CH421983A - Verfahren zur Herstellung eines zur Stabilisierung von Blutkonserven geeigneten Lysinderivates - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines zur Stabilisierung von Blutkonserven geeigneten Lysinderivates

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CH421983A
CH421983A CH7617759A CH7617759A CH421983A CH 421983 A CH421983 A CH 421983A CH 7617759 A CH7617759 A CH 7617759A CH 7617759 A CH7617759 A CH 7617759A CH 421983 A CH421983 A CH 421983A
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CH
Switzerland
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lysine
blood
aqueous solution
citric acid
reserves
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Application number
CH7617759A
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English (en)
Inventor
Balthasar Dr Hegedues
Alfred Dr Winterstein
Original Assignee
Hoffmann La Roche
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Publication date
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K31/00Medicinal preparations containing organic active ingredients
    • A61K31/185Acids; Anhydrides, halides or salts thereof, e.g. sulfur acids, imidic, hydrazonic or hydroximic acids
    • A61K31/19Carboxylic acids, e.g. valproic acid
    • A61K31/195Carboxylic acids, e.g. valproic acid having an amino group
    • A61K31/197Carboxylic acids, e.g. valproic acid having an amino group the amino and the carboxyl groups being attached to the same acyclic carbon chain, e.g. gamma-aminobutyric acid [GABA], beta-alanine, epsilon-aminocaproic acid or pantothenic acid
    • A61K31/198Alpha-amino acids, e.g. alanine or edetic acid [EDTA]

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Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung eines zur Stabilisierung von Blutkonserven geeigneten Lysinderivates
Citrate üben infolge ihres Komplexbildungsvermögens für Calcium eine Hemmwirkung auf die Blutgerinnung aus und werden in grossem Massstab bei der Blutkonservierung, z. B. bei der Stabilisierung von Blutkonserven, verwendet. Die üblicherweise für diesen Zweck verwendeten Citrate mit anorganischem Kation, wie z. B. Natriumcitrat, sind jedoch nicht in allen Fällen, bei welchen eine Blutgerinnungshemmung angestrebt wird, gleich gut geeignet.



  So ist vor allem bei Bluttransfusionen die Anwesenheit von anorganischen Kationen unerwünscht.



   Es wurde nun gefunden, dass man ein zur Stabilisierung von Blutkonserven geeignetes   Lysinderivat    erhält, wenn man eine wässerige Lösung der Lysinbase mit Zitronensäure auf pH 5-7 einstellt. Bei dem gemäss dem erfindungsgemässen Verfahren erhaltenen Produkt sind die üblichenveise vorhandenen anorganischen Kationen, wie Natrium, Kalium, Lithium, durch das Lysinkation ersetzt. Das Verfahrensendprodukt ist bezüglich der   Hemmwirkung    auf die Blutgerinnung den Citraten mit anorganischem Kation gleichwertig, besitzt jedoch den Vorteil, einen Bestandteil zu enthalten, der einen essentiellen Faktor der Plasmaproteine darstellt.



   Das erfindungsgemässe Verfahren wird zweckmässigerweise so durchgeführt, dass man eine wässerige Lösung eines Salzes von Lysin, z. B. Lysinhy  drochlorid,    an einem starken Anionenaustauscher in die Lysinbase überführt und letztere mit Wasser eluiert. Diese wässerige Lösung der Lysinbase vom pH etwa 11 wird mit Zitronensäure neutralisiert, wobei ein pH von etwa 5-7 eingestellt wird. Bei höheren oder niedrigeren pH-Werten wird ein Produkt erhalten, das zur Stabilisierung von Blut nicht mehr geeignet ist. Man kann die erhaltene Lösung direkt verwenden oder durch Eindampfen im Vakuum zur Trockne bringen, wobei man ein lockeres, weisses Pulver erhält, welches einen Gehalt an Zitronensäure von etwa 48-55   O/o    (meistens   51 5/)    aufweist.

   Dieses feste   Produkt    kann im Zeitpunkt der Verwendung durch Lösen in Wasser für physiologische Zwecke bereitgestellt werden.



   Das erfindungsgemäss erhaltene, zur Stabilisierung von Blutkonserven gegen Gerinnung geeignete Lysincitrat wird zweckmässigerweise in Mengen von   0,3-0,5      O/o,    vorzugsweise etwa 0,4   O/o,    bezogen auf die zu stabilisierende Blutmenge, zugesetzt.



   Beispiel
40 g L-Lysin-monohydrochlorid werden in   500 mol    Wasser gelöst und über eine Säule von    Amberlit IR-410-A     (in der OH-Form) filtriert.



  Man wäscht mit Wasser wach,   sbis    eine Probe keine positive Ninhydrin-Reaktion zeigt und versetzt die so erhaltene Lösung der Lysinbase mit einer gesättigten wässrigen Lösung von Zitronensäure bis zum pH 6.



  Die so erhaltene farblose Lösung wird im Vakuum eingedampft und der zurückbleibende Sirup 4-5 Tage unter absolutem Alkohol im Eisschrank aufbewahrt. Er zerfällt hierbei zu einem weissen Pulver.



  Dieses wird abgenutscht und rasch mit absolutem Alkohol, Äther und Petroläther gewaschen. Das so erhaltene lockere, farblose Pulver ist hygroskopisch und wird über Phosphorpentoxyd im Vakuumexsiccator aufbewahrt. Es zersetzt sich über   220     ohne zu schmelzen.  



