CH429717A - Verfahren zur Herstellung von neuen, basisch substituierten, therapeutisch wirksamen Steroidverbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen, basisch substituierten, therapeutisch wirksamen Steroidverbindungen

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CH429717A
CH429717A CH719362A CH719362A CH429717A CH 429717 A CH429717 A CH 429717A CH 719362 A CH719362 A CH 719362A CH 719362 A CH719362 A CH 719362A CH 429717 A CH429717 A CH 429717A
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therapeutically active
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CH719362A
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Vargha Laszlo Dr Prof
Marta Dipl Ing Rados
Endre Dipl Ing Kasztreiner
Laszlo Dr Med Szporny
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Richter Gedeon Vegyeszet
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J41/00Normal steroids containing one or more nitrogen atoms not belonging to a hetero ring
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J75/00Processes for the preparation of steroids in general

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Steroid Compounds (AREA)

Description


  Verfahren     zur    Herstellung von neuen, basisch     substituierten,    therapeutisch     wirksamen     Steroidverbindungen    Es wurden schon mehrere Steroidverbindungen     ana-          bolischer        Wirkurig    "in der Literatur beschrieben und in  die therapeutische Praxis eingeführt. Die bekanntesten  solcher Produkte sind das     L11-Dehydro-17.a-methyl-te-          stosteron    und das     Norandrostenolonphenylpropionat;     beide zeigen zwar eine vorteilhafte     anabolische    Wirk  samkeit, weisen aber auch unerwünschte hormonale       Ndbenwirkungen    auf.

    



  Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf die     Her-          stdiung        meuer,    im     -D=Ring    durch eine     Hydroxylgruppe     und in "3- und     16-Stellung    durch stickstoffhaltige     basi-          sche,Gruppen        -substituierte        A,3H>5-Steroide    der Formel  
EMI0001.0022     
    worin X für ein Wasserstoffatom,     eine        Hydroxyl-    oder       Acyloxygruppe,    R und R' für gleiche oder verschiedene       Alkyl-,        Cycloalkyl-,

          Aryl-    oder     Aralkylgruppen    stehen  und diese Gruppen R und R' gegebenenfalls noch durch       Hydroxyl-    oder     Alkylgruppen    substituiert sein und/oder  zusammen mit dem benachbarten Stickstoffatom auch  einen, gegebenenfalls noch weitere     Heteroatome    enthal  tenden     heterozyklischen    Ring bilden können und ihren  Salzen.  



  Diese Steroide besitzen gegenüber den erwähnten,  bekannten     anabolischen    Steroiden den wichtigen Vor  teil, dass sie neben der erwünschten     anabolischen    Wirk  samkeit keine unerwünschten     androgenen,        östrogenen          oder        andere    hormonale Wirkungen zeigen.

   Diese  neuen Verbindungen können daher     vorteilhaft    in der    Therapie, und     zwar    sowohl auf oralem Wege, als auch       in    der Form von öligen :oder wässerigen     Lösungen,        pa-          renteral        angewendet    werden.  



  Diese neuen Steroide werden gemäss der vorliegen  den     Erfindung    derart hergestellt, dass man     16,17-Oxi-          do-A4        pregnen-3,20-dion,    bzw. dessen in der     21-Stel-          lung    eine     Hydroxyl-    oder     Acyloxygruppe    enthaltende  Derivate der Formel  
EMI0001.0055     
    mit einem     sekundären    Amin der Formel     (II)     
EMI0001.0058     
         umsetzt.     Dabei werden zwei basische Gruppen in das Mole  kül     eingeführt,

      und zwar eine in der     3-Stellung    und die  andere -höchstwahrscheinlich in die     16-Stellung    unter       gleichzeitiger        Aufspaltung    des 16,17     -Epoxydringes,     wobei in der     17-Stellung    eine     a-Hydroxylgruppe    ausge  bildet wird.

   Die genaue Struktur des dabei entstehenden  Produktes -konnte zwar     noch-nicht        völlig    ermittelt wer  den, es ist aber mit höchster Wahrscheinlichkeit     anzu-          nehmen,-dass    die Reaktion im Sinne der nachstehenden       Formeln    abläuft:

      
EMI0002.0001     
    Die Ausführung des     erfindungsgemässen    Verfahrens  kann derart erfolgen, dass man das     16,17-Oxido-A4-          pregnen-3,20-dion    oder dessen in der     21-Stellung    eine       Hydroxyl-    oder     Acyloxygruppe    enthaltende Derivate mit  oder ohne Anwendung eines Verdünnungsmittels,     vor-          teilhaft    bei erhöhter Temperatur, mit der dem ge  wünschten Endprodukt entsprechenden sekundären  Base reagieren lässt. Als Verdünnungsmittel können  gegenüber den Reaktionskomponenten     inerte    organische       Lösungsmittel,    z.

   B. niedere Alkohole,     Dioxan    usw. ver  wendet werden; vorteilhaft wird zu diesem Zweck ein       Überschuss    der sekundären Base der Formel     II    ange  wendet. Die Reaktion kann im Falle von niedrig sieden  den Reaktionskomponenten bzw.     Verdünnungsmitteln     in geschlossenem Gefäss durchgeführt werden. Da der       16,17-Oxido-Ring        ziemlich    widerstandsfähig gegen  Basen ist, kann man die Umsetzung     vorteilhaft    in der  Anwesenheit von solchen Stoffen     durchführen,    die eine  beschleunigende Wirkung auf die Reaktion ausüben. Als  solche Stoffe können nach unseren Erfahrungen z. B.

