CH424036A - Verfahren zur Herstellung metallhaltiger Reaktivfarbstoffe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung metallhaltiger Reaktivfarbstoffe

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CH424036A
CH424036A CH1147960A CH1147960A CH424036A CH 424036 A CH424036 A CH 424036A CH 1147960 A CH1147960 A CH 1147960A CH 1147960 A CH1147960 A CH 1147960A CH 424036 A CH424036 A CH 424036A
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CH1147960A
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Hanspeter Dr Uehlinger
Original Assignee
Sandoz Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B62/00Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves
    • C09B62/002Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves with the linkage of the reactive group being alternatively specified
    • C09B62/006Azodyes
    • C09B62/012Metal complex azo dyes

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Description


  Zusatzpatent zum Hauptpatent Nr. 404028    Verfahren zur Herstellung     metallhaltiger        Reaktivfarbstoffe       Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein       Verfahren    zur Herstellung     metallhaltiger        Reaktiv-          farbsto@ffe,    welche in der     metallfreien    Form der For  mel  
EMI0001.0008     
    entsprechen, worin R einen     Acylrest,

      welcher minde  stens einen als Anion     abspültbaren        Substituenten          und/oder    eine     additionsfähige        C-C-Mehrfachbindung     enthält, oder einen     Halogenpyrimid'ylrest    bedeutet,  und der Kern A     weitersubstituiert    sein kann.  



  Das     Verfahren    zur Herstellung der neuen metall  haltigen     Reaktivfarbstoffe    besteht darin, dass man  1     Mol        einer        Diazoverbindung    aus einem Amin der  Formel  
EMI0001.0022     
    1     Mol    einer Kupplungskomponente der     Formel     
EMI0001.0025     
    und 1     Mol    eines     Acylierungsmittels,    welches     zudem     mindestens.

   einen als Anion     abspakbaren        Substituen-          ten    und/oder eine additionsfähige     C-C-Mehrfachbin-          dung    enthält oder eines     Polyhalogenpyrimidins,    der-         art    aufeinander einwirken lässt,

       dass    die     Diazover-          bindung    in     ortho-Stellung    zur     Hyd'roxygruppe    der       Kupplungskomponente    eingreift und das     Acylierungs-          mittel        bzw.    das     Polyhalogenpyrimidin    mit der     Amino-          gruppz    der     Kupplungskomponente    reagiert, wobei       während    oder nach dem Aufbau des, Farbstoffes in       Substanz    mit einem metallabgebenden Mittel behan  delt wird.  



  Dabei kann man so     verfahren,    dass man 1     Mol          eines        Monoazofarbstoffes,    welcher     durch    Kuppeln  von 1     Mol    einer     Diazoverbindung    aus einem Amin  der Formel     (II)        mit    1     Mol    einer Kupplungskompo  nente der     Formel        (III)    und     anschliessende        Metallisie-          rung    erhalten     wird,

      mit 1     Mol    eines     Acylierungs-          mittels,    welches zudem mindestens einen als Anion       abspaltbaren        Substituenten        und;

  /oder    eine     additions-          fähige        C-GMehrfachbindüng    enthält oder eines     Poly-          halo@genpyrimidins    umsetzt, oder     dass    man 1     Mol     einer Kupplungskomponente der Formel     (III)    mit  1     Mol        eines        Acylierungsmittels,

      welches zudem min  destens     einen    als     Anion        abspaltbaren        Substituenten     und/oder eine additionsfähige     C-GMehrfachbindung     enthält oder eines     Polyhalogenpyrimidins    umsetzt  und das so erhaltene Produkt mit 1     Mol    einer     Di-          azoverbindung    aus,     einem    Amin der     Formel        (II)        kup-          pelt    und anschliessend der     Metallisierung    unterzieht.  



  Die nach dem Verfahren erhältlichen metallhal  tigen     Reaktivfarbstoffe    sind vorzugsweise     die        Chrom-          oder        Kobaltkomplexverbindungen    der     Reaktivfarb-          stoffe    der     Formel    (I).