   PATENTANSPRUCH
Verfahren zur Herstellung eines zur Stabilisierung von Blutkonserven geeigneten Lysinderivates, dadurch gekennzeichnet, dass man eine wässrige Lösung der Lysinbase mit Zitronensäure auf pH 5-7 einstellt. 

**WARNUNG** Ende DESC Feld konnte Anfang CLMS uberlappen**.



   

Claims (1)

  1. **WARNUNG** Anfang CLMS Feld konnte Ende DESC uberlappen **.
    Verfahren zur Herstellung eines zur Stabilisierung von Blutkonserven geeigneten Lysinderivates Citrate üben infolge ihres Komplexbildungsvermögens für Calcium eine Hemmwirkung auf die Blutgerinnung aus und werden in grossem Massstab bei der Blutkonservierung, z. B. bei der Stabilisierung von Blutkonserven, verwendet. Die üblicherweise für diesen Zweck verwendeten Citrate mit anorganischem Kation, wie z. B. Natriumcitrat, sind jedoch nicht in allen Fällen, bei welchen eine Blutgerinnungshemmung angestrebt wird, gleich gut geeignet.
    So ist vor allem bei Bluttransfusionen die Anwesenheit von anorganischen Kationen unerwünscht.
    Es wurde nun gefunden, dass man ein zur Stabilisierung von Blutkonserven geeignetes Lysinderivat erhält, wenn man eine wässerige Lösung der Lysinbase mit Zitronensäure auf pH 5-7 einstellt. Bei dem gemäss dem erfindungsgemässen Verfahren erhaltenen Produkt sind die üblichenveise vorhandenen anorganischen Kationen, wie Natrium, Kalium, Lithium, durch das Lysinkation ersetzt. Das Verfahrensendprodukt ist bezüglich der Hemmwirkung auf die Blutgerinnung den Citraten mit anorganischem Kation gleichwertig, besitzt jedoch den Vorteil, einen Bestandteil zu enthalten, der einen essentiellen Faktor der Plasmaproteine darstellt.
    Das erfindungsgemässe Verfahren wird zweckmässigerweise so durchgeführt, dass man eine wässerige Lösung eines Salzes von Lysin, z. B. Lysinhy drochlorid, an einem starken Anionenaustauscher in die Lysinbase überführt und letztere mit Wasser eluiert. Diese wässerige Lösung der Lysinbase vom pH etwa 11 wird mit Zitronensäure neutralisiert, wobei ein pH von etwa 5-7 eingestellt wird. Bei höheren oder niedrigeren pH-Werten wird ein Produkt erhalten, das zur Stabilisierung von Blut nicht mehr geeignet ist. Man kann die erhaltene Lösung direkt verwenden oder durch Eindampfen im Vakuum zur Trockne bringen, wobei man ein lockeres, weisses Pulver erhält, welches einen Gehalt an Zitronensäure von etwa 48-55 O/o (meistens 51 5/) aufweist.
    Dieses feste Produkt kann im Zeitpunkt der Verwendung durch Lösen in Wasser für physiologische Zwecke bereitgestellt werden.
    Das erfindungsgemäss erhaltene, zur Stabilisierung von Blutkonserven gegen Gerinnung geeignete Lysincitrat wird zweckmässigerweise in Mengen von 0,3-0,5 O/o, vorzugsweise etwa 0,4 O/o, bezogen auf die zu stabilisierende Blutmenge, zugesetzt.
    Beispiel 40 g L-Lysin-monohydrochlorid werden in 500 mol Wasser gelöst und über eine Säule von Amberlit IR-410-A (in der OH-Form) filtriert.
    Man wäscht mit Wasser wach, sbis eine Probe keine positive Ninhydrin-Reaktion zeigt und versetzt die so erhaltene Lösung der Lysinbase mit einer gesättigten wässrigen Lösung von Zitronensäure bis zum pH 6.
    Die so erhaltene farblose Lösung wird im Vakuum eingedampft und der zurückbleibende Sirup 4-5 Tage unter absolutem Alkohol im Eisschrank aufbewahrt. Er zerfällt hierbei zu einem weissen Pulver.
    Dieses wird abgenutscht und rasch mit absolutem Alkohol, Äther und Petroläther gewaschen. Das so erhaltene lockere, farblose Pulver ist hygroskopisch und wird über Phosphorpentoxyd im Vakuumexsiccator aufbewahrt. Es zersetzt sich über 220 ohne zu schmelzen.
    PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung eines zur Stabilisierung von Blutkonserven geeigneten Lysinderivates, dadurch gekennzeichnet, dass man eine wässrige Lösung der Lysinbase mit Zitronensäure auf pH 5-7 einstellt.
    UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man das Produkt aus der wässrigen Lösung durch Eindampfen im Vakuum isoliert.
CH7617759A 1959-07-24 1959-07-24 Verfahren zur Herstellung eines zur Stabilisierung von Blutkonserven geeigneten Lysinderivates CH421983A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2006012615A3 (en) * 2004-07-22 2006-06-01 Shanbrom Tech Llc Lysine citrate for plasma protein and donor protection

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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WO2006012615A3 (en) * 2004-07-22 2006-06-01 Shanbrom Tech Llc Lysine citrate for plasma protein and donor protection

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