CH419135A - Verfahren zur Herstellung von neuen Penicillinen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen Penicillinen

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CH419135A
CH419135A CH1243863A CH1243863A CH419135A CH 419135 A CH419135 A CH 419135A CH 1243863 A CH1243863 A CH 1243863A CH 1243863 A CH1243863 A CH 1243863A CH 419135 A CH419135 A CH 419135A
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acid
salt
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penicillin
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CH1243863A
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Charles Nayler John Herbert
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Beecham Group Ltd
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D499/00Heterocyclic compounds containing 4-thia-1-azabicyclo [3.2.0] heptane ring systems, i.e. compounds containing a ring system of the formula:, e.g. penicillins, penems; Such ring systems being further condensed, e.g. 2,3-condensed with an oxygen-, nitrogen- or sulfur-containing hetero ring

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description


  



  Verfahren zur Herstellung von neuen Penicillinen
Das Hauptpatent betrifft ein Verfahren zur Herstellung von neuen Penicillinen der allgemeinen Formel :
EMI1.1     
 sowie nicht-toxischer   Salze diieser Säuren,    wobei in der Formel   Z    der Rest eines substituierten oder unsubstituierten heterocyclischen Ringsystems ist und   Ri    und   Ra    gleiche oder verschiedene Aryl-, Acyl-, Acyloxyoder Acylthioreste oder gogebenenfalls substituierte Alkyl-, Aralkyl-,   Cycloalkyl-,    Heterocyclo-, Alkoxy Aralkoxy-, Alkylthio oder   Aralkylthiogruppen    oder Halogenatome bedeuten oder Teile eines gegebenenfalls substituierten mit dem Z enthaltenden Ring kondensierten weiteren Ringes sind.

   Einige dieser Penicilline besitzen über ihre kräftige antibakterielle Wirksamkeit hinaus Widerstandsfähigkeit gegenüber der Zerstörung durch   Penicillinase    und sind demzufolge wirksam gegenüber resistenten Bakterienstämmen, Weiterh, in sind einige dieser neuen   Penicilline    stabil gegenüber Säuren.



   Es hat sich nun erwiesen, dass gewisse Verbindungen, welche unter die oben erwähnte Formel   (I)    fallen, alle vorstehend erwähnten wünschenswerten Eigenschaften dieser   Penicilline aufweisen und dar-    überhinaus befähigt sind, sehr hohe Blutspiegel im Menschen zu   erzeugen. Fs handelt    sich dabei um Verbindungen der nachstehenden Formel II. Gegenstand des vorliegenden Patentes ist ein Verfahren zur Herstellung von neuen Penicillinen der Formel
EMI1.2     
 sowie   nicht-toxischer    Salze derselben, wobei in der Formel X und Y gleich oder verschieden sind und Chlor-,   Fluor-oder    Bromatome bedeuten.

   Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass 6-Aminopenicillansäure, eines ihrer Neutralsalze oder eine Kulturflüssigkeit, die   6-Aminopenicillansäure oder      Neutralsalzs derselben enthält, umgesetzt werden    mit Säurechlorid, Säurebromid, Säureanhydrid oder gemischten säureanhydrid einer Carbonsäure der Formel
EMI1.3     
 
Nicht-toxische Salze,   einschliesslich      nicht-toxi-    scher Metallsalze, sind Salze von Natrum, Kalium, Calzium und   AlumuNum,    Ammonium und substituierte Ammoniumsalze, z. B.

   Salze solcher nichttoxischer Amine, wie   Trialfkylamine,      einschliesslich    Triäthylamin, Procain, Dibenzylamin, N-Benzyl-betaphenethylamin, 1-Ephenamin, N, N1-Dibenzyläthylendiamin, Dethydroabietylamin, N, N1-bis-Dehydroabi  etyläthylendiamin,    sowie anderer Amine, wie sie bisher zur Bildung von   Salzen mit Benzylpenicillin    Verwendung gefunden haben.



