CH396024A - Verfahren zur Herstellung von neuen Hydrierungsprodukten der Lysergsäure-Reihe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen Hydrierungsprodukten der Lysergsäure-Reihe

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CH396024A
CH396024A CH948660A CH948660A CH396024A CH 396024 A CH396024 A CH 396024A CH 948660 A CH948660 A CH 948660A CH 948660 A CH948660 A CH 948660A CH 396024 A CH396024 A CH 396024A
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acid
lysergic acid
dihydro
lysergic
keller
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CH948660A
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Albert Dr Hofmann
Paul Dr Stadler
Franz Dr Troxler
Albert Dr Frey
Hans Dr Ott
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Sandoz Ag
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  Verfahren zur Herstellung von neuen     Hydrierungsproduisten    der     Lysergsäure-Reihe       Die vorliegende     Erfindung    betrifft ein     Verfahren     zur Herstellung von neuen     2,3-Dihydroverbindungen     der     Lysergsäure-    und     Dihydrolysergsäure-Reihe    der  
EMI0001.0008     
  
    Formel <SEP> C <SEP> 0-Z
<tb>  x <SEP> N-R2
<tb>  /<U>@</U>H <SEP> I
<tb>  i
<tb>  H
<tb>  \N <SEP> \H
<tb>  R1       worin     R1    Wasserstoff oder     Alkyl,        R2    Wasserstoff,       Alkyl    oder     Acyl,

      Z eine     Amino-,        Dialkylamino-,          Alkoxy-    oder     Oxyalkylamino-Gruppe    und x y die  
EMI0001.0018     
  
    Gruppierung <SEP> / <SEP> /
<tb>  -CH=C <SEP> oder <SEP> -CH2-CH
<tb>  bedeuten. <SEP> \ <SEP> \       Zu den Verbindungen der Formel I gelangt man  erfindungsgemäss, indem man ein     Lysergsäure-    oder       Dihydrolysergsäure-Derivat    der Formel  
EMI0001.0021     
    mit     nascierendem    Wasserstoff in     2,3-Stellung    redu  ziert.  



  Zu einem     2,3,9,10-Tetrahydroderivat    der Ver  bindung der Formel 1, worin  
EMI0001.0025     
    bedeutet,     kann    man     vorteilhafterweise    gelangen,  indem man zunächst eine Verbindung der     Formel        1I,     worin  
EMI0001.0030     
    bedeutet,     finit        nascierendem    Wasserstoff in     2,3-Stel-          lung    reduziert und     anschliessend    in     9,10-Stellung    ka  talytisch hydriert.  



  Es ist bekannt, dass sich     Indole    mit Zink und  Mineralsäure zu     Indolinen    reduzieren lassen. Es  wurde nun erstmals gezeigt, dass sich auch     Lyserg-          säure-    und     Dihydrolysergsäure-Derivate    mit     nascie-          rendem    Wasserstoff in     2,3-Stellung    reduzieren lassen.

    Diese Tatsache ist deshalb überraschend, weil     Lyserg-          säure-    und     Dihydrolysergsäüre-Derivate    gegenüber  Mineralsäuren äusserst empfindlich sind und damit  leicht zu     Naphthalin    Derivaten     umgelagert    werden  können [A.     Stoll    und     Th.        Petrzilka,        Helv.   <B><I>36,</I></B> 1125  (1953)].  



  Es ist überdies. ein überraschender     Befund,    dass  bei der Anwendung der Reduktionsmethode entspre  chend dem     vorliegenden    Verfahren die Doppelbin  dung in     9,10-Stellung    nicht angegriffen wird.  



  Die erfindungsgemässe     Reduktion    der     Lyserg-          säure-    und     Dihydrolysergsäure-Derivate    in     2,3-Stel-          lung        erfolgt,    wie schon gesagt, mit     nascierendem         Wasserstoff, vorzugsweise mit Zink und Mineral  säure.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren wird beispiels  weise     ausgeführt,    indem man einer Lösung eines       Lysergsäure-    oder     Dihydrolysergsäure-Derivates    der  Formel     1I    oder dessen     Salz    10 bis 200 Gewichtsteile  Zinkstaub suspendiert und hierauf unter Rühren Mi  neralsäure in gasförmiger oder     flüssiger    Phase mit  einer solchen Geschwindigkeit zugibt, dass der     pH-          Wert    zwischen 1 und 2     liegt.     



