CH417783A - Anordnung zur Behandlung der Kopfhaut zur Verhinderung von Haarausfall - Google Patents
Anordnung zur Behandlung der Kopfhaut zur Verhinderung von HaarausfallInfo
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Description
Anordnung zur Behandlung der Kopfhaut zur Verhinderung von Haarausfall Seit langer Zeit beschäftigt sich die Kosmetik ausser mit der Erhaltung eines jugendlich-frischen Aussehens der Frau insbesondere auch mit der Erhaltung der vollen Kopfbehaarung bei Männern. Unzählige Versuche wurden unternommen, um diese zwar gesundheitlich bedeutungslosen, doch das äussere Aussehen mehr oder weniger stark verändernden Erscheinungen zu verhindern. Vorliegend unterliegt allein der altersbedingte, normale, mehr oder weniger starke Kopfhaarausfall der Betrachtung, nicht aber der Haarausfall infolge verschiedenster Erkrankungen, den zu behandeln allein den arten vorbehalten bleiben muss. Man hat bereits seit dem Altertum bis heute versucht, Haarausfall in erster Linie durch Anwendung unterschiedlichster natürlicher und synthetischer chemischer Substanzen zu verhindern. In den letzten Jahren wurden - abgesehen von Massage- und Bestrahlungsgeräten, die mit den verschiedensten Wellenlängen arbeiten - physikalische Hilfsmittel benutzt, um die chemischen Substanzen besser und tiefer in den Haarboden einzubringen. So wurden Apparate konstruiert, die durch abwechselnde Erzeugung von Unter- und Überdruck die Wirkstoffe in die Kopfhaut befördern. Man hat aber auch bereits den elektrischen Strom zu Hilfe genommen, um mittels der sogenannten Iontophorese elektrisch aufladbare Substanzen in die Kopfhaut einzubringen. Dabei wird die eine Elektrode unmittelbar auf dem Haarboden aufgelegt, an welcher eine Spannung von im allgemeinen über 24 Volt, zumindest aber über 12 Volt liegt. Mangels entsprechender Erfolge konnten sich diese Methoden aber nicht durchsetzen. Durch die neueren Arbeiten der Nobelpreisträger Ochoa und Kornberg (vergleiche Angewandte Chemie , Nr. 7/8, 1960, Seiten 225 ff.) wird es auch verständlich, warum den chemischen Behandlungsmethoden der Erfolg versagt bleiben musste. Die Erfindung betrifft nun eine Anordnung zur Verhinderung eines altersbedingten, jedoch nicht krankhaften Haarausfalls durch Behandlung der Kopfhaut unter Anwendung eines schwachen elektrischen Gleichstromes; fernerhin dient die Anordnung dazu, einem solchen Haarausfall vorzubeugen oder diesen weitgehend einzuschränken. Die Behandlung des menschlichen Körpers aus Gesundheitsgründen mit einem schwachen elektrischen Gleichstrom, der eine Stromstärke von einigen zur uA hat und grössenordnungsmässig dem Strom ent- spricht, wie er durch ein optimales elektrisches Feld in der freien Natur auf den Körper einwirkt, ist bekannt. Hierzu werden zumeist an einem Arm und an einem Bein Elektroden befestigt, die mit einer Gleichstromquelle von etwa 1,5-4,5 Volt verbunden sind. Um einen gesundheitsfördernden Effekt zu erzielen, muss diese Behandlung zumindest über mehrere Stunden ausgedehnt werden. Es wurde nun bei Versuchen überraschenderweise gefunden, dass sich der nicht krankhafte übernormale Haarausfall erheblich einschränken bzw. ganz verhindern lässt, wenn man mit Hilfe einer auf der nicht behaarten Stirn eines Menschen angelegten, mit dem positiven Pol einer Stromquelle verbundenen Elektrode einen schwachen Gleichstrom auf diesen Teil des Körpers einwirken lässt und wenn es dabei durch geeignete Massnahmen gelingt, einen möglichst hohen Stromdurchgang zu erreichen. Diese Voraussetzungen werden gemäss vorliegender Erfindung mit einer Anordnung erfüllt, bei welcher eine auf der unbehaarten Stirn einer Person aufzuliegen bestimmte, grossflächige, mit dem positiven Pol einer Gleichstromquelle mit einer Spannung in der Grössenordnung von etwa 1 bis 6 Volt verbundene Elektrode und eine in eine die Oberfläche des Rumpfes der Person ganz oder teilweise zu benetzende Flüssigkeit eintauchende, mit dem negativen Pol der Stromquelle verbundene Gegenelektrode vorgesehen sind. Wie Versuche gezeigt haben, ergeben sich bei der Anwendung der erfindungsgemässen Anordnung, mit welcher keine Therapie pathologischer Erscheinungen bezweckt werden soll, weder irgendwelche psychologischen Wirkungen noch Nebenerscheinungen irgendwelcher Art. Als Stirnelektrode wird vorzugsweise eine solche benutzt, die, aus einem nichtmetallischen Leiter, z. B. aus Kunststoff mit eingebettetem Kohlenstoff, hergestellt, möglichst grossflächig ist und die gesamte nicht behaarte Stirnfläche bedeckt. Die negative Gegenelektrode sollte so gross wie nur irgend möglich sein und besteht vorzugsweise aus einer den Rumpf ganz oder teilweise benetzenden Flüssigkeit, in welcher der zweite, negative Pol der Gleichstromquelle in leitender Verbindung