   Eine   Ausiührungsform    des   erfindtungsgemässen    Verfahrens unter Verwendung eines Mischanhydrides eines   Alkylesters    der Chlorkohlensäure besteht darin, dass man eine Säure der Formel (III) mit einem Alkylchlorcarbonat und einem tertiären Amin oder aliphatischen Amin, wie z. B. Triäthylamin in einem wasserfreien inerten und vorzugsweise mit Wasser mischbaren Lösungsmittel, wie z. B. mit Dioxan mischt, und   gegebenenfalls eine geringe    Menge reinen trockenen Acetons hinzufügt. Zu dieser Lösung des Mischanhydrides wird dann eine gekühlte Lösung von 6-Aminopenicillansäure und ein tertiäres Amin, wie Triäthylamin in z. B. einem Lösungsmisttel, wie Wasser, hinzufügt, wobei das substituierte Ammoniumsalz des gewünschten Produktes entsteht.

   Hiernach kann das Gemisch, gegebenenfalls bei alkalischem   pH-Wert,    mit einem mit Wasser nicht mischbaren Lösungsmittel, wie   Ather,    zur   EntferiMing    nicht umgesetzten Ausgangsmaterials extrahiert werden. Das in der wässrigen Phase enthaltene Produkt wird hierauf in die freie Säure übergeführt, was vorzugsweise in der Kälte unter einer   Atherschidht    durch Zugabe von verdünnter Mineralsäure geschieht. Hernach wird das Produkt in Form der feien Säure , mit einem mit Wasser nicht mischbaren neutralen organischen Lösungsmittel, wie z.   B.    Ather, extnahiert und der Extrakt mit Wasser gewaschen und hernach   getrock-    net.

   Das im ätherischen Extrakt in Form der freien Säure enthaltene Produkt kann hierauf in jedes gewünschte   Metall-oder    Aminsalz durch Behandeln mit einer geeigneten Base, z. B. mit einem, freien Amin, wie   Procainbase    oder einer Lösung von Kalium2-äthyl-hexanoat in trockenem   n-Butanol, überge-    führt werden. Derartige Salze sind normalerweise in Lösungsmitteln, wie Ather, unlöslich und können deshalb daraus durch blosses Filtrieren abgetrennt werden.



   Atherische Lösungen der Säureform der erfindungsgemäss hergestellten neuen Verbindungen können hergestellt werden, indem   man eine wässrige Lö-    sung von 6-Aminopenicillansäure und Natriumbi  caSbonat    herstellt und dazu das Säurechlorid   hinzu-    fügt. Hiernach wird die Mischung mit Äther extrahiert, um nicht umgesetzte oder hydrolysierte Aus  gangsprodukte    zu entfernen. Nun wird die Lösung angesäuert und das in Form der freien Säure vorliegende Produkt mit Äther extrahiert. Dieser   ätheri-    sche Extrakt wird anschliessend getrocknet, z.

   B. mit wasserfreiem Natriumsulfat, worauf, nach Entfernung des Trocknungsmittels, eine trockene ätherische Lösung des gewünschten Produktes zurükbleibt, aus welcher sich letzteres   leicht isolieren lässt, vorzugs-    weise in Form eines in Ather nicht löslichen Salzes, wie des Kaliumsalzes. Dieses Verfahren wird mit Vorteil dann angewendet, wenn das Säurechlorid mit einem primären Amin leichter reagiert, als es dies mit Wasser tut, was sich durch einen einfachen Test fest   stellen lässt. Bei, dieser Arbeitsweise kann das Säure-    chlorid ersetzt werden durch äquimolekulare Mengen des entsprechenden   Säurebromids    oder Säureanhy  drids.   



   Im Falle, dass das Säurechlorid mit Wasser   leich-    ter reagiert, als mit der 6-Aminopenicillansäure, ist es erforderlich, unter wasserfreien Bedingungen zu arbeiten. Hierbei kann   beispielsweise 6-Aminopenicil-    lansäure und Triäthylamin mit einem wasserfreien Lösungsmittel, z. B. Aceton, Chloroform oder   Methy-    lendiohlorid, gemischt werden und zur Mischung das s Säurechlorid im selben   Lösungsmittelhinzugefügt      werden.    Das Gemenge wird nun angesäuert und die wässrige Schicht abgetrennt.

   Die Schicht mit dem organischen Lösungsmittel kann hiernach mit Na  trium-oder    Kaliumbikarbonatlösung behandelt werden, wonach die wässrige Bicarbonatschicht abgetrennt und konzentriert wird, um daraus das Natriumoder Kaliumsalz des Penicillins zu gewinnen.



