CH427081A - Verfahren zur Herstellung wasserunlöslicher Azofarbstoffe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung wasserunlöslicher Azofarbstoffe

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CH427081A
CH427081A CH6538958A CH6538958A CH427081A CH 427081 A CH427081 A CH 427081A CH 6538958 A CH6538958 A CH 6538958A CH 6538958 A CH6538958 A CH 6538958A CH 427081 A CH427081 A CH 427081A
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ethoxy
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CH6538958A
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Bruno Dr Nicolaus
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Sandoz Ag
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    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B29/00Monoazo dyes prepared by diazotising and coupling
    • C09B29/06Monoazo dyes prepared by diazotising and coupling from coupling components containing amino as the only directing group
    • C09B29/08Amino benzenes
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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Description


  Verfahren zur     Herstellung    wasserunlöslicher     Azofarbstoffe       Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur  Herstellung neuer wasserunlöslicher     Azofarbstoffe,     zum Färben von Kunststoffmassen, worunter     läsungs-          nüttelfreie    und     lösungsmittelhaltige    Massen aus  Kunststoffen zu verstehen sind. Sie zeichnen sich  durch hervorragende Löslichkeit in Aceton und zum       Teil    auch in anderen organischen Lösungsmitteln aus.  Einzelne Farbstoffe ziehen ferner auf     Zelluloseester-          fa.sern,    auf synthetische     Polyamidfasern    (z. B.

   Nylon,   Perlon , eingetragene Schutzmarke) und auf     Poly-          vinylfasern,        Terephthalsäureesterfasern    (z. B.      Tery-          len ,         Dacron ,    eingetragene Schutzmarke), vorzugs  weise in Gegenwart     dispergierend    wirkender Ver  bindungen und bei erhöhter Temperatur.  



  Zum Teil sind die neuen     Farbstoffe    auch zum    Färben von Ölen und Kunstharzen geeignet. Einige  Farbstoffe färben auch Wolle und Naturseide an.  



  Die aus Suspension erhaltenen gelborangen bis  violetten Färbungen auf den obengenannten Fasern  zeichnen sich durch vorzügliche Wasch-, Meerwas  ser-, Sublimier-, Schweiss-, Bügel-,     Thermofixier-    und       Rauchgasechtheiten    aus. Die Lichtechtheit der Fär  bung auf     Polyamidfasern    ist gut, diejenige auf  den anderen Fasern sehr gut bis hervorragend.  



  Die Spinnfärbungen besitzen gute bis sehr gute  Licht-, Wasser-, Wasch-, Schweiss-, Überfärbe-, alka  lische Chlor-, Sublimier-,     Oxalsäure-,        Trockenreini-          gungs-,    Rauchgas-, Reib-, Bügel-,     Peroxydbleich-    und       Thermofixierechtheiten.       Die neuen     wasserunlöslichen        Azofarbstoffe    entsprechen der Formel  
EMI0001.0029     
    worin x Wasserstoff, Halogen,     Methyl,        Äthyl,        Meth-          oxy    oder     Äthoxy,    y Wasserstoff, Halogen,     Methyl,

       Äthyl,     Trifluormethyl,        Methoxy,        Äthoxy        oder    einen       Alkanoylaminorest    mit höchstens 18     C-Atomen,        R1     einen     gegebenenfalls    durch ein oder mehrere Sauer  stoffatome unterbrochenen     Alkylenrest,        R2    einen  durch     mindestens    ein Sauerstoffatom unterbrochenen       Alkylenrest,        R3    einen von sauren wasserlöslich ma  chenden Gruppen freien     aliphatischen,

          cycloaliphati-          schen    oder aromatischen Rest, V die     Iminogruppe     oder eine einfache     C-C-Bindung,    m die Zahl 1 oder 2,  M wenn m für die Zahl 1 steht,     Wasserstoff,    Halogen,         Hydroxy,        Methoxy,        Äthoxy,        Difluormethyl,        Trifluor-          methyl,    Cyan einen     Carbalkoxyrest    oder  
EMI0001.0062     
    wobei die Symbole     R3    und V die oben genannten  Bedeutungen     besitzen,    oder,

