CH421944A - Verfahren zur Herstellung neuer basischer Ester der a,a-Diphenyl-a-propinyloxy-essigsäure und ihrer Salze - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer basischer Ester der a,a-Diphenyl-a-propinyloxy-essigsäure und ihrer Salze

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CH421944A
CH421944A CH579962A CH579962A CH421944A CH 421944 A CH421944 A CH 421944A CH 579962 A CH579962 A CH 579962A CH 579962 A CH579962 A CH 579962A CH 421944 A CH421944 A CH 421944A
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CH579962A
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Josef Dr Klosa
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Rhein Chemie Rheinau Gmbh
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    • C07D211/04Heterocyclic compounds containing hydrogenated pyridine rings, not condensed with other rings with only hydrogen or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom
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Description


  



   Verfahren zur Herstellung neuer basischer Ester der   M,,      a-Diphenyl-a-propinyloxy-essigsäure    und ihrer Salze
Vorliegende Erfindung befasst sich mit einem Verfahren zur Herstellung neuer, noch nicht beschriebener basischer Ester der a,   a-Diphenyl-a-propiny-      loxy-essigsäure    und ihrer Salze der allgemeinen Formel
EMI1.1     
 wobei R H, ein niederes Alkyl oder ein substituiertes oder unsubstituiertes Aryl, z. B.

   Phenyl,   X      Al-    kylen mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen oder zusammen mit dem Stickstoffatom einen Piperidylrest und R und   Ra    je einen Alkylrest mit 1 bis 3   Kohlenstoff-    atomen bedeuten, wobei die Dialkylaminogruppe
EMI1.2     
 auch zu einem Piperidin-, Morpholin-oder Pyrrolidinring ringgeschlossen sein kann. Die Heteroalicyclen können substituiert sein, wie z. B. 2-Methyl-piperidin und 2,2,6,6-Tetramethylpiperidin.



   Es wurde gefunden, dass die genannten Verbindungen nach an sich bekannten Herstellungsmethoden zugänglich sind.



   Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass man Benzilsäure bzw. ein funktionelles Derivat dieser Säure in beliebiger Reihenfolge an der Hydroxylgruppe mit Alkinolen der Konstitution :
EMI1.3     
 oder deren funktionellen Derivaten veräthert und an der Carboxylgruppe mit basischen Alkoholen der Konstitution :
EMI1.4     
 oder deren funktionellen Derivaten verestert.



   So können   oc,      a-Diphenyl-a-propinyloxy-essigsäu-    ren oder ihre funktionellen Derivate, wie Ester, Säurechloride, mit geeigneten N-disubstituierten Alkanolaminen oder ihren funktionellen Derivaten, wie Halogeniden, in welchen R, und   R2    die obgenannte Bedeutung besitzen, umgesetzt werden. Als N-disubstituierte Alkanolamine kommen in Frage   Dialkylamino-      äthanole,    z.   B.-Dimethylaminoäthanol, p-Diäthyl-      aminoäthanol,    Dialkylaminopropanole, wie z. B.   8-Di-      methylaminoisopropanol,-Dimethylaminopropanol, -Dimethylamino-, B-methylpropanol,-Diäthylamino-    propanol u. a.

   Bei diesen Alkanolaminen kann die Dialkylaminogruppe auch ringgeschlossen sein zu einem Piperidin-, Morpholin-oder Pyrrolidinring, wie z. B.   p-Piperidinoäthanol    oder dergleichen. Schliesslich kommen auch N-substituierte Hydroxypiperidine, wie z. B.   I-Methyl-4-hydroxypiperidin, in    Frage. Funktionelle Derivate von   Dialkylaminoalkanolen    sind z. B.



  -Dimethylaminoäthylchlorid u. a.



   Das erfindungsgemässe Verfahren wird voiteilhaft durch Verätherung der Hydroxylgruppe von basischen   a,      a-Diphenyl-a-hydroxy-essigsäureestern    oder ihrer funktionellen Derivate, wie z. B. der entsprechenden Halogenverbindungen, mit geeigneten Alkinolen, wie z. B.   Propargylalkoholen,    in welchen R die obgenannte Bedeutung besitzt, nach an sich bekannten Verfahrensmethoden ausgeführt.