   Die     nvetallfreien        Reaktivfarb-          stoffe    der Formel (I) können aber auch mit     kupfer-          oder    nickelabgebenden Verbindungen     in:    die entspre  chenden Kupfer-     oder        Nickelkomplexverbindungen          übergeführt    werden.  



  Als     Substituenten,    die der Kern A tragen     kann,     kommen in Betracht: Halogenatome, niedrigmoleku-           lare        Alkyl-        und'/oder        Alkoxygruppan,        Nitrogruppen,          Acylamino,guppen,        Sulfonsäuzegzuppen    oder     Car-          bonsäuregruppen.    Der reaktive     Substituent    R ist vor  zugsweise der Rest einer     mindestens        ein,

          bewegliches          Halogenatom        enthaltenden    Säure, wie z. B. der       Chloressigsäure,    Bromessigsäure,     ss-Chlor-    und     ss-          Bro@mpTopionsäure,        Acrylsäure,        Methacrylsäure,        a-          Chlor-    und a     Bromacrylsäure,        ss-    oder     y-Chlor-    oder       -Bromcrotons!äure,        a,ss-    und     #,

  ss        Dichlor-    oder     -Di-          bromacrylsäure    oder der     Rest        einer        mindestens    zwei  bewegliche Halogenatome enthaltenden     Diazinver-          bindung,    wie z.

   B.. des     2,4,6-Trichlo#rpyrimidins    und       2,4,6-Tribro,mpyrimidins,    sowie deren Derivate, wel  che in     5-Stellung        beispielsweise    folgende Substituen-         ten    tragen:       Methyl,        Äthyl,    gegebenenfalls.     am        Stickstoffatom          substituiertes        Carbonsäure-    oder     Sulfonsäureamid,          Carbonsäuremethyl-    oder     äthylester,        Alkenyl,    z. B.

         Allyl,        Chlorvinyl,    substituiertes     Alkyl,    z. B.     Carboxy-          methyl,        Chlor-    oder     Brommethyl,    des,     2,4,5,6-Tetra-          chlor-    oder     Tetrabrompyrimidinsi,        des        2,6-Dichlor-          oder        Dibrompyrimidin-4-carbons:äureäthylesters.,    des.

         2,4,5-Trichlorpyrimidins,    der     gegebenenfalls        am          Stickstoffatom    substituierten     4-    bzw.     5-Carbonsäure-          amid-    oder     Sulfonsäureamidderivate    des     2,6-Dichlor-          oder        Dibrompyrimidins,,    des     2,4-Dichlor-5-chlor-          methyl-6-methylpyrimidins,    des     2,5,6-Trichlor-4-          methylpyrimidins,    sowie des     2,

  6-Dichlor-4-trichlor-          mathylpyrimidins.     



  Die Kupplung der     Diazoverbindung    aus einem       Amin        der        Formel        (II)    mit     einer        I,'-upplungsko@mpo-          nente    der Formel     (III)    wird     vorteilhaft    in     alkalischem     Medium,     vorzugsweise    bei     Temperaturen    von     0     bis       1,0     C, ausgeführt.  



  Dia Umsetzung der erhaltenen     Monoazofarbstoffe     oder deren     Metallkomplexverbindungen    mit einem  funktionellen Derivat     einer    mindestens: ein bewegli  ches     Halügenatom    enthaltenden Säure     wird    vorzugs  weise     mit    den     Säurechloriden    der     Chloressigsäure     oder     ss-Chlorpropio@nsäure        vorgenommen.    Man arbei  tet in wässerigem Medium, vorzugsweise unter guter  Kühlung und in     Gegenwart        säurebindender    Mittel,  wie     Natriumcarbonat,

          Natriumhydroxyd,    Barium  hydroxyd,     Calciumhydroxyd    oder     Natriumacetat.     



       Zur        Acylierung    wird das     eingesetzte        Carbons,äure-          halogenid    als solches oder in der doppelten bis fünf  fachen Menge Benzol,     Chlorbenzol,        Methylbenzol,          Dimethylbenzol    oder Aceton gelöst und     diese    Lö  sung in die wässrige Lösung des,     die        Aminogruppe     tragenden Körpers eingetropft bei     einer        Temperatur     von 0 bis     30     C, vorzugsweise von     etwa    2-5  C,

   bei  Gegenwart eines     säurebindenden    Mittels, vorzugs  weise bei einem     pH-Wert    von 7 bis, 3.  



