CH401468A - Bakteriostatische Artikel und Herstellungsverfahren - Google Patents

Bakteriostatische Artikel und Herstellungsverfahren

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CH401468A
CH401468A CH374561A CH374561A CH401468A CH 401468 A CH401468 A CH 401468A CH 374561 A CH374561 A CH 374561A CH 374561 A CH374561 A CH 374561A CH 401468 A CH401468 A CH 401468A
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bacteriostatic
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organic
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CH374561A
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Teller W Kedzie
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Weco Products Company
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08KUse of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
    • C08K5/00Use of organic ingredients
    • C08K5/16Nitrogen-containing compounds
    • C08K5/20Carboxylic acid amides

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
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Description


  



  Bakteriostatische Artikel und Herstellungsverfahren
Die vorliegende Erfindung betrifft   Verbesserun-    gen in der Herstellung von KunststoffgegenstÏnden mit bakteriostatischen Eigenschaften,   d.    h. der   Fähig-    keit,   Bakterienwachstum zu hemmenn und, in    vielen Fällen, vorhandene Bakterien zu zerstören. Die Er  findung ist    speziell anwendbar auf die Herstellung von Zahnbürsten und wird in diesem Sinne   beschrie-    ben, jedoch können auch zahlreiche andere Artikel durch das vorliegende Verfahren   bakteriostatisch ge-    macht werden. Hierzu zählen unter anderem Trinkbecher, Teller, Telephonmundst cke, Brillenrahmen, Fu¯bodenplatten, Haarbürsten usw.

   In jedem Fall wird der Gegenstand so behandelt, dass ein Wachstum schädlicher Bakterien behindert wird, d.   h.    der Gegenstand wird antiseptisch, ist jedoch weiterhin bei Berührung mit der menschlichen Haut ohne Schaden verwendbar. Hingegen üben diese Gegenstände keinerlei pharmazeutische Wirkung aus.



   Bisher wurden zahlreiche Versuche   unternom-    men,   Gegenstände-besonders    solche aus thermoplastischen   Kunststoffen-hinreichend antiseptisch    zu machen. Meistens wurden in diesen Versuchen die Artikel Ïu¯erlich mit bekannten Antiseptika, wie   Quecksilberverbindungen,    behandelt. In vielen FÏllen war eine solche Behandlung des thermoplastischen Materials mit einer Quecksilberverbindung nicht völlig zufriedenstellend. Oft wurde die Quecksilberverbindung beim Ge'brauch des Gegenstandes bald herausgewaschen, so besonders bei Zahnbürsten. In anderen Fällen verlor die Quecksilber  verbindunig    selbst ohne Berührung mit Wasser ihre Wirksamkeit.

   Manchmal f hrte die Behandlung des Gegenstandes mit Bakteriostatika zu einer   nachteili-    gen Verfärbung des Artikels. Alles in allem konnten bisher solche Gegenstände nur   mit Teilerfolg    anti  septisch gemacht    werden, so dass die Notwendigkeit zur Entwicklung eines wirkungsvollen dauerhaften Verfahrens dieser Art bestand.



   Das erfindungsgemässe Verfahren erfüllt diese Anforderungen. Es wurde festgestellt, dass gewisse bakteriostatische Mittel in   Kunststoffzusammenset-    zungen eingebracht werden können, bevor dieselben durch Pressen, Spritzen, Walzen usw. in die gewünschte Form gebracht werden.   Uberraschender-    weise wurde gefunden, da¯ gewisse Bakteriostatika ihre Wirkung trotz der hohen   Verarbeitungstempera-      turen    der   Runststoffgegenstände beibehalten,    ja sogar in manchen FÏllen noch steigern.



   Die   erfindungsgemässen bakteriostatischen    Formkörper sind gekennzeichnet durch einen Gehalt an einem organischen Polymer, in dem ein organisches   Bakteriostatikum    gleichmässig verteilt ist, wobei die Zersetzungstemperatur des letzteren oberhalb der   Verformungs-und    Härtungsbemperatur des Polymers liegt und das   Bakteriostatikum    im Formkörper seine e   bakterios tatische Wirksamkeit beibehält.    Zu ihrer Herstellung stellt man vorzugsweise ein feinverteiltes Gemisch von thermoplastischem Harz und Bakterio  statikum    her und verformt es bei erhöhter Temperatur entweder durch Pressen bei oder oberhalb der   Schmelz-oder Härtetemperatur    oder durch Spritzen, Walzen oder dergleichen im erweichten Zustand.



