CH404605A - Verfahren zum Färben, Klotzen oder Bedrucken von Cellulosefasern - Google Patents

Verfahren zum Färben, Klotzen oder Bedrucken von Cellulosefasern

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CH404605A
CH404605A CH158663A CH158663A CH404605A CH 404605 A CH404605 A CH 404605A CH 158663 A CH158663 A CH 158663A CH 158663 A CH158663 A CH 158663A CH 404605 A CH404605 A CH 404605A
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fixing
dyeing
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Miro Dr Capponi
Christoph Dr Senn Reinhard
Keighley Clough Donald
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Sandoz Ag
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    • D—TEXTILES; PAPER
    • D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06P—DYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P5/00—Other features in dyeing or printing textiles, or dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form
    • D06P5/02—After-treatment
    • D06P5/04—After-treatment with organic compounds
    • D06P5/06—After-treatment with organic compounds containing nitrogen

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description


      Verfahren    zum Färben,     Klotzen    oder Bedrucken von     Cellulosefasern       Gegenstand des Hauptpatentes ist ein Verfahren  zum Färben, Klotzen oder Bedrucken von Fasern aus  natürlicher oder regenerierter     Cellulose,    welches da  durch     gekennzeichnet    ist, dass man Farbstoffe, welche  mindestens eine     reaktionsfähige        Amino-    oder     Hy-          droxygruppe    enthalten,

   auf die Fasern bringt und die  so erhaltenen Färbungen und Drucke     mit        aliphat     scheu Aminen mit mindestens zwei     reaktionsfähigen,     an     C-Atome    gebundenen Halogenatomen     und/oder          organischen    Verbindungen mit     mindestens    zwei addi  tionsfähigen     C-C-Mehrfachbindungen    behandelt.  



  Es wurde nun     gefunden,    dass man ebenfalls aus  gezeichnete Färbungen und Drucke erhält, wenn man  zur Imprägnierung der Färbungen oder Drucke eine  Verbindung der Formel  
EMI0001.0019     
    einsetzt, worin       Hal        Chlor    oder Brom,  X     Wasserstoff    oder     Methyl    und       R,    einen     Alkyl-,        Cycloalkyl-,        Aryl-    oder     Aral'kylrest     mit     mindestens    6     Kohlenstoffatomen    bedeuten,

    und nachträglich durch Behandlung mit einem säure  bindenden Mittel     fixiert.     



  Gegenüber dem Verfahren der schweizerischen  Patentschrift Nr. 360 370 zeichnet sich das vorlie  gende Verfahren dadurch aus, dass es     mit        Amino-          oder        Hydroxygruppen    enthaltenden Farbstoffen eine  viel bessere Fixierausbeute auf     Cellulosefasern    ergibt.         Erwähnenswerte    Verbindungen der Formel (I)  sind z: B.  



       N-n-Hexyl-,        N-n-Octyl-,        N-n-Decyl-    oder       N-n-Dodecyl-N,N-bis-(ss-chloräthyl)-amin;          N-sek.-Octyl,        N-Nonyl-(oxo)-    oder  N     Decyl-(oxo)-N,N-bis-(ss-chloräthyl)-amin;          N-Cyclohexyl-    oder     N-Cyclooctyl-N,N-bs-          (ss-chloräthyl)-amin;

            N-Phenyl-,        N-4-Methylphenyl-,     N     3-Methylphenyl-,        N-4-Chlorphenyl-,          N-3-Chlorphenyl-,    N     Dimethylphenyl-,          N-4-Äthylphenyl-,        N-Naphthyl-l-    oder       N-Naphthyl-2-N,N-bis-(ss-chloräthyl)-amin;          N-Benzyl-    oder     N-Phenyläthyl-N,N-bis-          (ss-chloräthyl)-amin     sowie die entsprechenden tertiären Amine;

   welche  eine     Bis-(ss-chlorpropyl)-amino-,    eine     Bis-(ss-brom-          äthyl)-amino-    oder eine     Bis-(ss-brompropyl)-amino-          gruppe        enthalten.    Das Wort      (oxo)e    bedeutet, dass die  betreffenden     Alkylreste    aus durch das     oxo-Verfahren     hergestellten Alkoholen stammen.  



  Diese     Verbindungen    der Formel (1) werden vor  zugsweise in Form ihrer wasserlöslichen Salze, z. B.  als     Sulfate,        Bromide    und insbesondere als Chloride,  eingesetzt.  



