CH401815A - Kanisterartiger Behälter aus Pappe - Google Patents
Kanisterartiger Behälter aus PappeInfo
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Description
Kanisterartiger Behälter aus Pappe Die Erfindung bezieht sich auf einen kanisterartigen Behälter aus Pappe, der mit einem den Behälterrand übergreifenden, mit dem Behälter fest verbundenen Deckel versehen ist, der beim Entleeren des Behälters nicht abgenommen werden soll. Unter einem kanisterartigen Behälter ist hierbei ein Behälter jeglichen Querschnitts, z. B. ein im Querschnitt dreieckiger, quadratischer, rechtwinkeliger oder polygonalbegrenzter Behälter mit im wesentlichen ebenen oder mindestens flachen Wänden zu verstehen, die in einer scharfen oder gerundeten Kante zusammenstossen. Werden derartige Behälter zum Vertrieb von Pulver oder Flüssigkeiten, vornehmlich von Getränken verwendet, so ist es wesentlich, sie mit einer Giessöffnung zu versehen, die eine Entleerung des Behälters ermöglicht, ohne dass der Inhalt beim Entleeren des Behälters über die Behälterflächen rieselt, wie dies üblicherweise der Fall ist, wenn der Deckel am Rand oder inmitten seiner Fläche mit einer Giessöffnung versehen wird. Dabei soll der Behälter aber keine Giesstülle aufweisen, die aus den Flächen des Behälters hervorsteht und beim Verpacken hinderlich ist. Es ist bekannt, Behälter aus Pappe oder dergleichen im Bereich des oberen Randes mit einer Blechtülle zu versehen, die in eine Öffnung der Wandfläche eingesetzt, zum Verschluss dieser Öffnung an die Wandfläche angeklappt ist und bei Gebrauch zum Entleeren des Behälters aus der Wandfläche hervorgeschwenkt wird. Gewöhnlich befindet sich diese Tülle unter einer äusseren Umhüllung des Behälters, die die Tülle in der Schliessstellung hält und den Verschluss bis zur Benutzung des Behälters sichert. Die Erfindung ist darauf gerichtet, einen derartigen Behälter in anderer Weise mit einer Giesstülle zu versehen, die keinen zusätzlichen Tüllenkörper und demgemäss auch keine zusätzliche Festlegung und Sicherung durch eine Packhülle benötigt. Dies wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass der Behälterdeckel an seinem die Behälterwand übergreifenden Rand im Bereich einer Ecke des Behälters zwei in Abstand von der Ecke angeordnete Einschnitte oder z. B. durch Falze, Perforierungen oder sonstige Markierungen kenntlich gemachte Einreissstellen und in der Deckelfläche einen die Einschnitte oder Einreissstellen über Eck verbindenden Falz, eine Bruchlinie oder Reisslinie erhält, so dass man den an dieser Ecke liegenden, durch die Einschnitte oder Einreisslinien des Randes kenntlich gemachten Teil des Deckels zurückklappen oder von der Hauptfläche des Deckels leicht abreissen kann. Die Behälterecke bildet dann eine offene Tülle, aus der man den Inhalt des Behälters leicht ausgiessen kann, ohne die Behälterwand zu benetzen oder zu berieseln. Der Behälterdeckel ist an seinem Rand vorzugsweise mit der Behälterwand fest verbunden, z. B. verklebt oder verschweisst, und kann so ausgebildet sein, dass diese Verbindung im Bereich der Tüllenmarkierung des Deckelrandes nur eine verminderte Festigkeit aufweist oder an dieser Stelle entfällt, wenn es, z. B. bei Pulverpackungen, auf einen völlig dichten Verschluss nicht ankommt. Die Zeichnung zeigt ein Beispiel für die Ausführung des Behälters nach der Erfindung, und zwar zeigen Fig. 1 eine schaubildliche Ansicht des verschlossenen Behälters mit einer teilweise aufgebrochenen Stelle im Bereich des Bodens, Fig. 2 eine schaubildliche Darstellung der Einzelteile des Behälters und Fig. 3 eine schaubildliche Darstellung des Behälters in Kippstellung mit freigelegter Giesstülle. Der Behälter 1 besteht vorzugsweise aus Pappe, die mit einem Überzug aus thermoplastischem Kunststoff versehen ist. Die an den Ecken befindlichen Kanten 2 des Behälters können gerundet sein. Der flache Deckel 3 weist einen abgewinkelten Rand 4 auf, der die Wände des Behälters aussen übergreift und mit ihnen fest verklebt oder in der für Kunststoffe bekannten Weise verschweisst sein kann. Im Bereich einer Ecke ist der Deckel in seiner Hauptfläche über Eck mit einer Falzlinie 5 versehen und weist an dem diese Ecke übergreifenden Teil 6 seines Randes entweder