Abgefülltes und verschlossenes Paket und Verfahren zu dessen Herstellung
Die vorliegende Erfindung betrifft ein abgefülltes und verschlossenes Paket, bestehend aus einem äussern Behälter aus einem relativ steifen und faltbaren Material, und einem innern, in diesen Behälter eingeschlossenen Sack mit dem Füllgut. Der innere Sack besteht aus einer flexibeln, verschweissbaren Plastikfolie, und der äussere Behälter aus einem Rohr mit einem Boden und einer obern Randzone, die wie ein Balg gefaltet und flach gelegt ist, um so eine Rippe zu bilden. Die Erfindung bezieht sich ferner auf ein Verfahren zum Herstellen des genannten Paketes.
Beim Verpacken von rieselbarem Schüttgut und flüssigem Einfüllgut müssen natürlich die Eigenschaften des Paketes und des Verpackungsmaterials so gewählt werden, dass die Dichtheit und Reissfestigkeit des Paketes vollauf gewährt sind. Daher wurden schon seit längerer Zeit Flüssigkeitsverpackungen aus einem Verpackungsmaterial hergestellt, das wenigstens zwei Schichten aufweist, nämlich aus einer flüssigkeitsdichten Schicht nächst dem Einfüllgut, z.B. aus Poly äthylen, und einer Schicht aus steifem Papier, Karton, Metallfolie oder dgl. ausserhalb der ersten Schicht.
Zwecks Vereinfachens der Paketherstellung sind die beiden Schichten zum voraus miteinander kaschiert, worauf dann dieser Schichtkörper in Pakete umgewandelt wird.
Es ist auch bekannt, Pakete herzustellen, in denen das Verschliessen und das mechanische Versteifen durch das Verpackungsmaterial mittels zweier getrennter Lagen von Verpackungsmaterial bewerkstelligt wird, von denen jede an sich die Forderungen in bezug auf mechanische Stabilität oder Dichtheit nicht erfüllt, die aber zusammen gute Ergebnisse liefern.
Solche Pakete, die aus einem abgelösten innern Sack aus Plastik und einem äussern Umschlag aus steifem Material für diesen Sack bestehen, haben jedoch gewisse Nachteile gebracht. Es hat sich z.B. ergeben, dass die Sacköffnung, durch die das Füllgut ausgeleert wird, im vielen Fällen zu biegsam ist, aus welchem Grund der Füllgutstrahl schwierig zu richten ist, und daraus kann sich ein Verschütten ergeben.
Weiter war es schwierig, den Sack am äussern Behälter festzumachen zwecks Verhinderns eines Hineinfallens der Sack-Eingiesstülle in den Behälter, wenn das Paket nur teilweise voll ist.
Diese Nachteile werden beim Gebrauch eines Paketes nach der Erfindung vermieden. Dieses Paket ist dadurch gekennzeichnet, dass der Innensack einen dem Behälterinnenumfang entsprechenden Aussenumfang aufweist, und wenigstens Teile einer den Sackumfang einschliessenden Sackwandzone satt an der Rohrinnenwand anliegen und an dieser, wenigstens längs demjenigen Teil der Randzone, haften, der in der beim Falten des Balges gebildeten Balgfalte enthalten ist.
Die Kombination einer Aussenhülle mit einem Balgfaltenverschluss und einem abgelösten Innensack hat sich als sehr vorteilhaft erwiesen, da der Innensack auf einfache Weise zwischen die beim Balgfalten gebildete und von der Behälterstirnwand abstehenden Rippe gedrückt werden kann, und die genannte Rippe die Anwendung einer einfachen, aber wirkungsvollen Öffnungsvorrichtung erleichtert.
