CH405336A - Verfahren zur Herstellung von neuen Derivaten des Sulfanilamids - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen Derivaten des Sulfanilamids

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CH405336A
CH405336A CH1599565A CH1599565A CH405336A CH 405336 A CH405336 A CH 405336A CH 1599565 A CH1599565 A CH 1599565A CH 1599565 A CH1599565 A CH 1599565A CH 405336 A CH405336 A CH 405336A
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CH
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sulfanilamide
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formula
new derivatives
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Application number
CH1599565A
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English (en)
Inventor
Markus Dr Zimmermann
Original Assignee
Geigy Ag J R
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D251/00Heterocyclic compounds containing 1,3,5-triazine rings
    • C07D251/02Heterocyclic compounds containing 1,3,5-triazine rings not condensed with other rings
    • C07D251/12Heterocyclic compounds containing 1,3,5-triazine rings not condensed with other rings having three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D251/14Heterocyclic compounds containing 1,3,5-triazine rings not condensed with other rings having three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with hydrogen or carbon atoms directly attached to at least one ring carbon atom
    • C07D251/16Heterocyclic compounds containing 1,3,5-triazine rings not condensed with other rings having three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with hydrogen or carbon atoms directly attached to at least one ring carbon atom to only one ring carbon atom

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung von neuen Derivaten des Sulfanilamids
Die vorliegende   Erfindung    betrifft ein Verfahren zur Herstellung von neuen Derivaten des   Sulfanilamids    mit wertvollen chemotherapeutischen Eigenschaften.



   Es wurde gefunden, dass Verbindungen der For  melI,   
EMI1.1     
 worin R einen niederen Alkylrest bedeutet, eine vorzügliche antibakterielle Wirksamkeit besitzen. In den Verbindungen der Formel I list R beispielsweise durch den Methyl-, Aethyl-,   n-Propyl- oder    Isopropylrest verkörpert.



   Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung von Verbindungen der Formel I ist dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der Formel II,
EMI1.2     
 worin X die Aminogruppe bzw. eine in diese durch Hydrolyse oder Reduktion überführbare Gruppe bedeutet, mittels katalytisch aktiviertem Wasserstoff ent  lialogemert    und, falls X nicht bereits die Aminogruppe ist, das Reaktionsprodukt reduziert, bzw. einer Hydrolyse zur Umwandlung der Gruppe X in die freie Aminogruppe   unterwirft.   



   Eine durch Hydrolyse in die Aminogruppe überführbare Gruppe ist insbesondere die Acylamino-, wie beispielsweise die Acetylamino- oder ferner eine niedere   Carbalkoxyaminogruppe,    während die Nitrogruppe als Beispiel für eine durch Reduktion in die Aminogruppe überführbare Gruppierung Verwendung finden kann.



  Die   Enthalogenierung    erfolgt vorzugsweise in Gegenwart einer Base.



   Die Ausgangsstoffe der Formel II werden z. B. durch Umsetzung von   Dichlor-alkoxy-s-triazinen    (vgl.



  H. Koopman et al., Rec. 78, 967 (1959)) mit einem Salz einer Verbindung der   Formel    III,
EMI1.3     
  oder durch Behandlung mit einem Alkalimetall-Alkanolat, aus einer Verbindung der Formel IV,
EMI2.1     
 erhalten, worin X die oben angegebene Bedeutung hat.



  Die neuen Derivate des   Sulfanilamids    entsprechend der Formel I eignen sich zur Bereitung von Arzneimitteln für innere oder äusserliche Anwendung. Sie werden zu diesem Zweck mit geeigneten Trägerstoffen z. B. zu Tabletten, Dragees, Suppositorien oder Sirups, bzw. z. B. zu Pudern kombiniert, oder in Einzeldosismengen in Kapseln abgefüllt. Sie können gegebenenfalls auch in Form ihrer Salze, z. B.   als    Natrium-, Kalium-, Lithium-, Magnesium oder Calciumsalze, oder als Salze mit organischen Basen wie Aethylamin, Dimethylamin, Diäthylamin, Morpholin, Aethylendliamin, Aminoäthanol, Diäthylaminoäthanol, Diäthanolamin oder Triäthanolamin, die neutral bis schwach alkalisch reagieren und zum Teil in Wasser löslich sind, Verwendung finden, beispielsweise als wässerige Lösungen zu Injektionen.



