CH412859A - Verfahren zur Herstellung von neuen Aminen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen Aminen

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CH412859A
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CH722862A
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Inventor
Walter Dr Schindler
Blattner Hans
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Geigy Ag J R
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    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C07—ORGANIC CHEMISTRY
    • C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C63/00—Compounds having carboxyl groups bound to a carbon atoms of six-membered aromatic rings
    • C07C63/33—Polycyclic acids
    • C07C63/331—Polycyclic acids with all carboxyl groups bound to non-condensed rings

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


  



  Verfahren zur Herstellung von neuen Aminen
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von neuen Aminen mit wertvollen pharmakologischen Eigenschaften.



   Es wurde überraschenderweise gefunden, dass Derivate des 5,6,7,12-Tetrahydroodibelnzo [a, d] cycloF   octens    entsprechend der Formel I
EMI1.1     
 in   welch, er R1    und   R2    niedere Alkylgruppen bedeuten, und ihre Salze mit anorganischen und organischen Säuren wertvolle pharmakologische Eigenschaften, insbesondere psychotrope Eigenschaften besitzen. Sie lösen die durch verschiedene Wirkstoffe wie Histamin,   Acetylcholin,    Serotonin verursachten   Kontrak-    tionen der glatten Muskulatur, antagonisieren die Wirkung von   Reserpin    und potenzieren die Wirkung von   Narkotica.    Sie können z.

   B. zur Behandlung von psychischen Störungen wie Gemütsdepressionen Verwendung finden, wobei sie peroral oder, in Form von wässerigen Lösungen ihrer Salze mit anorganischen oder organischen Säuren, auch parenteral angewendet werden können.



   In den Verbindungen der Formel I sind   Ri    und   R2    unabhängig voneinander z. B. eine   Methyl-,      Athyl-,      n-Propyl-,      Isopropyl-,      n-Butyl-oder    Isobutylgruppe.



   Zur erfindungsgemässen Herstellung der vorstehend definierten neuen Verbindungen setzt man 5,6, 7,12-Tetrahydrodibenzo [a,   d] cycloocten-12      (6,7  Dihydro-dibenzo    [a, d]   cycloocten-12    (5H)-on)   entspre-    chend der Formel   II,   
EMI1.2     
 mit einer   niederen y-Dialkylaminopropyl-metallver-    bindung um, hydrolysiert das Reaktionsprodukt zur tertiären   Hydroxylverbindung    der Formel III
EMI1.3     
 in welcher   RI,    und R2 niedere Alkylgruppen bedeuten und setzt diese Verbindung wasserabspaltenden Be  dingungen    aus.



      Als y-Dialkylaminopropylmetallverbindungen kön- nen insbesondere magnesiumorgamsche, üthiumorga-    nische und   zinkorganische    Verbindungen in Betracht   kommen. Vorzugsweise werden y-Dialkylaminopro-      pylmagnesiumhalogenide    verwendet, welche in Di äthyläther, Tetrahydrofuran oder einem andern äther artigen Lösungsmittel in bekannter Weise,   vorzugs-    weise mittels.   Gilman-Legierung,    hergestellt werden.



  Zu den erhaltenen Lösungen werden die   Ausgangs-    stoffe der Formel II als solche in fein pulverisierter Form oder in dem zur Bildung der metallorganischen Verbindung verwendeten oder einem andern inerten Lösungsmittel wie z. B. Benzol zugefügt und   vorzugs-    weise bei Raumtemperatur oder massig erhöhten Temperaturen umgesetzt. Die bei der Umsetzung unmittelbar entstandenen Metallverbindungen von ter  tiären      Hydroxylverbindungen    werden   anschliessend    hydrolysiert, z. B. mit eiskalter wässriger   Ammoniums    chloridlösung und die freien   Hydroxylverbindungen    abgetrennt, z.