  Nach Härtung des verformben Gegenstandes ist das   Bakteriostatikum    im gesamten   Kunststoff-oder    Harzmaterial gleichmässig verteilt und behält unter diesen n Bedingungen seine Wirkung.



   Die vorzugsweise verwendete bakteriostatische Verbindung ist das unter der Handelsbezeichnung "Irgasan." bekannte 3, 5, 3', 4'-Tetrachlorsalicylanilid.



  Das Material hat einen Schmelzpunkt von 261 bis   262 ,    ist geruch-und   geschmacklos und stellt ein    frei   fliessendes, nicht hygroskopisches, weisses    Pulver dar. 



  Es ist relativ wasserunlöslich, jedoch löslich in Alkali und den meisten organischen Lösungsmitteln.



   Die Erfindung ist auf eine grosse Zahl von Kunststoffen und-harzen anwendbar, z. B. auf Cellulosederivate wie Celluloseacetat, Celluloseacetatbutyrat und ähnliches, auf thermoplastische Polymere wie PolyÏthylen, Polypropylen, Vinylidenpolymere, Copolymere aus Vinylacetal und Vinylchlorid, Polystyrol, Methacrylatpolymere, auf Polyamide wie Nylon usw. und schliesslich auf hitzehärtbare Polymere, wie Harnstoff-, Melamin-und Phenolformaldehyd-Harze und ähnliche.



   Die beiden Komponenten können durch einfaches Mischen des pulverisierten oder flockigen   Kunststof-    fes mit den Teilchen des Bakteriostatikums in trokkener Form vereinigt werden. Das letztere ist   in,    der Zusammensetzung gewöhnlich in Mengen von etwa 0, 1 bis 3, 0 Gew. % vorhanden ; die restlichen Bestandteile sind Kunststoff und Füllstoffe. Das Pulvergemisch kann zur besseren Verteilung der   Bestand-    teile umgewälzt und dann je nach Art des verwandten Kunststoffes unter normalen Bedingungen verformt werden. Zum Beispiel wird Celluloseacetatbutyrat ge  wöhnlich    bei etwa 216 bis   232     C gepresst und Nylon bei etwa 232 C gepresst oder gegossen.

   Die Ver  arbeitungstemperatur    f r Polyäthylen liegt etwas tiefer, desgleichen die Härtetemperaturen von hitzehärtbaren Harzen.



   Wahlweise kann man auch ein feinverteiltes thermoplastisches Harz und das   Bakteriostatikum    mischen und schmelzen und die erhaltene erstarrte Schmelze wiederum mahlen, um so eine bessere Verteilung der Bestandteil'e besonders des   Bakteriostati-    kums zu erzielen. Da die   Bakbeniostatika    im   Kunst-    stoff merklich löslich sind, sichert ein solches   Misch-    verfahren eine bessere Verteilung. Man erhÏlt so ein   marktfähiges Presspulver.   



   Bei der Herstellung von Zahnbürsten können sowohl der Stiel als auch die Borsten verfahrensgemass verarbeitet werden. Gewöhnlich bestehen Stiel und Borsten aus verschiedenen Materialien ; ersterer ist im allgemeinen ein Cellulosederivat, und die letz  teren    bestehen aus Nylon. Man kann auch den Stiel aus einem Harz herstellen, in dem das Bakteriostatikum dispergiert ist und die   Nylonborsten    mit Queck  silberverbmdungen bebändern,    um sie steril zu machen.



   Zur Prüfung der   bakteriostatischen    Eigenschaften der Verbindungen dient die im   FDAZirkular    Nr. 198 beschriebene Methode. Hierbei wird ein   Agarnähr-      bodfen    mit   Micrococcus      pyogenes    var. aureus be  impft.    Das zu prüfende Material wird in den NÏhrboden gebracht und 48 Stunden lang bebr tet. Die   bakterienfreie      Hemmzone    um den zu prüfenden Artikel wird an verschiedenen Stellen gemessen. Jegliche Hemmzone kann als ausreichend betrachtet werden, und eine solche   von 2 mm und darüber ist ausgezeich-    net.