   Im nachfolgenden Beispiel sind die Temperaturen in Celsiusgraden angegeben.



   Beispiel a)   6-Chlor-2-methoxy-4-(N' , -acetylsulfanllamido)-s    triazin
18 g Dichlor-methoxy-s-triazin werden in 400 ml Eiswasser feinst suspendiert und unter Rühren und Eiskühlen eine Lösung von 21,4 g   N4'-Acetylsulfanil-    amid in 200 ml Wasser und 8 g Natriumhydroxyd zugetropft. Nachdem man das Reaktionsgemisch für 5 Stunden bei 200 gerührt hat, filtriert man und säuert das eisgekühlte Filtrat mit 1:1 verdünnter Salzsäure auf pH 1-2 an. Dabei kann zunächst ein schmieriges Produkt ausfallen, das aber beim Rühren unter Eiskühlung kristallisiert.   6-Chlor-2-methoxy-4-(N4-acetylsul-    fanilamido)-s-triazin lässt sich aus Aceton-Wasser umkristallisieren und zeigt dann einen Schmelzpunkt von   203-204     unter Zersetzung.



   Das oben erhaltene Zwischenprodukt kann auch auf folgende Weise hergestellt werden:
1,8 g   2,6-Dichlor4-(N4,-acetylsulfanilamido)-s    triazin werden in einer Lösung von 0,34 g Natrium und 10   mi    absolutem Methanol bei   0     für eine Stunde und dann bei 200 über Nacht gerührt. Anschliessend destilliert man das Lösungsmittel unter Vakuum ab und nimmt den Rückstand in Wasser auf. Mit 1:1 ver  dünnter    Salzsäure wird der pH der Lösung auf 3-4 gebracht und die nach und nach kristallisierende Fällung abfiltriert und aus wässrigem Aceton umkristallisiert.



  Das Produkt schmilzt bei   202-203     unter Zersetzung und ist mit dem obigen identisch. b)   6-Chlor-2-methoxy-4-sulfanilamido-s-triazin   
0,71 g   6-Chlor-2-methoxy-4-(Nl-acetyl-sulfanil-    amido)-s-triazin suspendiert man in 5   ml    absoluten Methanol und 1,6 ml einer 8% methanolischen Salzsäure, rührt und erwärmt unter Rückfluss. Schon nach 5 Minuten entsteht eine klare Lösung. Nach 2 Stunden destilliert man im Vakuum das Lösungsmittel ab und rührt den Rückstand mit 8 ml   55rviger    wässriger Natriumbicarbonat-Lösung bei Zimmertemperatur. Man filtriert, säuert das Filtrat auf pH 4 an und kristallisiert den erhaltenen   Niederschllag    aus Aceton-Wasser um.



  Das   6-Chlor-2-methoxy- 4-sulfanilamido-s- triazin    schmilzt bei   251-253 .    c)   2-Methoxy-4-sulfanilamido-s-. triazin   
3,15 g 6-Chlor-2-methoxy-4-sulfanilamido-s-triazin werden in 200 ml trookenem Dioxan und 1,3 g Triäthylamin mit Palladium-Kohle als Katalysator unter 3 Atmosphären Wasserstoff bei   40-50     enthalogeniert.



  Anschliessend filtriert man den Katalysator ab und verdampft das Lösungsmittel unter Vakuum. Der Rückstand wird mit einigen ml Wasser verrieben, filtriert und aus Alkohol umkristallisiert. Das reine 2  Methoxy-4-sulfanilamido-s-triazin    schmilzt bei 1961980.   

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von neuen Derivaten des Sulfanilamids entsprechend der Formel I, EMI2.2 worin R einen niederen Alkylrest bedeutet, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der Formel II, EMI3.1 worin X die Aminogruppe bzw. eine in diese durch Hydrolyse oder Reduktion überführbare Gruppe bedeutet, mittels katalytisch aktiviertem Wasserstoff ent halogeniert und, falls X nicht bereits die Aminogruppe ist, das Reakbionsprodukt reduziert bzw. einer Hydrolyse zur Umwandlung der Gruppe X in die freie Aminogruppe unterwirft.
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