  Die     Umsetzung    der erfindungsgemässen     Mono-          azofarbstoffe    oder deren     Metallkomplexverbindungen     mit den     mindestens    zwei     bewegliche    Halogenatome  enthaltenden     Diazinverbindungen    wird ebenfalls     in     wässerigem Medium     durchgeführt.        Hierbei    kann das       Halogenid    als solches in     konzentrierter    Form oder       in    einem organischen     Lösungsmittel    gelöst zur An-         wendung    

  gebracht werden. Als Lösungsmittel eignen  sich insbesondere Aceton, Benzol,     Chlorbenzol    und       Toluol.    Die Reaktionstemperatur ist der     Reaktions-          fähigkeit    der einzelnen Ausgangsprodukte anzupas  sen und     variiert    zwischen     20     und     100     C.  



  Müssen höhere Temperaturen als etwa     40     C an  gewendet werden, so, ist es im Hinblick auf die Was:       serdampflüchtigkeit    der     Halogenpyrimidine        ange-          zeigt,    in     gegebenenfalls        mit    einem     Rückflusskühler     ausgerüsteten     Gefässen    zu arbeiten.  



  Die Umsetzung wird in schwach     alkalischem,     neutralem bis     schwach        saurem    Medium,     vorzugsweise          jedoch        innerhalb    des-     pH-Bereiches    von 7 bis 3,       durchgeführt.    Zur     Neutralisation    des entstehenden  einen Äquivalents     Halogenwasserstoff    wird der Re  aktionslösung entweder zu     Beginn    ein säurebindendes  Mittel, wie beispielsweise     Natriumacetat,        zugesetzt,

       oder man fügt     während    der     Umsetzung    in kleinen  Portionen     Natrium-    oder     Kaliumcarbonat        bzw.        -bi-          carbonat    in fester,     pulverisierter    Form oder als kon  zentrierte wässerige Lösung hinzu.

   Als     Neutralisa-          tionsmittel    eignen sich aber auch wässerige Lösungen  von Natrium-     oder        Kaliumhydroxyd.    Der Zusatz von  geringen Mengen eines     Netz-    oder     Enulgiermittels     zur Reaktionsmischung kann die     Umsetzungsreaktion          beschleunigen.    Die Reaktion     wird,        so,    geleitet, dass  nur     ein    Halogenatom     mit    einem, austauschfähigen       Wasserstoffatom    reagiert.  



  Die     überführung    der     Monoazofarbstoffe    in ihre       Chrom-    oder     Kobaltkomplexverbind'ungen    wird vor  teilhaft in wässeriger Lösung oder in organischem  Medium,     beispielsweise    in     Formamid,    oder in der  konzentrierten wässerigen     Lösung    eines     Alkalimetall-          salzes.    einer     niedrigmolekularen        aliphatischen        Mono-          carbonsäure    ausgeführt.

   Man lässt dabei mit     Vorteil     auf zwei Moleküle     Monoazofarbstoff    eine weniger als  zwei,     mindestens    aber ein Atom Metall enthaltende  Menge eines metallabgebenden     Mittels        einwirken.     



  Geeignete     Verbindungen    des     Chroms        sind    z. B.       Chromiffuorid,        Chromisulfat,        Chromiformiat,          Chromiacetat,        Kaliumchromisulfat    oder     Ammonium-          chromisulfat.        Auch    die     Chromate,    z.

   B.     Natrium-     RTI ID="0002.0228" WI="7" HE="4" LX="1148" LY="1959">  oder        Kaliumchromat        bzw.        -bichromat,        eignen    sich in       vorzüglicher    Weise für die     Metallisierung    der     Mono-          azofarbstoffe.    Man arbeitet hier     vorteilhaft    in stark       ätzalkalischem    Medium, wobei     gegebenenfalls    redu  zierende Stoffe zugefügt werden können.  