  Als Lösungsmittel eignen sich dabei Wasser,       wässrige    Säuren, Alkohole, alkoholische Säuren und  Gemische von Alkoholen mit Wasser. Für das Ge  lingen der Reaktion ist es von Vorteil,     bei    einer Re  aktionsdauer von 3 bis 8 Stunden und einer Reak  tionstemperatur zwischen 10 und 50 , vorzugsweise  zwischen 15 und 25 , zu arbeiten. Das Ende der  Umsetzung ist mit dem     Kellerschen        Farbreagenz          [Eisen-(111)-chlorid    enthaltender Eisessig und     konz.     Schwefelsäure] durch Verschwinden der     Farbreaktion     erkennbar.

   Man     filtriert    anschliessend vom nicht um  gesetzten Zink ab, macht das Filtrat unter Kühlung  alkalisch, z. B. mit Ammoniak, und schüttelt mit  einem mit Wasser nicht mischbaren     Lösungsmittel,     wie z. B. Chloroform, aus. Die Reinigung der End  produkte erfolgt durch Kristallisation oder     chromato,     graphische     Adsorption.     



  Die gegebenenfalls     durchzuführende    katalytische       Hydrierung    der     Lysergsäure    Derivate in     9,10-Stel-          lung    erfolgt nach bekannten Verfahren mit Kataly  satoren der B.     Gruppe    des periodischen Systems, wie  z. B. Palladium,     Rhodium,    Platin oder Nickel. Als  Lösungsmittel für die katalytische     Hydrierung    kön  nen Alkohole, Eisessig,     Essigsäureäthylester    oder  Gemische derselben verwendet werden.  



  Die erfindungsgemäss hergestellten neuen     2,3-Di-          hydroverbindungen    der     Lysergsäure-    und     Dihydro-          lysergsäure-Reihe    sind teils     ölige,    teils     kristalline     Substanzen. Mit anorganischen oder organischen  Säuren bilden sie beständige,     kristallisierte    zwei  basische     Salze.    Die     Kellersche    und     Van        Urksche        Farb-          reaktionen    sind negativ.

   Mit dem     Dragendorffschen     Reagenz wird eine orange Färbung erhalten. Die er  findungsgemäss hergestellten Verbindungen     sind    in  Wasser wenig, in polaren organischen Lösungsmitteln  im allgemeinen gut löslich, schwer löslich hingegen  in Benzol und     Petroläther.     



  Die in den nachfolgenden Beispielen beschrie  benen Verbindungen zeichnen sich durch therapeu  tisch     verwertbare        pharmakodynamische    Eigenschaf  ten aus, die sie zu wertvollen Medikamenten machen.  So wirken sie     beispielsweise    sedativ auf motorische  und psychische Funktionen und beeinflussen den       Tonus    der Gefässe. Ausserdem können die Ver  fahrensprodukte als Zwischenprodukte     für    die Her  stellung von Medikamenten verwendet werden.

   Durch  die erfindungsgemässe Reduktion in     2,3-Stellung    und  nachfolgende     Dehydrierung    gelingt es, die empfind  liche     Indol-Gruppierung    in     Lysergsäure-    bzw.     Di-          hydrolysergsäure-Verbindungen    vorübergehend auf-         zuheben,    wodurch     Lysergsäure-    bzw.     Dihydrolyserg-          säure-Verbindungen    völlig neuen Umsetzungen zu  gänglich werden, wie z. B. Oxydationen,     säurekataly-          sierten    Reaktionen, Substitutionen im     Benzol-Kern,     u. a.

    



  In den nachfolgenden Beispielen erfolgen alle  Temperaturangaben in Celsiusgraden. Die Schmelz  punkte sind     urkorrigiert.       <I>Beispiel 1</I>       1-Methyl-2,        3-dihydro-d-lysergsäure-          D-propanolamid-(2')       Eine Lösung von 5,0 g     1-Methyl-d-lysergsäure-          D-propanolamid-(2')    in 500     cm3    Alkohol wird mit  500g Zinkstaub     versetzt.    Bei einer Temperatur von  10  werden im Dunkeln und unter starkem Rühren  total 1,1 1     konz.    Salzsäure tropfenweise während 3  Stunden zugegeben.