   Da einige der nach dem erfindungsgemässen Verfahren hergestellten antibiotischen Substanzen ver  hältnismässijg    instabile Verbindungen sind, welche leicht chemischen   Anderungen uerliegen,    die ihre antibiotische Aktivität vermindern, ist es wünschbar, derart milide Reaktionsbedingungen einzuhalten, dass ihre Zersetzung unterbleibt. Die dabei zu wählenden Reaktionsbedingungen hängen naturgemäss in weitem Mass von der Reaktionsbereitschaft der verwendeten chemischen Reagentien ab.

   In den meisten Fällen ist es erforderlich, einen Kompromiss zu   schliessen,    zwischen der   Verwendung sehr milder Reaktions-    bedingungen während längerer Reaktionszeiten und der Anwendung kräftiger   Reaktionsbedingungen wäh-    rend kürzerer Zeit, mit der   Möglichkeit, dass    ein Teil der antibiotischen Substanzen sich dabei zersetzt.



   Im allgemeinen sollte diie beim   erfindungsgemässen      Verfahren einzubaltende    Temperatur 30 C nicht überschreiten, wobei häufig Zimmertemperatur geeignet ist. Weiterhin sollte die Verwendung starker Säuren oder starker Alkalien in wässrigem Medium beim erfindungsgemässen Verfahren vermieden werden. Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, das Verfahren im   pH-Bereich    von 6 bis 9 durchzuführen, was in üblicher Weise durch Verwendung eines Puffers, z. B. einer Lösung von Natriumbicarbonat oder eines   Natriumphosphatpuiffers,    erreicht werden kann.

   Ausser in wässrigen Reaktionsmedien,   einschliesslich    filtrierter Fermentationsbrühen oder wässriger Lösungen von roher 6-Aminopenicillansäure, kann auch Verwendung von organischen Lösungsmitteln gemacht werden, z. B. von Dimethylformamid,   Dimethylacet-    amid, Chloroform, Aceton, Methylendichlorid, Me   thyl-isobutyl-keton    und Dioxan. Häufig erweist sich als sehr günstig die Zugabe einer wässrigen Lösung eines Salzes der   6-Aminopenicillansäure    zu einer Lösung des Acylierungsmittels in einem inerten mit Wasser   mischbarenLösungsmittel,wie    z. B. Aceton oder Dimethylformamidi. Kraftiges Rühren ist selbstverständlich dann von Vorteil, wenn mehr als eine Phase zugegen ist, z. B. eine feste und eine flüssige oder zwei flüssige Phasen.



   Nach Beendigung der Reaktion können die Reaktionsprodukte isoliert und aufgearbeitet werden nach den bekannten Techniken für Benzylpenicillin und   Phenoxymethylpenicillin.    So kann das Produkt z. B. mit Diäthyläther oder n-Butanol bei saurem pH-Wert extrahiert werden und dann durch Lyophilisation oder durch   tYberführung    in ein im   Lösungsmittel unlösli-    ches Salz, z. B. durch Neutralisation mit einer Lösung von   Natrium-oder      Kalium-2-äthylhexanoat    in n Butanol, gewonnen werden. Weiterhin kann das Produkt aus wässriger Lösung als wasserunlösliches Salz eines Amins gefällt werden, oder daraus direkt durch Lyophilisation vorzugsweise in Form eines Natriumoder Kaliumsalzes abgeschieden werden.

   Falls das   Triäthylaminsalz gebildet wurde, lässt sich daraus    die freie Säureform des Produktes herstellen, welche an  schliessend    in andere Salze übergeführt werden kann, in der Art und Weise, wie dies bei   Benzylpenicillin    und anderen Penicillinen bekannt ist. So gelingt es zum Beispiel durch   sorgfältige Behandlung    einer derartigen   Triäthylaminverbindung ixh Wasser    mit Natriumhydroxyd sie in das Natriumsalz überzuführen, wonach das Triäthylamin durch Extraktion, z. B. mit Toluol, abgeschieden werden kann. Eine Behandlung des Natriumsalzes mit starken wässrigen Säuren führt zur Bildung der Verbindung in Form der freien Säure, die ihrerseits wieder in andere Amins, alze, z.

