CH424763A - Verfahren zur Herstellung eines neuen Carbaminsäureesters - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines neuen Carbaminsäureesters

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CH424763A
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carbamic acid
acid
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ammonia
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CH1054061A
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Stevens George De
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Ciba Geigy
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C271/00Derivatives of carbamic acids, i.e. compounds containing any of the groups, the nitrogen atom not being part of nitro or nitroso groups
    • C07C271/06Esters of carbamic acids

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Acyclic And Carbocyclic Compounds In Medicinal Compositions (AREA)

Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung eines neuen Carbaminsäureesters
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines neuen Carbaminsäureesters der Formel
EMI1.1     

Die bekannten Dicarbamate, insbesondere die dem 2 - Isopropyl -   2-methyl-1,3tropandiol-dicarb-    amat verwandten, sind durch eine starke muskelentspannende Wirksamkeit ausgezeichnet. Sie besitzen nur eine sehr schwache sedative und   tranquillierende    Wirksamkeit, worunter eine beruhigende Wirkung zu verstehen ist, welche die physische und geistige Reaktionsfähigkeit nicht wesentlich beeinträchtigt.

   Im Gegensatz zu diesen bekannten Verbindungen zeigt nun das erfindungsgemässe Dicarbamat eine ausgesprochene   trauquillisierende    Wirkung, welche durch eine mässige   muskeiemspannende    und eine vernachlässigbare sedative Wirksamkeit ergänzt wird. Diese   trauquiflisierende    Wirkung lässt sich hauptsächlich am künstlich gereizten oder von Natur bösartigen Tier zeigen. So verlieren unter dem Einfluss des erfindungsgemässen Dicarbamats solche Tiere ihre   Gereiztheit    oder Bösartigkeit, während ihre geistige oder physische Reaktionsfähigkeit voll erhalten bleibt. Die neue Verbindung kann somit als Beruhigungsmittel mit nur schwachem, aber erwünschtem muskelentspannendem Effekt, z. B. bei   Überaktivität,    Agressivität usw., verwendet werden.



   Das   2- Cyclopentyl-2-methyl- 1,3 -propan-diol-di-    carbamat kann als Heilmittel Verwendung finden, besonders in Form von pharmazeutischen Präparaten, welche diese Verbindung zusammen mit den pharmazeutischen organischen oder anorganischen, festen oder flüssigen Trägersubstanzen, die für enterale, z. B. orale, oder parenterale Gabe geeignet sind, enthalten.



   Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung der neuen Verbindung ist dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der Formel
EMI1.2     
 worin X ein Wasserstoffatom oder den Carbamylrest bedeutet, mit einer Verbindung der Formel
EMI1.3     
 worin Y einen abspaltbaren Rest, wie verestertes Hydroxy oder Halogen bedeutet, Z für die Aminogruppe oder für eine durch Umsetzung mit Ammoniak in die Aminogruppe überführbare Gruppe steht, oder mit Isocyansäure oder einem Salz davon umsetzt und eine durch Umsetzung mit Ammonik in die Aminogruppe überführbare Gruppe mit Ammoniak in die Aminogruppe überführt.



   Als Verbindungen der Formel III können reaktionsfähige Carbaminsäureester, Carbaminsäurehalogenide oder reaktionsfähige Diderivate der Kohlensäure verwendet werden.



   Die Reaktion mit Isocyansäure wird vorzugsweise so durchgeführt, dass die Isocyansäure im Reaktionsmedium gebildet wird, indem man ein Metallisocyanat, wie ein   Alkalimetall-,    wie Natrium- oder Kaliumisocyanat, oder ein   Erdalkalimetail-,    wie Magnesium- oder Calciumisocyanat, in Gegenwart einer Säure, z. B. einer Mineralsäure, wie Salzsäure, welche auch gasförmig verwendet werden kann, oder Schwefelsäure verwendet. Die Reaktion wird vorzugsweise  in einem inerten Lösungsmittel, wie einem halogenierten Kohlenwasserstoff, z. B. Chloroform, einem Äther, wie p-Dioxan oder Diäthylenglykol-dimethyl äther, oder einem anderen geeigneten Lösungsmittel, wenn erwünscht, unter Kühlen und/oder in Gegenwart eines inerten Gases, wie Stickstoff, durchgeführt.



  Ferner kann man Ausgangsstoffe auch mit entsprechenden reaktionsfähigen   Carbaminsäureestern,    wie Alkylestern, oder einem Carbaminsäurehalogenid, wenn notwendig, in Gegenwart eines Katalysators oder   Kondensationsmiftels,    vornehmlich für die ersteren z. B. ein   Alhminiumalkoxyd,    wie Aluminium-isopropoxyd, oder anderen basischen Mitteln, wie tertiären Aminen, z. B. einem N,N-Dialkyl-anilin, wie N,N-Dimethyl-anilin, und, wenn erwünscht, in Gegenwart eines inerten Lösungsmittels, wie eines Kohlenwasserstoffes, z. B. Toluol, umsetzen.



