CH398608A - Verfahren zur Herstellung von neuen heterocyclischen Verbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen heterocyclischen Verbindungen

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CH398608A
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CH
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preparation
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heterocyclic compounds
new heterocyclic
compounds
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CH546061A
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English (en)
Inventor
Jany Dr Renz
Jean-Pierre Dr Bourquin
Schwarb Gustav
Ruesch Leo
Original Assignee
Sandoz Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D451/00Heterocyclic compounds containing 8-azabicyclo [3.2.1] octane, 9-azabicyclo [3.3.1] nonane, or 3-oxa-9-azatricyclo [3.3.1.0<2,4>] nonane ring systems, e.g. tropane or granatane alkaloids, scopolamine; Cyclic acetals thereof
    • C07D451/02Heterocyclic compounds containing 8-azabicyclo [3.2.1] octane, 9-azabicyclo [3.3.1] nonane, or 3-oxa-9-azatricyclo [3.3.1.0<2,4>] nonane ring systems, e.g. tropane or granatane alkaloids, scopolamine; Cyclic acetals thereof containing not further condensed 8-azabicyclo [3.2.1] octane or 3-oxa-9-azatricyclo [3.3.1.0<2,4>] nonane ring systems, e.g. tropane; Cyclic acetals thereof

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung von neuen heterocyclischen Verbindungen
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von neuen Thioxanthenderivaten der Formel I
EMI1.1     
 worin R ein niederes Alkyl bedeutet, und ist dadurch gekennzeichnet, dass man Verbindungen der Formel II
EMI1.2     
 mit wasserabspaltenden Mitteln behandelt.



   Die Formel I lässt erkennen, dass durch   Sithylen-    isomerie die Bildung zweier Isomeren möglich ist. Die Verbindungen können deshalb gegebenenfalls anschliessend in ihre cis- und transisomeren Formen getrennt werden.



   Die Ausgangsstoffe der Formel II können beispielsweise so gewonnen werden, indem man   Thioxanthon-       (9)    mit einer magnesiumorganischen Verbindung der Formel III
EMI2.1     
 worin Hal Chlor, Brom oder Jod bedeutet, umsetzt und das Reaktionsprodukt zum Thioxanthenolderivat der Formel II hydrolysiert.



   Das Verfahren wird beispielsweise folgendermassen ausgeführt: Man überschichtet aktivierte Magnesiumspäne mit einem wasserfreien offenkettigen oder cyclischen   Äther,      z. R.    Tetrahydrofuran, und lässt ein N-Alkyl-3-halogen-tropan zutropfen, wobei als Halogen Chlor, Brom oder Jod in Frage kommt.



   Die Aktivierung des Magnesiums erfolgt nach bekannten Methoden, z. B. mit Jod, Brom oder HgCl2.



  Anstelle von reinem Magnesium kann auch eine Magnesium-Kupfer-Legierung (nach Gilman) verwendet werden.



   Die so bereitete   Grignardlösung    wird darauf mit Thioxanthon-(9) versetzt, und das Reaktionsgemisch während mehrerer Stunden erhitzt. Das Lösungsmittel wird unter vermindertem Druck entfernt, und der metallorganische Komplex mit wässriger Ammoniumchloridlösung behandelt. Das Thioxanthenolderivat wird nach bekannten Methoden isoliert und gereinigt.



   Hierauf wird das Thioxanthenolderivat erfindungsgemäss mit wasserentziehenden Mitteln, wie beispielsweise Acetanhydrid, Phosphoroxychlorid, Schwefelsäure, Polyphosphorsäure, z. B. bei erhöhter Temperatur zur Reaktion gebracht. Die Wasserabspaltung kann vorteilhaft auch mit konz. Salzsäure bei Raumtemperatur ausgeführt werden. Zur Isolierung des Endproduktes kann beispielsweise die Reaktionslösung, gegebenenfalls nach Entfernen von überschüssigem wasserentziehendem Mittel im Vakuum, auf Eis gegossen, mit einer Alkalihydroxydlösung alkalisch gemacht und das   Thioxanthenderivat    mit einem mit Wasser nicht mischbaren organischen Lösungsmittel, vorzugsweise Chloroform, extrahiert und nach Entfernen des Lösungsmittels nach bekannten Methoden gereinigt und gegebenenfalls in seine cis- und transisomeren Formen getrennt werden.



   Die erfindungsgemäss hergestellten Thioxanthenderivate sind bei   Zimmertemperatur    zähflüssig, amorph oder kristallin. Es sind basische Verbindungen, die mit Säuren bei Zimmertemperatur beständige Salze bilden und die gewünschtenfalls in ihre isomeren Formen getrennt werden können.