   B. in dasjenige des   Prochains,    vermittels Umsetzung mit einer geeigneten   Aminobase übergeführt werden    kann.



  Derart hergestellte Salze können durch Lyophilisation, oder falls das Produkt unlöslich ist, durch Filtration abgetrennt werden. Eine Arbeitsweise zur Isolierung des Produktes als kristallines Kaliumsalz besteht darin, dass man das Produkt aus einer sauren (z. B. pH-Wert 2) wässrigen   Lösung mit Diäthyläther    extrahiert, den Ather trocknet und mindestens ein Äquivalent einer konzentrierten Lösung von Kalium-2 äthylhexanoat in trockenem Butanol hinzufügt. Das dabei gebildete Kaliumsalz fällt aus, gewöhnlich in kristalliner Form und kann anschliessend durch Filtrieren oder Dekantieren abgetrennt werden.



   Die erfindungsgemäss hergestellten Verbindungen können in Gemischen mit   geeipeten pharmazeuti-    schen Trägersubstanzen verwendet werden.



   Beispiel 1
Herstellung des Natriumsalzes von 3- (2', 6'-Dichlor   phenyl)-5-methyl-4-isoxazolylpenicillin   
Eine Suspension von 52, 5 g   6-Aminopenicillan-    säure in 484 ml Wasser wurde durch Zugabe von   normalem wässrigem Natriumhydroxyd    auf den pH Wert 7, 2 eingestellt und die erhaltene Lösung mit einer Losung von 70, 5 g   3-(2', 6'-Dichlorphenyl)-5-      methylisoxazol-4-carbonylchlorid    in 726 ml Isobutyl  methyl-keton    behandelt. Das Gemenge wurde   11/2    Stunden lang kräftig gerührt und hernach durch     Dicalits- (Markenname)    filtriert.

   Die Schichten wur  den anschliessend getrennt und die    Isobutyl-methyl  keton-Schicht    wurde mit gesättigter Kochsalzlösung geschüttelt.   Nach erneuter Schichtentrenmmg    wurde die   Isobutyl-methyl-keton-Phase filtriert und hierauf    mit 125 ml doppelt normaler Lösung von   Natrum-    2-äthylhexanoat in Isopropanol behandelt, wobei eine klare Lösung entstand. Das Natriumsalz des   3- (2',    6' Dichlorphenyl)-5-methyl-4-isoxazolylpenicillins im Gewicht von 63, 9 g wurde abgetrennt als weisses mikrokristallines Monohydrat vermittels Filtration und anschliessend in Luft getrocknet. Es zeigt einen Zersetzungspunkt von 214 C und eine Drehung von   [α]D21 + 132,    8   (c = 1 in, HO).   



  Analyse ; gefunden : C = 44,   2 ouzo    H = 3, 8% N = 8,3 % S = 6,   6 ouzo    berechnet für C19H16Cl2N3O5SNa, H2O : C = 44,   7 O/o    H = 3,   5 I/o    N = 8,   2 ouzo    S = 6,   3 O/o   
Das Produkt   inhibierte    Staph. Oxford bei 0, 1   mcg/ml, den benzylpenicillin-resistenten    Staph.   1    bei 0, 5 mcg/ml und den benzylpenicillin-resistenten Staph.



  2 bei 0, 5   mcg/ml.   



   Die als Ausgangsprodukt verwendete   3- (2',    6'-Di  chlorphenyl)-5-methylisoxazol-4-carbonsäure    vom Smp. 220 bis   221  C wurde erhalten    durch   Konden-    sation von 2, 6-Dichlor-benzohydroxamoylchlorid mit   Methyl-acetoacetat    in   methanolischem Natriummeth-    oxyd, gefolgt von Hydrolyse des erhaltenen Esters.



  Das entsprechende Säurechlorid wurde erhalten durch Behandlung der Säure mit Thionylchlorid.