steht. Dies bedeutet, dass möglichst der ganze Rumpf sich in einem Bad befinden sollte, oder wenn nicht anders möglich, wenigstens ein Teil des Rumpfes, so dass dann als Elektrode ein Sitz-, Fuss- oder Armbad dient. In letzteren Fällen sollte die Spannung geringfügig erhöht werden. Es kommt im wesentlichen darauf an, dass bei einer optimal niedrigen Spannung der Stromfluss möglichst gross ist. Zu diesem Zweck ist es auch vorteilhaft, die am Rumpf anliegenden Elektroden mit einer Ionen enthaltenden Flüssigkeit zu benetzen, vorteilhafterweise mit wässrigen Lösungen von Erdalkali-, insbesondere Magnesium- und Kalziumsalzen. Die Konzentration der Salzlösungen sollte etwa 0,1- bis 0,5-Normal-Lösung sein. Für den Fall, dass die vorgeschlagene Gegenelektrode in Form eines Bades, in das der Rumpf ganz oder teilweise eintaucht, nicht anwendbar ist, kann auch eine möglichst grossflächige Gegenelektrode am Rumpf angelegt werden, die zum Zwecke eines möglichst guten Stromübergangs ebenfalls mit einer selbstverständlich physiologisch unbedenklichen Flüssigkeit benetzt ist und beispielsweise an der Schulter oder auf dem Rücken oder an anderer Stelle des Körpers aufgelegt wird. In den Fig. 1 und 2 der Zeichnung sind zwei bevorzugte Ausführungsbeispiele der erfindungsgemässen Anordnung dargestellt. Wie aus Fig. 1 ersichtlich, besteht die erfindungsgemässe Anordnung aus einer Wanne 11 mit Wasser, in welches der Rumpf einer Person eintaucht. Im Wasser der Wanne 11 befindet sich die Elektrode 12, welche z. B. an der Innenseite der Wannenwand angebracht ist. Es ist auch möglich, als im Wasser befindliche Elektrode die Abflussarmatur 13 der Wanne 11 zu verwenden. Die Elektrode 12 bzw. 13 ist an den negativen Pol 14 einer Gleichstromquelle 15 angeschlossen. Die im Bad befindliche Person trägt auf der unbehaarten Stirn eine Kopfelektrode 16, welche diese möglichst vollständig bedeckt. Die Elektrode 16, welche vorzugsweise mit einer Magnesium- bzw. Kalziumsalzlösung benetzt ist, wird mittels eines Bandes 17 am Kopf festgehalten. Die Kopfelektrode 16 ist mit dem positiven Pol 18 der Gleichstromquelle 15 verbunden. Zwischen den beiden Polen 14 und 17 der Gleichstromquelle liegt eine Spannung von vorzugsweise etwa 3-4 Volt. Die Gleichstrom- quelle 15 kann aus einer Batterie oder einem Gerät bestehen, welches den Strom aus dem Leitungsnetz z. B. von 220 Volt Wechselstrom auf die gewünschte Spannung heruntertransformiert und dann gleichrichtet und glättet. Gegebenenfalls sind mehrere positive Anschlüsse 17 für unterschiedliche Spannungen vorgesehen. Gemäss Fig. 2 enthält die Anordnung anstelle des Wannenbades lein Fussbad. Die mit dem negativen Pol 14' der Gleichstromquelle 15 verbundene Elektrode 12' taucht in eine kleine Wanne 11' ein, in deren Wasser die auf einem Stahl 19 sitzende Person ihre Füsse gestellt hat. Auf der Stirn des Kopfes ist wie bei Fig. 1 die Kopfelektrode 16' aufgelegt und mittels des Bandes 17' befestigt. Die Elektroden 12' und 16' sind ebenfalls an die beiden Pole 14' und 18' einer Gleichstromquelle von etwa 4-5 Volt angelegt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Anordnung zur Verhinderung des Haarausfalls, gekennzeichnet durch eine auf der unbehaarten Stirn einer Person aufzuliegen bestimmte, grossflächige, mit dem positiven Pol (18) einer Gleichstromquelle (15) mit einer Spannung in der Grössenordnung von etwa 1 bis 6 Volt verbundene Elektrode (16) und eine in eine die Oberfläche des Rumpfes der Person ganz oder teilweise zu benetzende Flüssigkeit eintauchende, mit dem negativen Pol (14) der Stromquelle (15) verbundene Gegenelektrode (12).UNTERANSPRÜCHE 1. Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die grossflächige Stirnelektrode (16) aus einem nichtmetallischen Leiter besteht, we8cher auf der unbehaarten Stirlrra che mittels eines Bandes (17) befestigt ist.2. Anordnung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich die den Rumpf ganz oder teilweise benetzende Flüssigkeit, wie Wasser, in einer Wanne (11) befindet mit welcher die mit dem negativen Pol (14) der Gleichstromquelle (15) verbundene Gegenelektrode (12) in leitender Verbindung steht.3. Anordnung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als negative Gegenelektrode zur positiven Kopfelektrode (16) eine am Rumpf an beliebiger Stelle anzulegen bestimmte, nichtmetallische, grossflächige und flüssigkeitsbenetzte Elektrode dient.4. Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die am Rumpf anliegenden Elektroden mit einer Ionen enthaltenden Flüssigkeit benetzt sind.5. Anordnung nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektroden mit wässrigen Lösungen von Erdalkali-, insbesondere Magnesiumoder Kalziumsalzen getränkt sind.
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