CH393401A - Gedeckter Ganzstahl-Eisenbahn-Güterwagen - Google Patents
Gedeckter Ganzstahl-Eisenbahn-GüterwagenInfo
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- B61D17/00—Construction details of vehicle bodies
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Description
Gedeckter Ganzstahl-Eisenbahn-Güterwagen Die Erfindung betrifft einen gedeckten Ganzstahl- Eisenbahn-Güterwagen, der bei niedrigem Gewicht und einfacher Bauweise auch bei hohen Geschwindig keiten besonders gute Laufeigenschaften besitzen und entgleisungssicher sein soll. Gedeckte Güterwagen wurden bisher zur Aufnahme der aus der senkrechten Belastung resultierenden Momente vielfach mit Sprengwerken ausgerüstet,- die sperrig sind und zu sätzliches Gewicht bedeuten. Bekannt sind ferner Eisenbahn-Personenfahrzeuge, bei denen der Fahr zeugkasten einschliesslich Dach und Untergestell eine selbsttragende, verdrehungssteife Röhre bildet.
Bei offenen Güterwagen und insbesondere Spezial-Güter- wagen zum Kohle- und Kokstransport werden auch bereits diagonalelastische Untergestelle verwendet.
In gedeckte Güterwagen werden oft sperrige Güter geringen Gewichts verladen, so dass das Ladevermö gen gewichtsmässig nicht ausgenutzt wird. Dement sprechend wird das ausnutzbare Federspiel der bei Güterwagen üblichen Blatt-Tragfedern nur zum Teil in Anspruch genommen. Bei leeren oder gewichts- mässig nicht voll ausgelasteten Fahrzeugen besteht somit die Gefahr, dass auf unebenem Gleis das an sich geringe Federspiel zur Aufrechterhaltung der Mindestaufstandsdrücke jedes der vier Räder des zweiachsigen Fahrzeugs und damit der Entgleisungs sicherheit nicht ausreicht, sofern der gesamte Wagen kasten selbsttragend und verdrehungssteif ist.
Diese Gefahr besteht umsomehr, wenn derartige Güter wagen in Schnellzügen mitgeführt werden, deren Geschwindigkeit bis zu 120 km/h beträgt.
Ausgehend von diesen Erkenntnissen, wird ein gedeckter Ganzstahl-Eisenbahn-Güterwagen vorge- schlagen, der erfindungsgemäss durch biegungs- und schubfeste Ausbildung der Seiten- und Stirnwände und des Daches einerseits und durch diagonalelasti- sche Ausbildung des Untergestells andererseits ge kennzeichnet ist. Der so gebildete Wagenkasten nimmt die aus der senkrechten Belastung entstehenden Bie- gungsmomente und Kräfte selbsttragend auf, ohne dass hierfür besondere Untergestell-Sprengwerke er forderlich sind.
Durch das nicht biegungs- und schub steife diagonalelastische Untergestell wird jedoch eine grössere Verdrehungsweichheit des Wagenkastens als bei Verwendung eines diagonal starren Untergestells erzielt, und damit bei unebenen Fahrbahnen das Federspiel im Sinne der Entgleisungssicherheit unter stützt. Bei diagonal wirkenden Pufferstössen kehren derartige elastische Untergestellte bekanntlich stets in ihre Ausgangslage zurück, so dass keine bleibenden Verformungen in den federnden Rahmenteilen auf treten.
Die Seiten- und Stirnwände sowie das Dach kön nen in Schalenbauweise hergestellt werden, um mit einem Mindestaufwand an Material ein Höchstmass an Biegungs- und Schubsteifigkeit zu erreichen. Dem entsprechend sind die tragenden Seitenwände aus dem Seitenwandobergurt, dem Seitenwanduntergurt und stumpf dazwischengeschweissten, senkrecht ge- sickten Blechen gefertigt.