keine Verbindung mit den Wänden des Behälters oder eine Haftverbindung von verminderter Festigkeit auf, die sich leicht lösen lässt. So kann der Deckel mit diesem Teil seines Randes an der Aussenfläche des Behälters z. B. durch eine Verschweissung 7 von verminderter Breite verbunden sein. An den Enden der Falzlinie 5 ist der Deckelrand 4 mit Einschnitten oder vormarkierten Einreisslinien 8 versehen, die man zum Öffnen des Behälters einreisst, so dass man den Teil 6 des Randes vom Behälterrand abheben und die Ecke 9 des Deckels im Bereich der Falzlinie 5 zurückklappen oder abreissen kann. Gegebenenfalls kann der Deckel vor dem Füllen des Behälters mit der Behälterwand verbunden werden, so dass man den Behälter von der Bodenöffnung her füllt, worauf man den in den Behälter mit einem abgewinkelten Rand einpassenden Boden 10 aufsetzt und ringsherum an den zusammenliegenden Randflächen 11 festschweisst. In dieser Ausführung und Verwendungsart lässt sich der Behälter besonders leicht maschinell füllen und verschliessen. Bestehen der Behälter und sein Deckel aus Pappe oder Karton, so kann die Befestigung des Deckels an den Behälterwänden auch durch einen Einlegestreifen aus thermoplastischem Werkstoff erfolgen, der zwischen den Deckelrand und die Behälterwand eingelegt wird, eine der Breite des Deckelrandes entsprechende Breite aufweist, im Bereich des von der Behälterwand zu lösenden Teils 6 des Deckelrandes aber eine verminderte Breite hat, wie dies in Fig. 2 bei 7 kenntlich gemacht ist. Durch Anwendung von Wärme und Druck kann der Deckel dann mit Hilfe des Einlegestreifens am Behälter in der für einen dichten Verschluss erforderlichen Weise verschweisst werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Kanisterartiger Behälter aus Pappe, Karton, mit einem auf dem Behälter sitzenden Deckel, der die Behälterwand mit einem abgewinkelten Rand übergreift und an diesem Rand mit dem Behälter fest verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälterdeckel (3) an seinem die Behälterwand (1) übergreifenden Rand (4) im Bereich einer Ecke des Behälters zwei in Abstand von der Ecke angeordnete Einschnitte oder Einreissstellen (8) und in der Deckelfläche einen die Einschnitte oder Einreissstellen über Eck verbindenden Falz (5) bzw. eine dem Falz entsprechende Bruch- oder Reisslinie aufweist, so dass man den an dieser Ecke liegenden, durch die Randmarkierungen (8) kenntlich gemachten Teil (9) des Deckels zur Freilegung einer tüllenartigen Öffnung zurückklappen oder von der Hauptfläche des Deckels abreissen kann.UNTERANSPRÜCHE 1. Behälter nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der von der Behälterwand (1) zum Freilegen der Deckelöffnung abzunehmende Teil (6) des Deckelrandes mit der Behälterwand nicht festhaftend verbunden ist oder eine leicht lösbare Haftverbindung von gegen den sonstigen Teil des Deckelrandes verminderter Festigkeit aufweist.2. Behälter nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel (3) mit dem Behälter (1) durch einen zwischen den Deckelrand (4) und die Behälterwand eingelegten Streifen aus thermoplastischem Kunststoff verbunden ist, der im Bereich des vom Behälter abzulösenden Teils (6) des Deckelrandes eine gegen den sonstigen Teil seiner Länge verminderte Breite (7) aufweist.3. Behälter nach Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälterdeckel an seinem die Behälterwand übergreifenden Rand (4) vor dem Einfüllen des Gutes mit dem Behälter fest verbunden ist und der Behälterboden (10) einen abgewinkelten Rand (11) aufweist, mit dem er nach dem Einfüllen des Gutes in den Behälter einsetzbar und durch Verschweissen mit der Behälterwand verbindbar ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH1387660A CH401815A (de) | 1960-12-10 | 1960-12-10 | Kanisterartiger Behälter aus Pappe |
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Publications (1)
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| CH401815A true CH401815A (de) | 1965-10-31 |
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Family Applications (1)
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH401815A (de) |
-
1960
- 1960-12-10 CH CH1387660A patent/CH401815A/de unknown
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