Palettenmagazin
Die Erfindung betrifft ein Palettenmagazin für mehrere aufeinander geschichtete Paletten, wobei auf zwei sich gegenüberliegenden Seiten einer Palette des Stapels mehrere in einer zur Palette parallel liegenden Ebene angeordnete bewegliche Auflagen vorhanden sind, welche Auflagen gemeinsam unter die jeweils unterste Palette zum Füllen bzw. unter die jeweils zweitunterste zum Entleeren des Magazins gelangen.
Es ist bekannt, als Auflagen für die Paletten drehbare Rollenstern- oder Schaufelsternräder zu verwenden. Bei der Drehung der Sternräder wird bei einer Leer-Palettenabgabe aus dem Magazin jeweils eine Palette abgegeben. Die Sternräder sind auf angetriebenen Wellen befestigt, die im Magazingestell gelagert sind.
Der Nachteil einer derartigen Palettenabgabe ist darin zu sehen, dass bei der Verwendung von Paletten verschiedener Grösse die Wellenlagerungen versetzt bzw. die Stern räder gegen andere ausgewechselt werden müssen.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Palettenabgabe mittels der Auflagen ohne derartige Nachteile zu erreichen, wobei mit den Auflagen auch eine Aufnahme von Leer-Paletten in ein Magazin möglich sein soll.
Das Palettenmagazin ist dadurch gekennzeichnet, dass jede Auflage etwa rechtwinklig zueinander stehende Bewegungsebenen besitzt.
Weitere Merkmale ergeben sich aus der Beschreibung und der Zeichnung, in der rein beispielsweise eine Form des Palettenmagazins nach der Erfindung mit Leer-Paletten dargestellt ist.
Es zeigen:
Fig. 1 ein Magazin mit Leer-Paletten in Ansicht;
Fig. 2 das Magazin nach Fig. 1 in Draufsicht.
Das Gestell des Palettenmagazins besteht im wesentlichen aus U-Profilen. Die unterste Palette 1 liegt auf einem Tisch 4 auf. Die beweglichen Auflagen 5 für die Paletten 1, 2 und 3 usw. sind im Gestell des Magazins gelagert.
Das Gestell des Palettenmagazins besitzt vier vertikale U-Schienen 6, die mit ihren Schenkeln in das Innere des Magazins weisen. Die Schienen 6 dienen als Führung für die vertikal in ihnen verschiebbaren Rollen 7. Die zwei in jeder Schiene 6 geführten Rollen 7 sind an einer vertikal stehenden Blechwand 8 be befestigt Die beiden sich gegenüberstehenden Wände 8 des Magazins sind somit mit ihren je vier Rollen 7 vertikal verschiebbar. Zur vertikalen Verschiebung sind an einem Winkel 9 jeder Wand 8 zwei Ketten 10 bzw. 11 befestigt, die über Umlenkräder 12 und 13 geführt sind. Die anderen Enden der Ketten 10 und 11 sind an je einem Kettenrad 14 bzw. 15 in den Punkten 21 bzw. 22 befestigt. Die Enden der Kette 10 sind am Umfang je eines Rades 14 und die der Kette 11 am Umfang je eines Rades 15 befestigt.
Die Kettenräder 14 und 15 sind auf einer Welle 16 befestigt, die über Kettenräder 17, 18 und Kette 19 von einem Elektromotor 20 angetrieben wird. Beim Arbeiten des Motors 20 werden beide Wände 8 zusammen in Richtung des Pfeiles 23 vertikal verschoben.
Im rechten Winkel zu den Wänden 8 sind die Stellmotore 24 befestigt. Jede Wand 8 besitzt zwei Stellmotore 24. Die Stellmotore 24 besitzen je einen Zylinder 25 und einen Kolben 26, der als Kolbenstange die Auflage 5 besitzt. Die die Paletten 1, 2, 3 zwischen sich einschliessenden Auflagen 5 stehen einander spiegelbildlich gegenüber. Die Zylinder 25 sind an der Wand 8 befestigt, und der hydraulisch betätigte Kolben 26 verschiebt jede Auflage 5 axial in Richtung des Pfeiles 27 in einer horizontalen Ebene.
Die Auflagen 5 besitzen Anschlagscheiben 34, so dass die auf den Auflagen 5 liegenden zwei untersten Paletten 1, 2 eine seitliche Führung besitzen. Von einem nicht dargestellten hydraulischen Stromkreis, in dem eine Pumpe und ein Ölbehälter vorhanden sind, werden die Stellmotore 24 gespeist.
Der Tisch 4 besitzt zwei U-Schienen 28, in der je eine Transportkette 29 geführt ist. Die in nicht dargestellter Weise angetriebenen Ketten 29 dienen zum Verschieben der untersten auf dem Tisch 4 aufliegenden Palette 1 mittels der an den Ketten 29 befestigten Mitnehmern 30 in Richtung des Pfeiles 31.
Die Ketten 29 sind über die Umlenkräder 32 geführt.
Anstelle des Kettentransportes könnte auch eine angetriebene Rollbahn verwendet werden, die die Palette in Richtung des Pfeiles 31 transportiert.
Die waagrechte Bewegung der axial verschiebbaren Auflagen 5 in Richtung des Pfeiles 27 steht im rechten Winkel zur waagrechten Bewegung der untersten Palette 1 in Richtung des Pfeiles 31.
