CH392536A - Verfahren zur Herstellung von neuen heterocyclischen Verbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen heterocyclischen Verbindungen

Info

Publication number
CH392536A
CH392536A CH1245860A CH1245860A CH392536A CH 392536 A CH392536 A CH 392536A CH 1245860 A CH1245860 A CH 1245860A CH 1245860 A CH1245860 A CH 1245860A CH 392536 A CH392536 A CH 392536A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
formula
lysergic acid
acid
derivatives
dihydrolysergic
Prior art date
Application number
CH1245860A
Other languages
English (en)
Inventor
Albert Dr Hofmann
Franz Dr Troxler
Hans Dr Ott
Original Assignee
Sandoz Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Sandoz Ag filed Critical Sandoz Ag
Priority to CH1245860A priority Critical patent/CH392536A/de
Publication of CH392536A publication Critical patent/CH392536A/de

Links

Landscapes

  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung von neuen     heterocycfischen        Verbindungen       Es wurde gefunden, dass man zu neuen am     Indol-          stickstoff    substituierten     Cycloalkylamid-Derivaten     der     Lysergsäure-    und     Dihydrolysergsäure-Reihe    der  Formel  
EMI0001.0008     
    worin     R1    niederes     Alkyl    oder     Aralkyl,        R,        Cyclo-          alkyl    und y die Gruppierung  
EMI0001.0015     
    bedeuten, gelangt,

   indem man     Cycloalkylamid-Deri-          vate    der     Lysergsäure-    und der     Dihydrolysergsäure-          Reihe    der Formel  
EMI0001.0021     
    in     flüssigem        Ammoniak    mit einem     Alkaliamid    be  handelt und das entstandene     Alkalisalz    im gleichen  Lösungsmittel mit einer organischen Halogenverbin  dung der Formel       R17        Hal        IIl     worin     Hal    Brom oder Jod bedeutet, umsetzt.  



  Das     Alkaliamid        wird    vorteilhaft in der Reak  tionslösung selbst     hergestellt,    indem man ein     Alkali-          metall,    vorzugsweise Natrium oder     Kalium,    in flüssi  gem Ammoniak löst und diese Lösung nach bekann  ten     Methoden,    z. B. durch Versetzen     mit        Ferrinitrat,     oxydiert.

   Alsdann gibt man ein     Cycloalkylamid-          Derivat    der     Lysergsäure-    oder     Dihydrolysergsäure-          Reihe    zu und versetzt das Gemisch kurze Zeit nach  erfolgter Lösung     mit    einer organischen Halogen  verbindung der Formel<B>111,</B> wie beispielsweise     Me-          thyljodid    oder     Benzylbromid.    Bei den Derivaten der       Lysergsäure    selbst wendet man mit Vorteil sowohl  das     Alkaliamid    als auch die organische Halogen  verbindung zur Vermeidung von Nebenreaktionen  nur in     geringem,

      höchstens 50 %     igem    Überschuss an,  während bei den Derivaten der     Dihydrolysergsäure     auch ein grösserer Überschuss angewendet werden  darf.  



  Die     Aufarbeitung    kann wie folgt durchgeführt wer  den: Der Ammoniak wird verdampft und der Rück  stand zwischen Wasser und einem mit Wasser nicht  mischbaren organischen Lösungsmittel, z. B.     Methy-          lenchlorid    oder     Chloroform,    verteilt.  



  Das nach dem Verdampfen des Lösungsmittels  zurückbleibende Reaktionsprodukt kann an Alumi  niumoxyd     chromatographiert    und/oder durch     Um-          kristallisieren    aus einem geeigneten     Lösungsmittel     gereinigt werden.      Die neuen am     Indolstickstoff    substituierten     Cy-          cloalkylamide    der     Lysergsäure-    und     Dihydrolyserg-          säure-Reihe    sind bei Raumtemperatur feste, zum  grössten Teil     kristallisierte    Verbindungen.

   Sie geben  positive     van        Urksche    und     Kellersche    Farbreaktionen       in    Nuancen, die von den entsprechenden Reaktionen  der Ausgangsmaterialien deutlich verschieden sind.  



