CH395073A - Verfahren zur Herstellung von 2-Halogen- 1-androsten-17-ol-3-onen und ihrer 17-Ester - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 2-Halogen- 1-androsten-17-ol-3-onen und ihrer 17-Ester

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CH395073A
CH395073A CH371264A CH371264A CH395073A CH 395073 A CH395073 A CH 395073A CH 371264 A CH371264 A CH 371264A CH 371264 A CH371264 A CH 371264A CH 395073 A CH395073 A CH 395073A
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oxido
hydrogen
halo
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CH371264A
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Rudolf Dr Wiechert
Emanuel Dr Kaspar
Martin Dr Schenck
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Schering Ag
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    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C07—ORGANIC CHEMISTRY
    • C07J—STEROIDS
    • C07J1/00—Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen, not substituted in position 17 beta by a carbon atom, e.g. estrane, androstane
    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C07—ORGANIC CHEMISTRY
    • C07J—STEROIDS
    • C07J75/00—Processes for the preparation of steroids in general

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Description


  Verfahren zur Herstellung von     2-Halogen-d        1-androsten-17-ol-3-onen    und     ihrer        17-Ester       Die Herstellung von Präparaten, welche bei  starker     anaboler        Wirksamkeit    möglichst geringe     an-          drogene    Nebenwirkungen zeigen, hat für therapeu  tische Zwecke eine grosse Bedeutung.

   Man kennt  bereits einige dem Testosteron nahestehende     Steroide,     die im Vergleich zum     Testosteron    eine wenig ge  steigerte     anabole    bei gleichzeitig     merklich    vermin  derter     androgener    Wirksamkeit aufweisen. Die Ver  minderung der     androgenen    Wirksamkeit ist jedoch       bei    diesen Steroiden noch nicht so ausgeprägt, dass  sie bei den zur     Hervorrufung    einer ausreichenden       anabolen        Wirksamkeit    erforderlichen Dosierung nicht  mehr stören würde.

   Die Auffindung neuer Verbin  dungen mit einer     weiteren    Verschiebung des Wir  kungsverhältnisses     zugunsten    der     anabolen    Wirksam  keit bedeutet daher einen     unzweifelhaften    Fortschritt.  



  Es wurde nun gefunden, dass sich     anabohsch     wirksame 2 -Halogen - d 1-     androsten        -17ss-ol-3-on-          Verbindungen    der Formel  
EMI0001.0027     
    worin     Hal        Chlor    oder Brom,     R1,        R2    und R3 Wasser  stoff oder     Methyl    und X Wasserstoff oder     Acyl    mit  bis zu 11     Kohlenstoffatomen    bedeuten, herstellen  lassen, wenn man entsprechende     1,

  2-Oxido-androstan-          17ss-ol-3-on-Verbindungen        oder        alkoholysierte        1,2-          Oxido    -     androstan    -17ss -     o1-    3 -     on-Verbindungen    mit  Chlor- oder Bromwasserstoff in Chloroform umsetzt,    wonach man primär entstandene     2-Chlor-    oder  Brom - d 1-     androsten-17ss-o1-3-on    Verbindungen, so  fern X im Endprodukt     Acyl        sein        soll,

      anschliessend       mit    dem     Säureanhydrid    oder einem     Säurehalogenid     einer     Carbonsäure    mit bis zu 11     Kohlenstoffatomen     umsetzt.  



       In.    diesen Verbindungen ist das oben definierte       Wirkungsverhältnis    in dem gewünschten Sinne ver  schoben. So zeigt beispielsweise das     2-Chlor-di-          androsten-17ss-ol3-on    gegenüber der chlorfreien  Verbindung bei etwa gleicher     anaboler        Wirksamkeit     eine     Verringerung    der     androgenen    Wirksamkeit auf  ungefähr einen     Fünftel.     



  <I>Beispiel 1</I>  200 mg     1,2-Oxido-androstan        17ss-ol-3-on    wer  den     in    25     ml        alkoholfreiem    Chloroform gelöst. In  diese Lösung wird bei 0  C 2 Stunden lang trockenes  Salzsäure-Gas eingeleitet. Nun wird mit Wasser ver  dünnt und     mit        Methylenchlorid    extrahiert. Die       Methylenchloridphase    wird mit Wasser neutral ge  waschen und über     Natriumsulfat    getrocknet.