   Man kann das Ausgangsmaterial aber auch mit einem reaktionsfähigen Diderivat der Kohlensäure, wie einem Dihalogenid der Kohlensäure, z. B. Phosgen, einem Halogenkohlensäureester, z. B.



   Chlorameisensäurealkylester,    Chlorameisensäurephenylester,    oder einem Kohlensäurediester, z. B. Kohlensäurediäthylester und Ammoniak, umsetzen.



   Wird bei Verwendung der Halogenkohlensäurederivate in Gegenwart von Ammoniak gearbeitet, so kann direkt der entsprechende Carbaminsäureester entstehen.



   Das als Ausgangsstoff verwendbare Diol ist neu und lässt sich z. B. erhalten, indem man in einem Di  alkyl-cc-cyclopentyl-c-methyl-malonsäureester    die veresterten Carboxylgruppen nach an sich bekannten Methoden in die Carbinolgruppe überführt, beispielsweise mit einem geeigneten Reduktionsmittel, wie einem   Alkalimetall-aluminiurnhydrid,    z. B. Lithiumaluminiumhydrid, in Gegenwart eines entsprechenden Lösungsmittels. Gleichfalls neu ist das mono Carbaminsäurederivat. Es lässt sich z. B. aus dem Diol durch Anwendung zunächst nur eines   Mots    des Cyansäure- oder   Carbaminsäurederivats    erhalten.



   Die Temperaturen sind in den nachfolgenden Beispielen in Celsiusgraden angegeben.



   Beispiel 1
Man kühlt eine Lösung von 9,9 g 2-Cyclopentyl2-methyl-1,3-propan-diol in 200   cm3    Chloroform auf   -5     ab, gibt 11 g   Natriumisocyanat    zu und lässt während 2 Stunden Chlorwasserstoffgas durch die auf   0-5     gekühlte Lösung   durchperlen,    wobei ein weisser Niederschlag gebildet wird. Man fügt weitere 5 g Natriumisocyanat zu und lässt nochmals während 2 Stunden Chlorwasserstoffgas durch die Reaktionsmischung durchperlen. Nach halbstündigem Stehen bei   0     wird der Niederschlag abfiltriert, in Wasser aufgerührt und erneut filtriert.

   Nach dem   Urnkristalli-    sieren aus einer   1 : 1-Mischung    von Äthanol und Wasser schmilzt das so erhaltene 2-Cyclopentyl-2  methyl-1, 3-propan-diol-dicarbamat    der Formel
EMI2.1     
 bei   185-1870.   



   Das Ausgangsmaterial lässt sich z. B. wie folgt bereiten:
Zu einer Lösung von 15,1 g Natrium in 225   cm3    Äthanol gibt man 113,4 g   Diäthyl-a-methyl-malonat,    behandelt das entstehende Salz mit 97,6 g Cyclopentylbromid und kocht die Mischung 4 Stunden am Rückflusskühler. Man destilliert das Lösungsmittel ab, fügt Wasser zu und extrahiert die ölige Schicht mit   Diäthyläther    und destilliert, wobei das   Diäthyl-a-    cyclopentyl-a-methyl-malonat unter einem Druck von 12-13 mm bei   132-1360    übergeht. 65 g des so erhaltenen Malonats gibt man langsam zu einer Lösung von 13,6 g   Likhium-aluminium-hydrid    in 300   cm3    Diäthyläther und kocht die Reaktionsmischung 1 Stunde am Rückflusskühler.

   Nach dem Kühlen und Zugeben von Wasser rührt man 1 Stunde, filtriert den Niederschlag ab, dampft das Filtrat ein und gibt Salzsäure zum Rückstand. Man extrahiert mit Di äthyläther, trennt die organische Schicht ab und dampft das Lösungsmittel ab. Der Rückstand wird aus wässrigem Äthanol kristallisiert. Das erhaltene   2- Cyclopentyl-2-methyl- 1,3 -propan-diol    der Formel
EMI2.2     
 kann ohne weitere Reinigung weiter verwendet werden. Es schmilzt nach Umkristallisieren aus wässrigem   Äthanol    bei   94-97 .   