   Hierauf     rührt    man noch     11/"     Stunden bei der gleichen Temperatur, filtriert vom  überschüssigen Zink ab und stellt das Filtrat unter  Kühlung mit     Ammoniak    alkalisch. Man schüttelt  mit     Methylenchlorid    aus und kristallisiert das durch  Verdampfen des Lösungsmittels gewonnene Rohpro  dukt aus     Alkohol/Essigsäureäthylester    um. Farblose  Nadeln vom     Smp.        190-191'.    Keller-Reaktion: nega  tiv.     Dihydrochlorid:    farblose     Nädelchen    vom     Smp.     213-216 .

      <I>Beispiel 2</I>       1-Methyl-2,3,9,10-tetrahydro-d-lysergsäure-          D-propanolamid-(2')       Eine Lösung von 0,96 g     1-Methyl-2,3-dihydro-d-          lysergsäure-D-propanolamid-(2')    in 20     cm3    Eisessig  wird mit 0,1 g     vorhydriertem    Platinoxyd und Wasser  stoff geschüttelt. Nach Aufnahme von 70 cm  Wasserstoff bricht man die     Hydrierung    ab, filtriert  vom Katalysator ab, engt das Filtrat bis zur Sirup  konsistenz ein und schüttelt den Rückstand zwischen       Natriumbicarbonatlösung    und     Methylenchlorid    aus.

    Das durch Verdampfen des Lösungsmittels erhalten  Rohprodukt     chromatographiert    man an 150 g Alu  miniumoxyd, wobei das     1-Methyl-2,3,9,10-tetra-          hydro-d-lysergsäure-D-propanolamid-(2')    mit Chloro  form und 1 % Methanol ins Filtrat gewaschen wird.  Die Verbindung kristallisiert schlecht.  



       Bimaleinat:    farblose, rechteckige Prismen aus       Methanol/Aceton,        Smp.    165-170 .  



  <I>Beispiel 3</I>       2,3-Dihydro-d-lysergsäure-D-propanolamid-(2')     In einer Lösung von 5 g     Ergobasin-bimaleinat    in  200     cm3    Wasser suspendiert man 500 g Zinkstaub  und lässt unter intensivem Rühren während 6 Stun  den im     Dunkeln    und bei einer Temperatur von 15  bis 20  total 1,1 1     konz.    Salzsäure     zutropfen.    Nach  dieser Zeit ist die     Kellersche    Farbreaktion negativ.

    Man filtriert vom überschüssigen Zinkstaub ab, neu  tralisiert unter Kühlung durch Einleiten von gas  förmigem Ammoniak, fügt noch einen     überschuss    an      25ö     igem        wässrigem    Ammoniak hinzu und schüttelt  mit     Methylenchlorid    aus. Das Rohprodukt wird aus       Essigsäureäthylester/Alkohol    umkristallisiert. Farb  lose Nadeln vom     Smp.    193-194 .     Kellersche        Farb-          reaktion:    negativ.  



  <I>Beispiel 4</I>       1-Methyl-2,3-dihydro-d-lysergsäure-(+)-          butanolamid-(2')       Man suspendiert 440 g Zinkstaub in einer Lö  sung von 5 g     1-MethyT-d-lysergsäure-(+)-butanol-          amid-(2')    in 200     cm3    Wasser und tropft während       41/2    Stunden unter     kräftigem    Rühren und bei einer  Temperatur von 15-20  und gleichzeitigem Durch  leiten von Stickstoff 0,9 1     konz.        Salzsäure    hinzu.  Nach dieser Zeit fällt die     Kellersche    Farbreaktion  negativ aus. Die Aufarbeitung erfolgt analog Bei  spiel 1.  



       1-Methyl-2,3        -dihydro-d-lysergsäure-(+)-butanol-          amid-(2')    wird aus     Alkohol/Essigsäureäthylester    um  kristallisiert. Farblose Kristalle vom     Smp.    200-202 .       Kellersche    Farbreaktion: negativ.

      <I>Beispiel 5</I>       d,1-1-Methyl-6-acetyl-2,3,9,10-tetrahydro-          nor        lysergsäure-methylester       3,26 g     d,1-1-Methyl-6-acetyl-9,10-dihydro-nor-          lysergsäure-(I)-methylester    werden in 250     cm3    mit       HCl-Gas    gesättigtem Methanol     abs.    gelöst und auf  10  abgekühlt. Zu dieser Lösung gibt man     portionen-          weise    unter gutem Rühren und Kühlen insgesamt  25 g Zinkpulver, wobei die Reaktionstemperatur  innerhalb 10-15  gehalten wird.

