CH403788A - Verfahren zur Herstellung neuer Heptapeptide - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer Heptapeptide

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CH403788A
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Schwyzer Robert Dr Prof
Bernhard Dr Riniker
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Ciba Geigy
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07KPEPTIDES
    • C07K7/00Peptides having 5 to 20 amino acids in a fully defined sequence; Derivatives thereof
    • C07K7/04Linear peptides containing only normal peptide links
    • C07K7/14Angiotensins: Related peptides

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Description


  



  Verfahren zur Herstellung neuer   Heptapeptide   
Als Peptide mit   Hypertensinwirkung    sind das im   Pferdeserum    vorkommende   Dekapoptid      Hypertensin    I mit der Aminosäuresequenz   L-Asparaginsäure,      L-Ar-    ginin,   L-Valin-L-Tyrosin,      L-Isoleucin,      L-Histidin,      L-Prolin,    L-Phenylalanin,   L-Histidin,      L-Leucin,    als Ileu5-Hypertensin I bezeichnet, und das im Rinderserum vorkommende   Val5-Hypertensin    I, ebenfalls ein   Dekapeptid,    das sich von dem vorher genannten nur durch die fünfte Aminosäure, L-Valin, unterscheidet, bekannt.

   Aus Pferdeserum wurde ferner ein   Oktapeptid, Ileu5-Hypertensin II, isoliert,    das sich vom entsprechenden   Hypertensin    I durch Fehlen der 9. und 10. AminosÏure unterscheidet und mittels eines im Serum vorhandenen Enzyms aus dem Dekapeptid gebildet wird. Gemäss dem Schweiz. Patent Nr. 358 431 wurde auch das dem   VaP-Hypertensin    I   entsprechende Oktapeptid, Val5-Hypertensin II,    syn  thetisiert.    Es wurde auch gezeigt, dass den genannten Peptide entsprechende Polypeptide, welche statt der Asparaginsäure das Asparagin aufweisen, Hypertensinwirkung haben und weiter, dass die Aminosäuren 2, 3 und 5 durch verwandte Aminosäuren ersetzt werden können, wobei die   Hypertensinwirkung    erhalten bleibt.

   In anderen FÏllen von Abwandlungen des Mo  leküls    geht die Wirkung   grösstenteils    oder vollständig verloren. So zeigt sich insbesondere, dass das Heptapeptid, das die 8. Aminosäure des Oktapeptids nicht enthält, keine   Hypertensinwirkung    mehr hat (Lentz, Skeggs et al., Journ. exp. Med.   104    [1956], 190).



   Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist nun ein Verfahren zur Herstellung neuer   Heptapeptide    der Formel
EMI1.1     
 worin   Ri    eine Arninoniederalkylgmppe und   R2    eine Niederalkylgruppe bedeuten.



   Überraschenderweise zeigen sie eine gute Hyper  tensinwirkung,    insbesondere das L-Arginyl-L-valyl-Ltyrosyl-L-valyl-L-histidyl-L-prolyl-L-phenylalanin.



  Die genannten   Heptapeptide    bieten insofern bedeutende technische Vorteile gegenüber den bekannten Hypertensinen, als sie sehr viel leichter und billiger herstellbar sind.



   Als Reste einer   a-Aminoniederalkyl-aminoessig-    sÏure seien Arginyl,   Ornithyl    und   Lysyl,    als Reste einer   a-Amino-niederalkylessigsäure    Valyl und Norvalyl, ferner   Leucyl,    Isoteucyl und   Norleucyl    sowie   Alanyl, genannt.   



   Die neuen Peptide können nach f r die Peptidherstellung bekannten Methoden erhalten werden, wobei die Aminosäuren in der erwähnten Reihenfolge einzeln oder nach vorheriger Bildung kleinerer Pep  tideinheiten    verknüpft werden.



   Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass man eine   L-a-Aminoniederalkyl-    aminoessigsäure, eine   L-a-Amino-niederalkylessig-    säure,   L-Tyrosin,    eine   L-a-Amino-niederalkylessig-    saure,   L-Histidin,    L-Prolin und   L-Phenylalanin    un ter intermediärem Schutz von   Amino-bzw.    Carb  oxylgruppen    miteinander durch Kondensation ver  einigt.   



   Zweckmässig werden alle an der Reaktion nicht beteiligten freien funktionellen Gruppen geschützt, insbesondere mittels durch Hydrolyse oder Reduktion leicht abspaltbarer Reste, die Aminogruppe beispielsweise durch den Tosyl-oder Tritylrest und   insbeson-    dere die   Carbobenzoxygruppe    oder farbige Schutzgruppen, wie die p-Phenylazo-benzyloxy-carbonylgruppe und die   p-(p'-Methoxy-phenylazo)-benzyloxy-    carbonylgruppe. Die Hydroxylgruppe des Tyrosyls muss bei der Reaktion nicht notwendigerweise geschützt werden.