   Beispiel 2
Herstellung von 3-(2',6'-dichlorphenyl)-5-methyl    4-isoxazolylpenicillin    in Form der freien Säure
Eine Suspension von 216 g   6-Aminopenicillan-    säure in 2 Liter Wasser wurde durch Zugabe von   normaler Natronlauge (ungefähr l    Liter) auf pH 6, 8 eingestellt und die erhaltene Lösung kräftig gerührt, während eine Lösung von 290 g 3- (2', 6'-Dichlorphenyl)-5-methyl-isoxazol-4-carbonylchlorid in 1, 5 Liter Aceton in einem Guss hinzugefügt wurde. Die Temperatur stieg auf   26  C an    und bei fortschreitender Umsetzung fiel das Penicillin in Form der freien Säure als weisse Substanz aus. Nach 30 Minuten wurde die Suspension auf 10  C abgekühlt und bei dieser Temperatur das Rühren eine Stunde lang fortgesetzt.

   Das Gemisch wurde dann auf   O  C gekühlt,    zentrifugiert und das feste Produkt mit 250 ml   wäss-    rigem Aceton gewaschen um   schliesslich in    einem   Luftofen    bei   30  C getrocknet    zu werden. Das erhaltene Produkt im Gewicht von 440 g und einer Ausbeute von 94% hatte eine Drehung von [a]   D20     +106, 3  (c =   1    in EtOH) und erwies sich vermittels alkalimetrischem Test von einer Reinheit von 97,   5  /o.    



   Beispiel 3
Herstellung des Kaliumsalzes von 3- (2', 6'-Dichlor   phenyl)-5-methyl-4-isoxazolylpenicillin   
Dieses Salz wurde hergestellt durch Auflösen der freien Säureform des Penicillins in der äquivalenten   Menge von wässrigem Kaliumjbicarbonat und Gefrier-    trocknen der erhaltenen Lösung. Das Hydrat des derart erhaltenen Salzes zeigte beim   alkalimetrischen    Test eine Reinheit von   94       /o    und enthielt 6    /o    Wasser.



  Drehung :   [a]      D2 +127, 2     C (C = 1 in H2O).



   Beispiel 4 Herstellung von 3-(2'-Chlor-6'-fluorphenyl)-5-methyl   4-isoxazolylpenicillin   
Diese Verbindung wurde hergestellt durch Behandlung von 36,   4    g 6-Aminopenicillansäure mit 46, 1 g   3- (2'-Chlor-6'-fluorphenyl)-5-methylisoxazol-      4-carbonylchlorid    gemäss der Arbeitsweise vom Beispiel 1, mit Ausnahme, dass die Fällung des Natriumsalzes erst herbeigeführt werden konnte, nachdem das Gemisch mit.   Ather    verdünnt worden war. Auf diese Weise wurden 60, 7 g des Natriumsalzes des Penicillins erhalten, dessen Reinheit sich im alkalimetrischen Test zu   88 O/o    erwies.



   Das Produkt   inhibierte    Staph. Oxford bei einer Konzentration von 0, 25   mcg/ml    und einen benzyl  penicillinrosistenten      Staphylococcus    bei   1,    25 mcg/ml.



   Die als   Ausgangsmaterial verwendete 3- (2'-Chlor-      6'-fluorphenyl)-5-methylisoxazol-4-carbonsäure    vom Smp. 206 bis   207  wurde    erhalten durch Chlorieren von   2-Chlor-641uorbenzaldoxim,    Kondensation des erhaltenen Hydroxamoylchlorids mit Methyl-acetoacetat in   methanolischem      Natriummethoxyd    und   Hy-    drolyse des erhaltenen Esters mit heissem Alkali. Das Säurechlorid wurde erhalten durch Behandlung der Säure mit Thionylchlorid.



   Beispiel 5 Herstellung von 3-(2'-Brom-6'-chlorphenyl)-5-methyl   4-isoxazolylpenicillin   
Acylierung von 25, 2 g   6-Aminopenicillansäure    mit 39, 1 g 3-(2'-Brom-6'-chlorphenyl)-5-methylisoxazol-4-carbonylchlorid nach der Arbeitsweise des Beispiels 4 ergab 48 g des Natriumsalzes dieses Penicillins. Der   alkalimetrische    Test zeigte eine Reinheit des Produktes von   77  /o.   



   Die Substanz inhibierte Staph. Oxford bei 0, 1   mog/ml    und den benzylpenicillin-resistenten Staph. bei   1,    25   mcg/ml.   