  Als     Kobaltverbindungen    dienen z. B.     Kobalto-          formiat,        Kobahoacetat    und     Kobaltosulfat.    Wird die       Metallisierung    in der     konzentrierten        wässerigen    Lö  sung     einesAlkalimetallsalzes    einer     niedrigmolekularen          aliphatischen        Monocarbonsäure        vorgenommen,    so       können    auch wasserunlösliche Metallverbindungen       Verwendung    finden,

   beispielsweise     Kobalthydroxyd     oder     Kobaltcarbonat.     



  Besonders     vorteilhaft    wird die     Metallisierung        in.          wässerigem.        oder        alkalischem    Medium ausgeführt, wo  bei die Metallverbindungen in Gegenwart solcher Ver  bindungen zugefügt werden, welche die Metalle in       ätzalkalischem    Medium in komplexer Bindung gelöst      halten, wie z. B. Weinsäure, Zitronensäure und Milch  säure.

   Die     gewonnenen        Metal'lkomplexverbindungen     werden     gegebenenfalls    nach     Eingiessen    der organi  schen     Metallisierungslösungen    in Sole, aus wässeri  gem Medium durch Zugabe von Salz abgeschieden,  hernach     abfiltriert,    gegebenenfalls gewaschen und       dann.        getrocknet.    Die neuen     chrom@        oder        kobalthalti-          gen        Reaktivfarbstoffe    eignen sich zum Klotzen oder  Bedrucken von Wolle, Seide, Leder,

   synthetischen       Polyamidfasern    und Fasern aus natürlicher oder re  generierter     Cellulose    in braunen und violetten Tönen.  Die erhaltenen, einer     alkalischen.    Nachbehandlung bei  erhöhter Temperatur     unterworfenen    und anschlies  send     geseiften,        Klotzungen    und Drucke auf     Cellulose-          fasern        besitzen    gute Licht-, Wasch-, Walk-,     Schweiss-,

            Reib.-    und     Alkaliechtheiten    und sind beständig gegen       Knitterfestappreturen.    Die Färbungen auf Wolle und  synthetischen     Polyamidfasern    besitzen, insbesondere       wenn    sie     einer    Nachbehandlung in schwach alkali  schem Medium bei erhöhter Temperatur unterwor  fen werden, gute Licht- und     Nassechtheiten.     



  Die     überführung    der     Mono,azofarbstoffe    in ihre  Kupfer- oder     Nickelkomplexverbindungen    erfolgt  vorteilhaft in schwach saurer wässeriger Lösung. Man       lässt    dabei auf ein Molekül     Monoazofarbstoff    vorteil  haft eine ein Atom Metall enthaltende Menge eines  metallabgebenden Mittels, einwirken.  



  Geeignete Verbindungen des Kupfers sind z. B.       Cuprisulfat,        Cupriformiat,        Cupriacetat    oder Capri  chlorid.  



  Als Nickelverbindungen dienen z. B.     Nickel-          formiat,    Nickelacetat und Nickelsulfat. Die gewon  nenen Kupfer- bzw.     Nickelkomplexverbindungen     werden aus ihren     wässerigen    Lösungen durch Zugabe  von Salz abgeschieden, hernach     abfiltriert,    gegebe  nenfalls gewaschen und dann     getrocknet.     



  Die neuen     kupfer-    oder     nickelhaltigen    Reaktiv  farbstoffe sind     sehr    wenig salzempfindlich und besit  zen, besonders     wenn,    sie zwei wasserlöslich machende  Gruppen aufweisen, eine sehr gute Löslichkeit in  Wasser, so     dass.    nach der Fixierung der nicht ehe  misch gebundene Anteil leicht ausgewaschen werden       kann.    Sie eignen sich daher gut zum     Klotzen    oder  Bedrucken von Wolle, Seide, Leder und syntheti  schen     Polyamidfasern,    insbesondere jedoch von Fa  sern aus natürlicher oder     regenerierter        Cellulose    in  roten Tönen:

    Die     erhaltenen,    einer alkalischen Nachbehandlung  bei erhöhter Temperatur unterworfenen und     an-          schlieissend    geseiften     Kloatzungen    und Drucke auf       Cellulosefasern    besitzen gute Licht- und     Nassecht-          heiten.     