    Phenol oder Wasser verwendet werden, in deren Gegen  wart die Aufspaltung des     Epoxydringes    und die gleich  zeitige Addition der Base schon bei niedrigerer Tempe  ratur und in kürzerer Zeit vollzogen wird.  



  Wenn die als Ausgangsstoff verwendete Steroidver  bindung der Formel I in der     21-Stellung    eine     Acyloxy-          gruppe    enthält, so     kann    diese während der Reaktion  ganz oder teilweise abgespaltet werden, wodurch im  Endprodukt am     21-Kohlenstoffatom    eine     Hydroxyl-          gruppe    gebildet wird.  



  Als sekundäre Basen der Formel Il können im erfin  dungsgemässen Verfahren besonders     Dialkylamine    z. B.       Dimethylamin,    in den     Alkylgruppen    substituierte     Dial-          kylamine,    z. B.     Diäthanolamin,    ferner     heterocyklische     sekundäre     Amine,    z. B.     Morpholin,        Methylmorpholin,          Piperidin,        Piperazin,        Pyrrolidin    usw. verwendet werden.

    <I>Beispiel 1</I>       3,16-Dimorpholino-3,5-pregnadien-17a-ol-20-on     3,3 g     16a,17a-Oxido-progesteron        werden        finit    0,9 g       Phenol    und 10 ml     Morpholin        versetzt    und das Gemisch  1.6     Stunden    bei     130-135         C        gerührt.        Nach    Abkühlen       wird    der     überschuss        dies        Morpholins        abdestilliert,

      der       Rückstand    mit 30     ml        Methanol        verrieben,    abgesaugt,       seit        Methanol        gewaschen    und aus     Äthylacetat        umkristal-          lisiert.    Das     Produkt        schmilzt    bei 263-266      C;        [ab    =       -121,7',(e    = 1,     Chloroform).     



  t  <I>Beispiel 2</I>       3,16-Dipiperidino-3,5-pregnadien-17a-ol-20-on     Das     Gemisch    von 3,3g     16a,17a-Oxido        Progesteron,     0,9 g Phenol und 10     ml        Piparidin    wird     in    einem     Bom-          benrohr    16     Stunden    bei 135' C     erhitzt.    Beim Abkühlen         kristallisiert        das        Reaktionsprodukt.    Der     Überschuss    des       Piperidins        

  wird        ;abdestühert,    der     Rückstand        mit    30     ml          Methanol    verrieben,     abgesaugt        und    aus     Äthylacetat        um-          kristallisiert.    Das     Produkt        schmilzt    bei     212,216     C;       [alt    = -109      (C    = 1, Chloroform).  



  <I>Beispiel 3</I>  <I>3,16</I>     Dipyrrolidino-3,5-pregnadien-17a-ol-20-on     Das Gemisch von 3,3     ,g        16:a,17a-.Oxido-progesteron,     0,9     ig        Pheniol        und    10     ml        Pyrrolidin    wird     in        einem    Bom  benrohr 20     Stunden    bei     140 C        erhitzt.        Beim        Abkühlen          kristallisiert    das     Produkt.    Es wird mit  <RTI  

   ID="0002.0123">   Methanol    ver  rieben,     abgesau,gt,    mit Methanol     gewaschen        und    aus       Benzol    umkristallisiert. Das     Produkt        schmilzt    bei     267-          272     C;     [alD    = -121  (c = 1,     Chloroform).     



  <I>Beispiel 4</I>       3,16-Di-(N,N'-dimethylamino)-3,5-pregnadien-          17a-ol-20-on          Das        Gemisch    von 6,6 g     16a,17a-Oxido-progesteron,          1,8:g    Phenol und 40     ml        flüssigem        Dimethylamin        wird    in  ein=     Autoklaven    20     Stunden    bei 145-150  C gehalten.

         Nach    Abkühlen wird     .das    Produkt     mit        Methanol    ver  rieben,     .abgesaugt,        mit    Methanol     gewaschen        und    aus       Benzol        umkristallisiert.    Das Produkt     schmilzt    bei     240-          246     C;     [ab    =     -148,5     (c = 1,     Chloroform).  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von neuen A3,5-Steroiden der Formel EMI0002.0165 worin X für ein Wasserstoffatom, eine Hydroxyl- oder Acyloxygruppe, R und R' für gleiche oder verschiedene Alkyl-, Cycloalkyl-, Aryl oder Aralkylgruppen stehen,
    und diese Gruppen R und R' gegebenenfalls noch durch Hydroxyl- oder Alkylgruppen substituiert sein und/oder zusammen mit dem benachbarten Stickstoffatom auch einen gegebenenfalls noch weitere Heteroatome enthal tenden heterozyklischen Ring bilden können und ihren Salzen, dadurch gekennzeichnet, dass man 16,17-Oxi- do-Q4-pregnen-3,20-dion bzw.
    dessen in der 21-Stellung eine Hydroxyl- oder Acyloxygruppe enthaltende Deri vate der Formel (I) EMI0003.0006 mit einem sekundären Amin der Formel EMI0003.0008 umsetzt. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die Umsetzung der Steroidverbindung der Formel I mit dem sekundären Amin der Formel 1I in der Gegenwart von Phenol oder Wasser durchgeführt wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass man die erhaltenen AIA5-Steroide in Säureadditionssalze überführt.
CH719362A 1961-06-26 1962-06-15 Verfahren zur Herstellung von neuen, basisch substituierten, therapeutisch wirksamen Steroidverbindungen CH429717A (de)

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