CH398280A - Konservierungsmittel - Google Patents

Konservierungsmittel

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CH398280A
CH398280A CH471760A CH471760A CH398280A CH 398280 A CH398280 A CH 398280A CH 471760 A CH471760 A CH 471760A CH 471760 A CH471760 A CH 471760A CH 398280 A CH398280 A CH 398280A
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CH471760A
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Wilhelm Dr Thoma
Hermann Dr Genth
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Bayer Ag
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Description


  Konservierungsmittel    Es ist bekannt, für die     Haltbarmachung    von ver  derblichen Stoffen z. B. Ameisensäure,     Essig-,        Pro-          pion-,        Sorbin-,        Benzoe-,        p-Chlorbenzoesäure    oder       Hydroxy-benzoesäuren    zu verwenden.

   Darüber hin  aus ist die Verwendung von     Pyrokohlens'äureestern     als Konservierungsmittel für verderbliche     Stoffe    be  schrieben.     (DBP    1011709)  Gegenstand der     Erfindung    ist die Verwendung  von gemischten     Anhydrid'en    als     Konservierungsmit-          tel    für verderbliche     Stoffe.    Die     verwendeten        gelmisch-          ten        Anhydride    entsprechen der folgenden Formel:

    
EMI0001.0021     
         R1    und R,, sind     verschiedene    organische Reste, einer  der Reste.     R1        oderR,    kann     ausserdem    ein substituierter       Oxyrest    -     0R.;    -sein. Dabei     können        R1    ,     R.    und       R.;    z.

   B. sein: :     Alkylreste,    wie     Methyl,        Äthyl,        Propyl,          i-Propyl,        tert.-Butyl,        Sorbityl,    oder     Cycloalkylreste,     wie     Cyclohexyl,    ferner     Aryl-    und     Aralkylreste,    wie       Phenyl,        Benzyl,        Cinnamoyl    oder auch     heterocyclische     Reste.  



  Die     erfindungsgemäss    als     Konservierungsmittel     zu verwendenden gemischten     An'hydride    werden     nach     bekannten     Verfahren    hergestellt, z. B. durch Umsatz  von     Carbonsäuren    mit     einem        Chlorko        lens'äureester     in Gegenwart einer Base oder .auch durch Umsatz  eines     carbonsauren        Salzes    mit einem     Carbonsäure-          chlorid.     



  Zur Anwendung :der vorgeschlagenen Konservie  rungsmittel setzt man die Mittel als solche oder in  Form einer Lösung den zu     konservierenden        Stoffen       zu und vermischt sie     erforderlichenfalls    innig mit  den     Stoffen.    Die     erforderlichen    Mengen Konservie  rungsmittel lassen sich von     Fall    zu Fall durch Vor  versuche leicht     ermitteln    ; im     .allgemeinen    genügen  Mengen von 0,01-1     %    bezogen auf die Menge des  zu konservierenden Stoffes.  



  Mit den     erfindungsgemäss    vorgeschlagenen Mit  teln ist es möglich, verderbliche     Stoffe        vegetabilischer     oder     animalischer    Herkunft in     vorteilhafter    Weise  zu konservieren. Zu den Stoffen, die     erfindungs-          gemäss    konserviert werden können, gehören     insbe-          sordere    Kohlehydrate enthaltende Stoffe, wie z. B.

         Fruchtmark,    Fruchtextrakte oder     Fruchtsäfte        und          Drogenextrakte    ; ferner Kasein und     andere        protein-          haltige        Stoffe,    sowie Injektionslösungen und andere       pharmazeutische    oder kosmetische     Zubereitungen     verderblicher Art.  



  Die     erfindungsgemässen        Konservierungsmittel          zeichnen    sich gegenüber anderen     dadurch    aus,     dass     sie     zunächst    als     Acylierungsmittel    wirken: können,  und nach     erfolgter        Hydrolyse    im Substrat mit der  freigewordenen     Carbonsäure    eine weitere antimikro  bielle Wirkung in bekannter Weise     entfalten    können.  