  In den nachfolgenden     Beispielen    bedeuten die  Teile Gewichtsteile, die Prozente Gewichtsprozente,  und die Temperaturen sind in     Celsiusgraden    angege  ben.  



  <I>Beispiel 1</I>  22,4 Teile 2     Amino-6-Chlor-,1-hydroxybenzol-4-          sulfonsäure    werden in 80     Teilern,    Wasser und 15 Tei  len 30     o/oiger        Salzsäure        angerührt    und bei 0-5  C mit    einer Lösung von 7 Teilen     Natriumnitrit    in 25 Teilen  Wasser     diazotiert.    Die     Diazolösung    lässt man bei  einer Temperatur von 0-5  C zu einer Lösung von  12,3 Teilen     3-Amino,-4-methyl-l-hydroxybenzol,     13,

  3 Teilen 30     o/oiger        Natriumhydroxydlösung    und  25g     Natriumcarbonat    in 400 Teilen Wasser fliessen.  Nach dreistündigem     Nachruhren    ist die Kupplung  beendet. Durch Zugabe von     Natriumehlorid    wird  der Farbstoff ausgefällt,     dann        abfiltriert    und mit       Natriumchloridlö@sung    gewaschen.  



  Der Filterkuchen wird in 150 Teilen Wasser von       70     suspendiert.     Innerhalb    einer halben Stunde lässt  man bei 70-75  C eine Lösung von 15 Teilen Kobalt  sulfat in 40 Teilen Wasser zulaufen. Durch gleich  zeitiges     Zutropfen    einer verdünnten     Natriumcarbo-          natlösung    wird der     pH-Wert    zwischen 4,0 und' 5,5  gehalten.

   Nach Zugabe der     Kobaltsulfatlösung        wird     die Komplexlösung noch 30 Minuten bei 70  C       nachgerührt.    Die     Kobialtkomplexlösu        ng    wird durch  Zugabe von     Natriumchlorid    ausgefällt, dann     abfil-          triert    und mit     Natriumchloridlösung    gewaschen.  



  Der Filterkuchen wird in 150 Teilen Wasser bei  80  gelöst, mit 21,8 Teilen     2,4,5,6-Tetrachlorpyr-          imidin    versetzt und während 16 Stunden bei     80           gerührt.    Der     pH-Wert    der Lösung wird während die  ser Zeit durch     Zutropfen    einer verdünnten     Natrium-          carbonatlösung    zwischen 4,.0 und 5,0 gehalten.

   Nach       beendeter    Kondensation wird der Farbstoff durch  Zugabe von     Natriumchlorid    bei 80  ausgefällt und       abfiltriert.    Der getrocknete     Farbstoff    ist     ein    dunkles       Pulver,    das; sich in Wasser mit dunkelbrauner Farbe  löst.     Mercerisierter    Baumwollsatin wird mit einer  Druckpaste der folgenden Zusammensetzung be  druckt:

    
EMI0003.0112     
  
    30 <SEP> Teile <SEP> des, <SEP> nach, <SEP> obenstehenden <SEP> Angaben
<tb>  erhaltenen <SEP> Farbstoffes
<tb>  100 <SEP> Teile <SEP> Harnstoff
<tb>  372 <SEP> Teile <SEP> Wasser
<tb>  45,0 <SEP> Teile <SEP> einer <SEP> 3o/oigen <SEP> Natriumalginatverdickung
<tb>  15 <SEP> Teile <SEP> 1-nitrobenzol-3;sulfonsaures, <SEP> Natrium
<tb>  33 <SEP> Teile <SEP> Natriumcarbonat
<tb>  1000 <SEP> Teile       Das     getrocknete        Textilgut    wird während 10-15  Minuten bei 102-104  C gedämpft und anschliessend  kalt und warm gespült. Nach dem kochenden Seifen  mit anschliessendem erneuten     Spülen    und Trocknen       erhält    man einen rotbraunen Druck von guter Nass  und' Lichtechtheit.  