  Als     Farbstoffe,    welche     mindestens    eine reaktions  fähige     Amino-    oder     Hydroxygruppe        enthalten,    kom  men z. B. in Betracht:

       Amino-    oder     Hydroxymono-          und        -polyazofarbstoffe    sowie     Anthrachinon-    und       Phthalocyaninfarbstoffe,    welche eine vorzugsweise       indirekt    über eine     aliphatische    Kette oder einen aro  matischen Kern mit dem     Anthrachi'non-    bzw.     Phthalo-          cyaninkern    gebundene     Amino-        oder        Hydroxygruppe     tragen.

   Auch in den     Azofarbstoffen    kann die     Amino-          oder    die     Hydroxygruppe    mit dem     chromophoren    Teil  des Moleküls direkt oder indirekt über eine ahpha-      tische Kette oder     einen    aromatischen Kern gebunden  sein.

   Als     aliphatische    Ketten sind vorzugsweise     Alky-          lenketten    wie       -CH2--,        -CH2-CH2-,        -CH2--CH-CH3,          i          CHs-CH-CH,-,        -CH2-CH2-CH2-    und       i          -CH2-CH2-CH2-CH2-          zu    nennen. Als aromatische Kerne kommen vorzugs  weise die     gegebenenfalls    substituierten     Phenylen-        und          Diphenylenkerne    in Betracht.

   Die     Aminogruppe    kann  auch an einen     Acylrest    wie z. B.     -S02-    oder     -CO-          gebunden    sein und     mit    einem     aliphatischen    Rest  monosubstituiert sein, also als       -S02-NH2,        -S02--NH-CH3,          -S02-NH-C2H5    oder     -CO-NH2     vorliegen.  



  Die mit den eine     reaktionsfähige        Amino-    oder       Hydroxygruppe    enthaltenden Farbstoffen erhaltenen       Färbungen    und Drucke werden im Färbebad oder in  einem frischen Bad mit einer Verbindung der Formel  (I), z. B. in einer Menge von 1 bis 20 % des gefärbten  Materials, behandelt und nachher durch Einwirkung  von säurebindenden     Mitteln    z. B. bei 20 bis 100  C  fixiert. Sind die verwendeten     Farbstoffe    wasserunlös  lich, z.

   B.     Dispersionsfarbstoffe,    so kann man die  Fixierung ohne weiteren Zusatz von starken Elektro  lyten     ausführen.        Im    Falle von     wasserlöslichen    Farb  stoffen ist es ratsam, der     Fixierlösung    einen starken  Elektrolyten, z. B. Natrium- oder     Kaliumsulfat    oder       -chlorid,    zuzusetzen, und     zwar    in einer solchen Menge,  dass eine Wiederauflösung des noch     nicht    fixierten  Farbstoffs verhindert wird.  



  Als säurebindende Mittel     kommen    z. B. in Be  tracht Natrium- oder     Kaliumbicarbonat,        -carbonat     oder     -hydroxyd,        Trinatriumphosphat,        Natriummeta-          silikat,    Borax usw. Die Menge an säurebindendem  Mittel beträgt     vorteilhaft    2 bis 10 % des     Färbeguts.     Sie muss     mindestens    so hoch bemessen sein, dass die  Gesamtmenge des bei der Fixierung gebildeten Halo  genwasserstoffs     neutralisiert    wird.  



  Die Fixierung verläuft am besten im     alkalischen     Gebiet, z. B. bei einem     pH-Wert    von 7 bis 10. Man  hält die Fixierflotte, z. B. während etwa 15 bis 120       Minuaten,    auf der Reaktionstemperatur:  Gegenüber dem im Hauptpatent     verwendeten          Tris-(ss-chloräthyl)-amin,    welches toxisch ist und  schon bei 143 bis 144  C siedet, besitzen die erfin  dungsgemäss zu verwendenden Verbindungen der For  mel     (I)    den     Vorteil,    dass sie bei höheren Temperatu  ren sieden, das heisst, dass sie einen kleineren Dampf  druck haben und infolgedessen auch eine geringere       Toxizität    aufweisen.  



  Die     erhaltenen        Färbungen    zeichnen sich durch  sehr gute     Nassechtheiten,    z. B. Wasch-;     Walk-,     Schweiss-, Wasser-, Reib-; Säure- und     Allcaliecht-          heften,    aus.    In den folgenden Beispielen bedeuten die Teile  Gewichtsteile, die Prozente Gewichtsprozente, und     die     Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben.  



  <I>Beispiel 1</I>  Eine nach dem     Ausziehverfahren    hergestellte  2 %     ige    Färbung von Brillantgelb (C. I. 24     890)    auf       mereerisierter    Baumwolle wird nach dem Spülen und  Trocknen mit einer Lösung von 3 Teilen     N-Cyclo-          hexyl    -     N,N    - bis -     (ss-chloräthyl)-amin        hydrochlorid    in  100 Teilen Wasser bei Raumtemperatur     geklotzt    und  auf einem     Foulard    bis zu einer Trockengewichts  zunahme von 70 % abgequetscht und getrocknet.