  Die als Ausgangsmaterialien verwendeten     Cyclo-          alkylamide    der     Lysergsäure-    und der     Dihydrolyserg-          säure-Reihe    sind bekannt und können z. B. aus den       Aziden    der     Lysergsäure-        resp.    der     Dihydrolyserg-          säure-Reihe    durch Umsetzen mit     Cycloalkylamineii     in ätherischer Lösung erhalten werden.  



  Die nach dem erfindungsgemässen Verfahren  hergestellten neuen Derivate der     Lysergsäure-    und       Dihydrolysergsäure-Reihe    erweisen sich als wirksame       Serotonin-Antagonisten.    Die Verbindungen sollen  deshalb in der Therapie bei pathologischen Zustän  den, die mit erhöhter     Serotonin-Ausschüttung    ver  bunden sind, verwendet werden. Einige der neuen  Verfahrensprodukte bewirken Symptome einer zen  tralen     Sympathikus-Reizung:    Sie erhöhen die Körper  temperatur und den Blutzuckerspiegel, beschleunigen  die Herzfrequenz usw.

   Die verfahrensgemäss herge  stellten neuen Verbindungen sollen deshalb als       Hemmstoffe    des     Serotonins    oder     als    zentral stimulie  rende Pharmaka therapeutische Verwendung finden.  



  Ausserdem dienen die neuen Verbindungen auch  als Zwischenprodukte zur Herstellung von Medika  menten.  



  In den nachfolgenden Beispielen erfolgen alle  Temperaturangaben in Celsiusgraden und sind kor  rigiert.  



  <I>Beispiel 1</I>       1-Methyl-d-lysergsäure-cyclopentylamid     Man löst 0,14g Natrium in 40     cm3    flüssigem  Ammoniak, oxydiert mit     Ferriiiiitrat    zum     Natrium-          amid    und löst hierauf in diesem Gemisch 1,3 g       d-Lysergsäure-cyclopentylamid    auf. Nach 10 Minuten  versetzt man die     grünlichgelbe    Lösung mit 0,75 cm   Methyljodid, wobei schon nach wenigen Sekunden       Natriumjodid    auszufallen beginnt. Hierauf verdampft  man zur Trockne und     schüttelt    den Rückstand zwi  schen Wasser und     Methylenchlorid    aus.

   Nach dem  Trocknen und Eindampfen der organischen Phase       kristallisiert    aus     Essigsäureäthylester    reines     1-Me-          thyl-d-lysergsäure-cyclopentylamid    in farblosen  Prismen vom     Smp.    163-165 .  



       [a]D    = -38  (c = 0,2 in     Pyridin).     <I>Beispiel 2</I>       1-Benzyl-d-lysergsäure-cyclopentylamid          Man    löst 0,1 g Natrium in 60     cm3    flüssigem  Ammoniak, oxydiert mit     Ferrinitrat    zum     Natrium-          amid    und löst hierauf in diesem Gemisch 1,28 g         d-Lysergsäure-cyclopentylamid    auf.

   Nach 10 Minu  ten versetzt man die     grünlichgelbe    Lösung mit  0,45 cm?,     Benzylbromid.    Nach 30 Minuten verdampft  man zur Trockne und schüttelt den Rückstand zwi  schen Wasser und     Methylenchlorid    aus. Nach dem  Trocknen und Eindampfen der organischen Phase  kristallisiert reines     1-Benzyl-d-lysergsäure-cyclopentyl-          amid    aus     Essigsäureäthylester    in Prismen vom       Smp.        170-171'.     



       [a]10    = -40  (c = 0,2     in        Pyridin).  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von neuem am Indol- stickstoff substituierten Cycloalkylamid -Derivaten der Lysergsäure- und Dihydrolysergsäure-Reihe der Formel EMI0002.0072 worin Ri niederes Alkyl oder Aralkyl, R-, Cycloalkyl und x y die Gruppierung EMI0002.0078 bedeuten, dadurch gekennzeichnet,
    dass man Cyclo- alkylamid-Derivate der Lysergsäure- und der Di- hydrolysergsäure-Reihe der Formel EMI0002.0084 in flüssigem Ammoniak mit einem Alkaliamid be handelt und das entstandene Alkalisalz im gleichen Lösungsmittel mit einer organischen Halogenverbin dung der Formel Ri Hal III worin Hal Brom oder Jod bedeutet, umsetzt.
CH1245860A 1960-11-08 1960-11-08 Verfahren zur Herstellung von neuen heterocyclischen Verbindungen CH392536A (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH1245860A CH392536A (de) 1960-11-08 1960-11-08 Verfahren zur Herstellung von neuen heterocyclischen Verbindungen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH1245860A CH392536A (de) 1960-11-08 1960-11-08 Verfahren zur Herstellung von neuen heterocyclischen Verbindungen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH392536A true CH392536A (de) 1965-05-31