   Besonders vorteilhaft ist die Verätherung der entsprechenden a,   a-Diphenyl-a-ha-      logen-essigsäureester,    in welchem X,   Ri    und   R,.    die obengenannte Bedeutung besitzen, mit Alkinolen, in welchen R die obgenannte Bedeutung besitzt, in Ge  genwart    von Alkalien, wie Erdalkalicarbonaten oder   Allçalicarbonaten.    Zweckmässig und vorteilhaft erfolgt die Verätherung der basischen Ester oder auch der chlorwasserstoffsauren basischen Ester der   a,      os-    Diphenyl-a-chlor-essigsäure direkt durch Erwärmen mit Alkinolen, in denen R die genannte Bedeutung besitzt.

   Man kann die Alkinole entweder in   moleku-    laren Mengen oder auch im   Uberschuss    verwenden.



  Arbeitet man mit molekularen Mengen, so ist die Verwendung eines indifferenten Verdünnungsmittels, wie z. B. von wasserfreiem Benzol, Toluol oder ähnlichen   Lösungsmitteln zweckmässig.   



   Als Alkinole eignen sich vorzüglich Propargylalkohole und ihre Derivate, wie z. B. Methylpropargylalkohol (=   Butin-1-01-3),      Äthylpropargylalkohol,    Phenylpropargylalkohol   (=      Phenyl-äthinylcarbinol)    und ähnliche.



   Es wurde nun gefunden, dass die neue, bislang noch nicht hergestellte Körperklasse der noch niemals auch bei anderen Körperklassen hergestellten basischen Propinyläthercarbonsäureester vorzügliche   phar-      makodynamische    Eigenschaften besitzen. Einige Vertreter der neuen, erfindungsgemässen   Körperklasse    zeichnen sich durch hohe analgetische Eigenschaften aus.



   Es sind zwar schon Benzilsäurederivate mit analgetischer Wirkung beschrieben worden, so z. B. in dem   DBP    894 846, jedoch ist die Verwandtschaft zu der vorliegenden, erfindungsgemäss herstellten   Körperklas-    se nur ganz gering, da die bekannten Benzilsäure Äther und ihre Derivate stets gesättigte Gruppen aufweisen, während die erfindungsgemäss hergestellte Körperlasse sich durch Gruppen mit dreifach   ungesättig-    ten Bindungen auszeichnet. Die bisher bekannten Benzilsäurederivate übertreffen in Tierversuchen niemals die   analgetische Wirksamkeit    des Morphiums. Es sind zwar eine Anzahl neuer synthetischer Analgetika beschrieben worden, welche die Wirkung von Morphium im Tierversuch übertreffen ; jedoch besitzen alle diese Körper charakteristische Strukturelemente, wie z.

   B. ein zentrales quaternäres Kohlenstoffatom, welches stets für die Analgesie verantwortlich ist. Um so   über-    raschender ist es, dass die neue erfindungsgemäss hergestellte   Körperklasse    ein solches zentrales Kohlenstoffatom nicht besitzt und auch keinerlei weiteren Strukturelemente, welche direkt oder indirekt von   Morphium    abgeleitet werden können.



   Es war auch nicht bekannt, dass der Eintritt einer Gruppierung mit   Dreifachbindung    die   analgetische    Wirksamkeit zu steigern vermag.



   Vertreter der erfindungsgemäss hergestellte Körperklasse bewirken auch keinerlei Atemlähmung in Tierversuchen, keinerlei   Verstopfungserscheinun-    gen im Darm, wie sie den bekannten zentralanalgetisch wirksamen Substanzen eigen ist.



   Die in der Abbildung dargestellten Messkurven zeigen die hervorragende Wirksamkeit einer aus der erfindungsgemäss hergestellten Körperklasse   herausge-    griffenen Verbindung. Die Bestimmung der schmerzstillenden Wirkung wurde im Heissplattentest an weissen Mäusen durchgeführt. Als Dosis wurden 10 mg/kg verabreicht.



   Aus den Kurven ist ersichtlich, dass die schmerzstillende Wirkung der neuen, gemäss der Erfindung hergestellten Körper nicht allein stark ist, sondern auch lange anhält. Während z. B. die Kurve bei   Morphium    eine Spitze erreicht und alsdann innerhalb weniger Minuten abfällt, hält sich die Wirkung bei der erfindungsgemäss hergestellten Substanz länger auf dem höchsten Stadium. Die neuen, bislang noch nicht beschriebenen, nach dem Verfahren gemäss der Erfindung hergestellten Verbindungen sollen als Heilmittel bzw. Zwischenstufe für die Herstellung von Heilmitteln Verwendung finden.



