatz der gesamten gelieferten       Aufladeluft    zu, und der mechanisch angetriebene  Kompressor verlangsamt sich im gleichen     Verhältnis,     und dieses     Langsamerlaufen    kann bis zum vollstän  digen Stillstand fortschreiten.

   Unter besonders gün  stigen     Betriebsbedingungen    kann zudem die Förder  menge des Turbokompressors bis zu einem solchen  Grad zunehmen, dass deren Überschuss genügt, um  ein Arbeitsmedium für den mechanisch angetriebenen  Kompressor vorzusehen, der dann dank seiner Ar  beitsweise als Luftmotor, als zusätzliche Leistungs  quelle wirkt.     Die    überschüssige Leistung des Turbo  kompressors wird nun über das     Differentialgetriebe,     das nun als Zusatzschaltgetriebe arbeitet, an die An  triebswelle abgegeben, um dieser zusätzliche Leistung  zu verleihen. Dieser letztgenannte Zustand ergibt  günstige Leistungsdaten für alle in Betracht kom  menden Komponenten.

   In jedem Fall     schafft    die     er-          findungsgemässe    Einrichtung jedoch     eine    automa  tisch wirkende,     kontinuierliche        und.    reziproke Ab  wechslung zwischen dem Arbeiten der beiden Kom  pressoren, so     dass    je nach der     Wirksamkeit    und den  Betriebsbedingungen des zweiten Kompressors mehr  oder     weniger    der Ladung durch eine Kraftrückgabe in  Form einer entsprechenden Zunahme der Drehzahl  der     Kraftwelle    eingespart wird.

   Die Abgabe der  ganzen Krafteinheit wird unabhängig vom Leistungs  grad des Turbokompressors gemacht, da der mecha  nisch angetriebene Kompressor aus eigenem Antrieb  stets     mit    so hoher Drehzahl läuft,     als        erforderlich    ist,    um irgendwelchen Mangel in der Fördermenge des  Turbokompressors auszugleichen.  



  Die nachteilige Eigenschaft eines Abgasturbo  kompressors, besonders im Falle eines billigen Mas  senproduktes beim     Verschmutztwerden,    bei Tempe  ratur- oder Höhenänderungen durch eine negative  Kettenreaktion rasch an     Wirkungskraft    oder Lei  stungsfähigkeit verliert, wird nun durch eine     verhält-          nismässig    geringe zusätzliche Luftförderung kompen  siert, mittels welcher eine positive Kettenreaktion ein  geleitet und eine Überhitzung der Brennkraft  maschine und der     Aufladeeinrichtung    verhindert  wird.

   Es ist daher möglich, einen relativ kleinen Kom  pressor der     Verdrängerbauart    und einen billiger im       Massenproduktverfahren    hergestellten Turbokom  pressor zu verwenden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Brennkraftmaschine mit einem Lufteintrittsrohr, einem Abgasrohr und einer Einrichtung zum Auf laden der Maschine mit komprimierter Luft, wobei diese Einrichtung einen ersten Luftkompressor, ein von der Brennkraftmaschine angetriebenes Differen tialgetriebe, das in Antriebsverbindung mit dem er sten Kompressor und mit einer Transmissionswelle steht, und einen zweiten Luftkompressor, der an eine Abgasturbine angeschlossen ist, umfasst, gekenn zeichnet durch einen ersten Luftdurchlass (9, 22, 8 ;
    9A, 22A, 8A), der den Luftauslass des ersten Kom- pressors (4 ; 4A) mit dem Lufteintrittsrohr (3 ; 3A) der Maschine (1 ; 1A) verbindet, und durch einen zweiten Luftdurchlass (10, 23 ; 10A, 23A), welcher den Luftauslass des zweiten Kompressors (15 ; 15A) über ein Rückschlagventil (7 ; 7A) mit dem Luft eintrittsrohr der Maschine verbindet.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Brennkraftmaschine nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Luftauslass des Kom- pressors (15A) über einen dritten Durchlass (30) mit dem Lufteinlass (19A) des ersten Kompressors (4A) in Verbindung steht, und dass dieser dritte Durchlass (30) ein Hilfs-Drosselventil (32) aufweist, welches den Luftdurchtritt in Abhängigkeit der Stel lung des Rückschlagventils (7A) steuert.
    z. Brennkraftmaschine nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass im Lufteintrittsrohr (19A) des ersten Kompressors (4A) ein weiteres Rück schlagventil (34) angeordnet ist. 3. Brennkraftmaschine nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Lufteintrittsrohre der beiden Luftkompressoren ineinander einmünden und über einen gemeinsamen Lufteintrittsfilter (20A) mit der Umgebung in Verbindung stehen.
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