   Nach  Verdampfen des Lösungsmittels wird der Rückstand  mit Äther     verrieben,    abgesaugt und aus Essigester       umkristallisiert.    2 - Chlor-     dl    -     androsten-17ss-ol-3-on          schmilzt    bei 221-222  C.     UV:        e248    = 9500.  



  <I>Beispiel 2</I>  3,2 g     1,2a-Oxido-androstan-17ss-ol-3-on    werden  in 200 ml Methanol mit 1,3     ml    70 %     Perchlorsäure     16     Stunden    bei     Zimmertemperatur    stehengelassen und       dann,    wie im Beispiel 1 beschrieben, aufgearbeitet.  Der erhaltene Rückstand wird mit Methanol verrie  ben, abgesaugt und getrocknet.

   Das trockene Roh  produkt (9,4 %     OCHS,;        UV    inaktiv) schmilzt bei 77      bis<B>81'</B> C und     wird,    wie in     Beispiel    1     beschrieben,     mit Salzsäure-Gas in Chloroform behandelt, aufgear  beitet und     umkristallisiert.    Ausbeute 2,9. Das     um-          kristallisierte    2     -Chlor    - d 1-     androsten        -17ss    -     ol-3-on          schmilzt    bei 221-222  C.

   UV:     e248    = 9500     Misch-          schmelzpunkt    mit der im Beispiel 1 erhaltenen Ver  bindung ergibt keine Depression.  



  <I>Beispiel 3</I>  50 mg     2-Chlor-d1-androsten-17ss-ol-3-on,    0,2     ml          Pyridin    und 0,1     ml        Acetanhydrid    werden 2 Stunden  auf dem Dampfbad     erhitzt.    Diese     Lösung    wird dann  in Eiswasser     eingerührt.    Das ausgefallene     2-Chlor-dl-          androsten-17ss-ol-3-on-17-acetat    wird abgesaugt und  aus     Isopropyläther        umkristallisiert.    Es     schmilzt    bei  156  C.  



  <I>Beispiel 4</I>  350 mg     2-Chlor        -d1-androsten-17ss-ol-3-on,     1,4 ml     Pyridin    und 0,7 ml     Cyclopentylpropionsäure-          anhydrid    werden 3 Stunden auf     12511    C erhitzt und  dann     l1/2    Stunden     wasserdampfdestilliert.    Es     wird     dann mit     Methylenchlorid    extrahiert.

   Die     Methylen          chloridphase    wird mit Wasser gewaschen, über     Na-          triumsulfat    getrocknet und dann im Vakuum zur       Trockne        eingeengt.    Der verbleibende Rückstand wird  aus     Hexan        umkristallisiert.     



       2-Chlor-41-androsten-17ss-ol-3-on-17-cyclopentyl-          propionat        schmilzt    bei F. 95,5-96,5  C. UV:     E247    =  9350.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung anabolisch wirksamer 2-Halogen-Al - androsten-17ss-ol-3-on-Verbindungen der Formel EMI0002.0053 worin Hal Chlor oder Brom, R1, RL' und R3 Wasser stoff oder Methyl und X Wasserstoff oder Acyl mit bis zu 11 Kohlenstoffatomen bedeuten, dadurch ge kennzeichnet, dass man entsprechende 1,
    2-Oxido- androstan-17ss-ol-3-on-Verbindungen oder alkoholy- sierte 1,2-Oxido-androstan-17ss-ol-3-on-Verbindungen mit Chlor- oder Bromwasserstoff in Chloroform um setzt. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man methanolysierte 1,2-Oxido- androstan-17ss-ol-3-on-Verbindungen verwendet.
    2. Verfahren nach Patentanspruch oder Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man erhal tene 2-Halogen-d1-androsten-17ss-ol-3-on-Verbin- dungen anschliessend mit einem Säureanhydrid oder einem Säurehalogenid verestert. 3. Verfahren nach Unteranspruch 2, dadurch ge kennzeichnet, dass man Anhydride oder Halogenide physiologisch vertretbarer Säuren verwendet.
CH371264A 1959-03-23 1959-06-26 Verfahren zur Herstellung von 2-Halogen- 1-androsten-17-ol-3-onen und ihrer 17-Ester CH395073A (de)

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