Die Hüllenrandzone des Paketes kann längs einer fortlaufenden oder teilweise unterbrochenen Schlitzlinie perforiert sein, die im wesentlichen im Umfangssinn der Randzone über einen vollen mit Balgfalten versehenen Randzonenabschnitt und über Teile der am genannten Abschnitt anliegenden Teile der Randzonenabschnitte hinaus verläuft, und der Sack kann an der Rohrinnenwand innerhalb desjenigen Teils der Randzone befestigt sein, der den Schnitt enthält. Fer ner kann das Paket durch Abtrennen von Teilen der Rippe von der Pakethülle, d.h. durch Aufreissen des Paketes längs des in der Rippe vorhandenen Schlitzes geöffnet werden, wodurch auch der in der Hülle enthaltene Sack längs einer hinter dem Verschluss liegenden Fläche aufgerissen wird.
Der nach dem Aufreissen freiliegende Balgfalz kann nach aussen gefaltet werden, um so eine Tülle mit einer im wesentlichen rhomboidförmigen Öffnung zu bilden.
Verfahren zum dichten Verschliessen von Pakethüllen durch Balgfalten sind anhand einer Reihe von verschiedenen, für flüssiges Füllgut bestimmten Pakettypen bekannt. Letztere weisen jedoch keinen Plastik Innensack auf, sondern werden z.B. durch Imprägnieren mit Wachs dicht verschlossen.
Das erfindungsgemässe Verfahren zum Herstellen eines Paketes der oben angeführten Art ist indessen dadurch gekennzeichnet, dass ein an seinem unteren Ende dicht verschlossener und aus einer flexibeln verschweissbaren Plastikfolie bestehender Schlauch mit Füllgut beliefert wird, zur gleichen Zeit wie der untere Teil des Schlauches in ein Rohr aus steifem Material und mit einem Boden eingesetzt und dass wenigstens Teile diejenige Seite der Randzone die gegen das Rohrinnere gerichtet ist, auf eine solche Temperatur erwärmt werden, dass diejenigen Teile des Plastikschlauches, die eine Lage gemäss der genannten erwärmten Zone haben, soweit zum Schmelzen gebracht oder erweicht werden, dass zwischen dem Plastikschlauch und dem Behälterinnern eine Haftung längs wenigstens Teilen der genannten Randzone erzielt wird, ferner dass der Plastikschlauch in.
Verbindung mit dem Verschliessen des Rohroberteils durch balg ähnliches Falten, längs einer schmalen ausserhalb der beim Verschliessen des Rohres gebildeten Rippe gelegenen Verschlusszone zugeschweisst wird, wonach der durch das Verschliessen gebildete und im Behälter eingeschlossene Innensack vom übrigen Schlauch durch Schnitte in der genannten Verschlusszone abgetrennt wird.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt, und zwar zeigt:
Fig. 1 einen Behälter bestehend aus einem an seinem Boden geschlossenen Rohr mit einem Falzlinienmuster und von rechteckigem Querschnitt, das einen Innensack aus Plastikfolie enthält;
Fig. 2 den Behälter und dessen Sack nach dem Verschliessen der Enden durch Falzen nach Art eines Balges;
Fig. 3 den geschlossenen Behälter mit einem darin enthaltenen dichtverschlossenen Innensack;
Fig. 4 das fertige Paket;
Fig. 5 einen Schlauch, dessen verschweisstes Ende in einen aus einem rechteckigen Rohr bestehenden Behälter eingesetzt wird, wobei gleichzeitig dem Schlauch Füllgut zugeführt wird;
Fig. 6 wie der in das Rohr abgesenkte Schlauch an der Rohrwand-Randzone festgemacht wird;
Fig. 7 wie der Behälter dicht verschlossen, und der Schlauch flach in die beim Verschliessen des Behälters gebildete Rippe gelegt wird;
Fig. 8 wie der Schlauch verschweisst, und der im Behälter eingeschlossene und aus dem Rohr hergestellte Innensack vom Schlauch abgetrennt wird;
Fig. 9 wie das Paket geöffnet wird durch Abreissen eines Teils der Rippe längs einer speziellen öff nungskerbe; und
Fig. 10 das geöffnete Paket mit der entfalteten Ausgusstülle.