   Nach 2 Stunden  Reaktionszeit werden nochmals 25g Zinkpulver zu  gegeben und weitere 50     cm3    mit     HCl-Gas    gesättigtes  Methanol     zugetropft.    Nach etwa 5 Stunden zeigt eine  Probe der Reaktionslösung keine positive     Keller-          Reaktion    mehr. Man filtriert die Lösung vom über  schüssigen Zink ab und     entfernt    das Lösungsmittel  im Vakuum, bis ein     dickflüssiger    farbloser     Sirup     zurückbleibt.

   Dieser wird mit Eiswasser     verdiinnt,     mit     konz.        Ammoniaklösung    25     %    unter Kühlen     alka-          lisiert    und mit Chloroform mehrmals     extrahiert.    Die  vereinigten Extrakte werden einmal mit gesättigter       Natriumchloridlösung    gewaschen und     mit    Natrium  sulfat getrocknet. Als roher     Eindampfrückstand    ver  bleiben 3,05 g     krist.    Rohprodukt.

   Eine einmalige  Umkristallisation aus     Essigsäureäthylester    ergibt  2,210 g farblose     Kristalle    vom     Smp.    172-174 .    <I>Beispiel 6</I>       d,1-6-Acetyl-2,3,9,10-tetrahydro-nor-          lysergsäure-methylester       1,5 g     d,l-6-Acetyl-9,10-dihydro-nor-lysergsäure-          methylester    werden     in    150     cm3        abs.    Methanol gelöst  und bei 0 bis 5  mit Salzsäure-Gas gesättigt.

   Hierauf  werden insgesamt 100 g     Zinkpulver    in vier Portionen  zugegeben und das Reduktionsgemisch stark     gerührt     während insgesamt 4 Stunden. Nach dieser Zeit zeigt    eine Probe der Lösung     keine    positive     Keller-Reak-          tion    mehr. Man     filtriert    vom überschüssigen Zink  ab und engt die Lösung im Vakuum ein. Das dick  flüssige farblose Öl wird in Chloroform aufgenom  men und bei 0 bis 10  mit     Ammoniakgas        alkalisiert.          D.ie        Chloroformlösung    wird noch mit Wasser gewa  schen und über Natriumsulfat getrocknet.

   Nach dem  Eindampfen des Lösungsmittels im Vakuum erhält  man einen Schaum, aus dem sich in     F-ssigsäureäthyl-          ester/Ather-Gemisch    Kristalle vom     Smp.    145-146   abscheiden. Diese erweisen sich laut Analyse,     IR-          Spektrum    und     UV-Spektrum    als     d,l    - 6 -     Acetyl-          2,3,9,10-tetrahydro-nor-lysergsäure-methylester.       <I>Beispiel 7</I>       2,3,9,10-Tetrahydro-d-lysergsäure-          D-propanolamid-(2')       Man suspendiert 500 g Zinkstaub und 5 g     9,

  10-          Dihydro    - d -     lysergsäure    - D -     propanolamid    - (2') in  200     cm3    Wasser und lässt im Dunkeln während 7  Stunden unter intensivem Rühren und bei einer  Temperatur von 15-20  und gleichzeitigem Durch  leiten von Stickstoff 1,1 1     konz.        Salzsäure        zutropfen.     Nach dieser Zeit fällt die     Kellersche        Farbreaktion     negativ aus. Zur Aufarbeitung filtriert man vom  überschüssigen Zinkstaub ab.

   In das klare Filtrat  leitet man unter kräftigem Rühren und     intensivem     Kühlen so lange gasförmigen     Ammoniak    ein, bis  sich ein intermediär gebildeter Niederschlag von  Zinksalzen wieder gelöst hat. Man schüttelt mit     Me-          thylenchlorid    aus und kristallisiert den nach dem  Verdampfen des Lösungsmittels erhaltenen Rück  stand aus Äthanol um. Farblose     Nädelchen    vom       Smp.    243-245 . Keller-Reaktion negativ. [a]20  =  -169  (c = 1 in     Pyridin).     



  <I>Beispiel 3</I>       2,3-Dihydro-d-lysergsäure-(+)-butanolamid-(2')          Eine    Lösung von 5 g     d-Lysergsäure-(+)-butanol-          amid-(2')-bimaleinat    in 200     cm3    Wasser     wird    analog  Beispiel 7 mit 500 g Zinkstaub und 0,9 1     konz.    Salz  säure     innert    61/2 Stunden reduziert. Nach dieser Zeit  ist die     Kellersche        Farbreaktion    negativ. Die Auf  arbeitung     erfolgt    wieder analog Beispiel 7.