  Die Wirkung :der durch Hydrolyse entstandenen       Carbonsäure        zeichnet    das     erfindungsgemässe    Ver  fahren vor allem gegenüber der     Anwendung        von          Pyrokohlensäureestern    aus. Die     Acyherungswirkung     der     erfindungsgemäss    zu     verwendenden.        Substanzen     stellt sie über die blosse Verwendung der     Carbon-          säu:re.    So zeigt z.

   B. das     Sorbinsäure-äthylkohlen-          säureanhydrid    gegen     Penicillium        glaucum    und     Sac-          charomyces        cerevisiae    eine höhere     Wirksamkeit    als       Sorbinsäure    allein.  



  Die     erfindungsgemässen        Konservierungsmittel     erlauben     :eine        Haltbarmachung        :mit        geringerem    Men  gen an solchen:     Stoffen,    ohne     dass        dadurch    die Halt-           barm-achung    des zu     konservierenden    Produktes. be  einträchtigt würde. So kann z.

   B. bei     Verwendung     des     gemischten        Anhydrids    aus     Äthylkohlensäure    und       Sorbinsäure    für     die    Konservierung von Orangensaft       mit        einer        Dosierung        von        0,

  03        %        gearbeitet        werden.     Die gleiche     Wirksamkeit    lässt sich bei     normaler    Ver  wendung von     Sorbinsäure    nur mit einer Menge von       0,05        %        erzielen.        Die        Einsparung        an        Sorbinsäure     geht aus dem Zerfall des gemischten     Ahhydrids    in       Sorbinsäure,    Kohlensäure und     Alkohol    hervor.

   Der       Sorbinsäurege.halt        beträgt        schliesslich    0,018 0/0     ,an-          statt        0,05        %        bei        :direkter        Anwendung.     



  Die in den nächststehenden Beispielen angege  benen     Teile    sind     Gewichtsteile.     



  <I>Beispiel 1</I>  100 Teile eines auf Dextrose und     Maltose    auf  gebauten Hustensaftes, der     .etwa    20 Teile Dextrose,  5 Teile     Maltose        enthält,    neben     hustenlösenden    Wirk  stoffen, von     pH    5,5 werden     mit    0,03 Teilen     Sorbin-          säure-äthyl-kohlensäurean!hydrid    in 0,3     Teilken        abs.     Alkohol     versetzt.    Nach guter Verteilung des     Kon-          servierungsmittels    wird das Präparat in einem ge  schlossenen Gefäss,

   bei     Zimmertemperatur        auf-          bewahrt.     



  Das so konservierte     Produkt    ist nach 30 Tagen  noch unverändert, während ein     Kontrollansatz    ohne  Konservierungsmittel bereits nach einem Tag starke  Gärungserscheinung zeigt.  



  Ein gleicher Hustensaft, der kurz vor der Ab  füllung     mit    0,03 Teilen     PyroIcohlensäured:iäthyl-          ester    versetzt worden ist, bleibt nur so lange     steril,     wie die     Hustersaftflasche    geschlossen bleibt. Er zeigt  nach dem Öffnen der Flasche nach etwa 48 Stun  den     Gärungserscheinungen    sowie     Oberflächen-          schimmel.     



  <I>Beispiel 2</I>       100        Teile        Apfelmark        mit        10        %        Zuckergehalt     und einem     pH    von 4 werden mit 0,06     Teilen        Essig-          säure-äthylkohlensäureanhydrid        vermischt    und als-    bald verschlossen. Das so behandelte Gut     erweist     sich als hervorragend konserviert.  



  Apfelmark, das mit 0,1 Teilen     Pyrokohlensäure-          diäthylester        vermischt    und unter     Verschluss        gebracht     wurde, zeigt nach 10 Tagen auf .der Oberfläche  Schimmelwachstum, auch     wenn,das    Gefäss     nicht    ge  öffnet wird.  