   wenn m für die Zahl 2  steht, eine einfache Bindung und     R4    einen von was  serlöslich machenden Gruppen freien mono- oder       bicyclischen    aromatischen oder     heterocyclischen    Rest  bedeuten.      Das     erfindungsgemässe    Verfahren besteht darin,  dass man m Mole einer von sauer wasserunlöslich  machenden Gruppen freien     Diazoverbindung    mit  1     Mol    eines tertiären Amins der Formel  
EMI0002.0004     
    worin x, y,     R1,        R2,        R3,    M, V, und m die oben  genannten Bedeutungen besitzen, kuppelt.  



  Als von     wasserlöslich    machenden Gruppen     freie          Diazoverbindungen    sind insbesondere durch     Nitro-          gruppen,        Acylgruppen,    Halogenatome,     Cyangruppen          und/oder        Alky1sulfonyl-    oder     Alky1,sulfamidgrup-          pen    substituierte     Aminobenzole        Aminonaphthaline,          Aminothiophene,        Aminothiazole,        Aminothiodiazole,

       oder     Aminobenzothiazole    geeignet.    Die Kupplung der     Diazoverbindung    mit der     Azo-          komponente    erfolgt in saurem gegebenenfalls     gepuf-          fertem    Medium.  



  In den nachfolgenden Beispielen sind unter Teilen  Gewichtsteile und unter Prozenten Gewichtsprozente  zu verstehen; die Temperaturen sind in Celsiusgraden  angegeben und die     Schmelzpunkte    sind     unkorrigiert.     <I>Beispiel 1</I>  12,8 Teile     2-Aminobenzothiazol-6-sulfonsäuredi-          methylamid    vom Schmelzpunkt 230  werden bei  20  in 50 Teilen 85 %     iger    Phosphorsäure gelöst.  Man kühlt die erhaltene Masse auf 5  und trägt       innderhalb    von einer Stunde 3,8 Teile     Natriumnitrit          ein.    Die     Diazotierung    erfolgt rasch.

   Trotz gutem  Rühren wird der erhaltene Brei dickflüssig; man  verdünnt ihn zweckmässig mit 40 Teilen Eisessig.  Nach beendigter     Diazotierung    wird der Masse eine  Lösung von 25,5 Teilen eines technischen     Gemisches,     welches hauptsächlich aus dem tertiären Amin der  Formel  
EMI0002.0041     
    besteht, in 300 Teilen Eisessig zugefügt. Die     Farb-          stoffbildung    tritt bald ein und kann durch Zusatz  von     Natriumacetat    beschleunigt werden. Nach be  endeter Kupplung wird die Reaktionsmasse     auf     500 Teile Wasser ausgeladen.

   Der entstandene neue  Farbstoff     wird        abfiltriert,    mit     Wasser    neutral ge-    waschen und getrocknet. Der wasserunlösliche     Mono-          azofarbstoff    löst sich in organischen Lösungsmit  teln mit leuchtend roter Farbe und besitzt eine     Ace-          tonlöslichkeit    von mehr als 100     g/Liter    bei 25  und  entspricht der vermutlichen Formel:  
EMI0002.0054     
    Das in diesem Beispiel verwendete tertiäre Amin  ist neu und wird folgendermassen hergestellt:

   In einem  dichten Kessel aus rostfreiem Stahl werden 431 Teile  2 -     Chlor-1(N,N    -     dihydroxyäthylamino)-benzol    vom       Smp.    87  vorgelegt und bei 140-160  bei Gegenwart  von 2 Teilen feingepulvertem     Kaliumhydroxyd    mit    92 Teilen     Athylenoxyd    umgesetzt. Das erhaltene  dickflüssige Produkt wird anschliessend bei 80-100   mit 484 Teilen     Phenylisocyanat    kondensiert.  