   Die erfindungsgemäss hergestellten neuen Thio  xanthenderivate    sind auf Grund ihrer ausgezeichneten   pharmakodynamischen    Eigenschaften zur Verwendung als Heilmittel geeignet. So sind histaminhemmende, narkosepotenzierende, adrenolytische und sedative Wirkungen festgestellt worden. Sie wirken ferner antipyretisch und temperatursenkend. Sie sollen als Antihistaminica oder als Neuroplegica verwendet werden. Ausserdem sollen sie auch bei anderen therapeutischen Indikationen sowie als Zwischenprodukte zur Herstellung von Medikamenten Verwendung finden.



   Im nachfolgenden Beispiel erfolgen alle Temperaturangaben in Celsiusgraden und sind korrigiert.



   Beispiel 1 a)   9-(Tropanyl-3  -thioxanthenol-(9)   
In einer gut getrockneten Apparatur werden 7,63 g Magnesiumspäne mit Tetrahydrofuran überschichtet und mit einem Jodkristall und einigen Tropfen   Äthylenbromid    angeätzt. Alsdann lässt man bei einer Ölbadtemperatur von 650 C während 1 Std. langsam 50,0   cm3    3-Chlortropan (Sdp.   105-105,50/    21 mm Hg) zutropfen. Gleichzeitig wird noch die Differenz der vorgelegten Menge Tetrahydrofuran zu 350   cm3    zugetropft. Zur Vervollständigung der ziemlich langsam laufenden Grignardreaktion wird noch während 4 Std. bei 900 Ölbadtemperatur am Rückfluss gekocht.

   Das Ölbad wird dann auf 450 eingestellt und während etwa 1 Std.   44,3    g Thioxanthon in Portionen eingetragen, wobei die Innentemperatur auf 500 steigt. Anschliessend wird noch 1 Std. bei 650 Ö1badtemperatur weitergerührt. Das Reaktionsgemisch wird nach dem Abkühlen in eine Mischung von 41 g Ammoniumchlorid, 165 g Es und 165   cm8    Wasser eingerührt. Die kristallin ausgefallene Substanz wird abfiltriert, ausgewaschen und getrocknet. Nach zweimaligem Kristallisieren aus abs. Äthanol erhält man das reine   9-(Tropanyl-3')-thioxanthenol-(9)    vom Smp.



     231-233 .    b)   9 ; (Tropanyliden-3')-thioxanthen   
Ein Gemisch von 53,9 g   9-(Tropanyl-30)-thioxan-    thenol-(9) und 227   cm8    Phosphoroxychlorid wird während 1 Std. bei   121)0    Ölbadtemperatur am Rückfluss gekocht. Anschliessend wird das Reaktionsgemisch auf etwa 1/3 des Volumens eingeengt und auf 1400   cm8    Eiswasser gegossen. Durch Zugabe von etwa 100   cm8    konz. Natronlauge wird phenolphthalein-alkalisch gestellt und die ausgeschiedene Base mit total 600   cm8    Chloroform extrahiert. Nach dem Auswaschen mit 200   cm8    Wasser und dem Trocknen über Pottasche wird der Chloroformauszug im Teilvakuum eingeengt.

   Zur Reinigung wird der Eindampfrückstand in einer Lösung von 24 g Weinsäure und 850   cm8    Wasser bei etwa 400 gelöst und von wenig Unlöslichem abfiltriert. Die Weinsäurelösung wird mit etwa 40   cm8    konz. Natronlauge phenolphthaleinalkalisch gestellt und die kristallin ausgeschiedene Base abfiltriert. Nach zweimaligem Kristallisieren aus Aceton erhält man das reine 9-(Tropanyliden-3')thioxanthen vom Smp.   155-1570.   



  Tartrat:
Eine heisse Lösung von 11,1 g der freien Base in 150   cm8    abs. Äthanol wird zu einer heissen Lösung von 5,47 g Weinsäure in 70   cm8    abs. Äthanol ge  gossen. Das auskristallisierte Tartrat wird abfiltriert und getrocknet. Nach zweimaligem Umkristallisieren aus Methanol   80% in    erhält man das reine 9-(Tropanyliden-3')-thioxanthen-tartrat vom Smp. 225 bis 2270.   

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Thioxanthenderivaten der Formel I EMI3.1 worin R ein niederes Alkyl bedeutet, dadurch gekennzeichnet, dass man Verbindungen der Formel II EMI3.2 mit wasserabspaltenden Mitteln behandelt.
    UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die erhaltenen Verbindungen der Formel I anschliessend in ihre cis- und transisomeren Formen trennt.
CH546061A 1961-05-08 1961-05-08 Verfahren zur Herstellung von neuen heterocyclischen Verbindungen CH398608A (de)

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