CH409918A - Verfahren zur Gewinnung von Alkalisalzen von Benzolcarbonsäuren - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von Alkalisalzen von Benzolcarbonsäuren

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CH409918A
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carbon dioxide
carboxylic acids
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CH865962A
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Walter Dr Schenk
Albrecht Dr Wallis
Vogel Ludwig
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Basf Ag
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    • C07C63/14Monocyclic dicarboxylic acids
    • C07C63/15Monocyclic dicarboxylic acids all carboxyl groups bound to carbon atoms of the six-membered aromatic ring
    • C07C63/161,2 - Benzenedicarboxylic acid
    • C07C63/20Salts thereof
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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    • C07C51/00Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides
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    • C07C51/416Henkel reaction and related reactions, i.e. rearrangement of carboxylate salt groups linked to six-membered aromatic rings, in the absence or in the presence of CO or CO2, (e.g. preparation of terepholates from benzoates); no additional classification for the subsequent hydrolysis of the salt groups has to be given
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Description


  
 



  Verfahren zur Gewinnung von   Mkalisalzen    von Benzolcarbonsäuren
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Gewinnung trockener, neutraler Alkalisalze von Benzolcarbonsäuren. Bei der thermischen Umsetzung von Alkali-Salzen cyclischer Carbonsäuren, z. B. von Dikaliumphthalat zu Dikaliumterephthalat, ist es besonders wichtig, dass die dafür benutzten trockenen Ausgangsstoffe aus einer Lösung der   Alkali-Salze    gewonnen werden, die zuvor genau auf   den Äquiva-    lenzpunkt eingestellt wurde.

   Sowohl das Vorhandensein von saurem Salz (Monokaliumphthalat) als auch die Anwesenheit eines Überschusses an Kaliumhydroxyd, das unter den Reaktionsbedingungen bei der Isomerisierungsreaktion in Kaliumcarbonat und in für diese Umsetzung äusserst schädlichen Wasserdampf übergeführt wird, begünstigen Zersetzungsreaktionen bei der thermischen Umsetzung und verringern damit die Ausbeute. Überschüssiges Kaliumcarbonat stört die Reaktion nicht und kann daher vorteilhaft zur Neutralisation verwendet werden; jedoch ist es wesentlich teurer als Kaliumhydroxyd. Beim Arbeiten nach dem Deutschen Patent 1081877 erhält man eine 15- bis 25   0/obige    Lösung von Salzen der Phthalsäure mit einem pH-Wert von etwa 5,6.

   Die Lösung enthält also noch saure Bestandteile und muss auf den Äquivalenzpunkt, im Falle von Dika  liumphthalat    auf einen pH-Wert von 7,9, eingestellt werden.



   Wenn man die so erhaltene Lösung zunächst einengt, dann in einem Zerstäubungstrockner mit Verbrennungsgasen trocknet und das trockene Salz in Zyklonen abscheidet, ist es aus wirtschaftlichen Gründen vorteilhaft, das Abgas von mitgerissenem Salzstaub zu befreien und den Salzstaub in die Reaktion zurückzuführen. Bei Verwendung der üblichen Tuchfilter oder Elektrofilter stellen sich jedoch beträchtliche Schwierigkeiten ein, da z. B. Dikaliumphthalat äusserst hygroskopisch ist.   Das    Salz zieht Feuchtigkeit aus der Luft an, was zur Verschmierung und Verstopfung der Filter und damit zu häufigen Betriebsstörungen führt.



   Derartige Störungen können aber andererseits auch durch die verschiedenartigen Katalysatorbeimengungen verursacht werden.



   Es wurde nun gefunden, dass man trockene, neutrale Alkalisalze von Benzolcarbonsäuren, die zur thermischen Umsetzung in Alkalisalze anderer Benzolcarbonsäuren dienen sollen, erhält, wenn man wässrige Lösungen derartiger Alkalisalze durch Zugabe von Alkalihydroxyden auf einen pH-Wert einstellt, der 0,05 bis 0,9 pH-Werteinheiten über dem Äquivalenzpunkt liegt, die so erhaltene Lösung in zwei Teilströme teilt, wovon der eine einer üblichen   Eindampf- bzw.    Trocknungsvorrichtung zugeführt, der andere in einem Waschturm versprüht wird, durch den man im Gegenstrom einen kohlendioxydhaltigen Gasstrom leitet.