  Beide Umsetzungen verlaufen praktisch quanti  tativ und das erhaltene Produkt besteht zur Haupt  menge aus der Verbindung der Formel:  
EMI0002.0061     
    Zum Färben von     Acetatkunstseide    in der     Masse     verfährt man wie folgt:

   100 Teile     Acetylzellulose     werden in 300 Teilen eines     Lösungsmittelgemisches     aus 93 % Aceton und 7 %     Methanol    versetzt.     Man     vermischt die Masse während kurzer Zeit und     lässt     sie über Nacht quellen. 0,5 Teile des nach obigem    Beispiel erhältlichen     Monoazofarbstoffes    werden  durch einfaches     Schütteln    in 85 Teilen des gleichen       Lösungsmittelgemisches    gelöst.

   Man gibt die Lösung       der-        Acetylzelluloselösung    zu und rührt die Mischung  in einem offenen     Gefäss    so lange, bis 60 Teile des  Lösungsmittels verdunstet sind. Die gefärbte Masse      wird in üblicher Weise in den Spinntopf gepresst  und gesponnen.

   Die erhaltenen Fäden sind rot ge  färbt; die Färbungen besitzen hohe Licht-, Wasch-,  Überfärbe-, alkalische     Belich-,    Rauchgas-,     Oxal-          säure-,        Trockenreinigungs-    und     Peroxydbleichechthei-          ten.    Auch die Meerwasser-, die Schweiss-, die Was  ser-, Seifenbad-, Reib-,     Dekatur-    und     Bügelechtheiten     sind ausgezeichnet.  



  In der folgenden Tabelle werden weitere wert  volle     Monoazofarbstoffe    beschrieben, welche durch  geeigneten Ersatz der     Diazo-    und     Azokomponenten       im Beispiel 1 erhalten werden. Sie entsprechen der  allgemeinen Formel  
EMI0003.0012     
    und sind in der Tabelle durch die Symbole     R.4,        R5,        R6     und y sowie durch den Farbton ihrer Färbungen  in     Acetylzellulose    gekennzeichnet.    
EMI0004.0001     
    
EMI0005.0001     


Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Herstellung wasserunlöslicher Azofarbstoffe, dadurch gekennzeichnet, dass man m Mol einer von sauren, wasserlöslich machenden Gruppen freien mono- oder bicyclischen aromati schen oder heterocylischen Diazokomponente mit 1 Mol eines tertiären Amins der Formel EMI0006.0009 kuppelt, worin x Wasserstoff, Halogen, Methyl, Äthyl, Methoxy oder Äthoxy, y Wasserstoff, Halogen, Methyl,
    Äthyl, Trifluormethyl, Methoxy, Äthoxy oder einen Alkanoylaminorest mit höchstens 18 C-Ato- men, R1 einen gegebenenfalls durch ein oder meh- rere Sauerstoffatome unterbrochenen Alkylenrest, R2 einen durch mindestens ein Sauerstoffatom un terbrochenen Alkylenrest, R3 einen von sauren,
    wasserlöslich machenden Gruppen freien und gege benenfalls substituierten aliphatischen, cycloaliphati- schen oder aromatischen Rest, V die Iminogruppe oder eine einfache C-C-Bindung, m die Zahl 1 oder 2 und M, wenn m für die Zahl 1 steht, Wasserstoff, Halogen, Hydroxy, Methoxy, Äthoxy, Difluormethyl, Trifluormethyl Cyan, einen Carbolkoxyrest oder EMI0006.0040 oder, wenn m für die Zahl 2 steht, eine einfache Bindung bedeuten.
    <B>11.</B> Verwendung von nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I hergestellten wasserunlöslichen Azofarbstoffen zum Färben von Ölen und Kunst stoffmassen.
CH6538958A 1956-07-18 1958-10-24 Verfahren zur Herstellung wasserunlöslicher Azofarbstoffe CH427081A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2049063A1 (de) * 1969-04-02 1971-03-26 Ciba Geigy

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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FR2049063A1 (de) * 1969-04-02 1971-03-26 Ciba Geigy

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