   Nachfolgende Beispiele geben einige vorteilhafte Verfahren für die Herstellung an :    Beispiel I    a,   a-Diphenyl-a-chlor-essigsäureS-dimethylamino-    äthyl)-ester-hydrochlorid wurde nach J. Klosa, Archiv der Pharmazie 288 (1955), 60. Band, S. 44 und 45 wie folgt in zwei Stufen erhalten :
Zunächst wurde durch Umsetzung von Benzilsäure mit Thionylchlorid in trockenem Tetrachlorkohlenstoff a,   a-Diphenyl-a-chloressigsäure    hergestellt. Die letztere Verbindung wurde mit   p-Dimethylaminoäthyl-    chlorid in absolutem Isopropanol verestert, wobei sich die obige Verbindung bildete.



   18 g des so hergestellten a, a-Diphenyl-a-chlor   essigsäure- (-dimethylaminoäthyl)-ester-hidrochlorids    werden mit 14   cm3    Propargylalkohol 4 bis 6 Stunden lang auf   100     C erhitzt. Es löst sich alles auf. Man   lässt    erkalten, fügt 50 cm3 wasserfreien   Ather    hinzu, so dass sich ein   61    abscheidet, welches etwas dunkel gefärbt ist und alsbald kristallin erstarrt.

   Hierauf wird filtriert, der Filterrückstand mit Ather gewaschen, und sodann werden die Kristalle in 20   cml      heissem    Isopropanol oder Methanol gelöst, mit Tierkohle etwa 15 Minuten lang gekocht, so dass alles entfärbt wird ; man filtriert heiss und versetzt das FiItrat mit ca. 20 bis 30   cm3    absolutem Ather.    a, a-Diphenyl-a-propargoxy-essigsäure- (ss-dimethyI-    aminoäthyl)-ester-hydrochlorid kristallisiert in schönen glitzernden Kristallen aus. Smp. : 160 bis   162     C, Aus beute ca. 15 g. Freie Base durch Lösen des Hydrochlorids in Wasser, Zusatz von Alkali, wobei ein   61    ausfällt. Die freie Base ist ein   öl,    welches stabile quater  näre    Salze mit Alkylhalogeniden ergibt.



   In der Abbildung ist das Ergebnis des mit dieser Verbindung durchgeführten Heissplattentestes an weissen Mäusen dargestellt, welcher zur Ermittlung der Analgesie diente.



   Beispiel 2
60 g   a,      a-Diphenyl-a-chlor-essigsäure-(p-dimethyl-    aminoäthyl)-ester-hydrochlorid werden mit 50 cm3   Phenylprogargylalkohol    (=   Phenyläthinylcarbinol)    u.



  50 cm3 wasserfreiem Toluol 6 Stunden lang unter   Riiclcfluss    erhitzt. Nach Erkalten erstarrt der Kolbeninhalt. Man setzt noch 100   cms    Äther hinzu, verreibt bzw. verrührt den Kolbeninhalt und saugt ab. Rohausbeute ca. 65 g. Diese Kristalle werden in Isopropanol oder Methanol   heiss gelöst,    filtriert, eventuell unter Zusatz von etwas   Entfärbungskohle,    und das Filtrat wird mit Ather versetzt. a,   a-Diphenyl-a-phenylpropar-       goxy-essigsäure- (p-dimethylaminoäthyl)-ester-hydro-    chlorid =   a,    a-Diphenyl-a-phenyläthinylcarboxy-essig  säure- (i-dimethylamino-äthyl)-ester-hydrochlorid    kristallisiert aus. Smp. : 180 bis 182 C. Ausbeute ca.



  62 g. Die freie Base ist ein   öl,    welches besonders mit Alkylhalogeniden kristalline quaternäre Salze ergibt, z. B. mit Methyljodid das Methojodid, Smp. : 196 bis   198     C.



   Beispiel 3a
20 g a,   a-Diphenyl-a-chloressigsäure-äthylester,    welcher nach bekannten Methoden dargestellt wird, wird mit 40   cm8    Propargylalkohol bei Gegenwart von 20 g   Calciumhydroxyd    unter Rühren 15 bis 20 Stunden lang auf 100 bis   105  C    erhitzt. Man filtriert dann heiss und destilliert aus dem Filtrat bei 100 bis   105  C    die flüchtigen Bestandteile (Propargylalkohol) ab. Das zurückbleibende öl ist   a,      a-Diphenyl-a-propargoxy-    essigsäureäthylester, welcher durch Kochen mit   10% iger alkoholisch-wässeriger    Kalilauge (Alkohol : Wasser = 60 : 40) in die freie Säure   a,    a-Diphenyl  a-propargoxy-essigsäure    verseift wird.