      DasZwischenprodukt 3-(2'-Brom-6'-chlorphenyl)-      5-methylisoxazol-4-carbonsäure    vom Smp. 231 bis 232  wurde hergestellt, wie dies   Sir    die   entsprechen-    den Säuren in den vorhergehenden Beispielen angegeben worden ist. Es wurde in üblicher Weise in das Säurechlorid übergeführt.



   Beispiel 6    Herstellung von 3-(2', 6'-Difluorphenyl)-5-methyl-   
4-isoxazolylpenicillin
Acylierung von 3, 24 g   6-Aminopenicillansäure    mit   3- (2', 6'-Difluorphenyl)-5-methylisoxazol-4-carbo-    nylchlorid (erhalten aus 3, 59 g der entsprechenden Säure, Smp. 173 bis   174 )    nach der im Beispiel 4 beschriebenen Arbeitsweise ergab 6, 6 g. des Natrumsalzes dieses Penicillins.



   Beim kolometrischen Test mit Hydroxylamin zeigte das Produkt eine Reinheit von ungefähr 61  /o.



   Die Substanz   inhibierte Staph.    Oxford bei 0, 25   mcg/ml    und den   benzylpenicillin-resistenten    Staph. bei 1, 25   mcg/ml.   



   Blutspiegelwerte
Die gemäss den Beispielen 1 bis 5 hergestellten Substanzen wurden je in Dosen von 500 mg an freiwillige   Versuchspersonen      mündlich verabreicht.    Hierauf wurden in   regelmässigen    Abständen Blutproben entnommen, und die Konzentrationen der im Serum enthaltenen Antibiotika durch Bio-Teste bestimmt.



  Die Mittelwerte der an jeder Gruppe erhaltenen Ver  suchsresultate    sind in der nachfolgenden Tabelle im Vergleich mit Resultaten, welche sich bei der Verab  folgung    von   3-o-Chlorphenyl-5-methyl-4-isoxazolyl-    penicillin in Form des Natriumsalzes   (Cloxacillin)    ergaben, zusammengestellt. Es ergibt sich daraus, dass jedes der neuen   Penicilline    höhere   und/oder länger    dauernde Serumspiegel produzierte, als dies mit Cloxacillin der Fall war.



  Substanz von Konzentration im Serum (meg/ml) Beispiel Nr. ¸Std. 1 Std. 2 Std. 4 Std.

Claims (1)

  1. 1 18,8 21,6 13,1 3,4 2 7, 2 12, 3 12, 2 3, 0 3 29, 2 21, 0 9, 2 2, 8 4 25, 4 21, 9 9, 2 2, 6 5 12, 2 12, 4 7, 8 1, 8 Cloxacillin 12, 3 13, 7 5, 6 < 2 PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von neuen Penicillinen der Formel EMI4.1 sowie nicht-toxischer Salze derselben, wobei in der Formel X und Y gleich oder verschieden sind und Chlor-, Brom-oder Fluoratame bedeuten, dadurch gekennzeichnet, dass 6-Aminopenicillansäure, eines ihrer Neutralsalze oder eine Kulturflüssigkeit, die 6-Aminopenicillansäure oder Neutralsalze derselben enthält, umgesetzt werden mit einem Säurechlorid, Säurebromid,
    Säureanhydrid oder gemischten Säure- anhydrid einer Carbonsäure der Formel EMI5.1 UNTERANSPRÜChE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Umsetzung in Gegenwart eines wasserfreien organischen Lösungsmittels sowie einer organischen Base durchgeführt wird.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass das in Form Eder freien Säure erhaltene Penicillin in ein nicht-toxisches Salz über gefiihrt wird.
    3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass 6-Aminopenicillansäure mit 3 (2', 6'-Dichlorphenyl)-5-methylisoxazol-4-carbonyl ehiorid zu 3- (2', 6'-Dichlorphenyl)-5-methyl-4-isox- azolyl-penicillin umgesetzt wird.
    4. Verfahren nach Unteranspruch 3, dadurch ge kennzeichnet, dass das in Form der freien Säure erhaltene Penicillin in sein Natrium-oder Kaliumsalz übergeführt wird.
CH1243863A 1960-03-31 1963-10-10 Verfahren zur Herstellung von neuen Penicillinen CH419135A (de)

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