  Die folgende Tabelle enthält weitere metallhaltige       Reaktivfarbstoffe,    welche nach den Angaben des Bei  spiels 1 erhältlich sind, und durch die     Diazoff    und       Azoko@mponentei    [Kolonnen (I) und     (II)]    die Verbin  dung, welche mit einem ein austauschbares Wasser  stoffatom     aufweisenden    Körper     kondensierbar    ist und  zudem mindestens einen die chemische Bindung mit  dem Substrat     ermöglichenden        Substituenten    enthält  [Kolonne     (III)],    das zur     Metallkomplexbildung    ver  wendete Metall [Kolonne (IV)

  ] und den Farbton der  Färbung auf Baumwolle     [Kolonne    (V)] gekennzeich  net sind.    
EMI0004.0001     
  
    <U>Nr.</U> <SEP> (I) <SEP> <U>(TI)</U> <SEP> (III) <SEP> (IV) <SEP> <U>(V)</U>
<tb>  2 <SEP> 2 <SEP> Amino-6-chlor- <SEP> 3 <SEP> Amino-4-methyl- <SEP> 2,4,6-Trichlorpyrimidin <SEP> Cr <SEP> violettstichig
<tb>  1-hydroxybenzol- <SEP> 1 <SEP> hydroxybenzol <SEP> braun
<tb>  4-sulfonsäure
<tb>  3 <SEP> 2 <SEP> Amino-6-nitro- <SEP> do. <SEP> ,ss-Chlorpropions:

  äure,- <SEP> Co <SEP> do.
<tb>  1 <SEP> hydroxybenzol- <SEP> chlorid
<tb>  4-sulfonsäure
<tb>  4 <SEP> <B>de.</B> <SEP> do. <SEP> 5-Chlormethyl- <SEP> Cr <SEP> violett
<tb>  2,4-dich#lor-6-methyl  pyrimidin <SEP> Co <SEP> rotstickig
<tb>  5 <SEP> 2 <SEP> Amino-4-nitro- <SEP> do. <SEP> 2,4,5,6-Tetrabrom- <SEP> braun
<tb>  l,hydroxybenzol- <SEP> pyrimidin
<tb>  6-sulfonsäure
<tb>  6 <SEP> do. <SEP> do. <SEP> Chloresssgs.äurechlorid <SEP> Cr <SEP> violettstichig
<tb>  braun
<tb>  7 <SEP> 2-Amino-4-chlor- <SEP> do. <SEP> 2,4,6-Trichlorpyrimidin <SEP> Co <SEP> dot.
<tb>  1 <SEP> hydroxyb-enzol  6-sulfonsäure
<tb>  8 <SEP> do. <SEP> do. <SEP> do. <SEP> Cr <SEP> violett
<tb>  9 <SEP> 2 <SEP> Amino-l-hydroxy- <SEP> do. <SEP> 2,4,5,6-Tetrachlor- <SEP> Co <SEP> rotstickig
<tb>  benzol-4,6-disulfons:

  äure <SEP> pyrimidin <SEP> braun
<tb>  10 <SEP> do. <SEP> de. <SEP> 2,4,6-Trichsorpyrimidn <SEP> Cu <SEP> rot
<tb>  11 <SEP> 2 <SEP> Amino-6-acetylamino- <SEP> do. <SEP> do. <SEP> Co <SEP> violettstichig
<tb>  1-hydroxybenzol- <SEP> braun
<tb>  4-sulfonsäure
<tb>  12 <SEP> 2 <SEP> Amino-6-earboxy- <SEP> do. <SEP> 2,4,5,6-Tetrabrom <SEP> Co <SEP> rotstickig
<tb>  1 <SEP> hydroxybenzol- <SEP> pyrimidin <SEP> braun
<tb>  4-sulfonsäure
<tb>  13 <SEP> do. <SEP> do. <SEP> ss-Chlorpropionsäure- <SEP> Cr <SEP> violettstichig
<tb>  chlorid <SEP> braun       <I>Beispiel 14</I>  41,0     Teile        des,        Monoazofarbstoffes    aus.

       diazotier-          tem        2-Amino-4-nitro,1        hydroxybenzol-6;sulfonsäure     und 2     Acetylamino-4-methyl-l-hydroxybenzol    werden  in 50.0     Teilern        5o/oiger        Salzsäure        während    4 Stunden  am     Rücldluss    gekocht. Der     ausgefallene        Amino-azo-          farbstoff    wird     abfiltriert    und mit     Wasser    gewaschen.  