   Die Umwandlung einer geschützten Aminogruppe in eine freie Aminogruppe sowie die   Uberführung    einer funktionell abgewandelten Carboxylgruppe in eine freie Carboxylgruppe im Verlaufe des Verfahrens zur Herstellung der   Heptapeptido    und   Zwischenpro-    dukte kann nach an sich bekannten Methoden durch Behandlung mit hydrolysierenden bzw. reduzierenden Mitteln erfolgen.



   Je nach der Arbeitsweise erhält man die neuen Verbindungen in   Fonn    von Basen oder ihren Salzen.



  Aus den Salzen können in an sich bekannter Weise die Basen gewonnen werden. Von letzteren wiederum lassen sich durch Umsetzung mit Säuren Salze gewinnen.



   Die   verfahrensgemäss    erhaltenen Heptapeptide können als blutdrucksteigemde Mittel in Form von pharmazeutischen Präparaten Verwendung finden.



   In den nachfolgenden Beispielen sind die Temperaturen in Celsiusgraden angegeben.



   Beispiel   1    a) N-Carbobenzyloxy-L-arginyl-L-valyl-L-tyrosyl
L-valyl-L-histidyl-L-prolyl-L-phenylalanin methylester
775 mg (0, 001 Mol)   L-Valyl-L-tyrosyl-L-valyl-L-      histidyl-L-prolyl-L-phenylalanin-methylester,    hergestellt gemäss Beispiel 2 des Schweiz. Patentes Nr.



  358 341, und 462 mg (0, 0015 Mol)   Na-Carbobenzyl-      oxy-L-arginin    werden in 5 ml frisch destilliertem Di  methylformamid    gelöst bzw. suspendiert und dazu 0, 125 ml (0, 0015 Mol) 12, 0-n. wässerige Salzsäure gegeben. Nach kurzem Erwärmen auf   30  tritt    klare Lösung ein. Es wird auf   0  abgekühlt,    340 mg (0, 00165 Mol)   Dicyclobexylcarbodiimid    zugegeben und 4 Stunden bei   0  stehen    gelassen. Nach weiteren 10 Stunden bei 20  gibt man 0, 1 ml Eisessig zu,   lässt    nochmals 1 Stunde stehen und filtriert dann vom gebildeten Dicyclohexylhamstoff ab.

   Das Filtrat wird im Hochvakuum bei   40  eingedampft,    in wenig Wasser gelöst, unter Eiskühlung mit Soda alkalisch gemacht und die   käsigeFällung mitn-Butanol extrahiert.   



  Nach dem Neutralwaschen und Eindampfen erhält man 1, 28 g eines Rohproduktes, das zur Reinigung im System Methanol-Wasser 1 : 1/Chloroform (Phasenvolumen je 10 ml) einer   Craig-Verteilung    über 45 Stufen unterworfen wird. Aus Röhrchen 17   bis 33    (Max. bei Nr. 24) erhält man 660 mg eines weissen Pulvers, das direkt zum freien Peptid hydrolysiert wird.

   b)   L-Arginyl-L-valyl-L-tyrosyl-L-valyl-L-histidyl-       L-prolyl-L-phenylalanin
660 mg N-Carbobenzyloxy-L-arginyl-L-valyl-L-    tyrosyl-L-valyl-L-histidyl-L-prolyl-L-phenylalaninmethylester werden in 5 ml   konz.    Salzsäure gelöst und während 70 Minuten auf   40  erwärmt.    Man erhält nach Eindampfen zur Trockne bei   402 im Hoch-    vakuum 630 mg eines pulverigen Hydrochlorids, das zur Freisetzung des Peptides durch eine schwach basische Ionenaustauschersäule filtriert wird   [   Merck    Nr.   IInB (Markenprodukt), 0 = 12 mm, I = 13 cm]    unter Verwendung von   Methanol-Wasser      1    :

     1    als Lö  sungsmittel.    Nach Abdampfen des Methanols im Vakuum und Lyophilisieren erhält man   510 mg    eines farblosen Pulvers.



   Dieses Rohprodukt wird durch eine Craig-Verteilung im System n-Butanol/0, 3-m.   Ammoniumace-    tatlösung (pH 7,   0)    über 63 Stufen verteilt. Aus   Röhr-    chen   17    bis 32 (Max. bei Nr. 24 ; G = 0, 62) erhält man nach Eindampfen zur Trockne und Wegsublimieren des Puffers im   Hochvakuum bei 45  insgesamt    280 mg   L-Arginyl-L-valyl-L-tyrosyl-L-valyl-L-histi-      dyl-L-prolyl-L-phenylalanin    als farbloses, amorphes Pulver vom F. ca.   200     (unter Zersetzung).   Die Ver-    bindung ist leicht löslich in Wasser und Methanol.

   Im   Papierchromatogramm    zeigt sie in den   Systemen tert.-      Amylalkohol-Triäthylamin-Veronal-Wasser-Isopropa-    nol   (100    : 0, 8 : 1, 8 : 50 : 40) und   sek.-Butanol-Veronal-      natrium-Wasser-Isopropanol    (100   :    0, 5 : 70 : 15) einheitliche Flecken mit   Rf-Werten    von 0, 51 bzw. 0, 69.



