CH393055A - Konservierungskammer - Google Patents
KonservierungskammerInfo
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Classifications
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- A—HUMAN NECESSITIES
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Description
Konservierungskammer Gegenstand der Erfindung ist eine Konservie rungskammer für Fleisch- und Wurstwaren. Es sind noch zahlreiche unzweckmässig und langsam arbei tende Anlagen zum Konservieren von Fleisch- und Wurstwaren im Gebrauch, deren Bedienung und Überwachung übermässig viel Zeit beansprucht und mit denen verhältnismässig schlechte Ergebnisse er zielt werden, indem die Fleisch- und Wurstwaren ungenügend durchröten, zu sehr schwinden, unan genehmen Geschmack annehmen, eine berusste Ober fläche erhalten, oft auch platzen und ungenügende Haltbarkeit aufweisen, weil mit solchen Anlagen beim Konservierungsprozess nur schwer die richtigen Be triebsbedingungen ohne Zeitverlust herbeigeführt werden können.
Mit der vorliegenden Erfindung soll diesen nach teiligen Umständen Rechnung getragen werden. Bei der erfindungsgemässen Konservierungskammer ist un ten im Raum für die Aufnahme des Konservierungs gutes eine Verbrennungsstelle mit einem Feuerhut und daran angeschlossener Abzugleitung für Ver brennungsgase und Flugasche vorhanden, welche Lei tung durch einen Vorwärmraum für diesem zugelei tete Frischluft in einen Rauchabzugraum führt, wobei der Aufnahmeraum für das Konservierungsgut am oberen Ende in den Rauchabzugraum führende,
ein stellbare Auslassöffnungen und unten bei der Ver brennungsstelle regulierbare Frischluft-Einlassöffnun- gen aufweist, wobei die die Schwitzwärme und den Rauch erzeugende Verbrennungsstelle zwischen einem Einlass für nicht vorgewärmte Frischluft und dem Einlass der vorgewärmten Frischluft zum Auf nahmeraum vorgesehen ist, um im letzteren eine gleichmässige turbulente Luftbewegung zu bewirken.
Der Erfindungsgegenstand wird anschliessend an hand eines auf der beiliegenden Zeichnung dargestell ten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Fig. 1 zeigt einen vertikalen Schnitt durch eine Konservierungskammer, und Fig.2 zeigt einen Horizontalschnitt nach der Linie 2-2 in Fig. 1. Die Konservierungskammer weist einen Blech kasten auf, an welchem nur dessen Aussenwände wärmeisolierend ausgebildet sind und auf dessen Vor derseite eine Doppeltüre 2 den Zugang zu einem Auf nahmeraum 3 für das Konservierungsgut gewährt und unterhalb desselben eine zur Verbrennungsstelle 4 führende Feuertüre 5 und darunter eine zum Aschenraum 6 führende Klappe 7 vorgesehen sind.
Im vorderen Teil der mit Schamottesteinen 4' ausge kleideten Verbrennungsstelle 4 befindet sich über dem Aschenraum 6 ein Feuerrost 8, über welchem ein Feuerhut 9 angebracht ist, von welchem sich eine an denselben angeschlossene Abzugleitung 10 für Verbrennungsgase und Flugasche in einen Vorwärm- raum 11 für Frischluft und durch diesen hinauf in einen darüber befindlichen Rauchabzugraum 12 er streckt.
In dem zwischen der Verbrennungsstelle 4 und dem Rauchabzugraum 12 liegenden Aufnahme raum 3 kann Frischluft direkt von aussen durch in der Feuertüre 5 vorhandene, regulierbare Einlassöffnun- gen 5' und aus dem Vorwärmraum 11 durch einen hinter der Verbrennungsstelle 4 über dem Aschen raum 6 angebrachten Luftrost 13 eintreten, dessen Durchlassöffnungen 13' reguliert werden können.
An seinem oberen Ende steht der Aufnahmeraum 3 mit dem Rauchabzugraum 12 durch mehrere einstellbare, in zwei Russklappen 14 und 15 vorgesehene Auslass- öffnungen 14' bzw. 15' in Verbindung und ist mit einem Thermometer 16 und einem Hygrometer 17 ausgerüstet.
Der Rauchabzugraum 12 ist mit dem Kamin 18 durch eine verzweigte Rauchgasleitung 19 verbunden, deren einer Anschlusszweig 20 über der Einmündung der Abzugleitung 10 in den Rauchab- zugraum 12 und deren anderer Anschlusszweig 21 in der Nähe der Entlüftungsöffnungen 15' aus dem Rauchabzugraum 12 austritt, um einen guten Zug zu gewährleisten.