   Die Zugabe des   Alkalihydroxyds    vorzugsweise Kalium- oder Natriumhydroxyd oder deren Gemische, die in fester oder in gelöster Form der zu neutralisierenden Lösung zugegeben werden können, wird vorteilhaft über einen automatisch arbeitenden pH-Regler dosiert. Diese neutralisierte Lösung, die auf einen pH-Wert von 8,1 eingestellt ist, wird in zwei Teilströme geteilt, wovon der eine einer Verdampferapparatur zugeführt, der andere in einem Waschturm versprüht wird, durch den Kohlendioxyd oder ein Kohlendioxyd enthaltender Gasstrom, z. B. ein Verbrennungsgas, vorzugsweise das Abgas, das aus dem Rauchgas eines indirekt beheizten Reaktionsofens stammt und in einem Zerstäubungstrockner als Heizgas benutzt wurde, und z. B. 10 bis 15 Vol.   O/o    Kohlendioxyd enthält, geleitet wird.

   Als ben  zolcarbonsaure Natrium- oder Kaliumsalze lassen sich erfindungsgemäss die Salze von z. B. Benzoesäure, Phthalsäure oder Isophthalsäure gewinnen.



   Beim Arbeiten nach diesem Verfahren enthält die zu verdampfende Salzlösung kein   Kalium- bzw.   



  Natriumhydroxyd mehr, wodurch die im Vorstehenden erwähnten Nachteile entfallen.



   Verwendet man im Waschturm Abgase aus einem Zerstäubungstrockner, so hat man die weiteren Vorteile, dass der Salzstaub, der im Abgas des Zerstäubungstrockners enthalten ist, vollständig zurückgewonnen wird, dass das im Abgas enthaltene Kohlendioxyd nicht verloren geht, sondern zum Teil zur Neutralisation des überschüssigen Kalium- oder Natriumhydroxyds dient und dass die Wärme des Abgases zur Vorwärmung der anschliessend dem Verdampfer zuzuführenden Lösung ausgenutzt und gleichzeitig ein Teil des Lösungsmittels verdampft wird.



   Eine Variation des Verfahrens besteht darin, dass man das Abgas schon vor dem Eintritt in den Waschturm bei einer Temperatur, die höher ist als die Temperatur, die das Gas beim Verlassen des Waschturms besitzt, mit Wasserdampf sättigt. Es erfolgt dann im Waschturm eine teilweise Kondensation von Wasserdampf, wobei die Staubteilchen als Kondensationskeime wirken und besonders gut abgeschieden werden. In diesem Fall wird die eingepumpte   Salzlösung    nur erwärmt.



   Eine geeignete Apparatur wird im Beispiel   ge    nauer beschrieben. Die im Beispiel genannten Teile sind Gewichtsteile. Gewichtsteile verhalten sich zu Raumteilen wie kg zu   mS.   



      Beispiels   
In einer kontinuierlichen Anlage zur Herstellung von Terephthalsäure durch thermische Umsetzung von Dikaliumphthalat in Gegenwart von Katalysatoren erhält man bei der Aufarbeitung des Reaktionsgemisches stündlich eine Lösung von 220 Teilen Dikaliumphthalat,   10,7      TeilenKaliumhydrogenphtha-    lat und 2,8 Teilen Nebenprodukten in 1460 Teilen Wasser. Der pH-Wert beträgt 5,6, die Temperatur   30     C.

   Diese Lösung wird durch Leitung 1 in einen Zwischenbehälter 2 eingebracht, mit Hilfe eines pH-Reglers mit Regelventil automatisch mit 50   0/obiger    Kalilauge auf einen pH-Wert von 8,1 eingestellt und durch die Leitung 3 mittels einer Pumpe 8 mit einer Leistung von 15 Raumteilen/h durch einen Waschturm 4 gesprüht, durch den im Gegenstrom etwa 2000 Raumteile/h mit Dikaliumphthalatstaub beladene, aus der Trocknungsanlage stammende Abgase von   1600    C durch die Leitung 5 geleitet werden. Die
Lösung, von der zuvor ein Teilstrom 6 zumVerdamp fer abgezweigt wurde, nimmt im Waschturm pro Stunde etwa 0,95 Teile Kohlendioxyd und 6,2 Teile Dikaliumphthalatstaub auf und erwärmt sich auf   47"    C. Das Abgas wird dabei auf 470 C abgekühlt und nimmt 50   Teiles    Wasserdampf auf.