   B. durch Aufnehmen in den üblichen inerten, mit Wasser nicht mischbaren Lösungsmitteln wie   Diäthyläther,    Benzol, Athylacetat oder   Chlore    form. Durch Extraktion der erhaltenen Lösungen mit wässrigen organischen oder anorganischen Säuren werden die gewünschten Reaktionsprodukte von noch vorhandenen Ausgangsstoffen sowie nichtbasischen Nebenprodukten, welche z. B. auf die Aktivierung der Metalle mit niedermolekularen Alkyljodiden zurückzuführen sind, befreit.



   Die Wasserabspaltung als zweite Reaktionsstufe geht sehr leicht vor sich, z. B. bereits beim   Stehen-    lassen der tertiären   Hydroxylverbindungen    in konz.   wässrig-alkoholischer Salzsäure    bei Raumtemperatur, oder durch Erhitzen mit Acetanhydrid.



   Ausgangsstoffe der Formel II können   beispiels-    weise erhältlich durch Kondensation von   Phthalalde-    hydsäure mit Acetophenon erhalten werden, z. B. mittels alkoholischer Natronlauge,   anschliessende    Hy  drierung    des Kondensationsproduktes, in Gegenwart eines   Kupferchromit-Katalysators    zur   2-(y-Phenyl-    propyl) benzoesäure und   Ringschluss,    z. B. mittels Polyphosphorsäure oder nach derFriedel-Crafts'schen Methode.



   Geeignete   y-Dialkylaminopropyl-metallverbindun-    gen sind z. B. die aus   y-Dimethylamino-propylbromid    oder   y-Diäthylaminopropylbromid,    sowie den entsprechenden Chloriden und   Jodiden    durch   Behand-    lung mit Gilman-Legierung in einem der weiter oben genannten ätherartigen   Lösungsmittel erhältlichen or-    ganischen   Magnesiumhalogenide.   



   Gewünschtenfalls werden die nach dem vorgenannten Verfahren erhaltenen Verbindungen der Formel I in ihre Salze übergeführt. Zur Salzbildung dienen vorzugsweise Säuren, die in den praktisch in Frage kommenden Mengen pharmakologisch   unbe-    denklich sind, wie beispielsweise Salzsäure, Brom  wasserstoffsäure, Schwefelsäure, Phosphorsäure, Me-    thansulfonsäure,   Athandisulfonsäure,      ss-Hydroxy-    äthansulfonsäure, Essigsäure, Propionsäure, Milchsäure,   Bemsteinsäure,    Fumarsäure, Maleinsäure, Apfelsäure, Weinsäure, Citronensäure, Benzoesäure, Salicylsäure und Mandelsäure. Zum Zweck der Reinigung durch Umkristallisation können aber auch Salze von solchen Säuren hergestellt werden, die als Arzneimittelkomponenten nicht üblich sind.



   Im nachfolgenden Beispiel bedeuten Teile   Ge-      wichtsteile    ; diese verhalten sich zu   Volumteilen    wie g zu   cm3.    Die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben.



   Beispiel a) 90 Teile   Phthalaldehydsäure    und 78 Teile Ace  tophenon    werden in 900   Volumteilen    Äthanol gelöst.



  Dazu tropft man   780    Volumteile   1-n.    Natronlauge.



  Die Reaktion ist schwach exotherm. Man rührt 24 Stunden bei Zimmertemperatur und giesst dann auf 1500   Volumteile    Wasser. Man säuert mit konz. Salzsäure an und kristallisiert das ausgefallene a-Phenacylphthalid aus Äthanol. Smp.   140-141 1.    b) 130 Teile obigen Produktes werden in 100   Volumteilen    Dioxan gelöst und in Gegenwart von 50 Teilen eines mit Bariumoxyd stabilisierten Kupfer  chromit-Katalysators    mit   mindestens 32  /o    Kupfergehalt unter 150   atm.    Druck bei 180-200  bis zum Stillstand der Wasserstoffaufnahme hydriert. Man saugt vom Katalysator ab und dampft das Filtrat im Vakuum vollständig ein.