Dem Vorwärmraum 11 wird die Frischluft direkt von aussen durch eine darin aufsteigende Ansauglei tung 22 zugeführt, deren Ansaugöffnung 22' unter halb des Niveaus der Verbrennungsstelle 4 liegt und mittels eines Schiebers 23 schliessbar ist. Im vorlie genden Beispiel ist ferner eine von oben in den Vor wärmraum 11 eintretende anschliessbare Frischluft zuleitung 24 für durch einen Ventilator 25 geför derte Luft vorgesehen, welche unter Umständen weg gelassen oder beim Fehlen einer geeigneten, natürli chen Frischluftversorgung anstelle der Leitung 22 vorgesehen sein kann.
Für überschüssige, vorge- gewärmte Luft im Vorwärmraum 11 ist ein ab schliessbarer Anschluss 26 an eine Warmluftheizung vorhanden. Etwas unterhalb der Mündungen der Luft leitungen 22 und 24 ist eine Schale 27 zur Aufnahme von Eis oder Wasser für ein besonderes Kaltschwitz- verfahren angebracht, welche Schale durch eine nicht gezeigte, schliessbare Öffnung in der Rückwand des Kastens 1 zugänglich ist.
Der Aufnahmeraum 3 kann auf der Unterseite des Rauchabzugraums 12 mit einer nicht gezeigten Laufschiene ausgerüstet sein, welche sich durch die Doppeltüre 2 hinaus erstreckt und zum Ein- und Aus fahren eines das Konservierungsgut aufnehmenden Korbes dient. Zum Kontrollieren der Wärmestauung und Druckverhältnisse im Aufnahmeraum 3 sind mittels je eines Schwenkschiebers 28 normalerweise geschlossene Kontrollöffnungen 29 im untersten und im mittleren Teil der Doppeltüre 2 vorgesehen.
Beim Feuern an der Verbrennungsstelle 4 wird infolge des Kaminzuges Frischluft direkt durch die regulierbaren Öffnungen 5' in der Feuertüre 5 sowie durch die mit der Klappe 7 regulierbare Aschenraum öffnung und indirekt durch die Leitung 22 über den Vorwärmraum 11 angesogen. Die durch die Abzug leitung 10 in den Kamin strömenden Verbrennungs gase erwärmen dabei die Frischluft im Vorwärmraum 11.
Der Zutritt der direkten und vorgewärmten Frischluft durch den Feuerrost 8 zur Verbrennungs stelle 4 ergibt eine sauerstoffreiche essenähnliche Verbrennung mit guter Hitzeentwicklung, und der zusätzliche Eintritt von direkter Frischluft durch die Feuertüröffnungen 5' und von vorgewärmter Frisch luft durch die Luftrostöffnungen 13' bewirkt zusam men mit der Feuerung eine ziemlich gleichmässig verteilte, turbulente Luftbewegung im Aufnahme raum 3. Der für das Räuchern erwünschte Rauch wird durch langsames Verbrennen bzw. Verglühen von Sägemehl erzeugt, welches beidseitig der Ver brennungsstelle 4 in Form von zwei Wällen 30 ange häuft ist.
Die Verbrennung lässt sich durch Regulie rung der Frischluftzufuhr derart beherrschen, dass die Temperatur im Aufnahmeraum 3 innerhalb weniger Minuten nach Schliessen der Doppeltüre 2 auf 80-90 C ansteigt. Die Auslassöffnungen 14' und 15' in den normalerweise geschlossen: n Russklappen 14 und 15 des Aufnahmeraumes werden nach dem Aus probieren der Anlage fest so eingestellt, dass mit stei gender Temperatur eine sich von oben nach unten ausbreitende Stauung im Aufnahmeraum auftritt, de ren Vorhandensein an den Kontrollöffnungen 29 festgestellt werden kann.
Infolge des Überdruckes und der turbulent-;-n Luftumwälzung im Aufnahme raum 3 beginnen die Fleisch- und Wurstwaren zu schwitzen und bleiben an ihrer Oberfläche feucht. Sobald der überdruck auch an der unteren Kon- trollöffnung festgestellt wird, kann die Frischluftzu fuhr und damit auch die Verbrennung gedrosselt wer den. Die Wärme dringt nicht nur von unten, sondern auch von der Seite in das aufgehängte Konservie rungsgut ein, wodurch der Inhalt gargekocht wird. Während dieser Zeit röten die Waren durch, und die die Rötung verursachenden Stoffe, z. B. Nitrit salz, Salpeter, Pökelstoff, treten durch die Ober fläche aus.