  <I>Beispiel 3</I>  <B>100</B> Teile     Orangensaft    vom     pH    4,5 mit einem       Zuckergehalt        von    8     %        werden        mit        0,03        Teilen        Sor-          binsäure-essigsäureanhydrid    versetzt und     alsbald          verschlossen.    Der so konservierte Saft zeigt nach  längerer Lagerung bei     Temperaturen    zwischen 20  bis     30,

  1    C keinerlei Gärung oder     Schimmelbefall.        Un-          konservierte    Gegenproben     befinden    sich nach 48  Stunden in     Gärung    und setzen     inner'halb    weiterer 3  Tage     Oberflächenschimmel    :an.  



  Zur Herstellung des     Sorbinsäure-essgsäure-an-          hydrid:s    kocht man 45 g     wasserfreies        Natnumacetat,     suspendiert in 100 ml     abs.        Toluol,    mit 65 g     Sorbin-          säure-chlorid    4 Stunden am     Rückfluss.    Man     schüttelt     die gekühlte     Reaktionsmischung    nach Zusatz von       300m1        Äther        mit        5,

  0%iger        Sodalösung        aus.        Das          Anhydri@d    siedet bei     77-78o/0,3.     



       02H"0;(154)     Berechnet : C : 62,30 H : 6,50 O : 31,20  Gefunden : C : 62,35 H : 6,58 O : 31,26  Ein mit 0,03 Teilen     Pyrokohlensäured'iäthylester     versetzter Orangensaft gärt nach     Öffnen    der Ver  packung     innerhalb    von 48 Stunden und     setzt    eben  falls wie die     umkonservierte    Gegenprobe innerhalb  von 2-3 Tagen     Oberflächenschimmel    an.  



  <I>Beispiel 4</I>  Aus der folgenden Tabelle sind die prozentualen  Mengen von     Propionsäure-Sorbinsäureanhydrid,          Ben,zoesäure-Äthyl-kohlensäureanhydrid    und     Sor-          binsäure        ersichtlich,    die für eine ausreichende Hem  mung des Wachstums der in dieser Tabelle aufge  zeigten Pilzarten im Durchschnitt ausreichen  
EMI0002.0143     
  
    Saccharo- <SEP> Penicil-':

  ' <SEP> Asper-'\ <SEP> Bacte- <SEP> Misch  myces <SEP> RUM <SEP> gillus <SEP> rium <SEP> infektion
<tb>  cerevisiae <SEP> glaucum <SEP> niger <SEP> coli
<tb>  Propionsäure-Sorbinsäureanhydrid <SEP> ...... <SEP> 0,01 <SEP> 0,3 <SEP> 0,03 <SEP> 0,15 <SEP> 0,15
<tb>  Benzoes'äure-Äthylkohlensäureanhydrid <SEP> .. <SEP> 0,03 <SEP> 0,3 <SEP> 0,05 <SEP> 0,15 <SEP> 0,1
<tb>  Sorbinsäure <SEP> <B>.......</B> <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 0,02 <SEP> <B><I>0,05-</I></B> <SEP> 0,12 <SEP> - <SEP>   Nährboden <SEP> : <SEP> pH <SEP> 4,5. <SEP> <B>0,07-</B> <SEP> Vergleichsansatz

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verwendung von gemischten Carbons:äure-Anhydriden bzw. von Anhydriden aus einer Carbonsiaure und einem Kohlensäurehalbester als Konservierungsmittel für verderbliche Stoffe. UNTERANSPRÜCHE 1. Verwendung von gemischten Anhydriden aus Carbonsäuren gemäss. Patentanspruch.
    2. Verwendung von gemischten Anhydriden aus :einer Carbonsäure und einem Koh lensäurehalbester gemäss Patentanspruch.
CH471760A 1959-05-02 1960-04-26 Konservierungsmittel CH398280A (de)

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