Das Palettenmagazin kann als Leer-Palettenabgabevorrichtung bei einem Palettenlader, einer sogenannten Stapelmaschine, verwendet werden. Bei einer derartigen Maschine werden die leeren Paletten aus dem Magazin entnommen und in der Stapelmaschine mit z. B. Kisten beladen. Die Leer-Paletten befinden sich somit gestapelt im Magazin (Fig. 1), und eine Palette nach der anderen wird mit folgendem Arbeitsablauf in Richtung des Pfeiles 31 vom Magazin nach aussen abgegeben:
In Fig. 1 liegt der Palettenstapel, bestehend aus Paletten 1-3, auf dem Tisch 4 auf. Durch einen im Tisch 4 eingebauten und von der Palette 1 geschalteten Kontakt 33 werden die Stellmotore 24 mit Öl versorgt, und die Kolben 26 mit ihren unter der Tischebene 4 befindlichen Auflagen 5 verschieben sich von der Palette 1 weg nach aussen, so dass die Auflagen 5 ausserhalb der Palette 1 liegen.
Dann wird der Motor 20 eingeschaltet, und die Auflagen 5 werden in Richtung des Pfeiles 23 nach oben bewegt, bis die Auflagen 5 etwa in der Mitte der Palette 1 stehen; dann werden die Stellmotore 24 betätigt, und die Auflagen 5 werden in die Palette 1 eingeschoben.
Die jetzt eingenommene Stellung (Fig. 1) ist die Ruhestellung des Palettenmagazins, d. h. wenn gewartet wird, bis eine Leer-Palette aus dem Magazin für den Palettenlader benötigt wird. Die Paletten liegen auf dem Tisch 4 auf, und die Auflagen 5 sind unbelastet. Wird eine Palette benötigt und soll aus dem Magazin entnommen werden, wird der Motor 20 eingeschaltet, und die Auflagen 5 gehen nach oben und heben die Paletten 2 und 3 etwas an. Dann wird der Antrieb der Ketten 29 eingeschaltet, und die Palette 1 wird mittels der Mitnehmer 30 aus dem Magazin geschoben, wo dann die Palette auf nicht dargestellten Rollenbahnen weiter zum Palettenlader transportiert wird. Die Ketten 29 laufen dann wieder zurück, so dass sich die Mitnehmer 30 wieder in der gezeichneten Lage befinden.
Jetzt wird wieder der Motor 20 eingeschaltet, und die Auflagen 5 mit den auf ihnen liegenden Paletten 2 und 3 bewegen sich bis zur Auflage der Palette 2, die jetzt die unterste Palette ist, auf dem Tisch. Jetzt werden die Auflagen 5 wieder axial nach aussen verschoben, dann in Pfeilrichtung 23 bewegt und dann in die Palette 2 axial nach innen verschoben, wobei wieder die Ruhestellung im Arbeitsablauf für eine Palettenabgabe erreicht ist.
Das Palettenmagazin kann auch als Lee-Palettenaufnahmevorrichtung bei einem Palettenentlader verwendet werden. Die z. B. mit Kisten beladenen Paletten werden von Palettenentladern geleert, und die leeren Paletten werden mit folgendem Arbeitsablauf in Richtung des Pfeiles 31 in das Palettenmagazin von unten nacheinander eingeführt und gestapelt :
Die Mitnehmer 30 befinden sich in der Stellung 30' unterhalb der Tischebene 4, des gleichen die Auflagen 5. In der Stellung der Auflagen 5 nach Fig. 1 arbeitet der Motor 20, und die Wände 8 mit den Auflagen 5 werden in Richtung des Pfeiles 23 nach oben bewegt, und der Palettenstapel, bestehend aus den Paletten 1-3, wird soweit angehoben, bis auf dem Tisch 4 eine neue Palette Platz findet.
Eine nicht dargestellte neue Leer-Palette wird dann von den Mitnehmern 30' bei angetriebener Kette 29 in Richtung des Pfeiles 31 auf dem Tisch 4 aufliegend in das Magazininnere geschoben. Dann wird der Motor 20 wieder eingeschaltet, und die Auflagen 5 werden abgesenkt, und die Leer-Paletten 1-3 und die nicht gezeigte unterste Palette stehen aufeinander. Die Stellmotore 24 werden mit Öl versorgt, und die Auflagen 5 werden aus der Palette 1 bewegt. Dann arbeitet wieder der Motor 20, die Auflagen 5 werden abgesenkt, und beim erneuten Beaufschlagen der Kolben 26 mit Öl werden die Auflagen 5 etwa in die Mitte der untersten nicht dargestellten Palette eingeschoben. Diese Stellung der Auflagen 5 zu den Paletten ist ihre Ruhelage; sie bleibt bestehen, solange keine weitere Leer-Palette in das Magazin eingeführt werden soll.
In der Ruhelage stehen die aufgestapelten Paletten auf dem Tisch 4 auf, und die Auflagen 5 sind unbelastet.
Zur Steuerung der Hydraulik für die Stellmotore 24, sowie des Antriebes für die Kette 29 und des Elektromotors können z. B. mechanisch betätigte Kontakte, wie Kontakt 33, oder auch photoelektrische Kontakte als Lichtschranken verwendet werden.
Das erfindungsgemässe Palettenmagazin besitzt den Vorteil, dass durch einfaches Steuern des axialen Weges des Kolbenhubes der Stellmotore 24 durch Verstellen der au± die Stellmotore 24 einwirkenden Kontakte, sowie durch Steuern der Hubbewegung der Wände 8 durch Verstellen der auf die vertikal beweglichen Teile ansprechenden Kontakte, Leer-Paletten verschiedener Breite und Höhe verwendet werden können. Weiterhin ist es von Vorteil, dass die Leer Paletten in der Ruhestellung des Magazins auf dem Tisch 4 aufliegen und dadurch die Auflagen 5 nicht belasten.
Das Palettenmagazin kann mit gleichem konstruktivem Aufbau sowohl als Palettenabgabevorrichtung als auch als Palettenaufnahmevorrichtung arbeiten, was lediglich durch einen anderen Steuerungsablauf der beweglichen Teile erreicht wird.