  Der nach den Angaben des Beispiels 1     kobaltierte     und mit     2,4,5,6-Tetrachlorpyrimidin    kondensierte    Farbstoff ist     ein        dunkles        Pulver,    das sich in Wasser  n 't     dunkelbrauner    Farbe löst.     Merzerisierter    Baum  wollsatin wird nach dem Angaben     des    Beispiels 1 be  druckt und ergibt einen     olivebraunen    Druck von guter       Nass,    und Lichtechtheit.

   Die folgende Tabelle enthält  weitere     chrom-    und     kobalthaltige        Reaktivfarbstoffe,     welche nach den     Angaben;    des     Beispiel-,    14     erhalten     wurden.

    
EMI0004.0036     
  
    <U>Nr. <SEP> (</U>I) <SEP> (1I) <SEP> (11I) <SEP> (IV) <SEP> (V)
<tb>  15 <SEP> 2 <SEP> A.mino=4-nitro- <SEP> 2 <SEP> Acetylan-iino-4-methyl- <SEP> 2,4,6-Trichlorpyrimidin <SEP> Cr <SEP> olivebraun
<tb>  1 <SEP> hydroxybemzol- <SEP> 1-hydroxyb,enzol
<tb>  6-sulfonsäure
<tb>  16 <SEP> 2-Amino-l-hydroxy- <SEP> do,. <SEP> 2,4,5"6-Tetrabrom- <SEP> Co <SEP> braun
<tb>  benzol-4-sulfonsäure <SEP> pyrimidin
<tb>  17 <SEP> do. <SEP> do. <SEP> do. <SEP> Cr <SEP> do.
<tb>  18 <SEP> 2 <SEP> Amino-6-chlor- <SEP> <B>de.</B> <SEP> 2,4;

  6-Trichlorpyrimid'in <SEP> Co <SEP> do.
<tb>  1-hydroxybenzol  4-sulfonsäure
<tb>  19 <SEP> do. <SEP> do. <SEP> do. <SEP> Cr <SEP> do.
<tb>  20 <SEP> 2 <SEP> Amino-1 <SEP> hydroxy- <SEP> do. <SEP> ss-Chlorpropionsäure- <SEP> Co <SEP> ohvebraun
<tb>  benzol <SEP> 4,6-disulfo#ns-äure <SEP> chlorid
<tb>  21 <SEP> do. <SEP> do. <SEP> 2,4,5,6-Tetrachlor- <SEP> Cr <SEP> da.
<tb>  pyrimidin

Claims (1)

  1. ,PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung metallhaltiger Reaktiv farbstoffe, welche in. der metallfreien Form der Formel EMI0005.0006 entsprechen, worin R einen Acylrest, welcher minde- stens einen als Anion abspaltbaren Substituenten und'/ oder eine additionsfähige C-C-Mehrfachbindung ent hält, oder einen,
    Halogenpyrimidylrest bedeutet und der Kern: A weitersubstituiert sein kann, dadurch ge- kennzeichnet, dass, man 1 Mol der Diazoverbindung aus, einem Amin der Formel EMI0005.0027 1 Mol einer Kupplungskomponente der Formel EMI0005.0032 und 1 Mol eines Acylierungsmittels,
    welches zudem mindestens einen als Anion abspaltbaren Substituen- ten und/oder eine additionsfähige C-C-Mehrfachbin- dung enthält, oder eines Polyhalogenpyrimidins derart aufeinander einwirken lässt, dass die Diazoverbindung in ortho-Stellung zur Hydroxygruppe der Kupplungs komponente eingreift und das Acylierungsmittel bzw.
    Polyhalogenpyrimidin mit .der Aminogruppe der Kupplungskomponente reagiert, wobei während oder nach dem Aufbau des Farbstoffes mit einem metall abgebenden Mittel behandelt wird.
    UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass man als metallabgebendes, Mittel ein chrom-, kobalt-, kupfer- oder nickelabgebendes Mittel einsetzt.
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