   Beispiel 2
Eine Lösung von 32,0 g 2-Cyclopentyl-2-methyl  1,3-propan-diol    in 500   cm3    Toluol und 24,2 g   N,N-      Dimethyl-anilin    wird auf 50 gekühlt. Man gibt 30 g Phosgen in 210   cm8    Toluol langsam zu, rührt die Reaktionsmischung 3 Stunden bei Raumtemperatur, extrahiert sie mit 5 % iger wässriger Salzsäure und trocknet die organische Lösung über Magnesiumsulfat. Nach dem Filtrieren wird die organische Lösung unter vermindertem Druck eingeengt und der Rückstand mit 2000   cm3    einer konzentrierten Ammoniumhydroxydlösung 24 Stunden behandelt. Man extrahiert mit Essigsäureäthylester, trocknet die organische Lösung über Natriumsulfat, filtriert und dampft ein.



  Der Rückstand wird mit Diäthyläther extrahiert, wobei das   2- Cyclopentyl -      2-methyl-1,3-propan-dioi-di-    carbamat ausfällt. Es schmilzt nach dem Abfiltrieren und Umkristallisieren aus wässrigem Äthanol (1:1) bei   185-1870.   



   Beispiel 3
Zu einer Lösung von 3,0 g 3-Carbamoyl-2-cyclo  pentyi-2-methyl-propanol    in 150   cm3    Toluol gibt man  1,32   cm3    Pyridin, kühlt die Mischung auf 50 und gibt 1,66 g Phosgen in 10   cm3    Toluol zu, wobei man die Temperatur bei 50 hält. Man rührt die Reaktionsmischung 3 Stunden bei Raumtemperatur, fil  triert    das Pyridin-hydrochlorid ab, wäscht das Filtrat mit   5% aber    wässriger Salzsäure, trocknet die organische Lösung über Magnesiumsulfat,   filtriert    und engt unter   vermindertem    Druck ein.

   Man versetzt mit 1000   cm3    einer konzentrierten Ammoniumhydroxydlösung, lässt 24 Stunden stehen, extrahiert mit Essig  säureäthylester,    trocknet die organische Lösung über Natriumsulfat, filtriert und dampft ein. Der Rückstand wird aus wässrigem Äthanol (1 : 1) umkristallisiert. Das so erhaltene   2-Cyclopentyl-2-methyl- 1,3 -      propandioi-dicarbamat    schmilzt bei   185-1870.   



   Das in diesem Beispiel verwendete Ausgangsmaterial lässt sich z. B. wie folgt erhalten:
Eine Lösung von 32,0 g 2-Cyclopentyl-2-methyl1,3-propan-diol in 500   cm3    Toluol und 24,2 g   N,N-    Dimethyl-anilin wird auf 50 gekühlt. Man gibt 20 g Phosgen in 140   cm3    Toluol langsam zu, rührt die Reaktionsmischung 3 Stunden bei Raumtemperatur, extrahiert sie mit 5 % iger wässriger Salzsäure und trocknet die organische Lösung über Magnesiumsulfat. Nach dem Filtrieren wird die organische Lösung unter vermindertem Druck eingeengt und der Rückstand mit 1000   cm3    einer konzentrierten Ammoniumhydroxydlösung 24 Stunden behandelt. Man extrahiert mit Essigsäureäthylester, trocknet die Lösung über Natriumsulfat, filtriert und dampft ein.

   Der Rückstand wird mit Diäthyläther extrahiert, die Lösung filtriert und das Filtrat 3 Tage stehengelassen.



  Man erhält so das   3-Carbamoyloxy-2cyclopentyl-2-    methyl-propanol der Formel
EMI3.1     
 welches nach dem Umkristallisieren aus Äthanol bei   95-1000    schmilzt.   

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung eines Carbaminsäureesters der Formel EMI3.2 dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der Formel EMI3.3 worin X ein Wasserstoffatom oder den Carbamylrest bedeutet, mit einer Verbindung der Formel EMI3.4 worin Y einen abspaltbaren Rest bedeutet, Z für die Aminogruppe oder für eine durch Umsetzung mit Ammoniak in die Aminogruppe überführbare Gruppe steht, oder mit Isocyansäure oder einem Salz davon umsetzt und eine durch Umsetzung mit Ammoniak m die Aminogruppe überführbare Gruppe mit Ammoniak in die Aminogruppe überführt.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Verbindungen der Formel III reaktionsfähige Carbaminsäureester, Carbaminsäurehalogenide oder reaktionsfähige Diderivate der Kohlensäure verwendet.
    2. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man mit einem Metallisocyanat in Gegenwart einer Säure umsetzt.
    3. Verfahren nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Alkalimetall- oder Erd alkalimetaliisocyanat in Gegenwart einer Mineralsäure verwendet.
    4. Verfahren nach den Unteransprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass man Natriumisocyanat in Gegenwart von Chlorwasserstoff verwendet.
    5. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man einen Carbaminsäurealkyiester in Gegenwart eines Aluminiumalkoxyds verwendet.
    6. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Carbaminsäurehalogenid in Gegenwart eines tertiären Amins verwendet.
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