   Es verlässt den Waschturm bei 7 staubfrei und wird über ein Gebläse ins Freie geleitet.



   Zur Überführung des Kohlendioxyds in Pottasche sowie zur Einstellung des pH-Wertes von 8,1 (Neutralisation des Kaliumhydrogenphthalats) werden stündlich 5,3 Teile Kaliumhydroxyd in Form von 50   0/obiger    technischer Kalilauge verbraucht. Auf diese Weise werden stündlich 3 Teile Pottasche aus Kalilauge und dem Kohlendioxyd des Abgases erzeugt.



  Dadurch erhält man das gesamte Phthalat als neutrales kaliumhydroxydfreies Salz.



   Beispiel2
Bei der Aufarbeitung eines Umsetzungsgemisches aus 193 Teilen Dikaliumterephthalat, das in bekannter Weise nach dem Deutschen Patent   1 014 982    durch thermische Umsetzung von 231 Teilen der trockenen, neutralen Kalium-Natriumsalze (8   O/o    hiervon sind Natriumsalze) eines Rohxylol-Oxydationsgemisches von Isophthalsäure, Terephthalsäure, Phthalsäure und Benzoesäure in Gegenwart eines Katalysators und Kohlendioxyd bei 4450 C erhalten wurde, fällt bei der Aufarbeitung auf Terephthalsäure nach der Arbeitsweise   des Deutschen Patents      1 081 877    stündlich eine Lösung des Neutralsalzes von 134,5 Teilen Isophthalat, 41,5 Teilen o-Phthalat, 44 Teilen Benzoat und 6,5 Teilen Hydrogenisophthalat sowie 4,5 Teile Hydrogenterephthalat in 1600 Teilen Wasser mit einem pH-Wert von 5,9 an,

   die kontinuierlich in den Zwischenbehälter 2 derselben Apparatur, wie in Beispiel 1 beschrieben, eingepumpt wird. Die Neutralisation erfolgt mit konzentrierter Kalilauge, die 60   Q/0    Natronlauge enthält, bei einem pH-Wert von 8,0. Die neutralisierte Salzlösung wird wiederum im Waschturm 4 versprüht, wobei gleichzeitig ein kohlendioxydhaltiger Rauchgasstrom entgegengeführt wird. Die Temperaturen und Mengen werden wie in Beispiel 1 beschrieben eingestellt. Aus dem Neutralisationsbehälter 2 wird nach guter Durchmischung stündlich soviel Neutralsalzlösung abgepumpt, dass der Flüssigkeitsstand konstant bleibt.

   Die Neutralsalzlösung der benzolcarbonsauren Salze, die nach Voreindickung in einem Mehrstufenverdampfer und Zusatz der entsprechenden Katalysatormenge in einem Sprühverdampfer zu einem Trockenpulver zerstäubt wird und als Ausgangsprodukt für die thermische Umsetzung zu Terephthalat dient, enthält den vorgegebenen Alkaliüberschuss in Form von für die Umsetzung schädlicher Pottasche und Soda und ist frei von Kalium- und Natriumhydroxyd.   

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Gewinnung von Alkalisalzen von Benzolcarbonsäuren aus Lösungen, die zur thermischen Umsetzung von Salzen anderer cyclischer Carbonsäuren dienen sollen, dadurch gekennzeichnet, dass man die Lösung mit Alkalihydroxyd auf einen pH-Wert einstellt, der wenig über dem Aquivalenzpunkt der carbonsauren Salze liegt, und die so erhaltene Lösung mit Kohlendioxyd enthaltenden Gasen behandelt.
    1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man die mit Kohlendioxyd zu behandelnde Lösung in einem Wascher versprüht, durch den kohlendioxydhaltige Gase geführt werden.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die in den zur Neutralisation der carbonsauren Salzlösung verwendeten Gasen enthaltende Wärmemenge zur Aufheizung der im Waschturm zu versprühenden Lösung verwendet.
CH865962A 1961-07-21 1962-07-18 Verfahren zur Gewinnung von Alkalisalzen von Benzolcarbonsäuren CH409918A (de)

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