Wenn die Waren gargekocht sind, schwit zen sie nicht mehr, und nach Schliessen der Poren nimmt der Darm die gleiche Rötung an wie der In halt. Die Feuchtigkeit im Aufnahmeraum nimmt ab, und der Darm nimmt aus dem Rauch die Ge- schmackstoffe auf und wird dadurch imprägniert.
Dank der grossen, gleichmässigen Hitze im Aufnahme raum und dem praktisch vollständigen Abfangen der Abgase und der Flugasche mittels des Feuerhutes sowie bei Verwendung von sauberem und trockenem Sägemehl und ausreichender Zufuhr von Frischluft, die erforderlichenfalls mittels des Ventilators 25 gesteigert werden kann, ist es möglich, m_t der be schriebenen Konservierungskammer die in der Be schreibungseinleitung erwähnten Mängel zu vermei den und die Konservierung der Fleisch- und Wurst waren rascher und zuverlässiger durchzuführen.
Bei einer Temperatur von nur etwa 40 C im Aufnahmeraum 3 lässt sich für sogenannte Dauer- Fleisch- und -Wurstwaren unter Anwendung des Ventilators 25 ein Kaltschwitzverfahren durchführen, bei welchem in die Schale 27 gelegte Eisstücke in der Warmluftströmung zur Oberflächenverdunstung gebracht werden, wobei die von der vorgewärmten Luft mitgerissene Feuchtigkeit in den Aufnahme raum 3 gelangt und den in mehreren Etappen zu wiederholenden, langsamen Räuchervorgang begün stigt.
Die beschriebene Konservierungskammer eignet sich auch zur Verwendung ohne Sägemehlverbren- nung als Dörrofen zum Dörren von Früchten und Gemüsen. Für grössere Metzgereien und Wurstereien kann die Inneneinrichtung der Konservierungskam mer mindestens teilweise in wenigstens zweifacher Anordnung nebeneinander vorgesehen sein, so insbe sondere zwei Verbrennungsstellen je mit Rost, Frisch luftzutritt, Feuerhut und einem beidseitigen Scha- mottebett für das Sägemehl.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Konservierungskammer für Fleisch- und Wurst waren, dadurch gekennzeichnet, dass unten im Raum für die Aufnahme des Konservierungsgutes eine Ver brennungsstelle mit einem Feuerhut und daran an geschlossener Abzugleitung für Verbrennungsgase und Flugasche vorhanden ist, welche Leitung durch einen Vorwärmraum für diesem zugeleitete Frischluft in einen Rauchabzugraum führt, und dass der Auf nahmeraum für las Konservierungsgut am oberen Ende in den Rauchabzugraum führende, einstellbare Auslassöffnungen und unten bei der Verbrennungs stelle regulierbare Frischluft-Einlassöffnungen auf weist,wobei die die Schwitzwärme und den Rauch erzeugende Verbrennungsstelle zwischen einem Ein lass für nicht vorgewärmte Frischluft und dem Einlass der vorgewärmten Frischluft zum Aufnahmeraum vorgesehen ist, um im letzteren eine gleichmässige, turbulente Luftbewegung zu bewirken. UNTERANSPRÜCHE 1. Kammer nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der Aufnahmeraum und der an dessen oberem Ende anschliessende Rauchabzug raum und ein unter der Verbrennungsstelle ange ordneter Frischluftzufuhrraum sowie der daran an schliessende Frischluftvorwärmraum in einem ge meinsamen Gehäuse untergebracht sind, bei dem nur dessen Aussenwände wärmeisolierend ausgebildet sind. 2.Kammer nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass im mittleren und unteren Wand teil der Aufnahmeraum je eine normalerweise ge schlossene Kontrollöffnung zur Feststellung der Luft stauung vorgesehen ist. 3. Kammer nach Unteranspruch 2, dadurch ge kennzeichnet, dass der Einlass vom Vorwärmraum zur Verbrennungsstelle und zum Aufnahmeraum durch Roste gebildet ist. 4. Kammer nach Unteranspruch 3, dadurch ge kennzeichnet, dass die Frischluftzufuhr zum Vor wärmraum durch eine in dessen oberen Teil einmün dende Ventilatorleitung gebildet ist. 5.Kammer nach Unteranspruch 4, ,dadurch ge kennzeichnet, dass unter der Mündung der Ventilator leitung im Vorwärmraum eine Verdunstungseinrich tung zur Beigabe von Feuchtigkeit an die vorge wärmte Frischluft angeordnet ist. 6. Kammer nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass von der im Gehäuseinnern be findlichen Einrichtung mindestens die Verbren nungsstelle mit Rost, Frischluftzutritt, Feuerhut und einem beidseitigen Schamottebett für das Sägemehl in mehrfacher Anordnung nebeneinander vorgesehen ist.
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