Family

ID=4383203

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH1245860A CH392536A (de) 1960-11-08 1960-11-08 Verfahren zur Herstellung von neuen heterocyclischen Verbindungen

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH392536A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1958201C3 (de) Substituierte 2- [N-(2,6-dichlorphenyl)-N-aUylamino] -imidazoline-^), deren Säureadditionssalze, Verfahren zu ihrer Herstellung und deren Verwendung bei der Bekämpfung von Schmerzzuständen
DE2558501C2 (de)
DE1445186B2 (de) 3,3&#39;-Di-2-imidazolin-2-yl-carbanilid
CH392536A (de) Verfahren zur Herstellung von neuen heterocyclischen Verbindungen
DE2166270C3 (de) Nicotinoylaminoäthansulfonyl-2amino-thiazol
DE2643384A1 (de) Neue 5,6-dihydropyrimidin-4(3h)-onderivate, verfahren zu ihrer herstellung und ihre verwendung als wirkstoff in pharmazeutischen praeparaten
DE1593315C (de)
DE1795133C2 (de) 5-Nitro-8-(5&#39;-brom-alpha-furoyloxy)-chinaldin,ein Verfahren zu seiner Herstellung und Arzneimittel
DE2259471C2 (de) 2-Halogen-9-phenyl-5,6-dihydro-7H-pyrido [2,3-f] [1,4] diazepinderivate
CH386441A (de) Verfahren zur Herstellung von am Indolstickstoff substituierten Derivaten der Lysergsäure-Reihe
CH347197A (de) Verfahren zur Herstellung von neuen am Indolstickstoff alkylierten Derivaten der Lysergsäure-Reihe
DE2208434C2 (de) Substituierte 2-(N-Furylmethyl-N-phenyl-amino)-2-imidazoline, deren Säureadditionssalze, Verfahren zu ihrer Herstellung und diese enthaltende Mittel
DE2103134C3 (de) 2-Aminoindazolo [1,2-b] phthalazin- 6-(11H), 13-dion, Verfahren zu dessen Herstellung sowie dieses enthaltende Arzneimittel
DE222809C (de)
DE1795539A1 (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Pyrrolderivaten und ihren Salzen
DE1593315B1 (de) 9-Isopropyliden-9,10-dihydroanthracen-10-carbonsaeure-ss-diaethylamino-aethylester,deren Salze und Verfahren zu deren Herstellung
CH533619A (de) Verfahren zur Herstellung von Pyrrolderivaten
DE967974C (de) Verfahren zur Herstellung von Hydrazonen der Pyridinaldehyde
AT354432B (de) Verfahren zur herstellung von 3-indolylessig- saeuren
AT246921B (de) Verfahren zur Herstellung von Penicillinen
AT330745B (de) Verfahren zur herstellung von neuen 4- aminophenoxy- oder 4- aminophenylthio- 3-amino-5-sulfamoyl-benzoesauren sowie deren niederalkylestern und salzen
AT273972B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen 1-(2-Aminophenyl)-1,2,3,4-tetrahydroisochinolinen sowie von deren Salzen
AT272340B (de) Verfahren zur Herstellung neuer Nitroimidazolderivate
DE959015C (de) Verfahren zur Herstellung von neuen pharmakologisch wirksamen basischen Estern und ihren Salzen
AT384221B (de) Verfahren zur herstellung von neuen 3-substituierten tetrahydro-pyrrolo(1,2-a) pyrimidin-derivaten sowie von deren saeureadditions- und quaternaeren salzen