   Beispiel
Geformte Artikel, wie z. B.   Zahnbürstenstiele,    wurden aus zahlreichen Harzen durch Pressen oder HÏrten bei erhöhten Temperaturen hergestellt. Die Gegenstände enthielten jeweils 2 Gew. %     Irgasan  ,    welches den Harzteilchen vor dem Giessen der Stiele   (Giesstemperaturen    gewöhnlich zwischen 149 und   204     C) beigemischt wonden war. Die nachstehende Tabelle   zeigb    die bakteriostatischen Prüfergebnisse der genannten Kunststoffe ohne Nachbehandlung und nach 48 st ndigem WÏssern.



  Kunststoff ohne nach
Nachbehandlung 48st ndigem WÏssern Celluloseacetatbutyrat 4 mm 1 mm Polyäthylen 11 mm 10 mm Celluloseacetatpropionat4 mm3 mm Methacrylat   (  Lucite  )    2-3   mm 3-4    mm Polystyrol 3 mm 3 mm Phenolharz mit   SägemeMfüllmittel3-4 mm3-4    mm
Obige Angaben zeigen, da¯ sich mit Hilfe des erfindungsgemässen Verfahrens ein   Bakteriostatikum    mit zahlreichen Kunststoffen sehr wirksam verarbeiten lässt. Die Gegenstände behalten ihre   bakterio-    statische Aktivität lange bei und können dieselbe im Gebrauch sogar steigern.



   Für den Fall der Celluloseabk¯mmlinge schreibt man dieses Phänomen ihrer Hydratation zu. Bei der hohen Verformungstemperatur des thermoplastischen Gegenstandes wird das Polymer beim Abkühlen und Erstarren dehydratisiert. Beim Lagern an der Luft t nimmt es dann unter partieller Hydratation wieder Wasser auf und aktiviert offenbar das dispergierte   Bakteriostatikum im : Polymer. Unabhängig    vom Mechanismus, ist es jedenfalls recht überraschend, nach längerem Gebrauch der Gegenstände eine erhöhte Aktivität vorzufinden, im Gegensatz zu den Ak  tivitätsfverlustea, welche bei andersartig antiseptisch    gemachten Gegenständen auftreten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Formkörper aus bakteriostatischem Material, gekennzeichnet durch einen Gehalt an einem organi- schen Polymer, in dom ein organisches Bakteriostati- kum gleichmässig verteilt ist, wobei die Zersetzungstemperatur des letzteren oberhalb der Verformungs- und Härtungstemperatur des Polymers liegt und das Bakteriostatikum im Formkörper seine bakteriostati- sche Wirksamkeit beibehält.
    UNTERANSPRUCHE 1. Formkörper nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, da¯ das Bakteriostatikum 3, 5, 3', 4'- Tetrachlorsalicylanilid ist.
    2. Formk¯rper nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das organische Polymer thermo- plastische Eigenschaften besitzt.
    PATENTANSPRUCH II Verfahren zur Herstellung von Formkörpern nach Patentanspruch, I, dadurch gekennzeichnet, dass man das organische Polymer mit dem bei Raumtemperatur festen organischen Bakteriostatikum mischt, bei einer Temperatur schmilzt, die unterhalb der Zer setzungstemperatur des Bakteriostatikums liegt, verformt und hÏrtet.
CH374561A 1961-03-29 1961-03-29 Bakteriostatische Artikel und Herstellungsverfahren CH401468A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2694011A1 (fr) * 1992-07-21 1994-01-28 Oreal Matériau synthétique polymère ayant une action antiseptique et/ou antioxydante et procédé de fabrication dudit matériau.

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2694011A1 (fr) * 1992-07-21 1994-01-28 Oreal Matériau synthétique polymère ayant une action antiseptique et/ou antioxydante et procédé de fabrication dudit matériau.
EP0583996A1 (de) * 1992-07-21 1994-02-23 L'oreal Synthetisches Polymermaterial mit antiseptischer und/oder antioxydierender Wirkung und Verfahren zu seiner Herstellung
US5393809A (en) * 1992-07-21 1995-02-28 L'oreal Polymeric synthetic material which has an antiseptic and/or antioxidant action and process for the manufacture of the said material

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