   Smp. : 148 bis   150  C.    Ausbeute an Säure 75%.



   Analog :   a,      a-Diphenyl-a-phenylpropargoxy-essig-    säure, farblose Nadeln. Smp. : 146 bis   148  C.    Diese Säuren geben mit Alkalien und Erdalkalien in Wasser löslich Salze.



   Beispiel 3b
0,1 Mol   a,      a-Diphenyl-a-propargoxy-essigsäure    werden mit 0,1 Mol   p-Methyl-Y-dimethylamino-pro-    pylchlorid in Isopropanol 10 Stunden lang unter   Rück-    fluss gekocht. Isopropanol wird auf die Hälfte des Volumens eingedampft, mit gleichem Volumen Ather versetzt, wobei   a,      a-Diphenyl-a-propargoxy-essigsäure-       (p-methyl--dimethylaminopropanol)-ester-hydrochlo-    rid in schönen derben Kristallen auskristallisiert.



   Smp. : 192 bis   194     C. Ausbeute : 80%.



   Analog hergestellt werden :    a, a-Diphenyl-a-propargoxy-essigsäure-(p-dimethyl-    amino-isopropanol)-ester-hydrochlorid. Smp. : 140/   142     C.    a, a-Diphenyl--phenyl-propargoxy-essigsäure- (ss- methyl-y-dimethylaminopropyl)-ester-hydrochlorid,    Smp. :   124/126     C, sintert bei   94-96  C    (wird aber bei   100  C    wieder fest). a,   a-Diphenyl-a-methylpropargoxy-essigsäure-(p-di-      methylaminoäthyl)-ester-hydrochlorid,    Smp. :   150/      152  C.    a,   a-Diphenyl-a-propargoxy-essigsaure-    (ss-diäthyl  aminoäthyl)-ester-hydrochlorid,    Smp. :

     148/150  C,    Kristalle sind hygroskopisch.    a, a-Diphenyl-x-phenyl-propargoxy-essigsaure- (i-      diäthylaminoäthyl)-ester-hydrochlorid,    Smp. :   150/       152  C. a, a-Diphenyl-a-propargoxy-essigsäure- [1-methyl-    a,   a-Diphenyl-a-phenylpropargoxy-essigsäure- [1-    methyl-piperidyl- (4)]-ester-hydrochlorid, Smp. : 182/   184  C.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung neuer basischer Ester der a, a-Diphenyl-a-propinyloxy-essigsäure und ihrer EMI3.1 <tb> Salze <SEP> der <SEP> nachfolgenden <SEP> Konstitution <SEP> p <tb> <SEP> zizi <tb> \ <SEP> X <SEP> 2 <tb> <SEP> g2 <tb> <SEP> r <tb> v <SEP> X <SEP> O-CHX <tb> <SEP> , <SEP> ¯ <SEP> C} <SEP> 4 <SEP> r <tb> in welcher R entweder Wasserstoff oder ein niederes Alkyl oder Aryl, welches sowohl substituiert als auch unsubstituiert sein kann, einen Alkylenrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen oder zusammen mit dem Stickstoffatom einen Piperidylrest und Ri und R, je einen Alkylrest mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen bedeuten,
    wobei die Dialkylaminogruppe EMI3.2 auch ringgeschlossen sein kann zu einem Piperidin-, Morpholin-oder Pyrrolidinring, dadurch gekennzeichnet, dass man Benzilsäure bzw. ein funk tionelles Derivat dieser Säure in beliebiger Reihenfolge an der Hydroxylgruppe mit Alkinolen der Konstitution : EMI3.3 oder deren funktionellen Derivaten veräthert und an der Carboxylgruppe mit basischen Alkoholen der Konstitution EMI3.4 oder deren funktionellen Derivaten verestert.
CH579962A 1961-05-15 1962-05-14 Verfahren zur Herstellung neuer basischer Ester der a,a-Diphenyl-a-propinyloxy-essigsäure und ihrer Salze CH421944A (de)

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DE1014545B (de) * 1953-11-12 1957-08-29 Hoffmann La Roche Verfahren zur Herstellung von N-Alkyl-, N-Alkenyl- oder N-Aralkyl-3-oxymorphinanen

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