Das Paket nach der Erfindung besteht aus einem äusseren Behälter 1 von relativ steifem Material, z.B.
Karton, und einem in diesem Behälter befindlichen Innensack 2 aus Plastikfolie. Der Behälter 1 besteht aus einem Rohr von rechteckigem Querschnitt mit einem Boden. Dieses Rohr weist ein Falzlinienmuster auf, um das Verschliessen des Rohrs durch Falten zu erleichtern. Dieses Muster enthält zwei den Rohrumfang umschliessende Falze 3, 4, die jede Rohrseitenwand in drei Felder teilen, nämlich eine Randzone 5, ein Stirnwandfeld 6 und ein Seitenwandfeld 7.
Zwei gegenüberliegende Seiten des Rohrs weisen zu dem drei Falze auf, die ein umgekehrtes Y mit den beiden abwärtsgerichteten Zinken 8 und 9 bilden, die sich von der Mitte des Falzes 3 an die Ecken zwischen dem Falz 4 und den seitlichen Randlinien 11, 12 des Rohres absetzen, und mit dem aufwärtsgerichteten Schaft 10 vom Schnittpunkt der beiden Falze 8, 9 normal zum Rohröffnungsrand 13 bis zu dessen Mitte.
Der im Behälter 1 eingeschlossene Sack 2 ist an der Rohrinnenseite längs einer sich um die Innenseite der Randzone 5 erstreckenden Klebzone 14 befestigt.
Der Aussenumfang des Sackes 2 sollte im wesentlichen zusammenfallen mit dem Rohrinnenumfang, so dass die Sackwand gut, ohne Falten, längs der um die Rohrinnenseite liegende Klebzone 14 festgezogen ist.
In der Rohrrandzone 5 befindet sich ferner ein Schlitz 15 (Fig. 2) der entweder kontinuierlich sein, oder sich regelmässig wiederholende nichtgelochte Teile aufweisen kann, um beim Festmachen des Innensackes 2 die Ränder des Schlitzes 15 zusammenzuhalten. Der Schlitz 15 erstreckt sich längs einer ganzen Randzone 5 zwischen den seitlichen Randlinien 11, 12 und eine gewisse Strecke einwärts über die Randzone 5 in die beiden anliegenden Rohrseiten, entsprechend der Distanz zwischen dem Falz 10 und dem Seitenwandrand 11 bzw. 12. Ferner sollte dieser Schlitz 15 so angeordnet sein, dass die Klebzone 14 die Schlitzränder bedeckt, die von der nichtgelochten, längs der Klebzone festgemachten Sackwand zusammengehalten werden.
Fig. 2 und 3, die mit denselben Bezugszahlen wie Fig. 1 versehen sind, zeigen die Konstruktion und das Falzmuster eines Paketes der vorliegenden Art. Die Randzone 5 ist somit wie ein Balg gefaltet, mit den Punkten 16 der Balgfalten längs der Falze 10 gelegt.
Ferner sind die gegenüberliegenden rechteckigen Stirnwandfelder 6 einwärts über das Rohr gefaltet, zur gleichen Zeit wie die verbleibenden Stirnwandfelder längs der Falze 8, 9 so gefaltet werden, dass sie drei dreieckige Lappen bilden, von denen die auf beiden Seiten des zentralen, durch die Falze 8, 9 und 4 bestimmten Lappens liegenden Lappen einwärts über den zentralen Lappen gefaltet werden, Der in Fig. 3 gezeigte Behälter 1 weist eine im wesentlichen ebene Stirnwandfläche und eine Rippe 21 auf, die sich von der Stirnwand abhebt und von der balggefalteten Randzone 5 gebildet ist. Es könnte aber auch ein rippenförmiges Stirnwandfeld erzeugt werden durch Reduzieren des Winkels zwischen den beiden Falzen 8 und 9, der im vorliegenden Fall ca. 900 beträgt, und der eine ebene Stimwandfläche ergibt.