   Aus dem Rückstand kristallisiert auf Zusatz von   Petroläther    die   2- (y-Phenyl-      propyl)-benzoesäure    vom Smp.   84-86 .    c) 100 Teile dieser Säure werden mit 500 Teilen Polyphosphorsäure unter Rühren 2 Stunden auf 160  (Innentemperatur) erwärmt. Man giesst das Reak  tionsgemisch    noch heiss in kaltes Wasser, saugt das rohe 5,6,7,12-Tetrahydro-dibenzo [a,   d] cycloocten-12-    on (6,7-Dihydro-dibenzo [a, d]   cycloocten-12    (5H)-on) ab, wäscht es vorerst mit Wasser kongoneutral und   anschliessend    mit Natriumcarbonatlösung.

   Nach dem Trocknen wird es aus viel   Athanol    umkristallisiert, Smp.   148 .    d) Zu 15 Teilen mit Jod voraktivierter   Gilman-    Legierung in   70    Teilen Äther gibt man 3   Volumteile    Athyljodid. Wenn die Reaktion richtig in Gang gekommen ist, tropft man innerhalb einer Stunde 60 Teile frisch destilliertes y-Dimethylaminopropylchlorid in   200      Volumteile    abs. Ather zu und kocht das Gemisch   anschliessend    6 Stunden unter   Rückfluss.   



  Hierauf werden   30    Teile 5,6,7,12-Tetrahydroodibenzo [a, d] cycloocten-12-on in 15 Volumteilen abs. Benzol zugetropft und das Gemisch 14 Stunden unter Rückfluss gehalten. Man kühlt ab und giesst auf ge  sättigte      Ammonchloridlösung    und Eis. Die organische Phase wird abgetrennt und dreimal mit Wasser   ger    waschen. Durch Ausschütteln mit dreimal je 150   Vo-    lumteilen   2-n.    Essigsäure werden die basischen Anteile der organischen Phase entzogen. Die sauren Auszüge werden mit konz. Ammoniak   alkalisch ge-    stellt und die ausgefallene Base abgesaugt, gewaschen und getrocknet.

   Das erhaltene   12- (y-Dimethylamino-    propyl)-12-hydroxy-5,6,7,12-tetrahydro-dibenzota, d]   cycloocten    schmilzt nach Kristallisation aus Athanol   bei 132-133 .    e) 35 Teile des obigen Reaktionsproduktes werden mit   200    Teilen Acetanhydrid 6 Stunden unter Rückfluss gekocht und hierauf das Acetanhydrid im Vakuum vollständig abdestilliert. Der Rückstand wird in wenig Wasser gelöst, mit konz. Natronlauge al   kalisch    gestellt und die ausgefallene Base in Ather aufgenommen. Man wäscht die Atherlösung mit Wasser, trocknet sie und destilliert den Äther ab.



  Der Rückstand wird im Hochvakuum destilliert,   wo-    bei man das   12- (y-Dimethylamino-propyliden)-5,    6,7,   12-tetrahydrodibenzo    [a, d] cycloocten vom Kp 0,05=   168     erhält.



   Das mit   äthanolischer    Salzsäure in Äther bereitete Hydrochlorid kann aus Aceton-Äther umkristallisiert werden und schmilzt dann bei   187-188 .  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von neuen Aminen der Formel I EMI3.1 in welcher R, und R2 niedereAlkylgruppen bedeuten, und ihren Salzen mit anorganischen oder organischen Säuren, dadurch gekennzeichnet, dass man 5,6,7,12 Tetrahydrodibenzola, d] cycloocten-12-on der Formel II, EMI3.2 mit einer entsprechenden y-Malkylaminopropy1-meP tallverbindung umsetzt, das Reaktionsprodukt zur freien tertiärem Hydroxylverbindung der Formel III EMI3.3 hydrolysiert und diese Verbindung wasserabspalten- den Bedingungen aussetzt.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Wasserabspaltung durch die Einwirkung von Acetanhydrid vorgenommen wird.
    2. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Verbindung der Formel I in ein Salz mit einer anorganischen oder organischen Säure überführt.
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