Durch diese einfache und übersichtliche Konstruktion werden korrosionsför dernde Rostnester vermieden und die Wagenkästen sind leicht instandzusetzen und zu reinigen. In gleich vorteilhafter Weise können die tragenden Stirnwände aus mit den Seitenwänden in Verbindung stehenden Ecksäulen und stumpf dazwischengeschweissten, ho rizontal gesickten Blechen gebildet sein.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
Fig. 1 zeigt ein Fahrzeug in Seitenansicht, Fig. 2 ist der Grundriss und Fig. 3 die Stirnansicht zu Fig. 1, Fig. 4 ist ein Seitenwandschnitt.
Wie aus den Figuren hervorgeht, ist das Unter gestell in diagonalelastischer Bauart ausgeführt. Es besteht aus den beiden kastenförmigen Langträgern a, den kastenförmigen Querträgern b und den Kopfträ gern c. Da das Untergestell keine Diagonalträger aufweist, ist es in diagonaler Richtung nachgiebig,, so dass auch ein auf ein solches Untergestell aufgebauter Wagenkasten selbst dann, wenn Seitenwände und Dach schubsteif ausgebildet sind, verwindungsfähig bleibt.
Die starren Seitenwände bestehen aus dem Seiten wandobergurt d, dem Seitenwanduntergurt e und den zwischen die Teile d und s stumpf eingeschweissten, senkrecht gekanteten Seitenwandblechen f. Auf diese Weise entsteht eine vollkommen selbsttragende Seiten wand, die alle aus der Belastung herrührenden verti kalen Kräfte aufnimmt, so dass sich die Verwendung von Sprengwerken erübrigt. Beide Seitenwände stehen über Konsolen g mit den Langträgern a des Unter gestells in Verbindung. Das Dach wird aus dem zuvor erwähnten Seitenwandobergurt d und einem damit verbundenen Dachblech h gebildet, das in Quer richtung durch eine Anzahl von Spriegeln i verstärkt ist.
Sowohl das Dach als auch die Seitenwände sind auf diese Weise in eindeutiger Schalenbaukonstruk- tion erstellt. Dasselbe trifft auch für die Stirnwände zu, die sich aus den Ecksäulen k und den stumpf dazwischengeschweissten, horizontal gekanteten Stirn wandblechen 1 zusammensetzen.
Auf die Darstellung der Tür ist der Einfachheit und Übersichtlichkeit halber verzichtet. Diese kann beliebig ausgeführt sein. Zur Angleichung an die an deren Konstruktionselemente wird man indessen auch die Tür in Schalenbauweise erstellen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Gedeckter Ganzstahl-Eisenbahn-Güterwagen, ge kennzeichnet durch biegungs- und schubsteife Aus bildung der Seiten- und Stirnwände und des Daches einerseits und durch diagonalelastische Ausbildung des Untergestells andererseits. UNTERANSPRÜCHE 1. Güterwagen nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Fahrzeugwände und das Dach in Schalenbauweise hergestellt sind. 2.Güterwagen nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die tra genden Seitenwände aus einem Seitenwandobergurt (d), einem Seitenwanduntergurt (e) und stumpf da- zwischengeschweissten, senkrecht gesickten Blechen (f) bestehen. 3. Güterwagen nach Patentanspruch und Unter ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die tragenden Stirnwände je aus den beiden mit den Seitenwänden in Verbindung stehenden Ecksäulen (k) und stumpf dazwischengeschweissten, horizontal ge- sickten Blechen (1) gebildet sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW0031317 | 1961-12-21 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH393401A true CH393401A (de) | 1965-06-15 |
Family
ID=7599736
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH518562A CH393401A (de) | 1961-12-21 | 1962-04-28 | Gedeckter Ganzstahl-Eisenbahn-Güterwagen |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| BE (1) | BE617363A (de) |
| CH (1) | CH393401A (de) |
-
1962
- 1962-04-28 CH CH518562A patent/CH393401A/de unknown
- 1962-05-08 BE BE617363A patent/BE617363A/fr unknown
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| BE617363A (fr) | 1962-08-31 |
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