Beim Verschliessen des Rohrendes wird nicht nur die Rohrrandzone 5, sondern auch der am Rohr befestigte Sack balgartig gefalzt und im gefalteten Zustand befestigt oder fixiert, da derjenige Teil des Sakkes 2, der von der Behälterrippe 21 absteht, mit einer Fuge 17 dicht verschlossen wird, die im wesentlichen parallel zum Rand der Rippe verläuft. Damit die Punkte 16 der beim balgartigen Falzen gebildeten Falten sich beim Verschliessen des Paketendes nicht treffen, müssen diejenigen Felder in der Randzone 5, die die das balgartige Falzen erleichternden Falze 10 enthalten, in der Umfangsrichtung kürzer, jedenfalls nicht länger sein als die Randzonenfelder 5, die nicht gefaltet werden sollen.
Da es nicht wünschenswert ist, dass die Rippe 21 (Fig. 3) von der Paketwand absteht, ist es empfehlenswert, die Rippe bis zum Anschlag an den Stirnwandfeldern 6 zu falten. Dadurch entsteht das Paket nach Fig. 4 mit einer im wesentlichen ebenen oberen Stirnwand.
Um die Rippe 21 in der abwärtsgefalteten Lage zu halten, muss sie am Stimwandfeld 6 befestigt werden. Dies kann natürlich mittels Leimens mit üblichen Klebstoffen ausgeführt werden, aber angesichts der Tatsache, dass die Pakete in Verpackungsmaschinen hoher Leistung hergestellt werden, ist es wichtig, dass die die Rippe und das Stirnwandfeld 6 miteinander verbindende Fuge rasch eine solche Festigkeit erreicht, dass die Rippe in der nach dem Falten eingenommenen Lage zurückgehalten wird, und zwar ohne die Einwirkung einer mechanischen Halterung von aussen. Um ein rasches Fixieren des Stirnwandfeldes des Behälters 1 und der Rippe zu ermöglichen, kann der Behälter mit einem Aussenüberzug aus thermoplastischem Material, z.B.
Polyäthylen, versehen werden, das die Eigenschaft besitzt, beim Verschweissen mit einer andern Polyäthylenfläche eine sehr starke und sehr rasch sich stabilisierende Abdichtfuge hervorzubringen. Ein solcher Polyäthylenüberzug ist zudem flüssigkeitsdicht und schützt daher den Paketbehälter wirkungsvoll gegen Feuchtigkeit von aussen.
Das oben beschriebene Paket wird so hergestellt, dass der Behälter 1 vorfabriziert wird, indem eine ebene Materialbahn in ein Rohr von rechteckigem Querschnitt umgebildet wird, das dann mit einem Boden versehen wird. Ferner wird auf dem Rohr ein Falzmuster angebracht, wie es oben beschrieben worden ist. Das so erzeugte Rohr, das zum Bilden des Paketbehälters 1 bestimmt ist, wird unter eine ringförmige Strangformdüse gesetzt, durch das ein Schlauch 20 aus einer dünnen verschweissbaren Plastikfolie ausgepresst wird. An ihrem untern Ende wird der ausgepresste Schlauch 20 mit einer rechtwinklig zu dessen Achse liegenden Schweissnaht 17 verschlossen.