   Das  Rohprodukt wird in Methanol gelöst, durch Aktiv  kohle filtriert und aus     Methanol/Aceton    kristallisiert.  Farblose     Nadeln    vom     Smp.    182,5-184 .     Kellersche     Farbreaktion negativ. [a] D = -19,5  (c - 1     in     Chloroform).     Bimaleinat:        Smp.    143 bis 144  aus       Äthanol.     



       Beispiel   <I>9</I>       2,3-Dihydro-d-isolysergsäure-(+)-butanolamid-(2')     4 g     d-Isolysergsäure-(+)-butanolamid-(2')    wer  den mit 400 g     Zinkstaub    und 0,95 1     konz.        Salzsäure     analog Beispiel 7     innert    6 Stunden reduziert. Nach  dieser Zeit fällt die Farbreaktion nach Keller negativ  aus.

   Die     Aufarbeitung    wird durchgeführt wie im  Beispiel 7     beschrieben    und     liefert    2,8 g öliges Roh-           produkt.    Durch     Verteilungschromatographie    an einer  Säule von 100 g     Silicagel    mit einem Wassergehalt von  100   lässt sich das     2,3-Dihydro-d-isolysergsäure-(-;-)-          butanolamid-(2')    kristallin von den übrigen Reak  tionsprodukten abscheiden.

   Kristallisation aus Benzol  liefert ein Produkt vom     Smp.    152-153 .     Kellersche     Farbreaktion negativ. [a] D =     +    263  (c - 0,7 in       Chloroform).       <I>Beispiel 10</I>       1-Methyl-2,3,9,10-tetrahydro-d-lysergsäure-          (+)-butanolamid-(2')       5 g     9,10-Dihydro-l-methyl-dlysergsäure-(+)-          butanolamid-(29    werden mit 500g Zinkstaub und  1 1     konz.        Salzsäure    analog Beispiel 7 innert     51/2    Stun  den reduziert. Nach dieser Zeit ist die     Kellersche     Farbreaktion negativ.

   Das Reaktionsgemisch wird  analog Beispiel 7 aufgearbeitet. Man erhält ein teil  weise kristallines Rohprodukt, das     zur    weiteren Rei  nigung zunächst an 150 g     Aluminiumoxyd        chromato-          graphiert    wird. Mit     Benzol/Aceton    im Volumen  verhältnis (1 : 1) wird das     1-Methyl-2,3,9,10        tetra-          hydro    - d -     lysergsäure-(+)-butanolamid-(2')    von der  Säule     eluiert    und anschliessend aus     Äthanol/Benzol     kristallisiert.

   Farblose Nadeln vom     Smp.        215-218''.          Kellersche        Farbreaktion    negativ. [a] = D -101,6   (c = 1 in     Dioxan).       <I>Beispiel 11</I>       2,3-Dihydro-d-lysergsäure-diäthylamid       Man reduziert 5 g     d-Lysergsäure-diäthyl'amid    mit  500g Zinkstaub und 1,2 1     konz.        Salzsäure    analog  Beispiel 7. Das Ende der Reaktion wird durch den  negativen Ausfall der     Kellerschen    Farbreaktion nach  7 Stunden angezeigt. Die Aufarbeitung erfolgt wie  derum analog Beispiel 7.

   Das     2,3-Dihydro-d-lyserg-          säure-diäthylamid    fällt dabei als amorpher Schaum  an. Die     Kellersche    Farbreaktion ist negativ, die Re  aktion von     Van        Urk    schwach gelb.  



  <I>Beispiel 12</I>       1-Methyl-2,3-dihydro-d-lysergsäure-diäthylamid     4 g     1-Methyl-d        lysergsäure-diäthylamid-bitartrat     werden mit 500 g     Zinkstaub    und 0,8 1     konz.    Salz  säure analog     Beispiel    7     innert    4 Stunden reduziert.

    Nach dieser Zeit ist die     Kellersche    Farbreaktion  negativ geworden. -Die     Aufarbeitung        erfolgt    analog  Beispiel 7 und     liefert    ein amorphes Produkt, das  durch     Chromatographie    an 150g     Aluminiumoxyd     weiter gereinigt wird. Gelber, amorpher Schaum.       Kellersche    Farbreaktion negativ.    <I>Beispiel 13</I>       2,3-Dihydro-d-lysergsäureamid       2 g     d-Lysergsäureamid    werden mit 200 g Zink  staub und 0,45 1     konz.    Salzsäure analog Beispiel 1       innert    6 Stunden reduziert.