   Die  Färbung wird alsdann in einer     Lösung        enthaltend     30 Teile     Natriumsulfat    und 0,5 Teile     Natriumcarbo-          nat        in    100 Teilen Wasser bei einem     Flottenverhältnis     von 1 :

   3,0 während 30 Minuten bei 60      behandelt,     kalt und heiss     gespült    und     getrocknet.    Es     resultiert     eine gelbe Färbung mit hervorragenden Wasch- und       Schweissechtheiten.        Anstelle    des beschriebenen Farb  stoffs können auch die     folgenden    Farbstoffe verwen  det werden:  Solarviolett BL C. I. 29125       Azodunkelgrün        GC    C. I. 20495       Carbidschwarz    E C. I. 30235       Kunstseidenschwarz    CA C. I. 35435  <I>Beispiel 2</I>  Eine 2 %     ige    Färbung von Solarviolett BL (C. I.

    29125) auf     laugierter        Baumwollstückware,    hergestellt  nach dem     Pad-Jig-Verfahren,    wird nach dem Spülen  und Trocknen     mit    einer Lösung von 5 Teilen     N-          Cyclooctyl    -     N,N-bis-(ss-chloräthyl)-amin-hydrochlorid     in 100 Teilen Wasser bei Raumtemperatur imprä  gniert, getrocknet und     auf    einem     Jigger    mit einer  Lösung von 3,0 Teilen Natriumsulfat und 0,

  5 Teilen       Natriumhydroxyd    in 100 Teilen Wasser     während    30       Minuten    bei Raumtemperatur bei einem Flottenver  hältnis von 1 : 5 behandelt. Die nachbehandelte Fär  bung wird dann kalt und heiss gespült und getrocknet.  Die violette Färbung besitzt perfekte Wasch, Schweiss  und     Wasserechtheiten.     



  Die gleichen     Nassechtheiten    werden     mit    den fol  genden Farbstoffen erzielt:  Brillantgelb C. I. 24890       Azodunkelgrün        GC    C. I. 20495       Carbidschwarz    E C. I. 30235       Kunstseidenschwarz    CA C. I. 36435  Der Farbstoff Solarviolett BL ist nach dem       Colour    Index 1956 (C.

   I. 29125) die     Di-Kupferkom-          plexverbindung    des     Disazofarbstoffs    aus 2     Mol        diano-          tiertem    1-     Amino    - 2 -     hydroxy-benzol-5-sulfonsäure-          methylamid    und 1     Mol        Di-(5-hydroxy-7-suIfo-naph-          thyl-2)-amin.     



  Gleich gute Resultate werden auch erhalten mit  den     Di-Kupferkomplexverbindungen    der folgenden       Disazofarbstoffe:       
EMI0003.0001     
  


Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zum Färben, Klotzen oder Bedrucken von Fasern aus natürlicher oder regenerierter Cellu- lose durch Imprägnieren mit Lösungen von acylier- bare Amino- oder Hydroxygruppen enthaltenden Farbstoffen und Fixieren in Gegenwart von säurebih- denden Mitteln mit mindestens zwei reaktive Grup pen
    enthaltenden Verbindungen, dadurch gekenn zeichnet, dass man die mit den oben erwähnten Farb stoffen erhaltenen und getrockneten Färbungen, Klotz färbungen oder Drucke mit einer wässrigen Zuberei tung imprägniert, welche eine Verbindung der Formel EMI0003.0022 enthält, worin Hal Chlor oder Brom, X Wasserstoff oder Methyl und R1 einen Alkyl , Cycloalkyl-,
    Aralkyl oder Arylrest mit mindestens 6 Kohlenstoffatomen bedeuten, und nachträglich durch Behandlung mit einem säurebindenden Mittel fixiert. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren gemäss Patentanspruch, dad'u'rch ge kennzeichnet, dass man eine Verbindung der Formel (I) einsetzt; worin R, einen Cycloalkylrest mit 6 bis 8 Kohlenstoffatomen bedeutet.
    2. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch ge- kennzeichnet, dass man bei Temperaturen von 20 bis 1000 C fixiert: 3. Verfahren gemäss Patentanspruch; dadurch ge- kennzeichnet, dass man in Gegenwart von Natrium- carbonat fixiert:
    4. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch ge- kennzeichnet, dass man in Gegenwart von Natrium hydroxyd fixiert. 5. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch ge- kennzeichnet; dass man als Farbstoffe die Metallkom- plexverbindungen von Disazofarbstoffen verwendet.
CH158663A 1960-05-19 1963-02-08 Verfahren zum Färben, Klotzen oder Bedrucken von Cellulosefasern CH404605A (de)

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