Dem ausgepressten Schlauch 20 wird Einfüllgut durch ein konzentrisch zur Ausstossdüse angeordnetes Füllrohr 19 zugeführt, und der Schlauch 20 wird gleichzeitig mittels des Gewichtes des Einfüllgutes selbst in den rohrartigen Behälter - eingeführt. Da diese Einführung des Schlauches 20 vor dessen Aufnahme der beabsichtigten Menge von Einfüllgut beginnt, besteht keine Schwierigkeit beim Einführen des Schlauches in den Behälter. Es trifft zu, dass der Schlauch nicht von selbst den gleichen Querschnitt wie der Behälter 1 annimmt, aber da er beim Einführen nur eine relativ kleine Menge von Einfüllgut aufgenommen hat, nimmt der untere Teil des Schlauches 20 die Form der Rohröffnung an und wird automatisch den gleichen Querschnitt erhalten wie der Behälter 1, weil der Aussenumfang des Schlauches 20 im wesentlichen dem Innenumfang des Behälters 1 entspricht.
Nachdem der Schlauch 20 mit Hilfe des Gewichtes des Einfüllgutes selbst ganz in den Behälter 1 abgesenkt worden ist, wird zusätzlich Füllgut in solcher Menge zugeführt, dass der Druck des Füllgutes den Schlauch gegen die Behälterinnenwand drückt. Vor dem letzten Einfüllvorgang oder gleichzeitig mit diesem wurde eine Klebzone 14 der Randzone 5, die sich im Umfangssinn des Rohres schliesst, soweit erwärmt, dass der auf die Zone 14 gedrückte Schlauch 20 auf einem Teil seiner Fläche zum Schmelzen gebracht, und so längs der Zone 14 mit der Behälterinnenseite werklebt wird. Um einen guten Kontakt zwischen der erwärmten Klebzone 14 und dem Schlauch 20 zu erreichen, ist es empfehlenswert, z.B. durch Einleiten von Druckluft in den Schlauch, diesen unter einem überdruck von 0,001-1,0 atü zu halten, vorzugsweise von 0,01-0,1 atü.
Die Zone zwischen dem Schlauch 20 und dem Behälter 1, die zum Festhaften an der Innenseite der Randzone 5 bestimmt ist, kann entweder nur nach dem vollständigen Einführen des Schlauches 20 in den Behälter 1 erwärmt, oder aber vorerwärmt werden. Im letzteren Fall muss natürlich der Schlauch 20 beim Einführen in den Behälter 1 daran gehindert werden, mit der erwärmten Klebzone 14 in Berührung zu kommen, da der Schlauch 20 sonst an dieser Zone festkleben würde, bevor er ganz in den Behälter 1 eingeführt ist.
Um ein Berühren zwischen dem Schlauch und der erwärmten Zone 14 zu verhindern, kann während des Einführens des Schlauches 20 in den Behälter ein Schirm über die Fläche 14 gelegt werden. Nachdem der Schlauch 20 ganz eingeführt worden ist, wird dieser Schirm weggenommen, so dass die Sackwand die erwärmte Zone 14 berührt und mit dieser verschweisst wird. Die Klebzone 14 in der Rohrrandzone 5 wird vorzugsweise mit heisser Luft erwärmt, die auf die Rohrinnenwand geblasen wird, oder auch mittels erwärmter Backen, die auf die Rohraussen seite gedrückt werden. Das Zuführen von Wärme auf die Klebzone 14 kann natürlich auch aufgeschoben werden bis der Schlauch 20 ganz in den Behälter 1 eingesetzt worden ist.
In diesem Fall muss jedoch die Wärme durch äussere Mittel durch die Rohrwand hindurch zugeführt werden, und dies benötigt eine relativ lange Heizzeit und daher auch eine längere Zeit zum Herstellen des Paketes.
Nachdem der Schlauch 20 in den Behälter 1 eingeführt, am Behälter längs der Klebzone 14 befestigt, und mit der gewünschten Menge Füllgut gefüllt ist, wird die obere Stirnwand des Behälters 1 durch Falten der Stirnwandfelder 5 und der Randzonenfelder 5 wie ein Balg einwärts über den Querschnitt des den Behälter 1 bildenden Rohres geschlossen. Diese Schliessoperation ist in Fig. 7 veranschaulicht und wird mittels an sich bekannter Faltmitteln ausgeführt.