  (Positiv auf   Pauly-Reagens    und   Ninhydrin.)   
Beispiel 2 a)   N-Carbobenzyloxy-nitroo-L-argit2yl-L-vcslyl-   
L-tyrosyl-L-valyl-L-histidyl-L-prolyl-L-phenyl alanin-methylester
775 mg (0, 001 Mol)   L-Valyl-L-tyrosyl-L-valyl-      L-histidyl-L-prolyl-L-phenylalanin-methylester, her-    gestellt gemäss Beispiel 2 des Schweiz. Patentes Nr.



  358431, und   565 mg    (0, 00275 Mol)   Dicyclohexyl-    carbodiimid werden in 2 ml Dimethylformamid und 10 ml Acetonitril gelöst und dazu 882 mg (0, 0025 Mol) N-Carbobenzyloxy-nitro-L-arginin, gelöst in wenig Dimethylformamid, zugetropft. Es bildet sich rasch eine kristalline Fällung von Dicyclohexylharnstoff und das Gemisch wird über Nacht bei   Zimmer-    temperatur stehen gelassen. Nach Zugabe von 0, 2 ml Eisessig wird nochmals 1 Stunde stehen   gelasse,    dann filtriert und mit wenig Methanol gewaschen. Das Filtrat wird im Hochvakuum zur Trockne eingedampft, in Butanol gelöst, mit eiskalter Sodalösung und dann mit Wasser bis neutral gewaschen und zur Trockne eingedampft.

   Man erhält 1, 6 g eines Rohgemisches, das im System Methanol-Wasser-Chloro  form-Benzol    3 : 1 : 3 : 1 über 60 Stufen verteilt wird.



  (Phasenvolumen je 10 ml.) Der Inhalt der Röhrchen 10 bis 21 ergibt beim Eindampfen zur Trockne   900    mg Material, das zur Hydrierung verwendet wird. b) L-Arginyl-L-valyl-L-tyrosyl-L-valyl-L-histidyl   L-prolyl-L-phenylalanin-methylester   
900 mg   N-Carbobenzyloxy-nitro-L-arginyl-L-va-    lyl-L-tyrosyl-L-valyl-L-histidyl-L-prolyl-L-phenylalanin-methylester werden in 10 ml Methanol und 5 ml 1-n. Salzsäure (in Methanol) gelöst und nach Zugabe von 300 mg Palladiumkohle (10%) bis zum Stillstand hydriert, unter Absorption des sich bildenden Kohlendioxyds. Die Aufnahme von etwas mehr als 5 Mol l Wasserstoff ist nach 6 Stunden beendigt. Der Katalysator wird abfiltriert, das farblose Filtrat eingedampft und im Hochvakuum bei   40'bis    zur   Gewichtskon-    stanz getrocknet.

   Man erhält 890 mg eines   weissen    Pulvers (Gemisch von   Heptapeptid-methylester-tri-    hydrochlorid und Ammoniumchlorid), das direkt hy  drolysiert    werden kann. c) L-Arginyl-L-valyl-L-tyrosyl-L-valyl-L-histidyl   L-prolyl-L-phenylalanin   
890 mg roher Mothylester werden in 6 ml konzentrierter, wÏssriger SalzsÏure gel¯st und wÏhrend l Stundo auf   40  erwärmt.    Es wird dann im   Hoch-    vakuum bei   40  zur Trockne eingedampft    (Dauer ca.



  20 Minuten), in wenig Wasser gelost und langsam durch eine Säule von schwach basischem   Ianevausr    tauscher filtriert   [  Merck II      (Markenprodukt), in der Acetatform vorliegend ; Ï   =    12, 5 mm,   1    = 13 cm]. Das wässrige Eluat wird lyophilisiert und die dabei erhaltenen 770 mg Rohprodukt im System n Butanol-Wasser  ber 100 Stufen verteilt.   (Phasen-    volumen jo 10 ml.) Aus Röhrchen 6 bis 17 (Maximum bei Nr. 11 ; G = 0, 13) gewinnt man total 484 mg reines   L-Arginyl-L-valyl-L-tyrosyl-L-valyl-L-    histidyl-L-prolyl-L-phenylalanin-monoacetat.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung neuer Heptapeptide der Formel EMI3.1 worin Ri eine Aminoniederalkylgruppe und R2 eine Niederalkylgruppe bedeuten, dadurch gekennzeichnet, dass man eine L-α-Aminoniederalkyl-aminoessigsÏure, e, ine L-a-Amino-niederalkylessigsäure, L-Tyrosin, eine L-α-Amino-niederalkylessigsÏure, L-Histidin, L Prolin und L-Phenylalanin unter intermediärem Schutz von Amino-bzw. Carboxylgruppen miteinander durch Kondensation vereinigt.
    UNTERANSPRUCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man ein L-Arginin mit geschützter a-Aminogruppe mit einem L-Valyl-L-tyrosyl-L valyl-L-histidyl-L-prolyl-L-phonylalanin-ester in Ge genwart eines Carbodiimids kondensiert.
    2. Verfahren nach Patentansprach und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man erhaltene basische Verbindungen in ihre Säureadditions- salze überführt.
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