   Nach dieser Zeit fällt die       Kellersche    Farbreaktion negativ aus. Die Aufarbei  tung wird analog     Beispiel    7 durchgeführt. Das Roh  produkt     wird    zur Abtrennung einer kleinen Menge    von gebildetem     2,3-Dihydro-d-isolysergsäureamid    an  60 g Aluminiumoxyd     chromatographiert.    Mit     M;-          thylenchlorid,    das 1      ä    Methanol enthält, wird das       2,3-Dihydro-d-lysergsäureamid    in das Filtrat ge  waschen.

   Kristallisation aus     Äthanol/Essigsäureäthyl-          ester    unter Zusatz von wenig     Heptan    liefert farblose,  strahlige     Drusen    vom     Smp.    182-184      (Zers.).          Kellersche    Farbreaktion negativ.     [(@]    D = + 11   (c =  0,5 in Chloroform).    <I>Beispiel 14</I>       2,3,9,10-Tetrahydro-lysergsäureamid       3 g     9,10-Dihydro-lysergsäureamid    werden mit  300 g     Zinkstaub    und 0,9 1     konz.        Salzsäure    analog  Beispiel 7 innert 6 Stunden reduziert.

   Nach dieser  Zeit ist die     Kellersche    Farbreaktion negativ gewor  den. Die Aufarbeitung wird analog Beispiel 7 durch  geführt. Kristallisation des Rohproduktes aus       Äthanol/Essigsäureäthylester    ergibt farblose     Nädel-          chen    vom     Smp.    239-2411 (unter partieller Sublima  tion in Nadeln und Zersetzung).

       Kellersche        Farb-          reaktion        negativ.        [a]        D        =        -90         (in        Chloroform).       <I>Beispiel 15</I>       1-Methyl-2,3-dihydro-d-lysergsäureamid    und       1-Methyl-2,3-dihydro-d-isolysergsäureamid       2,6 g     1-Methyl-lysergsäureamid    werden mit 260 g  Zinkstaub und 0,35 1     konz.        Salzsäure    analog Bei  spiel 7 innert 6 Stunden reduziert.

   Nachdem die       Kellersche    Farbreaktion negativ geworden ist, wird  analog Beispiel 7 aufgearbeitet und das Rohprodukt  an 130 g Aluminiumoxyd     chromatographiert.    Das       1-Methyl-2,3-dihydro-D-isolysergsäureamid    wird be  reits mit     Methylenchlorid    und     0,5110    Methanol in  das Filtrat gewaschen. Die Kristallisation aus Äthanol.  liefert farblose, rechteckige Platten vom     Smp.    205  bis 206 .     Kellersche    Farbreaktion negativ. [c < ] D =  + 257  (in Chloroform).

   Mit     Methylenchlorid    und  1 ö Methanol wird anschliessend das     1-Methyl-2,3-          dihydro-D-lysergsäureamid    von der Säule     eluiert,     welches aus     Athanol    umkristallisiert einen     Smp.    von  l91-192  zeigt.     Kellersche    Farbreaktion negativ.  [a] - -76  (in Chloroform).  



  D

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von neuen 2,3-Di- hydroverbindungen der Lysergsäure- und Dihydro- lysergsäure-Reihe der Formel EMI0004.0124 worin Ri Wasserstoff oder Alkyl, R2 Wasserstoff, Alkyl oder Acyl, Z eine Amino-, Dialkylamino-,
    Alkoxy- oder Oxyalkylamino-Gruppe und x y die Gruppierung EMI0005.0012 bedeuten, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Lysergsäure- oder Dihydrolysergsäure-Derivat der Formel EMI0005.0016 mit nascierendem Wasserstoff in 2,3-Stellung redu ziert.
    UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge- kennzeichnet, dass man eine Verbindung der Formel II, worin EMI0005.0026 bedeutet, zunächst mit naseierendem Wasserstoff in 2,3-Stellung reduziert und anschliessend die Doppel bindung in 9,10-Stellung katalytisch hydriert.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man die Reduktion in Stellung 2,3 mit Hilfe von Zink und Mineralsäure ausführt. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man die Reduktion während 3 bis 8 Stunden und bei einer Reaktionstemperatur zwi schen 10 und 50 , vorzugsweise zwischen 15 und 25 , ausführt.
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EP0830370A4 (de) * 1995-11-20 1998-03-25
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