Nachdem die Stirnwandfelder 6 nach unten in die gleiche Ebene gefaltet sind, und die Randzonenfelder 5 miteinander vereinigt werden, um so eine Rippe 21 zu bilden, wird der balggefaltete Schlauch 20 längs einer Naht 17 verschweisst, wonach der im Behälter 1 eingeschlossene und vom untern Teil des Schlauches 20 gebildete Sack 2 mit einem Schnitt durch die 17 vom Schlauch 20 abgetrennt wird, wie in Fig. 8 gezeigt ist. Nachdem die Rippe 21 einwärts gegen die ebene Stirnwand 6 gefaltet und an der Seitenwand mittels einer Verschweissung, die leicht zu öffnen ist, fixiert worden ist, hat das Paket das Aussehen nach Fig. 4 und ist daher zur Verteilung bereit.
Der Balgfalt 16, der zufolge der elastischen Eigenschaften des Verpackungsmaterials eine natürliche Tendenz zum Verschieben aufweist, kann natürlich im ausgeflachten Zustand fixiert werden durch Zusammenkleben oder Verschweissen derjenigen Aussenseite der Rippe 21, die einander im Balgfalt 16 gegenüberliegen. Es sollte jedoch in diesem Fall darauf geachtet werden, dass die verschweisste oder verklebte Fläche nur in demjenigen Teil der Rippe 21 aufgetaut wird, der sich über dem öffnungsschlitz 15 befindet, da sonst die Paketöffnung nicht auf normale Art und Weise entfaltet werden kann.
Das Paket wird geöffnet durch Brechen der Verbindung zwischen der Rippe 21 und der Stirnwand 6 und Anheben der Rippe, so dass diese von der Paketstirnwand 6 absteht. Der in der Paketrippe befindliche Öffnungsschlitz 15 wird gemäss Fig. 9 aufgerissen, wobei die Wandung des im Behälter befindlichen Sakkes 2 längs der Rippe 21 dort perforiert ist, wo der Sack 2 und die Randzonenwand 5 in einer um die Randzone 5 des rohrartigen Behälters 1 laufenden Naht 14 miteinander vereinigt sind.
Da der Sack 2 hinter der Schweisszone 17 aufgerissen wird, kann das Füllgut durch den beim Aufreissen gebildeten Schlitz 15 erreicht werden. Die Schlitzfläche ist jedoch zu klein um als Ausguss funktionieren zu können, und daher muss der Schlitz verbreitert werden. Fig. 10 zeigt, wie der Balgfalz 16, der nach dem Aufreissen der Rippe 21 längs der Öffnungskerbe 15 freiliegt, entfaltet werden kann, um eine im wesentlichen rhomboidale Öffnung 22 zu bilden, durch die das Füllgut ausgeleert werden kann.
Um die Bildung des Ausgusses 22 beim Entfalten der Balgfalte 16 zu erleichtern, ist es vorteilhaft, in jedem der rechteckigen Stirnwandfelder 6 eine Knifflinie 23 anzubringen, die von der Ecke zwischen der seitlichen, der Öffnungsrinne 22 benachbarten Randlinie 12 und der die Stirnwandzone 6 und das Seitenwandfeld 7 trennenden Knifflinie 3 aus nach den Enden des Schlitzes 15 in der Rippe 21 läuft, der als Öff- nungskerbe dienen soll. Derjenige Teil der Rippe 21, der durch Aufreissen längs des Schnittes 15 vom Behälter 1 abgetrennt worden ist, kann entweder nach der Seite gefaltet werden, so dass er nicht mehr über die rhomboidale Öffnung 22 vorsteht, oder ganz weggerissen werden.
Das oben beschriebene Paket eignet sich auch für sterilisierte Produkte, z.B. pasteurisierte Milch, da das Wandmaterial des Sackes 2 für Bakterien undurchlässig ist und der Behälter einen guten mechanischen Schutz gegen eine solche mechanische Einwirkung auf den Sack 2 bietet, die kleine Leckstellen hervorrufen und somit den Bakterienschutz des Paketes gefährden könnte, ohne dessen technischen flüssigkeitsdichten Eigenschaften zu beeinträchtigen. Die Art und Weise, in der das Paket hergestellt und gefüllt wird, macht dieses auch geeignet zum Verpacken von sterilen flüssigen Produkten.
Soll ein steriles Produkt verpackt werden, so müssen gewisse Schritte unternommen werden. Erstens muss der Extrusionsschlauch 20 sterilisiert werden.
Dies wird vorzugsweise so ausgeführt, dass der Schlauch längs seines untern Endes verschweisst wird, und so, dass die zwischen der Auspressdüse und dem verschweissten Schlauch befindliche Höhlung der Einwirkung von Heissdampf oder eines andern Sterilisiermittels ausgesetzt wird. Nachdem diese Höhlung sterilisiert worden ist, wird die Sterilität im Schlauchinnern automatisch aufrechtgehalten, da die Schlauchauspresstemperatur so hoch ist, dass alle in der Plastikmasse vorhandenen Bakterien und Mikroorganismen zerstört werden und keine Neuinfektion des Schlauches 20 eintreten kann, da dessen unteres Ende ständig zugeschweisst ist. Das sterile Produkt wird dem intern sterilen Schlauch 20 durch das Füllrohr 19 zugeführt, das natürlich ebenfalls sterilisiert werden muss, bevor das Füllen einsetzen kann.
Nach dem Einsetzen des intern sterilisierten Schlauches 20 in den Behälter 1 und nach dem Einfüllen des sterilen Füllgutes und Verschliessen mit einem gegen Bakterien dichten Verschluss 17, wird das Füllgut in ein bakteriendichtes Paket verpackt. Das sterile Füllgut ist auf keiner Stufe der Verpackungsoperation dem Risiko einer Berührung mit einer durch Bakterien verseuchten Fläche oder Atmosphäre ausgesetzt.
Offensichtlich weist das vorliegende Verfahren im Vergleich mit andern Verfahren beträchtliche Vorteile auf, bei welchen die Verpackung in speziellen Sterilkammern ausgeführt werden muss, wo es schwierig ist, eine absolute Sterilität zu gewährleisten.
Die hier gezeigten und beschriebenen Beispiele des Paketes und des Verfahrens zu dessen Herstellung haben sich als sehr vorteilhaft erwiesen, sowohl funktioneller als auch in wirtschaftlicher Hinsicht. Natürlich können sowohl das Paket als auch das Verfahren zu dessen Herstellung innerhalb des Erfindungsgedankens abgeändert werden. So ist es z.B. möglich, wenn auch weder praktisch noch notwendig, den Innensack auf grösseren Teilen der Innenwand des Paketbehälters zu fixieren, als nur in der Klebzone 14, wie sie beim Beispiel gezeigt ist. Ferner ist es natürlich nicht notwendig, die Stirnwand 6 soweit einwärts über den Querschnitt des Behälters zu falten, dass eine flache Stirnwand gebildet wird.
Der Grund dazu, dass der Innensack 2 längs einer Zone 17 dicht verschlossen wird, die ausserhalb der wie ein Balg gefalteten Rippe 21 liegt, ist ein ganz praktischer. Es ist nämlich leichter, einen dichten Verschluss herzustellen zwischen Plastikschichten allein als zwischen Plastikschweissstellen, die auf beiden Seiten von einer gegen Wärmeverlust isolierenden Kartonschicht umgeben sind. Natürlich könnte der Sack 2 auch längs einer Verschlusszone verschweisst werden, die in der Rippe 21 liegt; da aber ein solches Verfahren gewisse Nachteile aufweist, wurde es für das beschriebene Beispiel nicht benützt.